Ist das im Interesse des Staates wenn das eigene Volk ärmer wird?

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14 Antworten

Nein, wenn das Volk arm ist, kann es nicht konsumieren, sprich Waren und Dienstleistungen kaufen. Damit nimmt die Wirtschaft nichts ein, weil sie keinen Umsatz macht und kann somit auch keine Mitarbeiter beschäftigen!

Andersrum wird ein Schuh daraus, nämlich so wie es derzeit ist. Der Konsum nimmt von Jahr zu Jahr zu, die Umsätze bei den Firmen schießen an die Decke und können somit Mitarbeiter beschäftigen.

Was glaubst du, wieviel Arbeitsplätze alleine an Daimler, BMW, Audi, VW und Opel hängen. Nimm alleine nur Bosch, Siemens, VDO, die Reifenzulieferer usw.

Von daher müssen die Leute Geld haben, um Autos zu bestellen. Arme Leute kaufen keine neuen Autos, demnach produzieren die Hersteller nicht genug und brauchen auch keine Mitarbeiter.

Jetzt klar, dass deine These Quatsch ist?

soissesPDF 05.08.2017, 22:47

Deine Einlassung ist Quatsch.

Nachdem das gesagt ist, die Rekordumsätze der Wirtschaft beruhen auf Export, schlichter Handelbilanzüberchuss.
Erreicht mit Niedriglöhnen und Verarmung.

Der hohe Konsum beruht nicht auf dem boom der Wirtschaft, sondern auf der hohen Verschuldung.
Die Verschuldung beträgt 325% des weltweiten BIP, die Verschuldung in Deutschland beträgt 228% des BIP.
Die Verschuldung bezieht sich auf Staat/Banken/Unternehmen und Verbraucher.

Der ganze Budenzauber ist bereits mehrfach verfrühstückt.

Noch ein paar Zahlen?
Macht nix, hier...
- 40% der Deutschen sind verarmt oder von Verarmung bedroht
- für eine Rente oberhalb von HartzIV braucht es einen Lohn von
  2350 €/Monat, den 15% der Arbeitnehmer nicht haben

Fassen wir zusammen, Rekordgewinne für die Wirtschaft und Niedriglöhne für die Bürger schaffen keinen Wohlstand, sondern
Verarmung.
Neloliberal ist schlicht asozial !

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Knastduscher 05.08.2017, 23:02
@soissesPDF

Genau, darum laufen alle Jugendlichen auch mit dem neuesten Smart- und i-phones herum und lassen ihre Füße zu 97 % nur in Sneakern von Puma, adidas, Reebok und Nike schwitzen.

Die Smart- und i-phones gibt es in den Schulen ab der 7. Klasse kostenlos und die Marken-Sneakers teilen die Städte und Gemeinden aus und stellen sie den Familien vor die Tür.

Die Urlaubsreisen, die von Jahr zu Jahr mehr gebucht werden, werden von der CDU/CSU und die neuen Laptops und Spielekonsolen werden von der SPD finanziert.

Die ganzen Neubauwohnungen, Häuser und Reihenhäuser bundesweit werden von der AWO und dem DRK finanziert und die Mehrfamilienhäuser von der katholischen Kirche.

Wären alle diese großzügigen Spender nicht, würde Deutschland barfuß in den Telefonzellen stehen und noch mit dem Faxgerät und dem Fernschreiber kommunizieren und in Zelten wohnen.

Hoffentlich lesen das jetzt viele Afrikaner, Griechen, Italiener, Spanier und schicken Geld- und Sachspenden nach Deutschland! Ich sage jetzt schon mal allen Spendern meinen herzlichen Dank!

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teafferman 06.08.2017, 12:09
@lesterb42

Tatsächlich schreiben z.B. in Hamburg Schulen die Anschaffung eines der teuersten Smartphones einer ganz bestimmten ausländischen Marke vor und wenn die Eltern es nicht kaufen können wird es von Steuergeldern angeschafft. Das IST Tatsache. 

Ebenso ist Tatsache, dass 75% der Minderjährigen in diesem Staat von Armut bedroht sind. 

