Ist das ein legales Messer?

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8 Antworten

Es handelt sich um ein Einhandmesser. Der Besitz ist legal, das Führen ist nach § 42a Waffengesetz grundsätzlich verboten, es sei denn, ein berechtigtes Interesse liegt vor. An deiner Stelle würde ich mir ein Klappmesser besorgen, bei dem man zum Öffnnen beide Hände benötigt.

http://www.gutefrage.net/tipp/legalitaet-bestimmter-messertypen

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Kommentar von shockproof
09.07.2013, 17:23

Da kann ich mich nur anschließen. Das vermeidet unnötige Scherereien!

Einhandmesser sind für Einarmige konstruiert worden. Wenn du zwei gesunde Hände hast, benötigst du beim besten Willen kein Einhandmesser. Oder?

Man kauft sich als gesunder Mensch ja auch keinen Rollstuhl.

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Der Erwerb, der Besitz, das Transportieren (also in einem abgeschlossenen (z.B. Vorhängeschloss) Behältnis), das Führen im umfriedeten Besitz und das sozial adäquate Führen in der Öffentlichkeit (mit sich herumtragen außerhalb eines abschließbaren Behälters) zu Zwecken der Berufsausübung (z.B. Bundeswehr - Einhandmesser, Einhand - Rettungsmesser als Rettungsdienst - Mitarbeiter, als Feuerwehrmann, als Polizist...), zu Zwecken des Sportes (Segeln, Alpinsport, Wandern..) oder anderer Freizeitbeschäftigungen, bei denen der Gebrauch eines derartigen Messers begründbar ist (Jagd, Fallschirmspringen...) IST LEGAL. Das Führen eines derartigen Einhandmessers wird regelmässig als illegal bewertet außerhalb des als sozial adäquat bewerteten Führens. Die Eigenschaft des sozial adäquaten Führens ist äußerst flexibel auslegbar / interpretierbar, ICH halte z.B. das Schälen eines Apfels, einer Kartoffel oder das Zerteilen einer Melone für sozial äußerst adäquat - unabhängig davon, ob es mit einem stumpfen Plastik - Einwegmesser, einem Messer mit starrer Klinge oder einem (illegalen) Spring - / Fallmesser geschieht. Aber ICH bin nicht der Gesetzgeber / die Exekutive, die hier entscheidet. Wer eine gute Begründung für die Erfordernis des EINHÄNDIGEN Arbeitens mit dem Messer hat (z.B. im Rettungsdienst zum Kleider Öffnen des Messers mit geeigneter Aufreissklinge zum Zerschneiden des klemmenden Sicherheitsgurtes bei gleichzeitigem stabilisieren des Patienten mit der anderen Hand...), der kann es ja probieren. Ob ein Gericht der eigenen Einschätzung folgt ist eben fraglich. Ich transportiere ein Leatherman - Tool zum sozial adäquaten Gebrauch des Fahrradreparierens in einer mit einem kleinen, wertlosen Vorhängeschloss versehenen Tasche. So kann ich es sozial adäquat anwenden im Bedarfsfall und kriege keine Probleme bei z.B. einer eventuellen verdachtsunabhängigen Personenkontrolle. Die feinen Unterschiede zwischen Führen und Transportieren sind hier der Unterschied zwischen Problemen und problemlosem Kooperieren mit den Kräften, die sich um Sicherheit und Ordnung kümmern sollen und hierbei gelegentlich über das Ziel hinaus schießen bei ihrer Interpretation von Gesetzen.

Also : Der Kauf ist unproblematisch, sobald aber das Messer das eigene Grundstück verlässt ist eine rechtfertigende Begründung nicht verkehrt, wenn das Messer z.B. bei der glaubhaft transportierten oder geführten Kletterausrüstung liegt oder in der Rettungsweste zum Kayakfahren etc. sehe ich keine Probleme. Beim Schlendern durch einen Berliner Szenekiez mit viel Drogenvertickern hingegen sehe ich erkennbar mehr potentielle und reale Probleme..... .

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Kommentar von sachlich123
09.07.2013, 23:43

Den Text zu tippen hat geschätzt 4-5 x so lange gedauert als das Messer in ein ganz und gar legal führbares Zweihandmesser umzubauen, welches man jederzeit mitnehmen kann.

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Hey hier musste alles drin stehen und das messer ist nicht legal da es ein einhand messe ist ausser du hast es verschloßen dabei so das du es nur mit 2händen öffnen kannst

Gemäß der Gesetzesänderung vom 22.02.2008 ist das griffbereite Tragen (Führen) am Körper (Gürtel, Hosentasche) von Messern mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder mit feststehender Klinge und einer Klingenlänge von über 12cm verboten. Unter Klingenlänge versteht man in diesem Sinne den Teil mit der nutzbaren Schneide, also von Fehlschärfe und Spitze.

