Ist beim Wrestling alles fake?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hier kann ich eine alte Antwort von mir recyceln weil sie hier passt :)


"Wrestling ist kein sportlicher Wettkampf, sondern eine Stuntshow
vor Livepublikum mit Geschichten/Storylines um und zwischen den
Charakteren. Sind die Storylines echt/Real Life? Nein. Ist die Gefahr
für den eigenen Körper, der sich jeder Wrestler bei jedem Kampf aussetzt
echt? JA! Ich meine hier vor allem Stürze, diese sind trotz Fallschule
die gefährlichste Komponente. Und dass z. B. Chops, Kicks mit dem
Schienbein auf dem Oberkörper uvm. durchgehen auf den Körper, das sollte
jeder, der Wrestling jemals gesehen hat, auch geschnallt haben.


Wrestler sind im Grunde Performance-Künstler, die einiges aushalten
und leisten müssen, damit sich der Zuschauer auch unterhalten fühlt. Und
Wrestling selbst ist einzigartig als Entertainmentkonzept.


Als Wrestler bist du alles: Athlet, Stuntman, Entertainer,
Schauspieler. Das gibt es als Komplettpaket nirgendwo sonst auf der
Welt."

Und wie es bei Stunts eben so ist, es gibt die weniger gefährlichen Stunts und die gefährlichen. Aber es ist alles eine Frage der Betrachtungsweise: Bei manchen die Wrestling von vornherein mit dem Dogma "Das ist doch eh alles Fake" betrachten, denen kannst du Stürze aus 5-10m durch Tischkonstruktionen zeigen und sie würden es dennoch nicht als reale Schmerzen verstehen wenn sich der Wrestler daraufhin windet. Du hinterfragst diese Stammtischparole, das finde ich gut.

Was auch oft vergessen wird, sind die gesundheitlichen Langzeitfolgen der Wrestler. Google mal nach dem Video "Undertaker at Jimmy Fallon" wo der Taker einem Typen im Truthahn-Outfit (Fun Fact: verkörpert von Brad Maddox) den Tombstone verpasst. Guck dir an, welche Probleme der Taker im Nachhinein beim Aufstehen hat. Natürlich geht das auf den Körper, wenn du 25 Jahre lang (und das ist nur diese eine Aktion) dein eigenes Gewicht plus das Gewicht des Gegners (wird ja schließlich nicht fallengelassen) auf deine Knie fallen lässt. Auch nach Jeff Hardys Swanton Bombs fällt dies z. B. auf.

Wenn ein Wrestler sich während eines Matches tatsächlich verletzt, soll der Zuschauer davon möglichst nichts mitbekommen. Der Kampf wird zu Ende gearbeitet. Das nennt man wohl the show must go on.

Bei weiteren Fragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von olga1110
15.02.2016, 15:06

Und deswegen sind viele Wrestler auch im Schauspiel begabt und drehen viele Filme

0

Die Jungs trainieren in erster Linie Monate für ihre Moves,denn wenn ein Move nicht sauber ausgeübt wird, verletzten sich die Sportler. Die Jungs behelfen sich an ganz einfachen Tricks, sie greifen,springen und schlagen nur an den Körperstellen, wo das Verletzungsrisiko am geringsten ist.

Auch ist wichtig wie die Sportler sich abfedern, du wirst sehen das die Jungs immer irgendwie gleich auf den Ringboden aufprallen und zwar mit größer Fläche ( damit sich die Energie nicht auf ein Punkt entladen muss, z.B. in dem die Arme ausgebreitet werden kurz vorm Sturz ).


Der Kampf ist eine Choreographie, jeder Wrestler weiß wann er was wie wo machen muss, bei längen Kämpfen sieht es manchmal so aus, als wenn die Jungs mit dem Ringrichter streiten, tatsächlich aber erklärt der Ringrichter  dem Wrestler auf Anfrage nur was er als nächstes tun muss ;)

Die Ringrichter sind übrigens mit der Regie per Ohrhörer verbunden.


Früher waren die Kämpfe härter, heute ist es kein lukratives Geschäft wenn ein Athlet für 4 Wochen ausfallen muss weil er sich verletzt hat, zumal die Sportler selbst kein Bock mehr auf solche "unnötigen" Verletzungen haben, wenn das Business doch auch ohne solche Gewaltakte auskommt, indem einfach andere Register gezogen werden.


