Ist das intolerant?

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16 Antworten

Tolerare = Dulden.

Solange Du die anderen nicht-wahren Religionen duldest, bist Du tolerant genug.

Es gehört zur Glaubensfreiheit, seinen eigenen Glauben als den einzig-wahren vertreten zu dürfen. Es kommt aber auch auf die Art des Bekenntnisses an. Ein Dialog, in dem jeder ausreden darf, in welchem nicht geschrien und beleidigt, sondern sachlich argumentativ diskutiert wird, ist sehr tolerant, auch wenn jeder seine Religion als die einzig-wahre behauptet.

Nichts ist unsinniger, als dieses permanente Relativieren des eigenen Glaubens. Wir alle suchen nach der Wahrheit (hoffe ich), aber die Wahrheit als Ziel setzt ihre Existenz voraus und ihre Trennschärfe zur Unwahrheit. Auf dem Weg dorthin dürfen wir uns irren, aber wir müssen klar sagen, was wir als wahr halten und was nicht. Und Widersprüche sind unmöglich wie für den einen ist Gott dreifaltig, für den anderen nicht. Denn Gott ist ontologisch übergeordnet, entweder Er ist dreifaltig, dann für alle, oder Er ist nicht, dann für alle nicht.

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Kommentar von Pudelcolada
13.06.2016, 18:48

Zum zweiten Teil Deiner Antwort:
Ich finde, das ist jetzt schon sehr einseitig auf die jüdisch-christlich-muslimische Sichtweise eines/des Gottes reduziert.
Es gab und gibt ja durchaus auch andere Konzepte von Göttern und übernatürlichen/mystischen (Schöpfer)Wesen, die nicht den Anspruch auf Alleingültigkeit erheben und keinen Andersgläubigen als Heide oder noch schlimmer Ketzer verurteilen, der missioniert werden müsse, um seiner Seele zur Errettung zu verhelfen.
Wobei ja bei Ketzern eh alles verloren ist...

Ich z.B. gelte nach streng christlicher oder muslimischer Auslegung als Ketzer, denn ich bin mit dem wahren und einzigen Glauben bekannt, lehne aber ein Bekenntnis zu ihm ab.
Also lande ich unwiederbringlich in der Verdammnis, solange ich darauf beharre.
Schade, ist aber so.

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M.M.n. befindet sich Deine Aussage genau auf der Grenze zwischen Toleranz und Intoleranz.

Hättest Du geschrieben:"... der einzige für mich wahre, aber jeder entscheidet über seinen Glauben selbst", dann wäre das eine tolerante Äußerung.

So aber ensteht bei mir folgender Eindruck:
Dass Du bisher noch niemanden für seinen Glauben angegriffen hast, ist alleine Deiner (momentan) duldsamen Haltung geschuldet oder auch dem Umstand, dass Du noch keinen Anlass dafür gesehen hast.
Aber grundsätzlich sei es Dir schon erlaubt.

Und das wiederum nenne ich nicht Toleranz, sondern eben nur eine Duldung anderer Glaubensgrundsätze, das ist für mich nicht dasselbe.

Toleranz bedeutet ja nicht, die Auseinandersetzung oder den Konflikt zu scheuen und widerspruchslos alles zu schlucken, sondern den anderen in seinen Rechten und seiner Autonomie nicht einzuschränken. Mit Deiner Äußerung lehnst Du aber nicht den grundsätzlich den eigentlichen Angriff auf den Glauben eines anderen ab, sondern nimmst lediglich von einer (momentanen) Angriffshandlung Abstand.
Du duldest also lediglich andere Glaubensbekenntnisse, behältst Dir aber das Recht eines Angriffs auf sie vor.

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Toleranz ist ja immer ein Teil von Interaktion und Kommunikation, niemand ist in seiner Toleranz gefordert, wenn er ganz allein in der Sahara steht. Sie ist immer ein Ergebnis von gegenseitiger Erklärung, von Aushandlung und Einigung. Letztendlich geht es immer nur darum, dass die Freiheit des Einen am Knie des Anderen endet, und Toleranz als aktiver Prozess ist weder eine Einbahnstraße, noch eine passive Willenlosigkeit oder bedingungslose Gleichmacherei. Die Bereitschaft zu tolerantem Denken und Handeln muss auf beiden Seiten vorhanden sein.

