Ist das auch Populismus?

7 Antworten

Populismus ist eine Rhetorikform der vereinfachten Darstellung, dass auch komplexere Sachverhalte vom Volk verstanden werden. Das ist eine politische Kunst, die schon seit dem Altertum als Kunst der Rhetorik gelehrt wurde.

Dramatisierung oder Verharmlosung sind zwei dabei geübte Formen, um Stimmen zu gewinnen. Auch das hat schon der alte Cicero (106-43 v.Chr.), Zeitgenosse von Julius Caesar beherrscht.

Populismus ist vor allem ein Kampfbegriff um die politischen Mitbewerber zu stigmatisieren. Nur selten beschreibt es real eine Person oder Partei, die gezielt die Leute mit einfachen Parolen in die Irre führt um ein Mandat abzugreifen.

Populismus ist die Reduzierung komplexer Sachverhalte auf ein einziges Thema oder eindimensionale Lösungen.

Populismus ist ja die Dramatisierung einer politischen Lage, um die Gunst der Massen zu gewinnen.

Nein, ist es nicht. "Populismus" ist ein Kampfbegriff, um die politische Konkurrenz abzuwerten. Politiker werfen sich diesen regelmäßig gegenseitig vor. Für die Analyse politischer Vorgänge ein völlig unbrauchbares Wiesel-Wort:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesel-Wort

Woher ich das weiß:Hobby – Beobachte politische Entwicklungen seit meiner Jugend.

Um die Gunst der Masse zu gewinnen, werden viele Methoden angewendet. Sie können populär oder populistisch sein, es kommt auf die Betrachtungsweise an. Was für den einen dramatisch erscheint, ist für den anderen harmlos.

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