Weiter ist Tatsache, dass Schulessen deshalb eingeführt wird, weil immer weniger Kinder zuhause ausreichend ernährt werden. 

Entsprechende Berichte sind im Archiv von dradio zu finden. 

Das Eine sind die von bestimmten Medien verbreiteten Sachen, die nur einen Teil unserer Gesellschaft wieder spiegeln. Das andere sind die harten Fakten. Zwischen beiden unterscheiden zu lernen und dann zu können schadet keinem Menschen und ist Grundlage einer auf Fakten basierenden Diskussion. 

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Knastduscher 06.08.2017, 12:44
@teafferman

Die Schauspielerin Uschi Glas engagiert sich auch im Bereich Schulspeisung/Schulfrühstück.

Sie erzählte einmal bei Markus Lanz, dass nicht nur arme Schüler/innen ohne Frühstück zur Schule kommen. Auch Kinder aus den reichen Familien kommen früher in die Schule und sitzen mit ihren Schulkameraden aus den armen Münchener Gegenden am Frühstückstisch, weil die Mütter und Väter morgens nicht aufstehen wollen, um ihren Kindern Frühstück zu machen.

Diese faulen und verantwortungslosen Eltern findest du bestimmt auch in Nürnberg, Berlin, Frankfurt a. M., Leipzig, Dresden, Osnabrück, Bad Soden am Taunus usw.

Reichtum alleine macht die Menschen nicht intelligent oder macht sie zu verantwortungsvollen Eltern. Du kannst also die vielen Kinder, die morgens in den Schulen frühstücken, nicht nur der Armut zuordnen. Ob man es glauben will oder nicht, Kinder ohne Frühstück sind inzwischen ein gesellschaftsübergreifendes Problem, weil die Gesellschaft offensichtlich oberflächlicher wird.

Damit will ich nicht die vorhandene Armut wegreden. Die gibt es auch. Kein Hartz IV-Empfänger schwimmt im Luxus oder die vielen Aufstocker.

Aber mich haben damals die Worte von Uschi Glas erschreckt, dass selbst Kinder aus wohlhabenden und gebildeten Familien AUCH OHNE Frühstück in die Schule kommen! Verantwortungslosigkeit und Lieblosigkeit findet sich auch in den Villen und Bungalows wieder!

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lesterb42 06.08.2017, 16:32
@Knastduscher

dass selbst Kinder aus wohlhabenden und gebildeten Familien AUCH OHNE Frühstück in die Schule kommen!

Da melde ich mich mal freiwillig:

Der Sohn hat sich seit seinem 11. Lebensjahr morgens selbst versorgt. War absolut in Ordnung, weil als Morgenmuffel unerträglich. Alles in Ordnung. Man muss dem 16 jährigen nicht die Schuhe zubinden.

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Knastduscher 06.08.2017, 22:55
@lesterb42

Spreche hier auch nicht vom 16jährigen.

Meine eher die Altersklasse 7 - 13!

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Der hiesige bürgerliche Staat ist ausschließlich am Wohl des Kapitals interessiert, daher kalkuliert er eine Verarmung der breiten Masse bewußt ein.

Es ist allerdings nicht so, dass der Staat ein gezieltes Verarmungsprogramm auf Lager hätte. Z.T. ergibt sich eine partielle Verarmung als auch Lohnstagnation durch das Gebahren des Kapitals allgemein, der Konzerne insbesondere.


Für die Wirtschaft ist es natürlich besser, wenn die Leute sich auch etwas leisten können. Wenn du z.B. ein Produkt herstellst, willst du es ja auch verkaufen. Würdest du dann wollen, dass die Leute so arm sind, dass sie sich das Produkt gar nicht leisten können? Oder würdest du eher wollen, dass die Leute genug Geld haben, damit sie es sich kaufen können?

Vermutlich letzteres.

Die Armutsquote liegt hierzulande bei ca. 16% (die 40%, die hier herumgeistern, dürften kaum belegbar sein; natürlich kriegt man mehr % zusammen, wenn man die Kriterien so hoch setzt, dass auch einige Normalverdiener darunter fallen).

