Ist das Gehirn eines heutigen Menschen mit dem eines Menschen, der vor 2000 Jahren lebte identisch?

...komplette Frage anzeigen
Support

Liebe/r Lightning83,

Du bist ja noch nicht lange dabei, daher möchten wir Dich auf etwas aufmerksam machen:

gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform und kein Chat- oder Diskussionsforum. Ich möchte Dich bitten, dies bei Deinen nächsten Fragen und/oder Antworten zu beachten. Bitte schau diesbezüglich auch noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy. Wenn Dich die Meinung der Community interessiert, kannst Du Deine Frage gerne im Forum unter http://www.gutefrage.net/forum stellen. Vielen Dank für Dein Verständnis!

Herzliche Grüsse

Klara vom gutefrage.net-Support

12 Antworten

Zunächst einmal: Ich verstehe die Anmerkung der Redaktion nicht, denn die Frage ist keine Meinungs- oder Diskussionsfrage sondern eine Frage, die nach archäologischen und paläontologischen Erkenntnissen beantwortet werden kann.

Die ersten Menschen, die nicht nur anatomisch sondern auch in der „Software“, d.h. den kognitiven Leistungen, mit den heutigen Menschen identisch sind, sind die Cro-Magnon-Menschen, die vor 35.000 in Europa aufgetreten sind. Das Gehirnvolumen war um durchschnittlich 6% höher (nicht niedriger wie hier jemand anders gesagt hat) als das der heutigen Menschen (siehe z.B. Spektrum der Wissenschaft, die Evolution des Menschen) doch die Struktur des Gehirns war mit dem eines heutigen Menschen identisch, wie man aus den Hirnabdrücken am Schädel ablesen kann. Dass die kognitiven Leistungen mit denen des heutigen Menschen identisch waren, wissen wir aus verschiedenen Arten von Funden: Da sind zunächst einmal die Werkzeugfunde aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit, deren Beginn mit dem Auftreten des Cro-Magnon-Menschen zusammenfällt). Die explodierende Vielfalt und die für die Herstellung notwendige Planung, Kreativität und Sorgfalt lassen daran keinen Zweifel. Weiterhin wissen wir aus Kunstwerken wie den Löwenmensch und Gemälden wie die in der Chauvet-Höhle (ca. 30.000 Jahre alt), dass die künstlerische (darstellende, aber auch z.B. Musik) Begabungen, religiöse Vorstellungen, symbolisches Denken usw. dem heutigen Niveau entsprechen. Picasso hat einmal beim Anblick der Lascaux-Höhle (deren Kunstwerke allerdings nur ca. 15.500 Jahre alt sind) gesagt: „Die Menschheit hat seit damals nichts hinzugelernt“. Wenn er damit meinte, dass die intellektuelle und künstlerische Leistungsfähigkeit dieselbe wie beim heutigen Menschen ist, so entspricht dies dem anerkannten Stand der Wissenschaft. Siehe hierzu auch die interessante Abhandlung „Der kreative Urknall“ in Bild der Wissenschaft. Hierbei erklärt sich übrigens ganz nebenbei, warum gegen den sonstigen Trend der Zunahme des Gehirnvolumens in der Evolutionsgeschichte des Menschen das Gehirnvolumen seither leicht abgenommen hat (bei gleichen kognitiven Leistungen).

Erst recht ist natürlich die kognitive Leistungsfähigkeit der Römer und ihrer Zeitgenossen mit der heutiger Menschen identisch. Hier nur ein Beweis: Das Lehrbuch „Die Elemente“ von Euklid, um ca. 300 v.Chr. geschrieben, entspricht dem intellektuellen Niveau, das man an begabte Schüler heute auch stellt. Das Buch wurde ja auch unverändert (nur übersetzt) über 2000 Jahre lang als Geomtrielehrbuch bis ins 19. Jahrhundert verwendet. Man könnte es auch heute noch verwenden, nur bevorzugt man seit dem 20. Jahrhundert eine andere Darstellung.

Dass die Römer nicht in der Lage waren geistige Höchstleistungen zu erbringen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ein Genie wie Newton, der zu kränklich und schwächlich war um für die Landwirtschaft zu taugen, wäre bei den Römern als Kanonenfutter verheizt worden. Niemals hätte er Gelegenheit gehabt, Mathematik zu studieren und in Ruhe seine Forschungen zu betreiben.