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Alles andere wäre doch inkonsequent. Du kannst ja nicht auf der einen Seite behaupten und bekennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und gleichzeitig bejahen, dass es nicht so ist (wie in den meisten anderen Religionen).

Es wird ja oft gesagt, Wahrheit sei relativ, also jeder hat Recht. Aber das ist extrem unlogisch. Dadurch lässt man zu, dass mehrere - sich teilweise widersprechende - Wahrheiten, als völlig gleichberechtigt nebeneinander existieren können.

Entweder ist Jesus der Sohn Gottes oder er ist es nicht. Wenn es so ist, dann hat das Christentum recht und alle Religionen, die das Gegenteil behaupten, haben unrecht. Wenn es nicht so ist, hat das Christentum unrecht.

Toleranz setzt voraus, dass man eine eigene standfeste Meinung hat. Nur dann kann man es auch tolerieren (=ertragen), dass andere Menschen eine andere Meinung haben.

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Kommentar von Pudelcolada
13.06.2016, 18:55

Du hast ja völlig recht mit allem, aber die Frage ist doch, wie jemand seinen Standpunkt vertritt und ob er seinem Gegenüber dasselbe Recht ohne wenn und aber zubilligt, das er für sich selbst einfordert.
Und genau an diesem Punkt endet Deine Antwort leider...
;o)

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Kommentar von OlliBjoern
13.06.2016, 20:03

Es ist aber nicht objektivierbar und nicht beweisbar (alles rund um die Frage Gottes). Daher hat niemand Recht oder Unrecht in dieser Frage.

Wäre es beweisbar (wie z.B. die Form der Erde), bräuchte man auch nicht ewig darüber zu diskutieren. Da es aber nicht beweisbar ist (und andere Religionen als die christliche auch nicht), kann man ewig darüber diskutieren, ohne zu einem Ende zu kommen.

Das ist, als würde man darüber diskutieren, ob Erdnussbutter oder Marmelade besser auf Brot schmeckt. Wie soll man bei solchen Fragen die Menschen auf eine gemeinsame Linie bringen? Und - noch wichtiger - warum sollte man die Menschen auf eine gemeinsame Linie bringen wollen? (es ist ja nix dagegen zu sagen, wenn manche Menschen das eine, andere das andere mögen; bei der Religion sollte es aber plötzlich anders sein?!)

Der Mensch will gerne Recht haben, auch bei Fragen, die nicht objektivierbar sind. Irgendwo ist das ja menschlich. Aber es ist zugleich ein inhärentes Problem (weil jeder sich x-beliebige Berechtigungen daraus ableiten kann, nur weil etwas in alten Schriften steht; diese müssen ja nicht per se als uninteressant gelten, sie sind aber kritisch zu hinterfragen).

Sobald man die Kritik fallen lässt (weil man glaubt, es reiche aus, "Recht zu haben") wird es etwas gefährlich. Bei Dingen, bei denen man eigentlich unsicher sein sollte (immerhin reden wir hier von Sachen, die vor 2000 Jahren passiert sind oder vorher), sollte man vorsichtiger sein, bevor man sie in den Status der Objektivität erheben will.

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Nein.
Eine klaren Standpunkt zu haben ist weitgehend eine Voraussetzung für Toleranz.

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Das ist nicht direkt intolerant. Es ist in erster Linie einfältig. Einfältigkeit ist allerdings ein hervorragender Nährboden für Intoleranz.

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Das ist nicht intolerant, weil du keine Aussage darüber triffst, wie du mit anderen Menschen und deren Glauben umgehst.

Für Toleranz ist nicht entscheidend, was du für dich festgestellt hast.

