Ist das noch fair - das Opfer muss zahlen?

6 Antworten

Hallo Alina,

du meinst das Verfahren gegen das andere Mädchen? Sehe ich das richtig?

Da dem Mädchen nicht nachgewiesen werden konnte, dass sie gelogen hat und das Verfahren deshalb eingestellt wurde, gilt sie als unschuldig und muss auch nicht für eure Kosten aufkommen.

Sorry, aber das vorschnelle Einschalten eines Anwalts bringt oft mehr Nachteile als Vorteile - meist finanzieller Art.

Ich sage hier ständig, dass es sich in vielen, wenn nicht sogar den meisten (zumindest hier geschilderten) Fällen NICHT lohnt, einen Anwalt einzuschalten.

Dafür bekomme ich dann "Schimpfe" von denen, die immer und für alles einen Anwalt einschalten wollen und damit nicht nur schlechte Antworten geben, sondern den Fragestellern sogar schaden.

Viele Grüße

Michael

Zur ersten Frage: das Verfahren gegen mich ist eingestellt nach 170 abs 2 und sie bekommt gar nichts

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@AlinaMueller90
Ihr wurde ja das nicht nachgewiesen das sie gelogen hat es wurde ja '' mangels Tatnachweis '' eingestellt 

Jetzt verliere ich den Faden ...

An anderer Stelle schreibst du, dass IHR nicht nachgewiesen werden konnte, gelogen zu haben.

Gegen wen wurde denn nun tatsächlich ermittelt und das Verfahren eingestellt?

Wenn gegen sie, dann vergiss eine Erstattung der Kosten.

Wenn gegen dich, dann solltest du zumindest deinen Anwalt fragen, ob er eine reelle Chance sieht, das Geld wiederzubekommen.

Gruß Michael

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und sie muss 300 € für ihren eigenen Anwalt bezahlen bzw die Eltern ?

Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch.

Es besteht die Möglichkeit, für die entstandenen Kosten zivilrechtlich Regress einzuklagen.

An wen ? Ihr wurde ja das nicht nachgewiesen das sie gelogen hat es wurde ja '' mangels Tatnachweis '' eingestellt 170 Abs 2 Stpo

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@AlinaMueller90

Der Zivilprozeß ist ja erst einmal unabhängig vom Strafprozeß. Wenn das Opfer nach den Regeln des Zivilprozesses beweisen kann, daß die Täterin die Unwahrheit gesagt hat, sollte es auch einen Ersatz für die durch diese Lüge nötig gewordenen Aufwendungen zugesprochen bekommen können.

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@AuroraAlpha

Doch, dem ist sogar einiges hinzuzufügen ...

Das Verfahren gegen das andere Mädchen wurde mangels Beweisen eingestellt und ihr empfehlt ihr, den gleichen Fehler, den die Eltern begangen haben und um den es hier in der Frage geht, gleich noch einmal zu begehen?

Absurder und sinnloser geht es wohl kaum.

Gruß Michael

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@19Michael69
Das Verfahren gegen das andere Mädchen wurde mangels Beweisen eingestellt und ihr empfehlt ihr, den gleichen Fehler, den die Eltern begangen haben und um den es hier in der Frage geht, gleich noch einmal zu begehen?

Das würde Sinn ergeben, wenn - wie schon zuvor angeführt - nicht gänzlich andere Prozessmaximen zugrundelägen.

Insbesondere kennt die ZPO kein Zeugnisverweigerungsrecht der beklagten Partei - anders als selbstverständlich das Strafprozessrecht das nemo-tenetur-Prinzip kennt.

Verweigert die beklagte Partei ohne Verweigerungsrecht die Aussage, droht ein Ordnungsgeld oder Ordnungshaft sowie Beugehaft.
Lügt die beklagte Partei, macht sie sich wegen Betruges strafbar.

Und im Strafprozess nichts zu sagen ist immer noch deutlich leichter als im Zivilprozess zu lügen.

