Ist das "Hamburger Sie" (Vorname + Sie) eine gute Alternative im Geschäftsleben? Wer nutzt diese Form tatsächlich?

10 Antworten

Das Pendant nennt sich übrigens "Kassiererinnen-Du" ;)

Beide Formen haben sich besonders im 20. Jhrd. eingebürgert und könnten zum Teil auch durch den englischsprachigen Kulturimperialismus rübergeschwappt sein, wo bspw. in englischsprachigen Meetings oder Vorbildern aus Film und TV das Du (you) so wie so obligatorisch ist oder auch der Gebrauch des Vornamens als selbstverständlich betrachtet wird.

Vornamen + Sie gilt dabei immer noch als Höflichkeitsform und wenn man schon Wert auf den Verhaltnskodex legen möchte, braucht man sich als junger Mensch ohnehin keine Gedanken darüber machen, denn das Du sollte immer nur vom älteren oder diensthöheren angeboten werden.

Ich kenne diese Ansprechweise z.B. aus der Firma. Wir Angestellten duzen uns untereinander aber der Chef siezt und nutzt teilweise den Vor- teilweise den Nachnamen.

Ich selbst bin erst 18 und orientiere mich mit Du/Sie an anderen. Stellt sich mir jemand mit Vornamen vor dann nutze ich den auch. Ansonsten sieze ich erstmal und lass mich lieber zum Du korrigieren als umgekehrt.

Auch schau ich wie man mich anspricht. Werde ich von allen geduzt dann mache ich es umgekehrt auch.

Bei uns hat sich das seit Jahren bei unseren Azubis eingebürgert. Sie werden bei den Vornamen genannt, zeitgleich auch "gesiezt".

Natürlich fragen wir sie vorher, allerdings wird diese Art in 99% der Fälle bevorzugt.

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