Ist das Leben wirklich schwieriger geworden?

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9 Antworten

Gute Frage! 

Meine Oma hat mit 90 (ist ein paar Jahre her) gesagt, das sie heute nicht mehr jung sein möchte. Sie hat viel mitgemacht. Krieg, Flucht.. 

Ich habe ihr gerne zugehört wenn sie von früher erzählt hat. Sie hat gutes und schlechtes erzählt. Sie hatte nur einen einzigen Mann in ihrem Leben. 

Genauso habe ich meine Mutter von "früher" befragt. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf aber ohne Reizüberflutung. 

Und nun zu deiner Frage ;-)

Ich denke das es schlichtweg "anders" geworden ist. Es gibt nicht mehr oder weniger Probleme sondern andere. Früher waren Frauen noch unterdrückt und hielten daher oft an gescheiterten Ehen fest. Scheiden lassen war kein Volkssport. Heute heiraten Menschen manchmal schon nach ein paar Monaten Beziehung. Das dies evtl nicht gut gehen kann erschießt sich von selbst. Durch die Schnelllebigkeit, die Reizüberflutung durch Medien (TV, Zeitschriften, Internet) werden neue Versuchungen aufgeführt. Das führt sicherlich auch zu gescheiterten Beziehungen. Früher gab es keine Portale um ein Seitensprung zu wagen. Heute gibt es sogar für so etwas Werbung. 

Ich bin 31 und mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Seit 8 Jahren verheiratet. Es gibt also auch noch Ehen die halten. Meine Eltern sind seit 35 Jahren ein Paar - ebenso meine Schwiegereltern. 

Der Mensch ist stets im Wandel. In 20 Jahren werden wir auf diese Frage hier zurückblicken und sehen das wir "damaligen" nicht mehr oder weniger Probleme hatten sondern "andere" :-) 

LG

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Hallo!

Das ist mMn die typische "Glorifizierung der Vergangenheit" & nix anderes --------> mit all den Jahren sieht man die Sachen "die damals waren" als viel besser, schöner, unkomplizierter, lässiger, angenehmer, fröhlicher, gemütlicher usw. an, als dass sie in WIrklichkeit eigentlich gewesn sind! Nennt man auch "Nostalgie" :)

Ich würde nicht behaupten, dass das Leben früher "einfacher" gewesen ist.. gerade in den letzten Jahren haben speziell Technik, Medizin & Forschung so viele Fortschritte gemacht die uns vieles abnehmen oder auch stark erleichtern.. das ist es nicht!

Ehen wurden damals eben seltener geschieden bzw. unglückliche Ehen wurden eher aufrechterhalten wg. dem gesellschaftlichen Image --------> gerade auf dem Land galten Geschiedene als Aussätzige, die unseriöse Dinge trieben usw. und NIEMAND wollte mit so 'ner Bürde leben ... außerdem spielte der Glaube noch 'ne festere Rolle & "in guten wie in schlechten Tagen" hatte auch wenn die Ehe eine Hölle auf Erden war noch Gültigkeit bis ein Ehepartner gestorben ist. Außerdem gab man noch nicht so schnell auf & löste Probleme auch, weil die Scheidungsprozedur noch nicht soooo einfach war wie heute und eben auch verpönt!

Ich würde nicht sagen, dass die Vergangenheit besser war. Sie war nur anders & viele halten sie nach all den Jahren eben für besser, als sie war, auch weil Probleme die man evtl. in den 80ern hatte mit der Zeit vergessen werden. 

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Die gesellschaft hat sich verändert zu früher damals wurde man zb durch die Mutter noch erzogen und der Vater ging dauerhaft arbeiten.

Dan kamm die Veränderung das die Eltern beide arbeiten gingen und das Kind vor dem Tv dem Pc oder dem Fenster Saz.

Dan kammen die nächste Veränderung duch die Zerstörung des Kündiegungsschutz durch unsere Politiker wodurch kaum noch ein sinvollver exestiert und jeder angst um seinen Job haben mus wodurch auch viele Krank wurden und dadurch zum Psychologen müssen.

In den 70-80er haben viele Ehefrauen Einiegs Erdultet weil sie so erzogen worden sind das wer einmal heirat sich nie scheiden läst oder zb das der  man nict widersprochen werden darf zb.einiegs war frühere einfach zb wen man arbeitslos war hat das Amt doch Wirklcih versucht einem zu helfen in einen Job vermittelt zu werden  oder Wenigstesn in eine
AbM die Vernüfteig selbts mit nur 80% Lohn bezahlt wurde vermittel /ermöglicht.

Oder zb seit Einführung von hartz 4denken doch viele das Arbeitslose wie Verbrecher behandelt werden dürfen.Das war früher nie so..

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Ich glaube man sagt und denkt das wenn es gute Sachen von früher nicht mehr gibt und ein paar schlechte dazukommen.dabei ist das aber IMMER der Fall auch früher.der Gedanke an die Zukunft macht vielen Angst

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Es ist auf jeden Fall alles sehr viel schnelllebiger geworden, durch das Internet, wachsende Globalisierung... wir leben im Grunde im Informationszeitalter. Es ist wesentlich schwieriger geworden, bei diesem Schwarm von Informationen das wesentliche vom unwesentlichen zu unterscheiden.