Daneben sind die Voraussetzungen für das Einbringen von belastenden Beweisen deutlich anders gelagert.

Absurder und sinnloser geht es wohl kaum.

Wenn einem der Blick fürs Große und Ganze fehlt, mag das so erscheinen. Tatsächlich kommt es aber auf den Einzelfall an.

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@AuroraAlpha

Von mir aus kann sie gerne klagen, dann noch frustrierter sein und dadurch noch mehr Geld verlieren - sie wird dadurch noch mehr fürs Leben lernen.

Du legst anderen in den Mund, ihnen würde der Blick fürs "Große und Ganze" fehlen, schwingst große Reden und weißt noch nicht einmal was Betrug ist.

Daher spare ich mir weitere Ausführungen.

Gruß Michael

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@19Michael69
Du legst anderen in den Mund, ihnen würde der Blick fürs "Große und Ganze" fehlen, schwingst große Reden und weißt noch nicht einmal was Betrug ist.

Ich fürchte, dank des Studiums habe ich hinreichende Kenntnisse über den Betrug, um mich über diese Aussage schlapp zu lachen.

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@AuroraAlpha

Studium? Welches Studium? Wohl am Fenster gesessen und nicht aufgepasst.

Es sagt schon viel aus, wenn sogar du selbst deine Kenntnisse fürchtest.

Ja, lach dich schlapp, aber über dich selbst.

Und wenn du damit fertig bist, dann solltest du dir § 263 StGB nochmal genau anschauen.

Gruß Michael

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@19Michael69
Und wenn du damit fertig bist, dann solltest du dir § 263 StGB nochmal genau anschauen.

Brauche ich nicht. Den Prozessbetrug kenne ich in- und auswendig.

Bleib du bei deinen Themengebieten und lass lieber die Finger von Rechtsfragen. Insbesondere wenn es um die Dogmatik geht.

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@AuroraAlpha

Na dann schreibe doch auch gleich Prozessbetrug.

Wenn du so ein toller Fachmann bist, hättest du wissen müssen, dass da nicht gleich alle drauf kommen.

Die andere wird aber trotzdem genau das aussagen, was sie vorher schon ausgesagt hat und ihr eben nicht nachgewiesen werden konnte, dass sie gelogen hat.

Eine Klage würde ziemlich sicher ausgehen wie das Hornberger Schießen.

Jetzt nochmal was ganz anderes: Wenn ich mir die teils unterschiedlichen oder zumindest unklaren Aussagen der Fragestellerin und dann noch ihre anderen Fragen hier so anschaue, frage ich mich, warum wir uns hier überhaupt Mühe geben.

Gruß Michael

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@19Michael69
Na dann schreibe doch auch gleich Prozessbetrug.
Wenn du so ein toller Fachmann bist, hättest du wissen müssen, dass da nicht gleich alle drauf kommen.

Verstehe ich nicht. Was unterscheidet denn deiner Meinung nach den Prozessbetrug von § 263 StGB?

Jetzt nochmal was ganz anderes: Wenn ich mir die teils unterschiedlichen oder zumindest unklaren Aussagen der Fragestellerin und dann noch ihre anderen Fragen hier so anschaue, frage ich mich, warum wir uns hier überhaupt Mühe geben.

Die Frage kann man sich hier bei so ziemlich jeder Frage stellen - irgendwann muss man sich wohl einfach damit abfinden.

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Warum werden immer wieder Fragen gestellt, die......jemanden anderes betreffen...?

Warum hat der Fragesteller nicht dem Mut, zu schreiben......ich habe...?

Und warum ist man dann so naiv, zu kommentieren, dass ....MEINE Eltern den Anwalt, ohne MICH zu fragen, beauftragt haben?

Hier haben alle ein Pseudonym - niemand wird an den Pranger gestellt- auch die "Feigen" ..... NICHT !