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Nein, auf keinen Fall.
Intolerant wäre es, wenn du anderen nicht das gleiche Recht zugestehen würdest ihre Überzeugung als einzig wahre anzusehen.
Antworten hier, welche diesen benannten "Glauben" als grenzwertig hinstellen sind falsch. Sie würden diskreditieren, eine feste Glaubensüberzeugung zu haben.
Viele welche sich als tolerant gebärden gestehen diese Überzeugung "Glaubenden" (oder anderen, welche eine feste Überzeugung präsentieren) nicht zu - sind also die eigentlichen Intoleranten. Hier auf der Plattform sind dies oft Atheisten oder Religionsgegner, welche Gläubige (oder "Glauben") verhöhnen.
Es ist aber eine Angelegenheit der Klugheit, die Möglichkeit des eigenen Irrtums in Betracht zu ziehen. Mit Toleranz hat dies nichts zu tun.
Es ist eine Modeerscheinung unserer Zeit Menschen mit fester "unerschütterliche" Meinungen gleich mit "Acht" zu belegen.
Dagegen darf man "falsche" (wie man meint) Anschauungen (im weitestem Sinne) sehr wohl auch kritisch hinterfragen oder als falsch hinstellen.
Dazu sollte man aber möglichst nachvollziehbare Argumente mit einbringen.

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Kommentar von OlliBjoern
13.06.2016, 19:39

Das Problem dabei ist aber (ganz allgemein, nicht nur auf den Fragesteller bezogen), dass die Überzeugung, was "der einzig wahre Glauben" ist, nicht auf "nachvollziehbaren Argumenten" beruht, sondern darauf, wo (in welcher Kultur) jemand geboren wurde.

Religionen sind über die Welt nicht wirklich statistisch verteilt, sondern haben ganz klar regionale und kulturelle Häufungen. Man kann die Richtigkeit einer Religion nicht objektivieren (und da es eben nicht auf Argumenten beruht, kann man Menschen auch kaum "bekehren", das geht nur in Ausnahmefällen, wenn sich jemand ohnehin schon subjektiv dafür interessiert, das kann man verstärken).

Natürlich wechseln Menschen schon mal ihre Religion, das sind aber eher Ausnahmen, ich würde mal schätzen, dass für 90% der religiösen Menschen dasjenige entscheidend ist, was sie in ihrer Kindheit in ihrer sozialen Umgebung kennengelernt hatten.

Argumente kommen später hinzu, sie stehen aber nicht am Anfang. Das gilt auch für andere Entscheidungen im Leben (z.B. bei Kaufentscheidungen; z.B. jemand kauft sich einen Sportwagen), man entscheidet zunächst nach einem Gefühl, und untermauert das später (auch sich selber gegenüber) mit Sachargumenten.

Dass Glaubensvorstellungen sich gegenseitig ausschließen, ist bei den monotheistischen Religionen so, aber längst nicht bei allen. In asiatischen Religionen gibt es oft diesen "Ausschließlichkeitsgedanken" nicht, d.h. Religion per se hat noch gar nicht mal diesen Gedanken (lediglich diejenigen, die bei uns vorwiegend relevant sind). 

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Jein.

Solange du das nur glaubst, interessiert das eigentlich niemanden.

Sobald du aber anfängst, dass auch öffentlich so zu vertreten, läuft eine solche Ansicht Gefahr, intolerant zu werden. Denn in ihr ist ja praktisch eine abwertennde Dünkelhaftigkeit gegenüber anderen Weltanschauungen eingebaut.

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Kommentar von Viktor1
14.06.2016, 02:11

So wie du es bringst, ist es nicht richtig, wäre ja  dann definitiv die Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Diese vertritt ja immer irgendwas "öffentlich". Jede Meinung welche vertreten wird setzt dies erst mal vor andere.
Es gibt natürlich auch Menschen, die haben eigentlich gar keine feste Meinung. Mit Toleranz hat dies aber nichts zu tun.

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Nein, das ist nicht intolerant und der christliche Glauben setzt ja gerade voraus, dass man keine anderen Götter hat.

Im Grunde denken Gläubige jeglicher Religion von ihrer Religion, dass ihre die einzig wahre ist. 

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Kommentar von Pudelcolada
13.06.2016, 18:36

Nur in Christentum und Islam ist der Missionierungsauftrag verankert.