Früher.... also ganz früher ;) wurde nur das wirklich wichtige in Stein gemeiselt. Heute kann man sich angucken, wer was zum Mittagessen hatte auf Facebook oder Instagram...

Dafür gab es früher eben andere Probleme und wenn man es schafft, kann man sich heute ja dafür entscheiden, wie man leben möchte.

Ich denke objektiv schon, dass es heute besser ist, zumindest in den meisten Teilen der Welt. Aber es ist auf jeden Fall eine Welt geworden, in der einige Menschen nicht klar kommen und untergehen bzw. einfach übergangen oder überrollt werden.

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Kommentar von Goldsilber22
06.05.2016, 15:22

Ja ich erwische mich oft dabei, dass ich mit vielem nicht klar komme ^^

Kennst du den Film "WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf"? Sehr aussagekräftig auf eine Art und Weise was mit den "internetsüchtigen" Leuten passiert ist :)

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Die Vergangenheit wurde auch früher verklärt.

In Wirklichkeit haben sich manche Umstände verbessert - das ist für manche in einer gewissen Beziehung angenehm. für andere unangenehm.

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Vielleicht liegt es daran, dass vieles einfacher geworden ist.

Früher war man den ganzen Tag auf dem Acker und musste alles per Hand machen.

Heute gibt es die passenden Maschinen dafür und die Arbeit ist in der Hälfte der Zeit getan.

Außerdem spielt der Einfluss der Medien ein große Rolle. Was vorgespielt wird, macht man irgendwann nach. Wechselt man seine Partner wie Unterwäsche, wo bleibt da die Einzigartigkeit und Treue?

Hat man keine Lust zum erlernten Beruf, weil irgendetwas nicht nach Laune läuft, rennt man zum nächsten Jobcenter oder lässt sich Hartz 4 "verschreiben."

Doch wozu diese Überlegungen? Jeder muss bei sich selbst anfangen: Wie kann ich zum Wohl der "Wegwerfgesellschaft" leben?  Kann ich dazu beitragen, dass wenigstens etwas Besserung eintritt? Nachmachen kann jeder. Aber gegen den Strom schwimmen ist nicht so einfach.

'Sprich nicht: Wie ist es, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du danach.' Prediger 7 Vers 10


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> Wie seht ihr das?

Bei mir trifft es nicht zu, ich bin in einem korrupten Staat aufgewachsen und war die 'Ordnung' und allgemein die Normen hier im Westen gar nicht gewohnt. Ich hab viel mehr Freizeiten, brauch nicht überall ständig Angst zu haben und so weiter. Für mich ist es schon einfacher geworden, aber ich glaube du meinst es eher auf der gesellschaftlichen Ebene.

> War das Leben früher wirklich einfacher?

Es war simpler, man hatte viel Zeit und allgemein war die Welt, zu mindest bei uns, nicht so richtig globalisiert und so weiter. Man musste damals seine Kontakte aus dem Umfeld holen, heute kann man das sehr einfach über das Internet tuen oder allgemein reisen Leute auch viel mehr, Globalisierung halt.

> Warum gehen Mensch noch Beziehungen ein wenn sie eh bereits ein Enddatum sehen?

Weiß ich nicht, hab sowas noch nie erlebt, ich dachte immer, das gehört zur eurer Kultur, dass das normal ist oder man einfach das Gefühl haben will, geliebt zu werden. Aber ich denke da schon viel zu viel darüber nach, daher meine ich einfach, um in die Gesellschaft reinzupassen, aber Zeitvertreib nicht unbedingt. 

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Kommentar von Goldsilber22
06.05.2016, 15:12

darf  ich fragen aus welchem Land du kommst? Ich bin ursprünglich vom Balkan. Und für mich ist Ehe/Familie etc. sehr wichtig. Aber alle sagen "geh heutzutage hält eh keine Ehe". Alle wollen eine "Absicherung" sowas wie einen Ehevertrag. Dann geh ich doch keine Ehe ein oder?

Ja warum? Viele gehen sie aus komplett falschen Gründen ein. Natürlich liebe ich den Menschen nicht mehr wie am ersten Tag aber ich denke Respekt ist wohl das wichtigste für eine glückliche Beziehung.

Keine Ahnung vielleicht bin ich da auch vom Denken einfach zu altmodisch und traditionell ^^
Aber ich finde es schade, dass die alten Werte immer mehr verloren gehen und eben die Leute viel zu schnell aufgeben.

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Vsauce hat ein tolles Video darüber auf Youtube.

Im Endeffekt ist das alles Nostalgie. Man denkt zwar, dass alles  besser war, aber nur, weil man sich an das "gute" erinnert und diese mit den schlechten Dingen von heute vergleicht. 

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Kommentar von Goldsilber22
06.05.2016, 15:07

Cool...danke für die Info muss ich mir dann anschauen :)

Ja ich denke mir das auch immer. Kriege gab es schon immer. Wirtschaftskrisen etc. Ich habe das Gefühl die Leute verschlimmern die Situation viel mehr mit ihrem Denken als dass sie einfach den Moment genießen.

Rückblickend betrachtet hat der Mensch doch schon so vieles überstanden!

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Kommentar von user6363
06.05.2016, 15:08

Ich hab am Anfang meiner Zeit öfters Vsauce referiert zu solchen Fragen, aber leider ist es so, dass die meisten Michael nicht kennen oder einfach nicht genug Englisch können, was ziemlich traurig ist.

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