Ist Chinesisch eine einfache Sprache?

15 Antworten

Ich bin selbst gerade dabei Chinesisch zu lernen (seit eineinhalb Jahren). Ich war ein Semester in China und kann mich mittlerweile über (eher einfachere) Dinge mit Chinesen unterhalten. 

Es dauert auf jeden Fall sehr sehr sehr lange diese Sprache wirklich zu meistern, aber es ist auf jeden Fall keine unerlernbare Sprache. An die Töne gewöhnt man sich relativ schnell und die Grammatik ist vergleichsweise einfach. 

Ja, die Schriftzeichen sind viele und schwer zu merken/schreiben, aber wenn man sich dahintersetzt ist das auch machbar. :) Kannst mir gerne weitere Fragen stellen. Viel Erfolg!

Chinesisch lässt sich nicht wirklich vergleichen mit europäischen Sprachen. Die Grammatik ist zwar einfach, jedoch ist die Aussprache schwierig (es ist eine Tonsprache). Zudem ist die chinesische Schrift eine Welt für sich, man kann die Aussprache nicht aus dem Zeichen ableiten, man muss jedes Zeichen einzeln lernen. Zudem arbeitet Chinesisch sehr stark mit dem Kontext, d.h. ein Wort kann sehr viele Bedeutungen haben, je nachdem in welchem Zusammenhang es steht.

Eine Bekannte kann sowohl etwas Chinesisch als auch Japanisch, sie sagt, für sie sei Chinesisch (in diesem Vergleich) etwas einfacher. Die japanische Grammatik ist sehr komplex, und eigentlich auch nicht wirklich mit dem Chinesischen vergleichbar.

Grammatik ist  sehr einfach aber alles anderes ist sehr schwierig,

Chinesisch gehört nicht einmal zu den nostratischen Sprachfamilien. Selbst die finno-ugrischen Sprachfamilie, darunter Estnisch, Finnisch und Ungarisch gehören zu den nostratischen Sprachfamilie und haben daher mehr Ähnlichkeiten als Chinesisch. Teilweise werden sogar Arabisch und Japanisch zu den nostratischen Sprachfamile dazugerechnet. Chinesisch ist eine Tonsprache und ist daher völlig anders und eine Verwandtschaft mit dem Deutschen wurde bis jetzt noch nicht gefunden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nostratisch

Für deutsche Muttersprachler:

Das Ziel ist unter anderem sich weitestgehend flüssig in der Sprache verständigen zu können, auf dem Niveau eines Muttersprachlers ist man mit diesem Aufwand noch nicht ganz, aber auf einem guten Weg.

http://www.fitfuerchina.org/2010/09/04/neun-gute-grunde-um-chinesisch-zu-lernen/



Für deutsche Muttersprachler:

Das Ziel ist unter anderem sich weitestgehend flüssig in der Sprache verständigen zu können, auf dem Niveau eines Muttersprachlers ist man mit diesem Aufwand noch nicht ganz, aber auf einem guten Weg.

    Chinesisch, Japanisch, Arabisch, Koreanisch: 88 Wochen (2200 Stunden)
    Hindi, Russisch, Vietnamesisch, Finnisch, Ungarisch: 44 Wochen (1100 Stunden)
    Indonesisch, Malaysisch, Swahili: 36 Wochen (900 Stunden)
    Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch: 30 Wochen (750 Stunden)
    Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch : 23-24 Wochen (575-600 Stunden)
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Die Verwandtschaftsbeziehung, die heute als gesichert gilt für die chinesischen Sprachen (Mandarin usw.) liegt im Bereich des Tibetischen und des Burmesischen (diese Sprachgruppe hat sehr viele verschiedene Sprachen, z.T. mit nur wenigen Sprechern, auch in Nordost-Indien, und Ländern Südostasiens).

Insbesondere ist Chinesisch nicht verwandt mit Vietnamesisch, und auch nicht mit Koreanisch/Japanisch. Auch Thai ist völlig anders. Jedoch gibt es viele chinesische Lehnwörter in vielen asiatischen Sprachen.

Weiterführende Verwandtschaften sind heute nicht allgemein anerkannt, manche Forscher (Starostin) sehen Zusammenhänge mit heute selten gewordenen zentralasiatischen Sprachen (Jenissejisch).

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