Ist bei uns in Deutschland Burka schon verboten?

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14 Antworten

Kommt es da nicht eher darauf an, wer was aus welchen Gründen tut und wer was aus welchen Gründen bewertet?

Für den Abrißunternehmer ist die Abrißbirne eine absolut positive Sache. Wer aber gerade dabei ist, sich ein Haus hochzubauen, der hat vermutlich ein sehr angespanntes Verhältnis zu einer sich nähernden Abrißbirne.

Nicht jede Burka wird aus religiöser Überzeugung getragen, aber manche eben doch, und nicht jede Burka hat die Unterdrückung von Frauen als Hintergrund, aber manche eben doch.

Ebenso ist nicht jeder Burka-Gegner ein Islamhasser, aber mancher eben doch. Und es gibt auch Menschen, denen ihr Anspruch auf umfangreiche Signalauswertung (Körpersprache, Gesichtsausdruck) viel wichtiger ist als die Anspruchshaltung anderer, die Burka zu tolerieren.

Der Problempunkt ist meiner Ansicht nach vor allem der, ob man Negatives aktzeptieren soll, um Positives zu haben, oder ob man Positives verwerfen soll, um das Negative nicht zu haben. Wo sich beides nicht trennen läßt, da entsteht ein Dauerproblem.

Von der Psyche her betrachtet sehe ich die Sache zusätzlich auch noch ähnlich wie z. B. bei der Suppe einer Hochzeitsgesellschaft. Wenn da eine fette Fliege hineinfällt, dann gibt es Menschen, die diese Suppe nicht mehr anrühren, und es gibt andere, denen es genügen würde, die Fliege einfach wieder herauszufischen.

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Was hat die Burka mit Religion zu tun? Nichts, diese Ansichten vertreten auch hohe islamische Würdenträger.

Warum wird das Gesicht von Menschen verhüllt? Einmal jene, die Böses im Sinn haben und nicht erkannt werden wollen. Dann haben wir aber auch noch die Sondereinsatzkommandos der Polizei, die als Personen nicht erkannt werden wollen aber zumindest in großen Lettern POLIZEI auf dem Rücken tragen. Dann haben wir eine Gruppe von Muslimen, die eigentlich nur provozieren wollen.

Hier immer überlegen zu müssen, wen hat man da eigentlich vor sich, ist für mich Grund genug jeden Kontakt mit Verhüllten zu meiden.

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Kommentar von mmolthagen
21.11.2016, 10:35

Was hohe Würdenträger einer Religion, Religionswissenschaftler oder auch Experten sagen, hat für diese Frage grundsätzlich keine Bedeutung.

Jeder Mensch hat das Recht, sich seine Religion selbst zu bilden und sein Leben entsprechend der von ihm gewählten religiösen Überzeugungen zu führen, solange er dabei zum einen seine Beweggründe schlüssig belegen kann und zum anderen weder Dritte in ihren Rechten verletzt noch gegen die Werte des Grundgesetzes verstößt.

Da der Gesichtsschleier älter ist als selbst das Judentum, wo wir ihm erstmals begegnen (Rebekka, vmtl. Lea, Tamar, die Braut im Hohelied, Susanna usw.), und da die ersten Muslime ihn vermutlich von Juden und Christen übernommen haben, helfen neuzeitliche Deutungen nicht weiter - vergleiche die Beschneidung von Jungen im Judentum und im Islam, teilweise auch im Christentum.

Ich gehe davon aus, dass jede Muslima (oder auch Jüdin), die ihr Gesicht verschleiert, dies tut, um damit Gott zu ehren und ihrer Liebe zu Gott Ausdruck zu verleihen. Solange ich ihr nicht das Gegenteil nachweisen kann, ist dies die einzig akzeptable Deutung der nonverbalen Kommunikation des Nikab.

