Ist das gut oder schlecht (Astronomie)?

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7 Antworten

Hallo! Eine wunderbare Wissenschaft die immer neue Erkenntnisse liefert aber der Weg dahin ist hart und weit.  Physik und Mathematik sind die wichtigsten Voraussetzungen wenn man in Richtung Astronomie will. 

Wir haben hier im Forum das Glück dass im Bereich Astronomie gleich mehrere Profis unterwegs sind und ich habe da mehr lernen können als auf dem Weg zum Abitur. 

Und ich habe auch erkannt das nur ein Bruchteil derer die locker ihr Abitur in Mathe machen da im Bereich Studium Astronomie zurecht kommen können. Das ist hoch speziell und kompliziert. 

Und trotz dieser komplizierten Ausbildung verdient der normale Astronom nicht viel.

Die meisten wandern in die Industrie ab wo sie wegen ihrer Intelligenz mit Handkusss genommen werden.

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

kami1a 11.08.2017, 19:06

Danke - ein Stern Astronomie für einen Gewichtheber.

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Hallo LinkE19,

das ist ein sehr guter Plan... ob Du es schaffst, ihn bis zum Ende zu gehen, ist eine andere Frage. ;-)

Erst mal: Du musst dafür Physik studieren. Allgemeine Physik. Die studiert man bis zum Bachelor of Science, danach weiter zum Master of Science; im Master wählt man dann das Wahlpflichtfach Astronomie und schreibt seine Masterthesis in diesem Bereich. Bis zum Master dauert das schon mal rund 6 Jahre.

Zu erwähnen ist, dass das Physikstudium als schwer gilt und die Abbruchquoten hoch sind. Das Studium ist mathelastig. Es sollte Dir Freude bereiten, Formeln herzuleiten und Zusammenhänge mathematisch zu durchdringen. Analytische Denkfähigkeit, Kreativität und Durchhaltevermögen sind essentiell. Anders als in der Schule wird Dir nichts vorgegeben, Du selbst musst Dir den Stoff in den Übungen erarbeiten.

Wegen der hohen Abbrecherquoten haben es die Universitäten nicht nötig, einen Numerus Clausus zu verhängen. Die meisten Leute gehen von selbst freiwillig noch vor dem Bachelor - und damit meine ich wirklich über 50%.

Für eine Stelle in der Forschung promoviert man nach dem Master zum Dr. rer. nat. - oft im Themenbereich der Masterarbeit. (Die sollte also wohlüberlegt gewählt werden) Das dauert 3 bis 5 weitere Jahre. Als "Post-Doc" ergattert man mit viel Glück eine befristete Forschungsstelle an einer Uni. Derartige Stellen verschwinden, wenn ein Projekt nicht weiter gefördert wird. Zeitweise Arbeitslosigkeit gehört hier dazu.

Nach einigen Jahren kann man dann in "seinem Thema" Habilitieren. Das ist der letzte Schritt, den man selbst in der Hand hat auf dem Weg zum Prof. Denn habilitiert ist man noch lange kein Professor: Dafür braucht es einen sogenannten "Ruf" einer Universität: Hat eine Uni einen Lehrstuhl zu vergeben, schaut sie sich an, was an habilitierten  Leuten so vorhanden ist. Natürlich kann man sich hier bewerben, entscheiden wird aber allein die Uni: In welches Thema mag sie investieren? Professor wird man nur und ausschließlich über den Ruf an eine Universität.

Der Astronom - das sollte Dir klar sein - ist ein Schreibtischtäter, genauer gesagt: ein "Großrechner-Täter": Die moderne Astrophysik lebt von der Simulation komplexer Zusammenhänge an Großrechnern. Niemand verbringt seine Zeit nächtens am Teleskop. Man entdeckt auch nicht alle halbe Jahre spektakuläre neue Welten, sondern passt leicht mal 10 Jahre lang die Ergebnisse seiner Simulation an die exakte Form einer Wasserstofflinie eines bestimmten Doppelsterns an die Beobachtungsdaten an, um herauszufinden, wie die chemische Zusammensetzung dieses Doppelsterns ist: Will sagen: Wissenschaft ist ein Meer von diffiziler Detailarbeit. Das muss man schon mögen...

Du solltest bedenken: 9 von 10 Physikern bleiben nicht in der Forschung, sondern gehen nach der Uni in die freie Wirtschaft. Von den letzten 10 Prozent aller ausgebildeten Physiker werden aber wiederum nur die wenigsten Professor. Ein Professor hat jedes Jahr in seiner Anfängervorlesung rund 100 Studenten sitzen... und er braucht am Ende seiner Tätigkeit genau einen Nachfolger. - Nur so um ein Gefühl für den Bedarf an Professoren zu vermitteln.