Und- wer einen Anwalt bestellt, zahlt diesen auch.

Weil man sich dank Rechtsberatungsgesetz/Rechtsdienstleistungsgesetz auf ganz dünnes Eis begibt, wenn man als Laie Menschen im Internet zu Rechtsproblemen berät. Ganz abstrakt über Rechtsthemen zu diskutieren, auch anhand von Beispielfällen, ist dagegen selbstverständlich problemlos möglich.

Und deshalb wird in seriösen Rechtsforen Wert darauf gelegt, daß Fälle als "Angenommen, Person A hat..." und nicht als "Ich habe..." geschildert werden, auch wenn allen natürlich klar ist, daß A vermutlich der Fragesteller ist.

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"sexueller Missbrauch - Verleumdung bzw üble Nachrede"

Guten Tag,

vor ca. 4 Monaten würde ich wegen sexuellem Missbrauchs an Kindern angezeigt. (Die Person die ich angeblich sexuell Missbraucht haben soll ist unter 14.) Ich habe angeblich via Schriften (icq,facebook) auf das Mädchen eingewirkt. Die Schriften liegen der Polizei vor. Ich habe eine Aussage gemacht, und gesagt das ich Kontakt mit dem Mädchen hatte, ich kenne dieses Mädchen aber nicht richtig. Es gab jedoch kein treffen, es wurde kein Bildmaterial ausgetauscht oder gezwungen sich zu treffen. Die Kriminalkommissarin bat mich, es zuzugeben, doch wie soll ich etwas zugeben, was ich nicht getan habe? Ich bin ein netter Mensch, ich bin gerade 18 geworden aber war bei der Tatzeit auch schon 18. Vor ein paar Tagen hatte ich Kontakt zu meiner Ex-Freundin. Diese sagte mir das ich eine Anzeige am laufen habe und Sie Nachrichten von der Person (Opfer) hat, die ich angeblich sexuell Missbraucht haben soll. (Meine Ex und die Person die mich angezeigt hat sind oder waren befreundet) Auch im Bekanntenkreis des Mädchen das ich missbraucht haben soll hat sie anscheinend rum erzählt, das ich sie sexuell Missbraucht habe. Meine Ex Freundin hat dies auf meine Mailbox gesprochen, das das Mädchen dies erzählt. In meinem Sinne ist das Üble Nachrede von dem Mädchen bzw Verleumdung, Rufschädigung. Ich weiß den genauen unterschied nicht. Was habe ich für eine Strafe zu erwarten, ich habe es nicht geschrieben. Zudem habe ich Diabetes Typ 1 und mein Wert bei der Vernehmung ist zu niedrig gewesen. Ich bin nicht vorbestraft, ich bin sozial sehr engagiert.

Auszug aus dem Strafgesetzbuch: __ "§ 176 Sexueller Mißbrauch von Kindern

(4) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer

  1. sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,

  2. ein Kind dazu bestimmt, dass es sexuelle Handlungen vornimmt, soweit die Tat nicht nach Absatz 1 oder Absatz 2 mit Strafe bedroht ist,

  3. auf ein Kind durch Schriften (§ 11 Abs

3) einwirkt, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einem Dritten vornehmen oder von dem Täter oder einem Dritten an sich vornehmen lassen soll, oder

  1. auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.

(6) Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 4 Nr. 3 und 4 und Absatz 5." __ Wenn ich das richtig entnehme, ist der Versuch strafbar, jedoch nicht für Taten Absatz 4 Nr. 3 und 5 und Absatz 5 wo steht das man mit schriften auf das "Kind" eingeschrieben hat. So etwas würde ich nie tun! Ich könnte mich übergeben wenn sich jemand an einem Kind vergreift!!

Wie soll ich die Anzeige wegen verleumdung/üble nachrede stellen? Über die Kriminalkommisarin die mich vernommen hat, oder bei einer Polizei Dienststelle?

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