Ich empfehle, mal verschiedene Orte in Deutschland zu besuchen (nicht nur an einer Stelle bleiben). Ruhig mal mit den Leuten sprechen. Ich glaube kaum, dass man danach noch ernsthaft von 40% Armut sprechen kann.

Klar, ich könnte auch behaupten, dass ich arm bin. Ich kann mir keinen Porsche leisten und keine 3 Fernreisen im Jahr. Ist das nun schon arm? Ich denke nicht.

Ich sage nicht, dass diese 16% Armut "gut" seien. Ich denke, dass man an diesem Problem arbeiten sollte. Ich denke nur, dass es Sinn macht, realistisch zu bleiben. Und Realismus ist es meines Erachtens nicht, wenn man die Probleme (die fraglos vorhanden sind) künstlich größer darstellt, als sie sind.

Gefährdet sind Teile von NRW und Berlin. Ich gebe zu, dass es dort Problembereiche gibt. Allerdings gehören auch Baden-Württemberg und Bayern zu Deutschland. Armut ist Realität in Deutschland, aber Realität in Deutschland ist auch, dass manche Familien 2 oder mehr Autos haben (so dass man im Raum Stuttgart oft vor lauter Autos kaum noch irgendwo durchkommt).

Es gibt Ungleichgewichte in Deutschland, und es ist auch ok, wenn Vorschläge kommen, diese auszugleichen.

teafferman 06.08.2017, 12:19

Zur Einkommensberechnung und Definition gibt es allgemein verbindliche Kriterien. Diese werden weltweit angewandt. 

Und dann gibt es Gruppen, die diese internationalen Kriterien ausblenden und sich eigene stricken. Bei denen werden dann eben die rund vier Millionen Vollzeit-Erwerbstätigen, welche auf zusätzlichem Harzt-IV angewiesen sind, mal eben einfach nicht berücksichtigt. Als ein Beispiel der Volksverdummung. 

Denn tatsächlich wird den Arbeitgebern dieser vier Millionen Niedrigstlohn-Empfängern über Steuergelder, Hartz-IV genannt, die Arbeitskraft subventioniert. Was von solchen Kreisen selbstverständlich unter den Teppich zu kehren ist. 

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"Arm" hat ja nicht nur einen materiellen Inhalt. In diesem Sinne ist der Staat an Armut nicht interessiert: materieller Wohlstand fördert den Konsum, die Steuereinnahmen, bei vielen Einwohnern hier im Pisa-Land eine gewisse Zufriedenheit ...

Der Vorteil von "geistig arm" allerdings wurde schon in der Bibel hervorgehoben - siehe Bergpredigt.

Was natürlich im "christlich geprägten" Abendland auf vielfältige Art und Weise gefördert wird.

Ich denke, ein armes Volk kann nicht im Sinne eines Staates sein. Jeder der rudimentäre Kenntnisse der Volkswirtschaftslehre hat wird erkennen, dass bei Staatsschulden von mehr als 2 Billionen Euro und Spareinlagen der Bürger von 5-6
Billionen man sehen kann, dass das nicht stimmt. Seit der Agenda 2010 von BK Schröder wird aber auf dem Arbeitsmarkt sehr großer Druck auf die Arbeitnehmer ausgeübt. Ich denke , dass hat teilweise ein bedauernswertes Ausmaß erreicht. Bedenklich ist des Weiteren die Zunahme der prekären Beschäftigung in der BRD. Wir zahlen heute auch die Zeche für die Politik der Bundesregierungen der 70er Jahre. Damals wurde im öffentlichen Dienst Tarifabschlüsse von 13 % erreicht. Die Produktivität lag geschätzt bei 4%. Und das ging über Jahre so. Also lag der Lohnzuwachs beim dreifachen der Produktivität. Für diese schweren Fehler der SPD/FDP Regierung zahlen wir heute die Zeche. Also immer schön rot wählen, dann wird alles gut. Die Schwarzen sind auch nicht viel besser !!!

HansDeutscher 06.08.2017, 01:42

Ich mach mein X bei SPD. SPD ist für Arbeitnehmer.

