Ist das denn noch normal o. stimmt wirklich etwas nicht mit mir?

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6 Antworten

Hallo Vi1997,

bei Migräne kommt es sehr häufig vor, dass „normale“ Schmerzmittel (wie IBU, Aspirin, Paracetamol,…) nicht wirken. Dann sollte man sie nicht mehr einnehmen, da sich sonst ein (zusätzlicher) Medikamentenkopfschmerz entwickeln kann.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz (MIKS) entsteht, wenn Menschen aufgrund einer primären Kopfschmerzform (zum Beispiel Spannungskopfschmerzen oder Migräne) übermäßig viele Schmerzmittel einnehmen…

Ein chronischer Medikamenteninduzierter Kopfschmerz tritt bei Betroffenen an mindestens 15 Tagen im Monat auf und geht manchmal mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Erbrechen einher. Einige Patienten leiden außerdem unter einer erhöhten Lärmempfindlichkeit. Andere sind gereizt oder fühlen sich abgeschlagen. Bei Betroffenen, die primär unter Migräne leiden und deshalb übermäßig Schmerzmittel einnehmen, können auch weiterhin Migräne-Attacken auftreten.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz und chronische Spannungskopfschmerzen sind aufgrund der Ähnlichkeit der Beschwerden schwierig zu unterscheiden. Der bedeutendste Unterschied besteht darin, dass ein Medikamenteninduzierter Kopfschmerz immer durch den übermäßigen Gebrauch von Schmerzmitteln entsteht.

https://www.netdoktor.de/krankheiten/medikamenteninduzierter-kopfschmerz/

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel, Triptane, die in ihrer Wirkungsweise anders sind und zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome, wie Übelkeit helfen. Davon braucht man normalerweise nur eine Tablette pro Migräneattacke. Sie wirken auch nur bei Migräne und nicht bei anderen Kopfschmerzarten.

Eine entscheidende Wirkung der Triptane: Sie blockieren die Freisetzung von Nervenbotenstoffen (Neuropeptiden und Neurotransmittern), die eine lokale neurogene Entzündung an den Blutgefäßen des Gehirns auslösen können. Zudem können Triptane während der Migräneattacke die erhöhte Nervenaktivität in verschiedenen Gehirnzentren normalisieren und erweiterte Kurzschlüsse zwischen den Arterien und Venen des Gehirns (Anastomosen) wieder verengen, wodurch eine Normalisierung der Sauerstoffversorgung des Gehirns erreicht wird.

Während Schmerzmedikamente überall im Körper wirken, binden die Triptane im wesentlichen gezielt und selektiv an den Schaltstellen (5-HT1B und 1D-Rezeptoren), die an genau den Stellen des Gehirns lokalisiert sind, an denen die Krankheitsvorgänge der Migräne ablaufen.

https://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/anfallsbehandlung/grundsaetzliches/

Migräne sollte man immer vom Facharzt behandeln lassen: Ein Neurologe ist der bei Migräne zuständige Facharzt. Ein Allgemeinarzt (Hausarzt) kann einen Migränepatienten normalerweise selbst nicht fachgerecht behandeln, deshalb muss er ihn zum Facharzt überweisen.

Mein Rat: Lasse dich fachärztlich behandeln und dir wirksame Akutschmerzmittel verschreiben. Ein Neurologe kann auch beurteilen, ob für dich eine medikamentöse Migräneprophylaxe in Frage kommt. Außerdem wäre es gut, wenn du herausfinden könntest, was deine persönlichen Migräneauslöser sind, damit du sie in Zukunft vermeiden kannst. Ein Migränetagebuch zu führen ist da sehr hilfreich.

Migräneauslöser können z. B. sein:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräneattacken. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Immer ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können dabei vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane, z. B. Sumatriptan).


LG Emelina

PS Antibiotika helfen übrigens bei Migräne nicht, deshalb wird sie auch kein Arzt verschreiben, der sich mit dem Thema Migräne auskennt...


einen anderen arzt würde ich empfehlen. ibu800 sind schon hammerdinger gegen schmerzen, die aber bei einer richtigen migräneattacke nicht wirklich das richtige sind.

bist du sicher das es migräne ist oder bist du einfach nur gestresst und verspannt? eventuell bringt dir ein besuch beim physiotherapeut mit einer guten massage mehr als das du medies schluckst.

ich leide so ein bis zweimal im jahr unter einer attacke und nehme dann sofort eine formigran. die lindert sofort den schmerz, die übelkkeit sowie die lichtempfindlichkeit. frühzeitig genommen, kann ich damit einen schweren anfall (da lag ich früher bis zu 3 tagen flach) abwehren.

 

 

Da ich eine Physiotherapeutische Ausbildung mache, werde ich ja behandelt von den Dozenten. 

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@Barbdoc

Zum Neurologe gehe ich auch und muss viele Medikamente einnehmen.

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alkohol auf ibu 800

Das kann unter anderem auch Stress sein oder Verspannungskopfschmerzen und 1000 andere Dinge.

Bei deinem Arbeitspensum würde ich auf Stress tippen, aber wie gesagt es ist nur ein Tipp, ich bin kein Arzt ( kenne aber die Stressproblematik sehr gut, aus eigener Erfahrung ) - lass Dich am besten mal richtig vom Facharzt untersuchen und wenn Du alle echten körperlichen Ursachen ausschliessen kannst, dann geh von Stress aus - dagegen hilft dann nur dein Leben etwas ruhiger zu gestalten :)

Also Stress habe ich nicht und ich lasse auch alles ruhig angehen. 

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Wieder zum Arzt gehen. Es gibt etliche Möglichkeiten, die eine Migräne auslösen können. Manchmal ist es schwer eine Migräne in Griff zu bekommen.

Hm Oke?!

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Lass dich mal von einem anderen Arzt durchchecken der eine scheint dir ja nur Pillen zu verschreiben.

Das Ding ist, die anderen Ärzte Pumpen mich nur mit Antibiotika voll und ich hatte schon oft gesagt das ich nicht alles Antibiotikas vertrage.

Und meine Ärztin kennt mich seid ich 5 bin.

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@Vi1997

zu welchen ärzten gehst du?  antibiotika bei kopfschmerzen?  was soll das denn bringen?  kopfweh wird doch nicht von bakterien ausgelöst - es sei denn, es ist eine begleiterscheinung eines grippalen infektes) und selbst dann wirkt das antibiotika nicht gegen den schmerz an sich.

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Dann geh nochmal hin und sag das es nicht hilft?!

Habe ich ihr über WhatsApp geschrieben, aber sie meint ich soll es noch mehr dosieren...worauf ich wirklich keine Lust habe. 

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@Vi1997

@Vi1997, wenn 2 - 3 mal IBU800 (!) täglich, bei Migräne nicht helfen, dann hilft auch eine noch höhere Dosis nicht - im Gegenteil, auf Dauer würde das zu noch mehr Kopfschmerzattacken führen. Bitte wechsel den Arzt, denn diese Ärztin hat offenbar keine Ahnung von Migräne!

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