Ist das dem Unterhalt anzurechnen?

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4 Antworten

Sprecht miteinander, vielleicht könnt ihr die Kosten teilen. Wenn es euch zu viel wird, dann müsst ihr es eben miteinander klären. Anders geht es nicht.

Wie ich es versteht, holt dein Sohn den Kleinen nicht, sondern ihr (Großeltern?). Ist der Sohn berufstätig? Warum beteiligt er sich nicht mit an den Kosten, wenn ihr den Kleinen holt und auch zurück bringt?

Warum tut er es nicht selbst?

Ja, er ist berufstätig und arbeitet meist in der Nachtschicht, das ist ein weiteres aber ein anderes Problem bei der Sache. Die Kosten teilen, machen wir das mit unserem Sohn, dann springt die Katze unterm Strich auf den gleichen Beinen, auf der anderen Seite wollen wir dem Kleinen natürlich den Umgang nicht verwehren, sprich unmöglich machen.

Ja, wir sind die Großeltern, kommen uns aber ehrlich gesagt die letzten Wochen eher als Eltern vor, ist der Kleine krank, dann haben wir ihn, will man Party machen, haben wieder wir ihn usw. Der Dumme in der Geschichte ist der Kleinen und nur deswegen nehmen wir das aktuell so auf uns wie es ist.

Nicht richtig finde ich aber, dass die Kindsmutter die Vorteile so hinnimmt wie sie diese benötigt und dabei auch noch gemütlich im Sessel lehnen kann da alles was an Kosten anfällt bei uns hängen bleibt ..

Na ja, wenn es da aber keine Möglichkeit gibt, dann werden wir im Interesse des Kleinen das dann wohl hinnehmen müssen.

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@Quasimo

Ich habe in der Zwischenzeit meinen Bruder gefragt. Er hat 3 Kinder und ist geschieden. Die Jungs sind alle 2 Wochen bei ihm und in den halben Ferien. Für die Fahrtkosten kommt er auf (kann sie nicht vom Unterhalt abziehen sagt er.). Die Kosten für Ausflüge, wenn sie bei ihm sind, sind alles seine Kosten. Essen, trinken etc., das alles ist nicht vom Unterhalt abziehbar. Dafür stehen sie zur Hälfte auf seiner Lohnsteuerkarte.

Abgesehen von den Unterhaltskosten, die dein Sohn aufwenden muss - die Frau hat immer noch die höheren Kosten für das Kind. Sie hat das Kind die meiste Zeit und ich kann verstehen, wenn sie mal Zeit für sich haben möchte. Dein Sohn hat mehr von dieser freien Zeit als die Mutter.

Vielleicht siehst du die Sache zu einseitig - zu befangen? Du stehst hinter deinem Sohn, das ist verständlich.

Wie denkt dein Sohn denn über diese Angelegenheit? Hast du mit ihm gesprochen - was hat er für Lösungen parat? Er ist doch der Vater. Du schreibst immer vom "Umgang verwehren, bzw. im Interesse des Kleinen". Wo ist da der Vater des Kindes. Wie sind denn seine Vorstellungen. Es ist sein Kind, sein Umgang und sein Interesse.

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@rhapsodyinblue

Ohne Zweifel hast Du Recht!

Bei Beiden, also den Eltern, ist weniger Pflichtbewusstsein als die Tatsache des Kindes vorhanden, da will ich weder unseren Sohn, noch die Kindsmutter in Schutz nehmen.

Die Vorstellungen von unserem Sohn sind derart untragbar, er will z.b. zum Wirt mit ihm gehen um Fußball zu schauen, natürlich nicht bei Wasser und Brot oder er will in seinen Countryclub und das mit dem Kleinen, auch hier sprechen wir nicht von Wasser und Brot.

Auf der anderen Seite ist die Mutter, hier muss ich betonen das ich ihre Beweggründe durchaus verstehe und nachvollziehen kann, sie ist jung und will, ja muss, raus. Jedes Verständnis vorhanden. Beide aber machen es sich sehr einfach, die Kindsmutter „verlangt“ das Abholen nach Lust und Laune, aber auch unser Sohn schiebt dann den seinen (also den Kleinen) nach Lust und Laune zu uns ab.

Deine Argumente verstehe ich voll und ganz, wir haben selber 3 Kinder und kennen das wenn man möchte aber halt nicht so kann wie man will, das ist aber ein Punkt den man sich eindeutig vorher zu überlegen hat.

Gott sei dank leben wir ja heute nicht mehr in Zeiten bei denen es passiert ist oder eben nicht, man kann und sollte schon ein klein wenig überlegen was man da tut und dazu gehören BEIDE. Verhütung ist keine Sache vom Mann?! Sie ist keine Sache von der Frau?! Es ist eine Sache von Beiden, aber darüber muss man nicht mehr schreiben, es ist ja zu spät.

Auf uns nehmen tun wir dies nun also ausschließlich im Interesse des Kleinen. Ich will nicht schreiben das die Beiden nicht fähig wären sich um den Kleinen zu kümmern, ich denke aber sie sind einfach zu jung oder zu verantwortungslos dem Kind gegenüber.