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Manche tragen die Burka nur deshalb, um provozieren zu wollen. Die wissen, wie hoch die Wogen bei einigen schlagen, wenn es um die Verhüllung der Muslimas geht und fordern damit diese Diskussionen heraus. Manche tragen die Burka freiwilling, andere eben aus Zwang. Kopftuch ok. Damit habe ich kein Problem. Wenn man es genau nach unseren Gesetzen nimmt, dann müsste das Tragen einer Burka bei uns verboten werden. Wir haben laut Gesetz ein Vermummungsverbot und eine Burka ist eine Vermummung und darüber gibt es keine Diskussion. Entweder gelten unsere Gesetze für alle die bei uns leben, oder wir fangen an je nach Gutdünken , einmal das Gesetz gelten zu lassen, oder eben nicht.  Das alles hat mit Religionsfreiheit und diesem ganzen Palaver nichts zu tun. Leider haben unsere Poltker nicht das Rückgrat und verweisen auf unsere Gesetze an die sich auch Muslimas halten müssen. Ein Verbot des Tragens einer Burka wäre demzufolge rechtens und würde die Pflicht zur Einhaltung unserer Gesetze unterstreichen. Wem das nicht passt, den wird niemand daran hindern, dort seinen Wohnsitz einzunehmen, wo das Tragen einer Burka üblich ist. Es ist deshalb sinnfrei, sich auf die Religionsfreiheit zu berufen und zu sagen, damit würde sich jegliche Diskussion erübrigen. Das Tragen einer Burka hat mit Religion überhaupt nichts zu tun. Eine Muslima kann ihre Religion auch ohne das Tragen einer Burka ausüben. Es gibt keine Vorschrift im Koran die eine Muslima verpflichtet eine Burka tragen zu müssen. Selbst unter den islamischen Gelehrten gibt es unterschiedliche Auslegungen. Man sucht sich eben das aus, was man will.

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Kommentar von mmolthagen
21.11.2016, 10:38

Das Vermummungsverbot gilt lt. Versammlungsgesetz bei öffentlichen Versammlungen und Aufzügen, nicht jedoch z.B. mit einem religiösen Zusammenhang oder aus Gründen der Kultur oder des Brauchtums oder bei Faschings- und ähnlichen Veranstaltungen.

Zudem ist die Religionsfreiheit nach dem Grundgesetz ein Grundrecht ohne Gesetzesvorbehalt, das heißt, das Vermummungsverbot im Versammlungsgesetz hebelt die Religionsfreiheit nicht aus.

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Die Burka ist in Deutschland nicht verboten, und es wird auch kein Verbot geben.

Da waren mal wieder einige Politiker mit ihren populistischen Äußerungen sehr schnell, weil sie unser Grundgesetz offenbar nicht kennen. Es ist aber auch sehr schnell wieder ruhig um diese Forderung geworden.

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Ist nicht verboten und wird auch nicht verboten. Gut so!

Abgesehen von der Religionsfreiheit gibt es nur eine handvoll Personen, die in Deutschland eine Burka überhaupt tragen. Da über ein Verbot zu diskutieren ist absolut lächerlich.

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Kommentar von CountDracula
19.11.2016, 15:36

Finde ich auch. Ich habe in meinen ganzen 19 Jahren noch keine Frau mit Burka gesehen (eine Burka ist eine ganz spezielle Form des Vollschleiers) und auch sosnt nur genau drei Frauen, die andere Vollschleier getragen haben.

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Burkaverbot? Kannste hierzulande knicken, keine Angst. Frankreich ist uns da um Längen voraus. Die Burka und andere Vollverschleierungen sind das krasse buchstäbliche Gegenteil von Weltoffenheit und mit unseren Werten nicht vereinbar. Sollte also alles lieber heute als morgen zurück in die Wüste geschickt werden, wo es herkommt.

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Geb ich dir in allen Punkten recht! Verboten ist es aber glücklicherweise noch nicht. Kann mir auch nicht vorstellen das es verboten wird. 