Daher Tipp: Immer nur den nächsten Schritt ins Visier nehmen. Der lautet im Moment für Dich: Abitur machen mit Schwerpunkt auf die NT-Fächer, Mathe, Chemie und Physik; Programmieren lernen; Englisch trainieren. Und nach der Schule Physikstudium anpeilen. Alles andere ergibt sich... oder auch nicht.

Grüße


uteausmuenchen 05.08.2017, 19:21

Ach ja: Vergessen: Als Professor verdient man recht ordentlich. In den Zeitstellen "darunter" eher mau, wenn überhaupt. Wissenschaft betreibt man aus Leidenschaft, nicht, weil man reich werden möchte. ;-)

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Ein Ziel ist das allemal, du musst aber wissen, dass es nur die allerwenigsten schaffen, tatsächlich Professor zu werden.

Zunächst musst du natürlich erstmal auf eine Universität. Wie du das schaffst, ist egal, mit Abitur geht es natürlich am direktesten und leichtesten.

Dann musst du natürlich mal schauen, wie du zur Astronomie bzw. Astrophysik oder Physik kommst. Also musst du eine Uni suchen und schauen, welche das anbieten und wie die Zugangsvoraussetzungen sind. Sollte der Zugang beschränkt sein, brauchst du natürlich auch noch eine möglichst gute Abi-Note, um zugelassen werden zu können.

Astrophysik kann man z.B. als Master nach einem Physik-Bachelor studieren und Physik hat in der Regel sehr machbare Zugangsvoraussetzungen.

So, das war aber nur der Anfang. Nach dem Bachelor und dem Master kommt die Doktorarbeit, die nochmal etwa drei oder vier Jahre dauert. Und nach der Doktorarbeit musst du eine Habilitationsschrift verfassen, was auch nochmal einige Jahre dauert.

Nach der Habilitation hast du die Berechtigung, einen Lehrstuhl und damit eine Professur anzutreten, aber diese Stellen sind rar gesäht. Nicht jeder, der es bis dahin geschafft und rein formal Professor werden könnte, wird es auch. Da hängt am Ende auch viel Glück dran.

Das ist aber gar nicht schlimm. Wenn du gern in die Astronomie gehen möchtest, dann solltest du dem auch nachgehen. Ob es dann mal zum Professor reicht, ist dabei fast schon egal. Wenn dir die Arbeit an dieser Thematik Spaß macht, dann kann man durchaus auch unterhalb einer Professur sehr glücklich werden.

Beste Grüße!

Hallo,

entweder bist Du noch sehr jung (10 oder 11?) oder ausgesprochen naiv.

Angehende Physikprofessorinnen sollten wissen, was sie wollen und was sie können und was sie zu leisten bereit sind.

Für ein Studium der Astronomie (das als Schwerpunkt im Rahmen eines Physikstudiums angeboten wird) solltest Du sehr gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sowie großes Interesse an naturwissenschaftlichen Themen mitbringen. Das Studium ist sehr anspruchsvoll. Solltest Du es tatsächlich erfolgreich beenden, müßtest Du an einer Promotion (Doktorarbeit) und an einer Habilitation arbeiten, die dann natürlich auch anerkannt werden müssen. An einen Lehrstuhl als Professor wird man berufen. Voraussetzungen sind auch hier natürlich hervorragende Leistungen.

Du hättest also einen langen und steinigen Weg vor Dir, der Dir viel Grips und harte Arbeit abverlangt.

Allerdings scheint mir der Stil Deiner Frage, die doch sehr schwammig formuliert ist, nicht so recht zu Deinen Zielen zu passen.

Herzliche Grüße,

Willy

"Hallo, also ich will einmal Astronomie studieren und dann an einer Universität Professorin werden. Ist das ein guter Plan ?" 

Für eine Professur ist nicht ausschließlich Kompetenz wichtig sondern auch Glück und Beziehungen. Das lässt sich nicht bereits vor dem Studium so sicher planen.

Am Besten mit einer 1 in Mathe und in Physik.

Dann erfolgreiches Studium der Physik mit Aufbaustudium der Astronomie.

Du solltest es eigentlich nur machen, wenn Du wirklich sehr viel Interesse daran hast, richtig reich wirst Du damit sicher nicht.

Hast Du überhaupt schon Abitur? Hast Du schon mal etwas von Promotion und Habilitation gehört? Ist Dir bekannt, dass es Beamtenbesoldungsgesetze gibt?

Ein guter Plan wäre, all das zu ergooglen bevor Du Dir große Ziele setzt.

LinkE19 05.08.2017, 18:49

Wenn du meinst du weist das alles erkläre es mir doch dafür ist das hier nämlich da

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ArminSchmitz 05.08.2017, 18:51
@LinkE19

GF ist nicht dafür da, daß Antworter Romane schreiben. Das müßte man aber um all das erklären zu können.

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