Ist das der Grund warum viele lieber ein Wasserstoff Auto fahren würden anstatt ein E Auto?

10 Antworten

Weniger kritische Ressourcen, weniger bzw. gar kein Verschleiß an der Energiespeichereinheit, zügiges Tanken wie gewohnt, vorhandene Infrastruktur die nur erweitert werden müsste (Wasserstoff ist eine "Anschlusstechnologie"). Für eine ausreichende Ladeinfrastruktur werden wir viel zu viel Energie aufwenden müssen, und die Ressourcen dafür müssen wir uns auch erst zusammenklauben, zusätzlich zum Umbau des Energienetzes. Durch die ständig notwendige Grundlast im Ladenetz wird der Energieverlust gigantische Ausmaße erreichen, so dass man leichter Verluste beim Powert-to-X Verfahren in Kauf nimmt.

Hat auch pragmatische Gründe. Für die Speicherung erneuerbarer Energien wird definitiv in Zukunft eine Power2Gas - Variante praktiziert werden. Wasserstoff könnte, je nach Wetterlage, von jeder Tankstelle schlicht auch selbst erzeugt werden.

zügiges Tanken wie gewohnt,

Ja, einer. Der nächste darf dann 20 Minuten warten.

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@Florendil

Wieso sollte der nächste länger warten müssen? Das Gas kann in Tanks aufbewahrt und dann, wenn es benötigt wird, abgegeben werden. Bei ausreichend großen Tanks auch mehrmals hintereinander. Das wird ja bei Edgas-Tankstellen (CNG) genauso gehandhabt.

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@Florendil

Stimmt das wird aber kaum kommuniziert weil die Industrie Steuergeld abgreifen will. Norwegen: Wassertoff-Tankstelle explodiert - Verkauf von Autos gestoppt

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@RichMgtow

Ach naja.

Das eine sind die technischen limitationen, das andere Anwendungsfehler.

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nun Wasserstoff Autos werden gegenüber E Autos auf weniger giftigen Stoffen hergestellt. Diese stehen auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung.
Ein Wasserstofftank kann auch leichter recycelt werden.

Wasserstoff passt nur für Menschen die für ihren Individualverkehr gerne mehr zahlen, gefährlich leben (700 bar Bombe unterm Sitz), lahme Gurken fahren, extreme Werkstattrechnugen zahlen.

Man muss die Wasserstofftechnik schon sehr lieben wenn man den Minikofferraum und 20 min Wartezeit beim Tanken akzeptiert. Manchmal explodieren auch die Tankstellen, ist aber auch verständlich bei 1000 bar Betriebsdruck.

Weiters produzieren diese Autos 8 L Wasser auf 100 km, das läuft während der Fahrt auf die Straße (viel Spaß im Winter). Nach jeder Fahrt muss entleert werden, am besten zu Hause in der Garage.

Ein richtiges Wohlfühlpaket,

Nein, der Grund ist, weil Wasserstoff cool klingt, man der King am Stammtisch ist, wenn man das Wort erwähnt, die Leute keine Ahnung haben und es hip ist auf E-Autos zu schimpfen.
Dann kommt immer einer, der einen kennt, der einen kennt, der wirklich Ahnung hat...

Eine Brennstoffzelle braucht übrigens auch eine Pufferbatterie - nur mal so am Rande erwähnt.
Und wenn viele tanken wollen steht man Schlange, bis der Druck wieder aufgebaut ist.

Außerdem macht das Auto beim fahren Motor Geräusche 

Wasserstoff zu verbrennen dürfte die idiotischste Idee überhaupt sein und eine Brennstoffzelle summt.

Die Batteriekapazität eines Wasserstoffautos kann deutlich kleiner gewählt werden als bei einem E-Auto. Analog zu den ersten Hybrid-Autos dürfte eine Batteriekapazität von wenigen km (wenn überhaupt) ausreichen.
Dass man Schlange stehen muss, bis der Druck wieder aufgebaut ist, ist Schwachsinn. Erdgas-Fahrzeuge (CNG) werden mit 200bar betankt und da muss auch nicht gewartet werden bis der Druck wieder da ist.

Das einzige, was zu einer Verzögerung führen kann ist, wenn die Speicher (Tanks) der Tankstelle leer sind und Wasserstoff nachproduziert werden muss. Dieses Problem lässt sich aber durch ausreichend dimensionierte Tanks sehr einfach beheben. Es ist ebenfalls von CNG-Tankstellen, die ans öffentliche Gas-Netz angeschlossen sind, bekannt - da kommt über die Gas-Leitung ja auch deutlich weniger Gas und ein deutlich niedrigerer Druck als zum Tanken notwendig wäre.

Bei Benzin sagst du ja auch nicht, dass das unpraktikabel wäre, da man, wenn die Tankstelle leer ist, warten muss, bis der nächste Tanklaster kommt.