Die einzigen die soetwas ernsthaft in Erwägung ziehen sind Rechte Spinner! Und die sind zum Glück eine Minderheit. Deshalb werden sie ein derartiges Verbot auch nicht durch bekommen.

Selbstverständlich muss sie aber freiwillig getragen werden!Aber auch wenn es unter Zwang geschieht, wird man den betroffenen Frauen dadurch alles andere als helfen! Das führt nur dazu, dass sie von ihren patriarchischen Männern verboten bekommen in die Öffentlichkeit zu gehen.

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Kommentar von peace1187
19.11.2016, 15:57

Im übrigen gibt es ohnehin nur eine Handvoll Frauen in Deutschland die eine Vollverschleiherung inform einer Burka tragen.

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Kommentar von tommy4gsus
19.11.2016, 16:05

Ich ziehe das aus meinen hier bereits genannten Gründen sogar sehr stark in Erwägung!

Und ich bin keinesfalls ein rechter Spinner! (Ich wähle CDU)

Und frag mal in der Bevölkerung nach, ob sie es sich vorstellen könnten, in eine Bank zu gehen, wo gerade ein Mensch mit Vollverschleierung rein kommt, ob er da nicht etwas mit der Angst zu tun bekommt?!

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Ohne den gesetzestext zu kennen, sage ich nein, wird es wohl auch nie, die gesamte diskussion darüber war auch nichts weiter als der versuch einiger sich damit zu profilieren! Zu deiner argumentation, natürlich hast du damit recht, aber der mittelweg ist meistens besser, wie du schon sagst, es gibt probleme, die kann man nicht mit verboten lösen, aber auch nicht mit uneingeschränkter akzeptanz! Ich persönlich würde mir auch ungerne meine kleidung vorschreiben lassen, aber es ist schon ok, wenn man das tragen einer burka kritisch sieht, denn lässt man solchen leuten freien lauf, kann es auch sehr schnell nach hinten losgehen, als beispiel indonesien... Lg

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Wenn das Tragen der Burka hat religiöse Hintergründe,
ein Verbot der Burka wäre demnach verfassungswidrig!

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Ich bin übrigens auch überzeugter Christ und lebe auch meinen Glauben...

Trotzdem bin ich da völlig anderer Meinung. Eine Burka kommt einer Vermummung gleich - und genau das ist bei uns sinnvollerweise verboten. 

Ein Burka-Verbot führt uns zu einem radikalisierten Deutschland und das wollen wir alle nicht!

Ich persönlich bin der Meinung, dass eher das Gegenteil der Fall sein könnte. Erstens wird eine Burka von keiner Religion auf der Welt vorgeschrieben. Wenn überhaupt, dann ist das Tradition. Und zweitens ist das Verdecken des Angesichtes mit unserer freiheitlich geprägten Kultur völlig unvereinbar.

Natürlich bin ich für völlige Religionsfreiheit in Deutschland, aber nur so lange die Ausübung derselben unsere freiheitliche Verfassung und die Menschenwürde dabei auch völlig unangetastet bleibt.

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Kommentar von Artus01
19.11.2016, 17:06

Trotzdem bin ich da völlig anderer Meinung. Eine Burka kommt einer
Vermummung gleich - und genau das ist bei uns sinnvollerweise verboten. 

Das ist Unsinn. Es gibt kein allgemeines Vermummungsverbot in Deutschland. Vermummung ist nur bei bestimmten Veranstaltung im Freien verboten, z. B. bei Demonstrationen. Dann gilt es allerdings auch für Burkas.

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Da hast du einen schönen Text abgeliefert in deiner Frage. Wirst viel Beifall bekommen von Muslimen und ihren Freunden.

Am einfachsten wäre es aber, wenn man hier in Deutschland auf religiöse auffallende Kleidung verzichten würde. Dann stellt sich das Problem eines Verbots der Burka nicht mehr.