Ich habe nun aber verstanden das man die Kosten zu tragen hat und muss nun für mich / uns einfach nur entscheiden ob es uns der Kleine wert ist, außer Frage steht da natürlich das man dieses, wie alle anderen Kinder auch, natürlich nicht mit Geld aufwiegen kann, daraus ergibt sich das es also keine Frage sein kann und darf das wir, also meine liebe Frau und ich, dann halt auch in diesen Apfel beissen müssen wenn wir uns nicht morgen etwas vorwerfen lassen wollen. Unverantwortlich von uns wäre es hier also nur sich gegen den Kleinen aus Kostengründen zu entscheiden.

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Also die Regelung bei so weit ausenanderwohnenden Elternteilen ist wirklich ein großes Problem für den Elternteil der die Kinder nicht ständig bei sich hat. Ich würde da mal einen Anwalt drauf ansetzen der diesen Zustand bei Gericht als nicht fair einklagt. nicht verheiratete Väter haben zwar schon mehr Rechte als noch vor 20 Jahren doch gibt es hierfür noch sehr viel ungeklärtes- da die Gesetze noch aus Zeiten Stammen die eher für nicht Berufstätige Elternteile gemacht sind. Wenn man seine Kinder liebt sollte nicht den Frust gegen den getrennten Partner auf dem Rücken der Kinder austragen. Schade das gr0ße Teile der Gesellschaft leider so Geldgesteuert denken- die armen Kinder! Ein Kind braucht klare Regelungen und Liebe seiner Eltern.

Meine Frage ist aber ob man die Kosten für das Abholen und Zurückbringen vom Unterhalt in Abzug bringen kann.

Ein Abzug der Umgangskosten vom Unterhalt ist nicht ohne weiteres möglich. Bei hohen Umgangskosten käme allenfalls eine Erhöhung des Selbstbehalts in Betracht. Hier kommt es also darauf an, wieviel der Kindsvater ( alos ihr Sohn) verdient.

Oder bin ich da vollkommen falsch gewickelt und muss in den saueren Apfel beissen?

Sie müssen da zunächstmal gar nichts. Die Frage betrifft ja Ihren Sohn und nicht Sie. Und Sie müssen Ihren Sohn natürlich nicht kostenfrei durch die Gegend fahren.

Der Unterhalt kann (etwas) gekürzt werden, aber nicht mit dem Argument, dass Fahrtkosten entstehen. Denn erstens hat Dein Sohn ja gar keine Kosten, da nicht er die das Kind abholt, sondern Du..Zweitens ist er rechtlich nicht verpflichtet, das Kind so oft zu sich zu nehmen. Wen er befürchtet, das Kind sonst gar nicht mehr zu sehen, so könnte er dies ja vor Gericht klären lassen. Mit anderen Worten: wenn er mehr oder weniger dreiwillig weitere Umgangstage auf sich nimmt, so kann er die Fahrtkosten nicht ersetzt verlangen.

Aber: Wenn das Kind wesentlich häufiger bei ihm ist, als bei einem "normalen" Umgangsrecht, kann anteilig der Kindesunterhat etwas reduziert werden. Denn an diesen tagen wird ja das Kind bei ihm verpflegt, so dass die Mutter gewisse Kosten spart. Mehr als rund 50,- Euro monatlich wird man da aber nicht ansetzen können.

Danke für Deinen Rat, resp. Tipp.

Natürlich könnten wir nun anfangen aufzurechnen wo der Kleine wie oft ist, momentan hängt das deutlich zu uns hin, eine Änderung ist nicht in Sicht. € 50,- hin oder her spielen in Anbetracht der Gesamtkosten dann aber eher eine untergeordnete Rolle, womit dieser Weg wohl eher nicht in Frage kommen wird.

Ein Problem dabei ist, das wir sogar zweimal "bestraft" werden, mein Kfz ist ein Firmen - Kfz in unserem eigenen Unternehmen und diese Fahrten sind natürlich Privatfahrten. Damit überschreite ich die Höchstgrenze der gefahrenen Kilometer bei denen die interessanterer Lösung nach der Abrechnung via Fahrtenbuch in Frage kommt. Aber nun gut, es ist eben so und hat wohl im Interesse des Kindes so zu bleiben.

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Als "normaler Umgang" mit einem (Schul-)Kind gilt, wenn das Kind an jedem zweiten Wochenende und je die Hälfte der Ferien- und Feiertage beim nicht betreuenden Elternteil verbringt.

Die Kosten dafür - auch die Fahrtkosten - hat dieser Elternteil dann selbst zu tragen. Dafür wird ihm bei der Unterhaltsberechnung ja das hälftige Kindergeld angerechnet ("gutgeschrieben").....

Eine "Beteiligung" des betreuenden Elternteils darf nur erwartet werden, wenn dieser selbst mit dem Kind so weit weggezogen ist, dass dem umgangsberechtigten Elternteil dadurch nicht zumutbare Fahrtkosten entstehen.....

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