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Tilly050764 06.08.2017, 11:13

Sehe ich anders. SPD ist für SPD,
genau wie die CDU, deren Mitglied ich mal war. Danach ist der Verstand ein wenig bei mir eingezogen . 😀😀

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Ich habe im Internet einen Beitrag gelesen

Wer ist der Beteiber der Webseite, wer der Autor der Publikation und in welchem Zusammenhang wurde die Aussage getroffen?

Die Politik ist bestrebt diesen Weg zu gehen, nicht der Staat.
Im Ergebnis jedoch ist es so, ja.
Der Staat denkt an sich selbst zuerst, nicht an die Bürger.

Die Gesetzgebung (Poltik) verpflichtet den Staat.
In diesem Kontext erhält nur jemand Leitungen nach SGB II (HartzIV), wenn er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Wobei der Begriff Arbeitsmarkt eine Perfidie sondersgleichen darstellt.
Er reduziert den Bürger auf Brauchbarkeit und Beliebigkeit des Preises (Lohn).

- der Staat versagt bei seiner eigenen Aufgabe, der Normenkontrolle

Ganz anders das BverfG in seinem Urteil vom Febraur 2010 "der Staat hat das Existenzminimum jederzeit zu sichern und Teilhabe zu ermöglichen".
Eine Rechtsnorm die die Politik fortgesetzt und vorsätzlich mißachtet.

Die SPD,mit ihrer Agenda 2010, hatte absichtlich den Mindestlohn vergessen.
Kanzelin Merkel (CDU) bezeichnete die Agenda 2010 als "Trippleschritt".
Stellt sich die Frage, was denn noch alles, am Grundgesetz vorbei?

lesterb42 06.08.2017, 09:34

"der Staat hat das Existenzminimum jederzeit zu sichern und Teilhabe zu ermöglichen".

Dann sollen die ach so klugen Richter sich mal auch um die Finanzierung kümmern. Hartz4 ist nicht üppig, aber ausreichend. Die sogenannten Armen sind nur nicht in der Lage, mit dem Geld umzugehen. Geh mal am Sonntag nachmittag in eine Tankstelle und sieh dir an, wer da seinen Wocheneinkauf erledigt. Damit beantworten sich viele Fragen nach der "Bedürftigkeit". Die haben kein Geld-, sondern ein Bildungsproblem, wobei Bildung eine Hohlschuld ist.

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teafferman 06.08.2017, 12:14
@lesterb42

Laut Grundgesetz ist Bildung eine staatliche Bringschuld

Ok. Um von dieser schlichten Tatsache Kenntnis zu haben ist Voraussetzung, sich mit den eigenen staatlichen Rechtsgrundlagen beschäftigt zu haben. Und genau Das ist ja für viele Menschen in diesem Staat eine Zumutung. 

Als Folge dieser mehrheitlichen Einstellung hat sich eine verfassungsfeindliche Truppe gebildet, die das eigene Volk anlügt und verkauft. 

Das eigene Volk hat nicht nur periodisch per Wahlzettel ein Mitspracherecht. Es hat jeden einzelnen Tag eines Jahres genau dieses Recht. Und weigert sich, dieses Recht mit Leben zu füllen. 

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lesterb42 06.08.2017, 16:28
@teafferman

Ich erkenne dein Problem nicht. Ein jeder ist aufgefordert sich aktiv einzubringen. Es gibt ein passives und ein aktives Wahlrecht. Sobald du ein Mandat in einer Volksvertretung hast, kannst du dich jeden Tag kümmern. WIr haben Meinungsfreiheit. Auch deine unbegründeten Beschimpfungen sind erlaubt. Was willst du?

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soissesPDF 06.08.2017, 20:09
@lesterb42

Juristisch gilt "Geld hat man in diesem Lande zu haben", weshalb es nicht Aufgabe der Richter ist ich um die Finanzierung zu kümmern.

HartzIV ist bemessen am Bedarf der unteren 15% der Armen.
Was ihrerseits HartzIV Empfänger mit ihrem Geld anfangen geht den Staat nicht das Geringste an.

Wenn Du dieses karge Almosen für ausreichend hälst, empfiehlt es sich für Dich einen Selbstversuch zu wagen.

