Ist das Gläubigerbenachteiligung im Insolvenzrecht?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Hier gibt es viele Fakten zu berücksichtigen. Zuerst einmal eines vorab: Jeder Mensch ist in Deutschland für seine Private Insolvenz alleine verantwortlich, man muss allein dafür geradestehen. Bitte behalten Sie diesen Gedanken im Hinterkopf: auch wenn Sie verheiratet gewesen wären - was Sie ja nicht waren - wäre Ihr Ehemann alleine haftbar, egal was die Bank/der Treuhänder behauptet. Als Beispiel hierfür: Ein Ehemann kauft eine Wohnung alleine, ohne Unterschrift der Ehefrau. Der Ehemann meldet eine P.I an: jetzt hat er die Bank als Gläubiger - er alleine! die Ehefrau kann nicht haftbar gemacht werden! Dieser Gläubiger steht dann bei dem Ehemann in der Gläubigerrangliste, nicht bei der Ehefrau die in diesem Fall keine P.I anmelden muss. Bei Ihnen ist der Fall aber klarer: Sie waren zum Zeitpunkt Ihrer Darlehensaufnahme nicht verheiratet. Sie haben dieses Darlehen nicht während der P.I Ihres, damals noch Freundes, aufgenommen. Sie hatten damals ja noch gar keine Gläubiger, wie sollten Sie dann je auf den Gedanken kommen irgendjemand irgendwie zu benachteiligen? Sagen Sie Ihrer Treuhänderin klipp und klar das Sie alleine dieses Darlehen aufgenommen hatten um ein Dach über dem Kopf zu haben - eine vollständig normale und korrekte Darlehensaufnahme um einen Wohnraum zu haben. Teilen Sie der Treuhänderin mit das Ihr damaliger Freund ja noch nicht einmal in der P.I war, das er ja noch gar nicht in einer Wohlverhaltensphase (dauert 6 Jahre im Normalfall) war. Jetzt kommt der nächste Aspekt: was bezweckt die Treuhänderin mit Ihrem Verhalten? Will Sie hiermit, wahrscheinlich nicht legal!, den Gläubigern mit der Summe des Zwangsversteigerten Hauses zu einer höheren Pfändunssumme verhelfen? Wenn das der Fall ist gibt es einen Grund: die Treuhänderin kriegt hierdurch einen höheren Umsatz, also mehr salär. Bitte ganz cool alles durchgehen und sachlich sagen das es so nicht geht. Die Faktenlage ist wie geschildert klar: Ihr Haus ist nicht für die P.I. Ihres Ehemannes Pfändbar aus meiner Sicht. Ich hoffe nichts übersehen zu haben. Bitte lassen Sie es mich wissen wenn ich etwas falsch verstanden habe oder einen Falschen Rat gegeben habe. Ich hoffe hiermit gedient zu haben.

Noddy 15.10.2010, 20:09

Übrigens, sagen Sie der Treuhänderin nicht das sie vermuten dass sie eine höhere Summe erreichen will; sie müssen einfach sagen dass sie rein rechtlich alles korrekt gemacht haben. Es lohnt sich nicht sich mit der Treuhänderin anzulegen; sie könnten höchstens, falls Ihre Treuhänderin dieses Thema nicht fallenlässt, das zuständige Amtsgericht anschreiben. Hiermit hat man im Allgemeinen Erfolg. Dann kriegt die Treuhänderin nämlich einen schrieb vom Amtsgericht und dann muss sie sich denen gegenüber verantworten (Sie kriegen übrigens von diesem Schriftverkehr immer eine Kopie vom Amtsgericht zugesandt!). Kein Treuhänder will Ärger mit dem Amtsgericht.Es ist gut für Sie als Privatperson, zu wissen das es eine höhere Instanz gibt, die Ihnen helfen und Antworten kann.

0

Was möchtest Du wissen?