Die WWE zielt im übrigen auf die Hardcore Fans ab, die geben immer noch ein Haufen Geld für Merchartikel aus und glauben den ganzen Mist -weshalb viele Dinge oft als überzogen dargestellt werden, doch genau das wollen die ja sehen ;)



Beispiel: Stell dir mal vor Rey würde seinen 619 am Ende, wo er mit den Füßen gegen den Kopf schlägt ( was gar nicht passiert ) auf die Nase hauen, die Nase wäre eigentlich kaputt. Um das zu vermeiden, stoppt er kurz vor dem Aufprall seinen Schwung wo am Ende nicht viel mehr rauskommt als ein kleiner Stubser.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von KrizKey
25.12.2015, 08:46

Dein Beitrag war nicht schlecht bis zum Textblock beginnend mit "Früher". Hier noch eine kleine Erklärung: Wrestling ist ein knallhartes Geschäft und im Wrestling ist/war es absolute Normalität, dass man trotz Verletzungen ohne Pause weiterarbeitet, schließlich gibt es Dutzende, die bereitstehen, um dein Spotlight dir wegzunehmen wenn du jetzt pausieren würdest. Das war Jahrzehntelang die Denkweise. Seit den tragischen Toden von Eddie Guerrero & Chris Benoit hat sich dort einiges verändert. Im Zuge der Wellness Policy ist bei Gehirnerschütterungen eine Mindestpause von 2 Wochen festgelegt, um den Wrestler selbst nicht dauerhaft zu schädigen. Ich begrüße diese Entscheidung, dass man bei Verletzungen eher durchgreift. Viele Wrestler der 90er arbeiteten über längeren Zeitraum mit Painkillern, durch diese Entscheidung wirkt man dem entgegen. Noch zusätzlich zur Wellness Policy der WWE, bei welcher in unregelmäßigen Abständen Wrestler auf alle möglichen Arten von Drogen, Anabolika, Painkillern etc. getestet werden, bei Verstoß ist die WWE-Karriere in Gefahr.

Auch, dass die WWE auf die Hardcore Fans abzielt, ist nicht korrekt. Als Hardcore Fans bezeichne ich diejenigen, die Wrestling seit vielen Jahren verfolgen. Auch wenn diese für die Stimmung in den Hallen verantwortlich sind, spielen sie für die Schreiber nur eine untergeordnete Rolle, man zielt marketingtechnisch auf neue Fans im Kindesalter ab, weil dort das Geld noch lockerer sitzt. In Sachen Geld verdienen gut, jedoch braucht sich die WWE nicht beschweren, wenn durch jahrelange Einheitskost bzw. wenn man auf Jahre nichts Neues mehr probiert, eine Fluktuation unter den Fans einsetzt. WWE schafft es im Moment hauptsächlich neue Fans zu bekommen, sie zu erhalten ist jedoch auch wichtig. Und auch nochmal für dich: Kein Wrestlingfan "glaubt den ganzen Mist". Eines kannst du mir glauben, Wrestlingfans wissen eher um das Entertainmentkonzept dass sie sich ansehen bescheid, als Fans anderer Shows wie z. B. Bauer sucht Frau, Bachelor usw.

Rügen muss ich auch das Wort "Choreographie", du würdest dich wundern, wieviel Impro in einem Match steckt. Du kannst zu zwei Wrestlern an 2 aufeinanderfolgenden Tagen, wenn sie zweimal gegeneinander antreten sollen 2mal die gleichen Vorgaben mitteilen, es werden 2 sich komplett voneinander unterscheidende Matches bei herauskommen.

Außerdem warte ich bis heute darauf, wenn Wrestling nicht mit Sport verglichen wird. Hier eine Rede des ehem. Wrestlers Mike Quackenbush, die meine Meinung hierzu 1zu1 erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=4A1VpPXy4ws

0

Vieles. Aber nicht alles. Manches Kann man nicht faken. wie stürze oder wenn sie Sprungattacken machen. Da achten sie aber drauf, dass sie ihren gegner nicht voll treffen, also auch nicht durchziehen.

Dennoch kommen gelegentlich verletzungen vor und auch blaue felcken bleinben nicht aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein ist es nicht es ist gescripted

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?