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Da stellt sich doch bitte zunächst mal die Frage:

Was macht einen Staat aus?

Zunächst doch wohl mal die Menschen, welche diesen Staat gründen, in ihm leben, ihn durch ihre Regeln und ihre Arbeit schaffen, am Leben erhalten. 

Jene Theorie, genau jene Menschen, die den Staat ausmachen, müssten arm gehalten werden, hat die Menschheit von Krieg zu Revolution zu Krieg zu Revolution geführt. Also immer wieder neu zu Zerstörung, Massenmord geführt. 

Welches Interesse sollte bitte ein Staat daran haben, die Ursache für seine Zerstörung als Ziel zu wählen? Doch wohl keines. 

Wir bezeichnen unsere Volksvertreter heute als Politiker. Als ich jung war hießen sie noch Volksvertreter. Was sie laut unseren Grundregeln tatsächlich sind. 

Da aber die Mehrheit der in diesem Staat die Macht Innehabenden sich nicht mal einen Pfurz um ihre Angelegenheiten kümmert konnte sich nach dem 2. WK eine Elite heraus bilden, die uns immer wieder neu vorlügt, sie hätte das Sagen. 

Hat sie nicht. Lese dazu Artikel 20 Grundgesetz.

Um aber diese gestohlene und auch durch verantwortungslose Faulheit entstandene Macht und Herrschaft erhalten zu können wird die Lüge verbreitet, der Staat, also wir alle, sei darauf angewiesen, dass wir mehrheitlich in Armut leben. 

Als Begründung wird uns dann verkauft, damit eine angebliche Wirtschaft bestehen könne. 

Was aber bitte ist Wirtschaft?

Wirtschaft ist Warenproduktion aus gewonnenen Rohstoffen und deren Verkauf. Bestenfalls auch das Receycling. 

Rohstoffe werden von einer Vielzahl an Menschen gewonnen auf sehr unterschiedliche Weise. Denn wir verwenden sehr viele unterschiedliche Produkte. 

Wirtschaft an sich stammt aus der Landwirtschaft. Je nach Bodenbeschaffenheit und Klima, aber auch je nach Art der Nutzung entstehen durch Arbeit sehr unterschiedliche Lebensmittel. So wie eben in der heute nur noch als Wirtschaft bezeichneten Industrie. 

Wird das Volk arm gehalten, bleibt der Gewinn bei einer kleinen Gruppe Menschen hängen. Welches Interesse können Du und ich daran haben, einen Teil unseres erarbeiteten materiellen Wertes einfach so an wildfremde, eh schon reiche Menschen abgeben zu wollen?

Was wir heute als Politik bezeichnen und tatsächlich laut unseren Grundregeln dazu VERPFLICHTET ist, unser aller Wohl zu dienen, lügt uns vor, nur, wenn wir uns bestehlen lassen um Reiche noch reicher zu machen, würde Wirtschaft weiter bestehen bleiben. 

Wenn Du und ich aber kein Geld haben, um Ware zu kaufen, wozu wird sie dann produziert? Wo soll sie landen, wenn wir es uns nicht leisten können, sie zu kaufen und zu nutzen?

Denke mal über diese Fragen ernsthaft nach. 

Und dann sei es Dir ruhig mal wert, online unser Grundgesetz aufzurufen und im Volltext zu lesen. 

Es ist die Entscheidung einer jeden einzelnen Person, ob sie einer Lüge glaubt oder ihren eigenen Verstand nutzt und sich an Tatsachen orientiert. 

HansDeutscher 06.08.2017, 01:44

Vll produzieren wir nur fur export!?

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teafferman 06.08.2017, 01:45
@HansDeutscher

Was hat das mit meinen Ausführungen zu tun?

Und selbst wenn:

Wovon bitte existieren wir dann, wenn alle unsere Produkte ins Ausland gehen? Von Luft und Wahnvorstellungen?

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lesterb42 06.08.2017, 09:52
@teafferman

Da aber die Mehrheit der in diesem Staat die Macht Innehabenden sich nicht mal einen Pfurz um ihre Angelegenheiten kümmert

Mir fällt in diesem Zusammenhang Frau Merkel ein. Man muss jetzt nicht immer mit ihr übereinstimmen, aber niemand wird behaupten können, dass die Frau mit einer 40 Stunden Woche auskommt und übermäßig viel Urlaub macht.

