Ist das Abitur auf dem Gymnasium gleich schwer wie in Gesamtschulen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da kann ich meinem Vorredner überhaupt nicht zustimmen. Ich habe mein Abitur an einem Gymnasium gemacht und studiere nun. Meine Absicht mit diesem Kommentar ist keinesfalls zu behaupten, Gesamtschüler seien doof! Aber ich stelle in meinem Studium immer wieder fest, dass ich viele Dinge bereits gelernt habe und beherrsche, wo andere noch versuchen zu verstehen. Für mich selbst kann ich behaupten: Ja, das Abitur war an meinem Gym schwerer als an der Gesamtschule nebenan, ABER ich habe jetzt im Studium etliche Vorteile und Wissensvorsprünge! Da kann ich natürlich jetzt nur für die Schulen in meiner Umgebung sprechen, und es mag vielleicht nicht unbedingt an der Schulform (Gym oder Gesamt) liegen. ABER überlege dir bitte gut, wo du dein Abi machen möchtest. Guck dir die Schule vorher an, entscheide nicht danach, wo du schneller und einfacher die besseren Noten bekommst, sondern wo du wirklich viel Wissen / Werte / etc. vermittelt bekommst. Es wird dir später gedankt!!! =) Vor allem da du "nur" Jura studieren möchtest, da gibt es auch Studiengänge ohne hohe NCs. Wäre dein Traum nun Medizin mit einem Schnitt von 3,0 und du brauchst einen NC von 1,0, dann ist es natürlich wiederrum empfehlenswert eine Schule zu wählen, wo du diesen Schnitt auch schaffst. Aber wie gesagt, auch das würde man später im Studium / bei der Arbeit merken ...

Ach ja, und die Fächerwahl die du da auflistest ist schon sehr sinnvoll ;) man merkt, du hast dir Gedanken gemacht. Aber auch wenn du ein Fach, was später vielleicht mal gefordert ist, nicht belegst, ist das kein Beinbruch, solange du ein Ziel fest vor Augen hast und es mit starkem Willen verfolgst, können so Kleinigkeiten nicht großartig hinderlich sein ;). Wenn du da noch aussortieren musst, dann würde ich einfach nach deinem Gefühl gehen und schauen, was dir mehr liegt, mehr Spaß macht ;). Viel Erfolg!

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Also, wie ich es verstanden habe eher Gesamtschule?

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@wuschel1x

Nein, eher nicht - ich würde dir empfehlen immer auf die "bestmögliche" Schule zu gehen. Also mit den höchsten Anforderungen und dem größten Potenzial. Es sei denn du brauchst unbedingt einen guten NC - was für Jura nicht unbedingt notwenig ist. Also ist das für dich irrelevant! Ich persönlich würde dir aus meinen Erfahrungen ein Gymnasium empfehlen. Aber eines, das wirklich gut ist -> schau es dir vorher an! Gymnasium ist nicht gleich Gymnasium und Gesamtschule ist nicht gleich Gesamtschule ...

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@lagro

Ok, vielen Dank für die tollen Anworten :)

Geschichte, Philosophie oder Sozialwissenschaften ? Oder doch noch was anderes?  Welche wäre sinnvoller zu belegen, muss mich entscheiden ^^
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@wuschel1x

Hmmm ... ich würde Sozialwissenschaften belegen. Da im Jurastudium auch soziale Rechtslagen behandelt werden und dieses Fach sicherlich hilfreich sein wird. Was nicht heißen soll, dass Geschichte oder Philosophie als Backround nicht hilfreich wären. Aber tendenziell ist SW sicherlich ein größerer Bonus ;). Viel Erfolg!

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Also ich bin der Meinung, dass Latein keineswegs eine Vorraussetzung für ein Jurastudium ist, ein bekannter von mir studiert auch Jura und er hat damals in der Schule Englisch und Spanisch gelernt, ich habe selber Latein in der Schule und kann dir nur sagen dass es auf keinen Fall etwas für einen Schüler ist der nicht gerne lernt da jeder kasus, jedes genus und jedes Tempus im lateinischen eine eigene Endung hat, wenn man dies nun zusammenfasst gibt es im Latinischen wie ich es bi sjetzt gelernt habe 4 Deklinationen mit jeweils 5 Kasi, das sind mit den 6 Zeitformen und 3 Geni insgesamt 360 Endungen insgesamt, Sonderformen ausgeschlossen und hier geht es gerade nur um Nomen, also da du Latein nicht unbedingt brauchst würde ich mir das noch einmal überlegen, allerdings möchte ich hier keineswegs bestreiten dass Latein mir im Verständnis vieler Dinge weitergeholfen hat, auch wenn ich in diesem Fach meistens gerade noch so mit einer 5 die Kurve bekomme...

Ich war auf einer Gesamtschule und habe diese in der 11.Klasse verlassen, um auf ein Gymnasium zu wechseln (Berlin).

Die Lehrer an meiner Gesamtschule fand ich sehr schlecht; sie scheinen unendlich entnervt von ihrem Beruf und der Unterricht ist entsprechend eintönig (viel wiederholen, wenig denken).
 Auf dem Gymnasium gehen die Lehrer in der Oberstufe davon aus, dass du selbstständig lernen kannst; das heißt, du kannst dir einiges an schmerzhaft dämlichen Wiederholungen sparen, wenn du ein Gymnasium besuchst.

Theoretisch ist das Abitur gleichwertig, ich habe aber weitaus mehr motivierte und engagierte Lehrer auf dem Gymnasium getroffen und kann es deshalb nur empfehlen.

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