Nun noch ein Wort zu der gegensätzlichen Meinung (denn These kann es nicht nennen), dass der Mensch seit den letzten paar tausend Jahren geistig degeneriert ist, wie dies z.B. bei domestizierten Schweinen zu beobachten ist. Sowas ist nur der Fantasie von Romanautoren wie H.G. Wells „Die Zeitmaschine“ (der diese „These“ auf die Zukunft projiziert) entsprungen ohne jeden Hintergrund.

Vom Aufbau her das allerselbe, und auch die Kapazität dürfte nahezu identisch sein. oder glaubst du, dass Mutter Natur innerhalb von 2000 Jahren einen riesen Sprung in Sachen Gehirn gemacht hat? Die Evolution der Menschen und Tiere ist ein fortlaufender Prozess der sich über Millionen und Abermillionen von Jahren erstreckt und ständig weiterläuft. Grund dafür ist, dass die Lebewesen auf der Erde immer wieder neuen Anforderungen gewachsen sein müssen, weswegen die Weiterbildung niemals endet.

Genau das glaube ich nicht. Lesen vorm Schreiben hilft oft.

0

Hallo. Bis zu Cristigeburt, hat sich nur sehr wenig verändert. Das Gehirn ist Heute etwas größer. Das hat aber mit Intelligenz nichts zu tun. Früher kannte man eben keine Technik, trotzdem waren die Menschen sehr erfinderisch. Aber wir entwicklen uns natürlich weiter. Mann sieht es ja an den Behaarungen. Früher die Steinzeitmenschen, waren sehr behaart wie Affen.Sie haben sich dem Wetter angepasst. Und wir passen uns Huete dem Wetter an, wir frieren schnell, weil wir in Wohnungen leben und die Heizung, Ofen kennen. Heute giibt es nur sehr wenige Menschen die noch so behaart sind. Die Ärzte sehen das als Krankheit an, aber ob es eine ist? Vielleicht ein Urgen, der angeboren ist? Auf der aderen Seite haben immer mehr Männer dünnes, lichtes Haar oder Glatze. Frauen auch. Vielleicht haben in 1000 Jahren die Menschen gar keine Haare mehr und sind 100x schlauer als Heute. Das kann keiner richtig beantworten. Hier sind keine Forscher. Paul

Da die Art die gleiche ist (homo sapiens) und in 2000 Jahren nicht wirklich große physiologische Unterschiede feststellbar sein dürften (ok, wir sind durchschnittlich viel größer geworden), sollte die Leistungsfähigkeit des Hirns nicht erheblich zugenommen haben.

Wenn du einen komplett unsozialisierten Römer in die Gegenwart transportieren könntest, also ein Kleinkind z. B., sollte es keine Schwierigkeiten geben. Ein normaler Legionär hingegen würde wahrscheinlich bleibende psychische Schäden davontragen, wenn er plötzlich in unserer Zeit aufwachen würde, denkst du nicht?

Wenn ich diese Frage nur auf Bauwerke herunterbreche und dabei berücksichtige, dass schon 4 TSD Jahre vor "heute" solche mit sehr weit primitiveren Mitteln erstellt wurden und teileweise noch stehen, oder Fragmente davon.

So und nun zur Tatsache, diese ist doch dass unser heutiger Stand des Wissens, der Technik und der Fähigkeiten auf Erkenntnissen auf sehr vor weit vor dem Jahr "0" der neuen Zeitrechnung basieren.

Letztlich ist es also weniger wichtig die Gehirnmasse sondern das "Schmalz" mit welchen diese damals schon versehen war zu betrachten. Grösse ich nicht immer auch Qualität.

