Ist bei einem Unfall immer derjenige schuld der rückwärts fährt?

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5 Antworten

Wenn Du rückwärts einparken möchtest bleibst Du erst mal die 2 Meter vor der Parklücke stehen und zeigst denen hinter Dir dass Du auf den Parkplatz möchtest.

Und zwar BEVOR Du den Rückwärtsgang einlegst!

Wenn der dann stehen bleibt und Dir Platz lässt fährst Du in die Parklücke.

Eine Vollbremsung ist nicht notwendig da man ja Schritt-Tempo fährt wenn man seitwärts rückwärts einparkt. Oder bist Du zu schnell gewesen und musstest eine größere Strecke rückwärts fahren um erst mal in die Nähe der Parklücke zu kommen??? Das ist natürlich nicht erlaubt!

Dafür spricht zumindest dass Du noch gar nicht eingeschlagen hattest und mit dem Popo des Autos in der Parklücke standest als der angeblich bei Beginn des Parkvorgangs noch 100 Meter entfernte Wagen bei Dir ankam....

Irgendwas ist jedenfalls faul an Deiner Darstellung des Unfallhergangs.

Hallo Jochen2,

wenn du einen Parkplatz gefunden hast und rückwärts
einparken willst, dann ist das auch in einer Einbahnstraße normal und geht
nicht anders. Wenn der andere dann noch 100 m entfernt ist, muss er aufpassen.
Schuld ist dann der, der drauffährt.

Da ist allerdings bei deiner Beschreibung noch etwas unklar:
Beim Rückwärtseinparken fährt man sehr langsam und vorsichtig. Da gibt es kein „voll in die Eisen steigen“ und keine „Vollbremsung“.

War das dann so, dass du zwar einen Parkplatz entdeckt hast, aber dann mit Tempo an einem oder mehreren Wagen vorbei zurückgefahren bist? – Dann wärst du tatsächlich in der Einbahnstraße in falscher Richtung gefahren
und wärst schuld.

Eine kleine Möglichkeit: Wenn du nachweisen kannst, dass der andere Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist. Dann lässt sich für beide eine Teilschuld ausrechnen.

In deinem Fall würde ich dir, wenn du eine Rechtsschutzversicherung
hast, dringend einen Anwalt empfehlen.

Als Rückwärtsfahrender musst Du besonders vorsichtig und achtsam sein. Wenn Du nachweisen kannst, dass Dir jemand mutwillig in Dein Auto gefahren ist, ist selbstverständlich der andere schuldig. Der Nachweis kann aber sehr schwer werden.

Diese Pauschalisierungen sind immer alle falsch.

Es wurde auch immer behauptet: "wer auffährt ist schuld" Das ist in den meisten Fällen richtig, aber es gibt Situationen, in denen anders entschieden wird.

So wie Du es beschreibst (und ich hoffe mal, daß es nicht gefärbt ist) hast Du keine Schuld, sondern könntest erwarten, daß er erkennt, daß Du einparkst - Blinker und Rückfahrleuchte. Dann ist er zudem nicht angepaßt gefahren.

Wichtig ist aber auch, ob Du tatsächlich nur rückwärts im Einparkvorgang gefahren bist, oder ob Du am Parkplatz schon vorbei warst und spät erkannt hast daß er feri war und dann ein deutliches Stück zurück gesetzt hast. In diesem Fallle wärst Du schuld, weil Du in der Einbahnstarße nicht zurück fahren darfst und grundsätzlich beim Rückwärtsfahren den nachfolgenden Verkehr beachten mußt.

Kommt drauf an. Es ist verboten, in einer Einbahnstraße in die falsche Richtung zu fahren (ausgenommen du willst rückwärts einparken). Daher hast du schonmal eine Mitschuld mindestens. Fährt er dir absichtlich hinten drauf bekommt er natürlich auch Schuld, da er gefährlich in den Straßenverkehr eingreift.

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