Ist das Konjunktiv 1? Konjunktiv 1 benutzt man doch nur in der indirekten Rede oder?

5 Antworten

Indikativ - Konjunktiv | - Konjunktiv ||
kann -      könne -          könnte
fühlt -       fühle -            fühlte
war -        ./. -                 wäre
ist -          sei -                wäre

KÖNNE ist demnach Konjunktiv 1
FÜHLE ist auch Konjunktiv 1
gewesen WAR ist Indikativ (Plusquamperfekt)

"fühle" steht da richtig.

Man kann das Verb in einem dass-Satz im Indikativ lassen. "fühlt" wäre hier auch richtig.

Das Plusquamperfekt an sich sticht hervor und irritiert mich. Natürlich kommt es auf den Kontext an, ob das da so stimmt. Weil der Konjunktiv als Redewiedergabe keine Zeit enthält, kann ich das nicht beurteilen. Wenn andererseits der Satzteil auch Redewiedergabe ist, müsste es zumindest "gewesen wäre" heißen. "wäre ist dann Konjunktiv ||, weil es da keine Form im Konjunktiv | gibt.
Ich tendiere hier zum Perfekt und da in diesen beiden Vergangenheitszeiten für Konjunktiv || "wäre" steht, empfehle ich sehr stark, das gebräuchliche "sei" zu verwenden.

Wenn es eine Form Konjunktiv || gibt und die nicht gleich lautet (eher  bei 1. und 3. Plural und schwachen Verben) und nicht sehr ausgefallen ist (bei starken Verben wie: hilft - helfe - hülfe) , dann wird Konjunktiv || verwendet, sonst Konjunktiv | oder die Umschreibung (würde helfen). Ich kenne die Formen des Konjunktiv | nur bei indirekter Rede.

Mein Vorschlag:
Man könne dem Kind durchaus zeigen, dass man sich von ihm beleidigt und verletzt fühlt, auch wenn ihm die starke Bedeutung seiner Wortwahl noch nicht bewusst gewesen sei.

Man könne dem Kind durchaus zeigen, dass man sich von beleidigt und verletzt fühle, auch wenn ihm die starke Bedeutung seiner Wortwahl noch nicht  bewusst gewesen sei.  (Das ist K1). Wenn möglich, nimmt man in der indirekten Rede K1. Das ist nicht möglich, wenn die Form des K1 mit dem Indikativ Präsens übereinstimmt.

Die Verwendung des K 1 beschränkt sich nicht nur auf die indirekte Rede. Er wird auch in Aufforderungen verwendet, etwa: Er lebe hoch. Man nehme eine Zwiebel, 4 Tomaten usw. usw. (gespannt, was daraus wird :-), gegeben sei eine Gerade von 5 cm Länge. In Nebensätzen  drückt er einen Wunsch aus. Beispiel: Wir haben ihn vor seiner Abreise besucht, damit er uns in guter Erinnerung behalte.

Ich wünsche dir viel Freude an den "Möglichkeiten" dieses Lebens, nicht nur in sprachlicher Hinsicht. Ich persönlich schätze Menschen, die Sprache als ein hohes Kulturgut ansehen und sie nicht verhunzen und verlottern lassen.

In diesem Kontext wäre der Indikativ angebracht:
Man kann ... (usw.)
Denn es fehlt ein Verweis auf irgendeine Konversation, die diesem Satz vorausgegangen sein müsste, um den Konjunktiv zu rechtfertigen.

Zum Beispiel hättest du den eingeklammerten Satz mit "..." versehen können - eventuell noch mit Angabe dessen, der es gesagt hat. Wenn du dann in einem Bericht darauf umgeschaltet hättest, den weiteren Text des Zitats nur in Teilen und in eigenen Worten wiederzugeben, wäre ein Konjunktiv nötig gewesen.
Dann aber auch am Ende:
... bewusst gewesen sei.

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