Die Gesetzesänderung greift nicht bei: Klingen unter 12cm Transport in einem verschließbaren Behälter (Rucksack, Tragetasche) Gebrauch oder Transport als Werkzeug in der entsprechenden Umgebung (Wald, Wildnis) Berufsausübung (Schmied, Metzger, Koch, Jongleur, Taucher) Sport (Fischen, Jagen) Brauchtumspflege (Jäger, Traditionsgruppen, Pfadfinder) Allgemein anerkannten Zwecken (Pfadfinderei, Fahrt) Die Gesetzesänderung greift bei: Führen an Nicht-Einsatzorten (Kino, Kneipe, Bar, Disco, U-Bahn) Krimineller Absicht Konkret möglicher Gefährdung von Menschen (Bedrohung, Fahrlässigkeit) Demonstrationen Möglichem Missbrauch (Alkoholeinfluss, politische oder soziale Verwirrung) Um selbsternannte Gesetzeshüter und Hobbynazis erst gar nicht zu Reizen, empfielt es sich, Messer auch in anderen öffentlichen Räumen, wo man die Messer auch nicht unbedingt braucht, etwa Stadt, Fußgängerzone, Bahn im Rucksack zu transportieren

Stand April 2003:

Die zum 1. April 2003 eingeführten Änderungen im Waffengesetz betrafen unter anderem so genannte „jugendtypische Waffen“. Damit sind Waffen und Gegenstände gemeint, die auf Jugendliche einen besonderen Reiz ausüben und die vor der Änderung im Gesetz frei erworben und getragen werden konnten. Ein Teil dieser Waffen ist nun verboten bzw. genehmigungspflichtig.

Verboten sind allerdings so genannte Faustmesser, Springmesser (Klinge länger als 8,5 cm, beidseitig geschliffen, in der Mitte schmaler als 20% ihrer Länge oder kein durchgehender Rücken, der sich zur Schneide hin verjüngt), Spring- und Fallmesser sowie Butterflymesser.

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Kommentar von PatrickLassan
09.07.2013, 09:03

Springmesser (Klinge länger als 8,5 cm, beidseitig geschliffen, in der Mitte schmaler als 20% ihrer Länge oder kein durchgehender Rücken, der sich zur Schneide hin verjüngt),

Das ist nicht mehr aktuell. Es ist jetzt ausreichend, wenn die Klinge seitlich herausspringt und nicht länger als 8,5 cm und nicht beidseitig geschliffen ist. Die Vorschriften zur Mindestbreite und zum durchgehenden Rücken wurden 2008 gestrichen.

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Kommentar von artiranmor
09.07.2013, 17:40

Der Transport in einem VERschlossenen Behältniss ist immer noch ein Führen !!!!! Lediglich der Transport in einem ABGESCHLOSSENEN Behältniss, z.B. eine kleinere textile Tasche mit einem Vorhängeschloss am Reissverschluss, ist vom Gesetzgeber als Transportieren für Waffen (Schusswaffen, Klingenwaffen....) definiert.

Faustmesser sind NICHT verboten (Rechtslage DEU) für Jäger und Kürschner als Aufreißklingen, also als Messer zum Häuten von toten Tieren..... .

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Bei den Klappmessern der Firma Böker kann man oft (auch in diesem Fall) die in Deutschland verbotene Einhandfunktion auf Zweihandfunktion umbauen, indem man den Öffnungszapfen entfernt. Eine Anleitung und der geeignete Schlüssel liegen dabei und in der Gebrauchsanweisung wird auch extra darauf hingewiesen. Ich hab zwar ein anderes, aber vergleichbares Modell. Dann ist das Messer legal und auch zum mitnehmen geeignet.

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Kommentar von sachlich123
09.07.2013, 11:19

Muss natürlich heissen "zum Führen verbotene Einhandfunktion"

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ein Messer welches als Einhandmesser konzipiert wurde bleibt auch ein Einhandmesser wenn man den Pin abmontiert, somit Führverbot. (Urteile liegen vor) Ein Revolver aus dem man die Trommel ausbaut bleibt auch ein Revolver oder?

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Kommentar von sachlich123
10.07.2013, 11:03

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Das Messer selbst ist ja kein Problem. Nur daß man es mir einer Hand öffnen kann. Machst du den Pin ab brauchst du zwei Hände zum öffnen. Zumindest bei meinem Modell und das unterscheidet sich wenn ich mir die Systematik des verlinkten Messers anschaue nicht davon, sieht nur etwas anders aus. Es ist auch extra in der Bedienungsanleitung auf die deutsche Gesetzeslage und die Umbaumöglichkeit hingewiesen. Ein Revolver ist per se eine Waffe, die man nicht frei kaufen kann (im Gegensatz zum Messer) sondern für deren reinen Besitz es schon einer Waffenbesitzkarte bedarf. Und eine Trommel ist frei erwerbbar genauso wie ein Magazin. Verlink mir ein Urteil, wo jemand verurteilt wurde, wegen eines Messers zu dessen Öffnung man zwei Hände benutzen muss....

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Es gibt keine illegalen Messer, es gibt allerdings Messer die man (in dem Fall du) nicht besitzen darf.

Nachzulesen hier: http://www.pp-mittelalter-shop.com/bewaffnung-antike-mittelalte/waffenrecht.html

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Kommentar von PatrickLassan
09.07.2013, 08:57

Es gibt keine illegalen Messer,

Doch. Es gibt Messer, deren Besitz verboten ist, in Deutschland sind das Faustmesser, Butterflymesser, Fallmesser und Springmesser (sofern sie nicht vom sog. 'Taschenmesserprivileg' erfasst werden).

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In Österreich komplett legal, in Deutschland darfst dus besitzen aber nicht führen

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