Und keinen anderen Gott zu verehren ist ein Gebot für den einzelnen Gläubigen in Judentum, Christentum und Islam; es bedeutet für ihn, nur und ausschließlich den einen Gott zu verehren.

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Kommentar von OlliBjoern
13.06.2016, 19:49

Der letzte Satz sollte etwas relativiert werden, denn etliche asiatische Religionen denken da etwas anders. Der Buddhismus ist keine Religion im Sinne unserer monotheistischen Religionen, er ist eher eine Art "Lehre". Und diese Lehre stört sich nicht wirklich daran, welcher Religion (in unserem Sinne) jemand angehört.

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Das ist dann wohl eher Erkentnis im heiligen Geist.

Würdest du den paganismus oder den Iskam als Wahrheit betrachten ,dann müsstest du auch konsequenterweise dort deinen Frieden und dein Heil suchen müssen.

Schon Pilatus fragte christus:was ist Wahrheit ?Jesus antwortete :"wäre dir keine Macht von oben gegeben ,dann hättest du hier keine Macht über dich."

Und gäbe es keine Warheit,dann würden wir hier auch nicht  übrr Warheit sprechen....

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Kommentar von Waldfrosch10
17.06.2016, 20:33

dann hättest du keine Macht über mich ...

sollte das natürlich heissen :  (

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Man greift jemand an, wenn man wütend ist,

verbal oder in anderer Form.

Wenn du überzeugt bist von dem christlichen Glauben und du greifst jemanden an, der nicht so denkt wie du, dann bist du demjenigen unterlegen.

Der Herzensglauben Einzelner kann nicht zerstört werden und ihn anderen mit Gewalt überzustülpen ist der falscheste Weg den man gehen kann. Damit züchtet man sich höchstens Gegner heran.

Glaube an Jesus Christus ist immer freiwillig.

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Kommentar von Pudelcolada
13.06.2016, 18:26

Schöner Beitrag, genau das ist für mich der Unterschied zwischen christlichem Glauben und christlicher Religion.

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Nein, das ist deine Meinung. Wenn du anderst denken würdest dann wärst du ja kein Christ, weil du dann meinst das es mehrerer Wahre Religionen gibt was nicht möglich ist.

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Wenn du das glaubst, aber niemanden wegen seiner anderen religiösen Auffassung angreifst,benachteiligst oder zu "bekehren" versuchst, bist du nicht intolerant.

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Du kannst glauben was Du möchtest.

Jede Religion meint, sie ist die einzig wahre.

Du bist nicht intolerant.

Intolerant sind die, die keine andere Religion zulassen und von oben herab auf Andersgläubige herabblicken. Sie bezeichnen Andersgläubige als Ungläubige.

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Das ist nicht intolerant, sondern Grundlage deines Glaubens.

Ich glaube das der Islam der einzig wahre Glauben ist und die einzige Rettung vor der Hölle.

Das muss ich auch, da es Voraussetzung des Glaubens ist, so ist das im Christentum auch.

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Kommentar von Pudelcolada
13.06.2016, 18:51

Jepp, so ist das.
Bleibt nur die Frage, ob und wie offensiv ein_e Gläubige_r mit diesem Glaubensinhalt gegenüber anderen Menschen auftritt...

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Sieh es mal so: Die einzig wahre Weltreligion ist die, an welche man selbst glaubt. Das erklärt die vielen Glaubenskriege. Wenn Missionierung weltweit unter Todesstrafe gestellt werden würde, könnte die Welt evtl. friedlicher werden.

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Kommentar von Pudelcolada
13.06.2016, 18:32

Ah, den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?
Ich fürchte, das würde danebengehen...

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Kommentar von OlliBjoern
13.06.2016, 19:46

Ich bezweifle sehr stark, dass die Todesstrafe (die schon mal inhärent nicht friedlich ist) die Welt friedlicher machen würde. Es funktioniert in den USA schon mal nicht (viele Mörder wollen ja auch selber sterben, das ist gar nicht mal so selten).

"blood will have blood" (Macbeth, Shakespeare)

Friedlich wird es dann, wenn man Gnade auch dann walten lässt, wenn sie unverdient ist.

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