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@holgerholg

Wasserstofftanken dauert nur im Einzelfall wenige Minuten

Das liegt vor allem daran, dass zum ordnungsgemäßen (und schnellen) Auftanken ein Druck im Wasserstofftank von 700 Bar vonnöten ist. Hat ein Fahrzeug an der Tankstelle fertig getankt, beträgt die Wartezeit, bis das nächste Fahrzeug die Zapfsäule ordentlich nutzen kann, laut „Tesla Blog“ 36 Minuten. Insgesamt könnten reguläre Tankstellen, die lediglich über eine einzelne Wasserstoff-Zapfsäule verfügen, so an einem Tag nur 40 PKW mit dem nötigen Saft versorgen.

Noch dramatischer werde das ganze, wenn es sich beim vorherigen Tankstellenkunden um den Fahrer eines LKW oder Busses gehandelt habe. Hier betrage die Wartezeit dann 360 Minuten. Mit modernster Technik seien zwar dank sogenannten Kryopumpen Wartezeiten von bis zu gut sieben Minuten möglich, nur die wenigsten Tankstellen verfügten jedoch über die Technik.

Im Gespräch mit Toyota-Mirai-Fahrern in Kalifornien fand „Tesla Blog“ heraus, dass die dank 5.000 US-Dollar Toyota-Rabatt, 7.500 US-Dollar staatlicher Subventionen und einer Tankkarte mit einem Volumen von 15.000 US-Dollar quasi zum Nulltarif fahren.

Für das gesparte Geld müssten jedoch erhebliche zeitliche Kosten in Kauf genommen werden. Die durchschnittliche Wartezeit betrage so rund 20 bis 45 Minuten. Stünden vor dem eigenen Toyota Mirai noch vier weitere Wasserstoff-PKW, betrage die Wartezeit zwei Stunden. 

https://www.businessinsider.de/wirtschaft/mobility/wasserstoff-autos-wie-der-groesste-vorteil-zum-grossen-aergernis-wird-r3

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@Tacheles88

In diesem Artikel geht es um aktuelle Tankstellen in Kalifornien, nicht um technische Grenzen. Richtig dimensioniert kann man das Problem mit der Wartezeit lösen.

https://www.heise.de/hintergrund/Nationale-Wasserstoffstrategie-Wasserstoff-Tanken-ohne-Wartezeit-6130497.html

Abgesehen davon kann man auch - wie bei Benzin, Diesel oder Strom auch - einfach mehr Ladesäulen aufstellen.

In Kalifornien fristete Wasserstoff wie in vielen anderen Ländern lange nur ein Nischendasein. Ein hoher Durchsatz hatte da bei den Tankstellen deshalb erstmal keine Priorität. Durch hohe Subventionen (12.500 Dollar Zuschuss + 15.000 Dollar Tankkarte) wurden dort dann aber plötzlich jährlich mehrere Tausend Autos verkauft. Zu klein dimensionierte Tankstellen an gut erreichbaren Punkten kommen deshalb an ihre Grenzen.

Um einen Vergleich zum E-Auto zu ziehen: Einen Tesla kann man an einem V3 Supercharger mit 250kW laden. Es gibt in Deutschland bereits Ladestationen, die 350kW schaffen, aber an den meisten Stellen wird man mangels Infrastruktur langsamer laden. Das ist aber kein generelles Problem der Technik, sondern der Tatsache geschuldet, dass bislang nicht die Notwendigkeit gesehen wurde für entsprechend hohe Ladeleistungen zu sorgen - bzw. dass man das Geld in mehr etwas schwächeren Ladesäulen besser als in wenigen starken Ladesäulen angelegt sah/sieht.

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@holgerholg

bei Wasserstoff muss 1000 bar erreicht werden darum die Wartezeit zwischen den Tankvorgängen. Der Tank erwärmt sich beim Tankvorgang darum dauert dieser realistisch 15 min oder es kann nicht vollgetankt werden.

Wasserstoff diffundiert, ich glaube es dauaert 2 wochen bis der Tank leer ist

Aufgrund der geringen Energiedichte braucht es 4 x soviele Tankwagen

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Die meisten sind konsumenten der Werbeindustrie, dise denken darüber garnicht nach..

die anderen "viele" machen sich schon gedanken welchen schaden die umwelt durch eauto macht und welchen zeitlichen mehraufwand man durchs tanken hätte.

dann gibt es noch die ganz wenigen wo weder noch diese beiden alternativen zum verbrenner denken, sondern in ganz kleinen entwicklungen wie z.B. Druckluftautos oder NanoFloWCell-Technik..Da wäre ich z.B. einer davon wo hier eher die Zukunft sieht..bis dahin fahr ich diesel.

Naja jedem das seine wie man schön sagt.

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