Was deine pauschale Politikerschelte angeht gilt folgendes:

Die ganz überwiegende Zahl der heutigen Politiker ist
ehrenamtlich in den Gemeinderäten und Kreistagen tätig und muss sich für alles, was irgendwie mit Politik zu tun haben könnte, aufs Jämmerlichste anpöbeln lassen. Das tut weder den Politikern noch unserer Demokratie gut. Ich bewundere jeden, der sich das freiwillig antut.

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Ja, finde schon, dass unser deutscher Staat dies tut.
Glücklicherweise milder als in anderen Ländern.

Auch die Geschichte kann viel davon erzählen, dass das Volk möglichst arm und dumm gehalten werden soll, damit die Macht zentriert an einer Stelle bleibt.

Lobbyisten, Politiker, Großkonzerne, ja sogar die Werbung weiß sehr viel über die Psychologie der Menschen und somit auch, wie uns am besten manipulieren können.

Wenn wir arbeiten, sind wir weg von der Straße, beschäftigt und zahlen dem Staat steuern und kaufen für das Geld ein. So läuft dann der Laden.  ;-)


Die moderne Demokratie dient nicht dem Volk – Bürger werden manipuliert und entmachtet!

Der Grundgedanke der Demokratie ist, dass der Staat dem Volke dient, also das beste für das Zusammenleben in seinem Hoheitsgebiet erarbeitet. Das Volk kontrolliert durch zyklische Wahlen die Arbeit und bewertet den Erfolg und Fortschritt seiner Vertreter. Soweit die Theorie!

In der Praxis sehen wir jedoch eher das folgende Bild:
Die Volksvertreter bilden eine eigene Interessengruppe in der Bevölkerung, diese Gruppe wiederum dient dem Großkapital. Sie alle rotten sich zusammen und drehen den demokratischen Grundgedanken um: Der Volksvertreter wird zum Kontrolleur, das Volk wird zu einem Diener degradiert.

Vielleicht sollten wir wieder viel öfter und stärker unsere eigene Macht erkennen und günstig für uns einsetzen, allerdings ohne sie dabei zu missbrauchen.

HagazussaT 05.08.2017, 23:11

Ich will dich nicht angreifen, aber ich sehe in deinen Kommentar repräsentativ für eine gewisse Unbedachtheit, denn: 

Die westliche Welt steht als Wirtschaftsstandort in harter Konkurrenz zur restlichen Welt, in der man menschliche Arbeitskraft quasi zum Nulltarif bekommen kann, in der es kaum Arbeitsschutzgesetze usw. gibt. Wenn wir in diesem System eine einigermaßen hohen Lebensstandard halten wollen, müssen wir damit konkurrieren.

Wir sind hier nicht arm, selbst wenn wir hier arbeitslos sind.

Wir werden allerdings gewaltige Probleme damit bekommen, wenn die Zuwanderungspolitik so weiter läuft. Der einzige Weg dies zu ändern, wäre eine Anpassung des globalen Lebensstandards an unsere Verhältnisse. Dann muss allerdings auch mal klar werden, dass dann alle unsere Luxugüter ins unerschwingliche teuer werden.

Statt in Geld zu rechnen, müsste man einfach mal in Arbeitsstunden umrechnen. Was ich hierzulande, selbst als HartzIV-Bezieher, in umgerechneten Arbeitsstunden kaufen kann, ist halt schon höhnisch gegenüber den wirklich Armen auf der Welt.

In Bezug auf diese Sache (Kapitalismus) sind einzelne Länder quasi in der Pflicht das Beste für sich herauszuholen. Das ist zwar bitter, aber da werden wir mit unseren Wahlen wohl kaum etwas dran ändern können.

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Sonja66 06.08.2017, 08:55
@HagazussaT

aber ich sehe in deinen Kommentar repräsentativ für eine gewisse Unbedachtheit,

Gut, meine Antwort ist ja nur ein Teil der ganzen Wahrheit.
Weiter habe ich damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Es ist halt mein Ausschnitt....

