Ist das anatomisch möglich?

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7 Antworten

Ja, da ist die Phantasie mit dem Autor durchgegangen. Wie so oft in der Literatur wird auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht der höchste Wert gelegt.

Das ist in der Tat so. Wenn ein Messer in einem Körper steckt, dann wird die Haut sehr fest an das Messer gepresst, was sozusagen sämtliches Blut von der Klinge wischt. Du kannst es dir auch so vorstellen: Wenn du ein nasses Messer hast, und es mit einem Tuch abtrocknen möchtest, dann hältst du ein Tuch mit zwei Fingern an der Klinge und ziehst das Messer mit der anderen Hand durch. Du hast ein Trockenes Messer. Dasselbe passiert auch mit dem Messer im Körper, wenn es rausgezogen wird. Das Blut wird sozusagen abgefangen oder auch abgestreift. Und noch zu dem, was hier einige andere Leute über naturwissenschaften in der Natur posten. Hinter sehr vielen Werken steht eine sehr gründliche Recherche. Auch wenn einige Dinge nicht sehr genau erläutert werden, kann man doch in den meisten Fällen davon ausgehen, dass der Autor eine sehr genaue Nachforschung in seinem Gebiet gemacht hat.

schwere Stichverletzungen hatte ich zwar noch keine, allerdings reichlich tiefe Schnittwunden, und dabei habe ich mich schon oft gefragt, warum nie Blut am Werkzeug klebt. (Ist wirklich so!) Ich habs mir so erklärt, daß man die Klinge zu schnell wieder herauszieht, das Blut braucht ja ne Weile, um auszutreten.
Ich denke aber auch, daß es in dem Text eine stilistische Hervorhebung sein mag, den Charakter des Ermordeten oder die Handlungsgeschwindigkeit des Mörders betreffend...

Nein, Santiago Nasar (so heißt das Opfer) lebt noch als er erstochen wird ^^

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@Hekto

@ratpacker: hab mich ja auch auf Dich bezogen mit: ich denke auch...
@Hekto: Deinen Kommentar versteh ich nich...

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@ruthchen

Der war auch ins falsche Fenster gesetzt, tschuldigung ;)

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Möglich kann das auch sein, wenn das Opfer sehr dick ist. Fettgewebe ist schwach durchblutet und so kann es sein, dass Adipositas saubere Mordwerkzeuge bedeutet.

Man könnte es natürlich ausprobieren... Keine so gute Idee aber, und die Schweinerei dandach, neeee!

Hm, ich kenne das Buch nicht...und weiß nicht, ob Du es bereits zu Ende gelesen hast.....Mein Gedanke: Vielleicht hat der vermeintliche Täter ja eine Leiche "umgebracht"? ;-).

Nein, Santiago Nasar (so heißt das Opfer) lebt noch als er erstochen wird ^^

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@Hekto

Wenn das so ist, gehe ich mit meiner Phantasie weiter: Der Mörder hat ein "Theater-Messer" erwischt, dessen Klinge sich in Wahrheit in den Griff zurück schiebt und demzufolge keine Wunde hinterlässt. Das bedauernswerte Opfer stirbt dennoch umgehend durch den Schock und infolge seines Herzinfarkts ... ;-).

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Um Ihre Frage medizinisch-anatomisch und nicht literarisch zu beantworten: Nein, daß ist nicht möglich !!!

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