Ist das Bedingungslose Grundeinkommen durch eine Mikrosteuer finanzierbar?

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9 Antworten

Bedingungslos ist es nicht, da es erwirtschaftet werden müsste.

Die geplante Finanzantransaktionssteuer ist so mikro gar nicht wenn sie wirklich mit 0,1% auf alle Order auf Aktien und Fonds anfällt bzw. 0,01% auf alle Derivate.

Zwar würden damit die Kosten im Hochfrequenzhandel steigen und dieser tw. eingedämmt wenn er nicht gänzlich ins Ausland abwandert, jedoch würden auch einfache Fondssparer und Kleinaktionäre belastet.

Auf der anderen Seite sollte man dann wenigstens die Ertragsanteile nach § 22 EStG reduzieren und die WBK-Pauschale bei den sonstigen Einkünften erhöhen, wenn man soetwas einführen will.

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Mit einer Finanztransaktionsteuer ließe sich ein BGE finanzieren.
Noch hat es keine Finanztransaktionssteuer, ebenso wenig besteht der politische Wille ein BGE auch nur anzudenken.

Bislang ist das BGE eine sich hartnäckig haltende Diskussion, außerhalb der etablierten Parteien.

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Durch eine exponentiell steigende Mikrosteuer wäre das möglich!

Warum exp. steigend?

Weil sich dann zuerst diejenigen, deren Bezüge nur knapp über dem BGE lägen fragen würden warum sie sich die ganze Mühe machen, kündigen und ausschließlich vom BGE leben würden.

Dann müßte man die Steuer schon mal anheben und dann würde die nächste Gruppe sich fragen wozu sie eigentlich arbeiten. 

Weitere Anhebung - ein Kreislauf, der erst dann sein Ende erreicht, wenn die letzte noch arbeitende Gruppe den ganzen Rest der Gesellschaft finanzieren muß. Da sie so lange durchgehalten haben werden sie auch dann nicht aufhören, sich aber die Frage stellen, warum sie in Deutschland 95 % ihrer Einkünfte abdrücken sollen, wenn sie reichlich Angebote aus dem Ausland haben...

Gruß

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Allein für 100 Euro monatliches bedingungsloses Grundeinkommen müsste der Staat schon 100 Milliarden Euro im Jahr bezahlen. Das sind 30% des Haushaltes und 3x mehr als die Verteidigungsausgaben.

Da würde eine Bagatellsteuer also nicht reichen.


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Das sind ungelegte Eier.

Da wird VIELLEICHT ab 2030 mal ernsthaft diskutiert. Bis dahin wärst du wahrscheinlich verhungert, wenn du jetzt denkst, du kannst einfach darauf warten und brauchst nichts mehr zu tun.

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Nein.

Damit wäre das BGE auch nicht zu finanzieren, zumal das ohnehin keine Mehrheitsfähigkeit besitzt.

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Ich habe immer gedacht, dass sich das Grundeinkommen (1000€ für jeden, 500€ für Kinder) durch die Aufhebung anderer Sozialleistungen zum einen finanziert, zum anderen aber auch durch eine Vermögenssteuer und höhere Erbschaftssteuer sowie Finanztransaktionssteuer, de facto als Umverteilung des Vermögens in Deutschland dient.

Ich weiß noch nicht mal was eine Mikrosteuer ist.

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GedankenGruetze 16.07.2017, 17:10

Kurz um: eine Mikrosteuer, zumindest die Idee, für die ich Infos suche, ist eine Steuer, bei der auf jedes Geldgeschäft eine kleine Steuer abfällt. Irgendwas im Promille Bereich, was bei der theoretischen Menge an Geldbewegungen, die jeden Tag stattfinden, am Ende eine Summe an Geld generiert, mit der das BGE gegenfinanziert werden soll/kann.

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Ich glaube dazu bräuchte man eher eine Makrosteuer.

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vor 10 jahren hat ein cdu institut ausgerechnet, dass es klappen würde, wenn man nur eine 45% mwst. (und 600,- bbg, kinder 300,-) hätte...und sonst keine steuern, keine renten, keine sozialhilfe, kein arbeitslosengeld...keine sozialabgaben (da die gesundheit staatsfinanziert wäre, übrigens wie in little britain)


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