Da man die Gehirne der Römer ja nun nicht mehr untersuchen kann, ist man bei sowas meistens ja auf Analogieschlüsse angewiesen. Wollte man sich solcher befleissigen, und zB die Domestikation bei den Haus- und Nutztieren in den letzten 100-200 Jahren zum Vergleich nehmen, dürften sich das Gehirn und die ihm möglichen Leistungen eher verringert haben als verbessert. Gerade Stadtkinder müssen heutzutage nahezu während ihrer gesamten Jugend nichts mehr erfinden, können sich in den seltensten Fällen frei bewegen, kaum irgendetwas selbst gestalten, und bekommen Futter aus dem Regal und Wasser aus der Wand, ohne in irgendeiner Weise dafür "ihr Gehirn benutzen" zu müssen. Bei Schweinen hat das in relativ kurzer Zeit zur Degeneration und mangelnder Problemlöse-Fähigkeit geführt.

Es wäre schon ziemlich positiv vermutet, wenn sowas (immerhin seit Generationen) beim Menschen keinen Einfluß gehabt hätte.

Anatomisch und funktionell hatten die Menschen vor 2000 Jahren das gleiche Gehirn wie wir. Den Homo sapiens gab es schon viel früher. Die Römer waren biologisch gesehen moderne Menschen. Dass unsere Gehirne andere Leistungen erbringen, ist ein Ergebnis der kulturellen Evolution, die ausschließlich auf der Weitergabe von Wissen zwischen den Menschen untereinander und von Generation zu Generation beruht.

Da wir heute Wissensvermittlungstechnicken kennen, die eine hohe Effizienz haben, könnest Du einen reinkarnierten alten Römer als Sohn bekommen, der seine damalige Gehirnanatomie unverändert mitbringt, und er würde innerhalb von 20 Jahren das gleiche Level erreichen wie seine Altersgenossen oder sogar ein höheres, wenn er gebildete Menschen als Eltern hat, voraus gesetzt sie haben genug Zeit für angemessene Zuwendung und Wissensvermittlung. Von der Schule allein kann man alles erwarten. Das Elternhaus ist entscheidend.

Korrekt. Man sieht ja die unglaublichen technischen Leistungen die die Römer vollbracht haben. Und das ohne ein Zahlensystem mit dem man rechnen konnte (einfache Rechnungen mussten mit Steinchen auf einem Brett durchgeführt werden) und ohne höhere Mathematik. Wenn die diese Werkzeuge gehabt hätten und die Alchemie etwas weiterentwickelt gewesen wäre, hätten die Römer es sicherlich geschafft Panzer und Raketenwerfer zu bauen!

0

Haben Deine Diskussionspartner vielleicht eine Null vergessen ?

Wenn man nach den Menschen vor 20.000 Jahren fragen würde,

würde die Frage einen Sinn ergeben. Aber auch hier lautet die

Antwort: Das waren auch schon Homo sapiens - Menschen

und damit gilt das Gleiche wie oben. Die brauchten eine

ziemlich hohe Intelligenz, um unter den damaligen

Bedingungen überleben zu können.

0

Das sollte heißen: Von der Schule allein kann man NICHT

alles erwarten. Da geht manches zurück in Richtung Steinzeit.

0
@evaness

Die Zeitspanne vom ersten Nachweis des modernen Menschen in Europa vor etwa 40.000 Jahren bis zum Übergang des Pleistozäns zum Holozän vor etwa 12.000 Jahren war die Zeit des Cro Magnon Menschen. Auch er war ein Homo sapiens und aus biologischer Sicht ein moderner Mensch. Die letzte Eiszeit endete vor 10.000 Jahren.

http://www.spektrum.de/artikel/1063551

0

die evolution benötigt viel größere zeitabstände um etwas zu bewriken. so dürften die gehirne ziemlich identisch sein.

Dann lies doch mit Deinen Freunden einfach mal "Der Staat" von Platon oder unterhaltet Euch über den Bau der Pyramiden, dann habt ihr die Antwort.

ja, da die art, wie sich das Gehirn Informationen merkt gleich geblieben ist.

Bei einigen Leuten mag das wohl zutreffen, besonders hier auf GF.

Ok, sofern Du IQ 200 hast ist dir diese Antwort zugestanden, wäre der IQ nahe 0, erübrigt sich jeder weiterer Kommentar.

0
@jockl

Auch wenn du nicht persönlich damit gemeint warst scheinst du dich wohl doch irgendwie angesprochen zu fühlen...

0

Was möchtest Du wissen?