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Kommentar von mmolthagen
21.11.2016, 10:40

Wir haben in Deutschland Bekenntnisfreiheit, und diese schließt nach der ständigen Rechtsprechung das Recht ein, seine Religion auch im öffentlichen Raum zu bekennen. Und das gilt auch da, wo es durch Kleidung (Hidschab, Nikab, Nonnenschleier, DIakonissenhaube...) geschieht.

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Das Problem ist weniger die religiöse Freiheit, als die religiöse Unfreiheit, der Zwang der mit der Burka einhergeht.

In den meisten muslimischen Ländern ist das Tragen einer Burka oder anderen Verschleierung Pflicht. Die Frauen dort haben mit hohen Strafen zu rechnen, werden unterdrückt und in ihrer Freiheit beraubt.

Dortzulande ist die Burka ein Zeichen der Unterdrückung, gleichzusetzen mit den Ketten welche dunkelhäutige Sklaven in Amerika tragen mussten.

Frauenrechtsbewegungen protestieren und demonstrieren unter Einsatz ihres Lebens in derartigen Ländern für eine Befreiung der Frau von dem Verhüllungszwang und für die Gleichberechtigung.

Schon aus Respekt diesen mutigen Frauen gegenüber sollte die Burka in allen aufgeklärten Ländern und generell weltweit verboten werden.

Sie ist Zeichen eines Systems welches die Frau dem Mann unterordnet.

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Kommentar von CountDracula
19.11.2016, 16:09

Der Burkazwang sollte meiner Meinung nach verboten werden, aber nicht die Burka.

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Kommentar von whabifan
19.11.2016, 16:39

Die Burka mit den Ketten eines Sklavens nicht nur zu vergleichen sondern gleichzusetzen ist einfach nur grotesk. 

Ausserdem ist deine Behauptung dass Burkatragen in den meisten muslimischen Ländern eine gesetzliche Pflicht für Frauen ist und das Nichttragen unter Strafe steht komplett falsch. Dies ist lediglich in Saudi Arabien der Fall. 

Um Frauen zu schützen willst du also die Burka verbieten. Welche strafrechtlichen Folgen schlägst du denn vor für das Tragen einer Burka? Geldstrafe? Gefängnis? Wie lange? Das würde mich mal interessieren.

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Hallo,

nein, noch ist die Burka nicht verboten.

Ich sehe es übrigens genau so wie Du. Das Einzige, was meiner Meinung nach verboten werden sollte, ist der Burka-Zwang, unter dem auch in Deutschland manche Frauen durch Familie und Freunde stehen.

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Kommentar von mmolthagen
21.11.2016, 10:48

Der Zwang ist hierzulande bereits verboten - nach § 240 StGB "Nötigung". Für ein explizites Verbot müsste genau begründet werden, warum es trotz § 240 StGB erforderlich ist.

Wobei eine Frau, die zur Verschleierung gezwungen wird, in der Regel noch ganz andere, weit schwerwiegendere Probleme haben dürfte. Ein Mann, der seine Frau zur Verschleierung zwingt, zwingt sie auch noch zu ganz anderen Dingen, die wesentlich schlimmer sein dürften.

Ein Burkaverbot hilft darum allenfalls, dass ein vermeintliches Symbol der Unterdrückung von Frauen unsichtbar wird, ohne dass sich für die Frauen etwas ändert - sie dürfen nun vermutlich nicht mehr das Haus verlassen. 

Wer mit einem solchen verbot wirklich Frauen vor Zwang schützen will, müsste zudem dafür sorgen, dass sie auch wirklich das Haus verlassen. Wie würde man das umsetzen wollen?

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Gegen vermummte ANTIFA-Brandstifter sagt die CSU komischerweise nicht viel.

Es sind ja keine Muslime - die "kulturbewußterweise gefälligst an Schweinshaxen herumknabbern sollten...."   ,,,

Ich mag Burkas nicht, aber das ist kein Grund, wegen einer klitzekleinen Minderheit ein populistisches Affentheater zu veranstalten

PS,; In HH sah ich nie eine Burka .....

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