Ist das ein Arztfehler und kann auf Schadenesersatz belangt werden?

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8 Antworten

Ich rate Dir, rede mal mit einer Patientenberatungsstelle, die können Dir da bestimmt weiterhlefen!

Klagen wird nicht sehr viel bringen, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das braucht nur Nerven und ein dickes Bankkonto und dann ist es nicht sicher, dass diese Frau zu ihrem Recht kommt, ausserdem kann sich eine Klage Jahrelang heraus ziehen und sie hat letztzendlich nur Kosten!

Es gibt überall Patientenberatungsstellen, da kann die Krankenkasse bestimmt Adressen geben!

Diese Frau sollte erst diesen Weg gehen, das wäre schon ein Anfang!

Alles Gute für diese Dame!

L.G.Elizza

Herzlichen Dank fürs Sternchen, freut mich, wenn mein Beitrag hilfreich war! L.G.Elizza

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Die Chancen sind sehr gering, diese Risiken bestehen nun mal, der Aufwand für eine Anzeige kostet zuerst einmal die Patientin viel Geld. Man muss dem Arzt nachweisen, dass dieser Fehler einem anderen in der gleiche Situation nicht passiert wäre. Wenn man das schriftlich hat gut. Aber sonnst... Patientenberatungstellen helfen da weiter, evtl. kann man eine aussergerichtliche Einigung treffen. Zuerst mal Krankengeschichte anfordern und sehen was die her gibt.

Dass eine Ausschabung gemacht wurde ist absolut korrekt und die richtige Massnahme. Ob die Entzündung vom vergessenen Stück in der Gebärmutter ist, ist eben auch fraglich. Eindeutig schlimm, wäre, wenn daraus Krebs entstanden wäre.

Das ist schwierig, wenn man da klagt, das dauert Jahre und man braeuchte eine definitive Beurteilung in schriftlicher Form der Aerztin, dass da noch Reste vorhanden waren und dass die definitiv bei der Nachuntersuchung haetten bemerkt werden muessen. Aber so was sieht man ja nur auf Ultraschall und so was wird unbedingt gleich gemacht. Gleich nach der Geburt wird der Mutterkuchen gewoehnlich von den Hebammen (oder Helfern) auf Vollstaendigkeit untersucht, aber bei einem Notkaiserschnitt hat auch erst mal Mutter und Kind Vorrang. Trotzdem ist da moeglicherweise was versaeumt worden.

Oft ist es aber halt so, dass Aerzte anderen auch nicht so gern ans Bein pinkeln. Um Ueberhaupt eine Chance bei Gericht zu haben, muesste das die Gynaekologin, bzw. der Arzt, der die Ausschabung macht, definitiv bestaetigen. Weiterhin kommt es beim Schadenersatz auch auf den Schaden an. Ein bleibender Schaden ist hier ja nicht entstanden, eine Ausschabung haette eh gemacht werden muessen gleich nach der Geburt, so wird sie dann halt 8 Wochen spaeter gemacht, das ist ja auch keine grosse Sache und wird ambulant gemacht. Die Entzuendung ist natuerlich nicht so toll, aber wenn sie auf die Antibiotika gut anspricht, dass heilt das auch gut aus.

Schadenersatz also hoechstens fuer entstandene Schmerzen und evtl. die Tatsache, dass sie nicht mehr stillen darf wegen der Antibiotika. Ob das den langen Klageweg lohnt mit Risiko, zu verlieren und die erst mal hohen Kosten fuer Gutachten (es sei denn, es gibt Rechtschutz) und Anwalt, das muss jeder selbst wissen.

Ansonsten erst mal von einem Anwalt gut beraten lassen, wie der die Aussichten einschaetzt.

Deines Erachtens nach zu früh entlassen. Dein Erachten ist hier aber nicht maßgeblich.

Es kann immer wieder etwas vorkommen, solange ein Fehler korrigierbar ist, sogar mit wenig Aufwand korrigierbar ist, sollte man doch die Kirche im Dorf lassen.

Sicher kann sie klagen, aber das ist ein laaaanger Weg durch einige Instanzen. Und ich denke mal, daß sie nicht gewinnen wird.

meine Frau war bei beiden Kindern nach dem Kaiserschnitt nur 3 Nächte im Krankenhaus. Kommt halt auf die Verfassung der Mutter an.

Ob ein Teil der Plazenta zu vergessen nun "fahrlässig" ist, oder im Bereich des Operations- Risikos" liegt, könnte nur ein ärztlicher Gutachter beurteilen.

das sollte ein anwalt, der sich in dem gebiet auskennt sich ansehen

Sicher kann sie klagen ,aber ich denke ,das wird nicht viel bringen.

kann man machen, allerdings liegt die beweisslast bei ihr...

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