Ist das moralisch vertretbar?


10.01.2021, 06:54

Ich denke es kommt einfach auf die persönlichen Erfahrungen an. Danke für die Antworten.

7 Antworten

Wer raucht wie ein Schloth - der ist bald tot. Das Problem ist: Ursache des Rauchen liegt im Psychologischen. und in der Kindheit.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Sie genießt das Rauchen, weil es ein Ausgleich für psychische Probleme ist.

Insofern greift der Spruch: Das hast du nun davon! zu kurz. Sie kann nicht mehr anders oder noch besser: Sie konnte noch nie anders. Da wäre enorme Willensstärke notwendig gewesen. Und die fehlt.

Wer raucht wie . . . . .

Vermindere den Rauch,
dann stirbste auch!

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Krebspatienten brauchen kein Mitleid sondern Mitgefühl.

Das fehlt dir ja offensichtlich. Mit welchem Recht verurteilst du deine Oma? Weil sie raucht?

Natürlich ist rauchen ungesund. Weiß ich selbst, da ich erst seit 8 Monaten rauchfrei bin.

Ich bin selbst Krebspatientin und hatte bereits den ersten 🦀 Krebs bevor ich ne Zigarette angefasst habe.

Bei der Diagnose Krebs sollte man dieses Schubladendenken vielleicht unterlassen.

Gab es nie schöne Momente und Zeiten? Statt Zeit zu genießen verschwendet man sie durch Streit und Unverständnis

Ein Problem an der Sache ist halt das sie das nicht im geringsten Ernst nimmt. Und ja ich hab nen gutes Verhältnis mit ihr. Ich verurteile sie weil sie nicht im geringsten Bereit ist was zu ändern. So wie du mit dem Rauchen.

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@CarloSama

Kannst du in deine Oma hereinschauen? Sie geht vielleicht nur, anders als du es dir wünschst oder erwartest, damit um.

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Ich hätte da auch kein Mitleid. Sie schadet sich wissentlich weiter selbst.

Dafür kann und muss man kein Verständnis entwickeln. Ich finde deine Reaktion gesund.

Wenn sie der Wissenschaft und den Ärzten nicht vertraut, dann kann ich das schon verstehen. Wahrscheinlich hat sie in der Vergangenheit nicht die besten Erfahrungen damit gemacht.

Wenn sie jedoch nichts für ihre Leber und ihre Galle tut, wird es so oder so böse enden.

Es gibt ja auch Alternativen zur Schulmedizin. Nur tun sollte sie irgendetwas, zumindest ihre Ernährung Leber-u. Gallen-gerecht gestalten und aufhören zu rauchen. Auch dafür gibt es Hilfe. Sie traut es sich vielleicht nicht zu, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Wenn sie sich jedoch entschieden hat alles so weiter zu machen wie bisher, wirst du oder andere daran nichts ändern können. Dann hat sie auch kein Mitleid verdient.

Ich finde deine Einstellung ehrlich gesagt sehr unreif.

Deine Oma erstens auf etwas negatives zu reduzieren ist der erste Punkt.
(Hattet ihr keine schönen Erlebnisse im Leben? Hat dich deine Oma etwa nicht lieb?)

Zum zweiten wirst du, wenn du älter wirst merken, dass im Leben nicht alles so läuft, wie man es geplant hat. Sei es finanzielle Probleme, Unfälle oder auch Sucht. Rauchen ist etwas sehr gemeines und gehört meiner Meinung nach verboten. Wäre es so einfach für alle aufzuhören, gäbe es kaum Raucher.

Und zum dritten hat niemand Leid und Krankheit verdient. Jemand der das ganze Leben hart gearbeitet hat und vor der Rente einen Herzinfarkt bekommt, wäre nach deiner Logik auch selbst schuld?

Oder was ist mit den Menschen, die sich selbst aufarbeiten mit der Unterstützung der Familie. Auch selbst schuld?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – kompliziert

Mit dem 1. Punkt muss ich dir rechtgeben. Doch was bedeuten gute Momente wenn man die Chance zu sterben noch weiter vergrößert.

Mit dem Rauchverbot muss ich dir auch zustimmen.

Aber dazu muss ich sagen dass nicht selbst schuld ist am Krebs, sie begünstigt völlig unverantwortlich die Chance zu sterben. Genau deswegen hab ich kein Mitleid. Trotzdem danke für deine Antwort

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@CarloSama

Vielleicht noch eins dazu. 55 ist nicht sehr alt. Aber 55 muss man erst mal werden. Wenn du z.B. 30 Jahre alt wirst, dann sind zu dem Zeitpunkt bereits 10% deines Jahrgangs verstorben. Es geht nicht so sehr darum, wie alt du wirst, sondern wie du dein Leben lebst. Ich kenne viele die sind schon weit über 80 Jahre alt und haben eigentlich nie wirklich gelebt. Sie haben sich ständig nur verängstigen lassen und kaum das Haus verlassen. (schon vor Corona) So gesehen ist der größte Feind für dich das Leben selbst, wir alle werden sterben. Und so mit Mitte 30 etwa wirst du merken, dass Krankheit und Tod plötzlich viel näher sind, als noch in den Jugendjahren. Du hast dann selbt die ersten Gesundheitsprobleme, die nicht mehr einfach verschwinden, du kennst immer mehr Menschen die versterben und das ist auch die Zeit in der viele Menschen eine Lebenskrise durchmachen, weil sie merken, wie endlich das Leben ist.

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Flüchtest Du Dich nicht eher in Mitleidlosigkeit, weil Du wütend auf Deine Großmutter bist, weil diese nicht alles versucht um länger am Leben und damit auch bei Dir zu bleiben. Hilft Dir Deine Wut nicht eher dabei Deine Großmutter loszulassen / loslassen zu können?

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