Ist das Liebe, was ich da empfinde?

3 Antworten

Deine Skepsis, ob die Haltung gegenüber dem von dir skizzierten Mann nun "Liebe" ist, finde ich durchaus berechtigt. Wenn du bei ihm bestimmte Wesenszüge sehr positiv beurteilst, weil sie zu deinen Hoffnungen und Erwartungen bei einem möglichen Partner gut passen, dann ist das sicher ein Aspekt, welcher der Entstehung einer Liebesbeziehung vorausgehen sollte. Doch "Liebe" im eigentlichen Sinne ist es noch nicht.

Liebe würde ich immer erst dann als verwirklicht sehen, wenn eine umfassende Akzeptanz, ein ganzheitliches "Sich Hingezogenfühlen", wohl auch Verschmelzungssehnsüchte andrängen, die Leib, Seele und Geist erfüllen, so dass man lange Stunden mit tagträumenden Phantasien verbringt, die sich um gemeinsames Tun, gemeinsames Erleben von Lust und auch beglückende Zukunfsgedanken drehen.

Bilanz: Liebe ist einfach mehr als was du in deiner Frage als gegeben benannt hast. Vor allem blendet Liebe auch die negativen Aspekte aus oder lässt sie zumindest in der Gewichtung als marginal erscheinen. Der oder die Liebende hat den typischen verengten Tunnelblick, der alles überhöht positiv wahrnimmt ("Liebe macht blind" (für die störenden Aspekte)). Liebe bringt dich in eine beseeligende Resonanz mit dem anderen, wo der Zweifel keinen Raum mehr hat.

Ja schon. Die von Herzen kommende, platonische Liebe für einen guten Freund.

Nicht die leidenschaftliche Liebe für einen (potentiellen) Partner.

Die sexuelle Anziehung kann ja noch werden, wenn ihr irgendwann eine sehr nahe Beziehung habt.

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