Wir sind hier nicht arm, selbst wenn wir hier arbeitslos sind. 

Armut ist relativ, klar.
Es wäre durchaus möglich, dem Volk noch viel mehr Wohlstand zukommen zu lassen, dies wird jedoch absichtlich unterlassen.

Ich wollte mich auch gar nicht beschweren über unser System, sondern einfach nur sachlich meine Ansicht dazu schildern.
Ich sehe alle (meine) Vorteile und bin darüber sehr sehr dankbar.

Wenn wir in diesem System eine einigermaßen hohen Lebensstandard halten wollen, müssen wir damit konkurrieren. 

Und wenn wir in diesem System einen einigermaßen hohen Lebensstandard im Sinne von Menschlichkeit, Zufriedenheit und Sinn wieder erhalten wollen, so sollten wir uns darauf besinnen.

Immer mehr von dem, was uns eh schon fast zum Halse raus hängt, macht mit der Zeit auch keinen mehr froh.

Aber gut, in der Frage ging es lediglich darum, ob unser Staat daran Interesse hat, dass das Volk einen gewissen Grad an Armut und Dummheit hat, und dem ist klar so, sonst könnten sie ja nicht mehr ungestört ihren Geschäften nachgehen.
Natürlich schneiden wir beim Thema Armut subjektiv gesehen im Vergleich zu anderen Ländern recht gut ab. Aber das ist ja schon wieder ein anderes Thema, hat mit der Frage ansich nichts mehr zu tun.

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Wohl kaum, denn ein verarmendes Volk wird das in einem funktionierenden Staat wohl der Spitze ankreiden. Auch kann es selbst kaum noch konsumieren und wird daher in Sachen Nachfrage und Konsum schwächer. Andererseits ist ein verarmtes Volk leichter von irgendwelchen Ideologien zu überzeugen und wenn es einem dann gelingt die Wut zu lenken... wie in diversen Regimen.

Ich glaube aber kaum, dass Deutschland diesen Weg anstrebt. Die westliche Welt hat ein über die Maßen hohes Lebensniveau und zwar selbst noch für Arme, das muss man sich halt mal klar machen. Es besteht also so gesehen schon ein gewisser Spielraum bei starker Wirtschaft und hohem Lebensstandard, diesen zu senken.

Deutschland bzw. die westlichen Länder stehen halt als Standort sehr stark im internationalen Wettbewerb zu Niedriglohnländern und kann daher kaum anders handeln.

 

Das ist eine kommunistische sozialistische Doktrin. Die Geschichte zeigte aber, solche Ideen können sich nicht bewähren.

Die soziale Marktwirtschaft ist der richtige Mittelweg zwischen Kapitalismus einerseits und kommunistischen Gedankengut andererseits

teafferman 06.08.2017, 12:21

Aha. Dann nenne doch bitte mal Deine Quelle dieser angeblich kommunistisch sozialen Doktrin!!!! 

Bin ich mal gespannt. Wirst Du aber nicht einstellen können, denn eine solche Doktrin hat weder mit Kommunismus noch mit Sozialismus auch nur ein Staubkorn gemein. 

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666Phoenix 07.08.2017, 11:35

karli, das würde nur Sinn machen, wenn du hier nachweisen würdest, dass du Ahnung vom "kommunistischen Gedankengut" hast!

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An alle Verschwörungstheoretiker, die eine unheilvolle Allianz zwischen Wirtschaft und Politik erkennen:

Macht euch selbständig, schafft Arbeitsplätze und zahlt euren Leuten gute Löhne. So etwas gibt es auch und es ist nicht verboten.

Nein. Wenn das Volk arm ist, kann es sich nichts kaufen. Ergo leidet die Wirtschaft. Wenn Du gezwungen bist zu arbeiten hat keiner was davon. Wenn Du nicht mehr konsumieren kannst, schon.

Die Mächtigen ziehen es vor, wenn es möglichst viele weniger Mächtige und auch Arme gibt. Denen braucht man nur zu versprechen dass es "besser" wird. Das fällt weiter unten wesentlich leichter.

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