Ist bedingungsloses Grundeinkommen eine gute idee?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wer hätte nicht gerne Geld ohne dafür zu arbeiten. Ich befürchte nur, dass das ein paar nicht unwesentliche Nebeneffekte hätte. Ein Ausschütten von einem gewissen Betrag an einfach alle Menschen würde meiner Ansicht nach zu zwei Effekten führen: die Preise würden steigen und die Löhne würden sinken. Die Kaufkraft würde nach einiger Zeit wieder (günstigenfalls) derselben entsprechen, die wir jetzt haben. Es würde eine Inflation entstehen, welche das zusätzlich ausgeschüttete Geldvolumen mindestens auffrißt. Damit haben die arbeitenden und Lohn beziehenden Menschen wieder etwa dasselbe wie zuvor (oder weniger), die nicht arbeitenden (ob absichtlich oder nicht) hätten aber deutlich weniger Kaufkraft als zuvor. Wem also wäre im Endeffekt geholfen?

Naja ich meine toll wäre es Geld für nichts zu kriegen.

Ich meine wer arbeitet schon gerne?

Nun ist es allerdings so dass wir noch in keiner vollständig automatisierten Welt leben. Und diese wird auch nicht allzu bald da sein, das dauert noch.

Es wäre leistungsfeindlich ohne Ende jetzt sowas einzuführen. Vor allem solange man bereits in der mittleren Einkommensklasse so hohe Steuern zahlen muss.

Was ich toll fände - wird aber garantiert nicht kommen - wäre es den Staatsapparat massiv abzubauen, den Sozialstaat ebenso und alles zu privatisieren was nur geht und die Steuern auf ein annehmbares Niveau zu senken.

Solange nicht der letzte Arbeiter durch einen Roboter ersetzt ist muss man sich über das Thema BGE keine ernsthaften Gedanken machen...

Wenn wir einst im Land wo Milch und Honig fließt und einfach keine menschliche Arbeitskraft mehr benötigt wird dann können wir gerne nochmal über das BGE reden, aber vorher bitte nicht.

Auf jeden Fall und auch für jeden. Das würde auch die Gehaltsstrukturen massiv ändern. Vorallem weil sich auch Arbeitnehmer nicht mehr von einen schlechten Arbeitgeber etwas sagen lassen würden.

Man hätte keine Angst mehr vor Arbeitslosigkeit. Damit müssten also auch die reichen fairer werden um die Arbeiterschaft zu halten.

Außerdem würde ein enormer administrativer aufwandt wegfallen und die Zufriedenheit würde im volk massiv steigen.

Es hat eig nur Vorteile. Vorallem würde sich Arbeit auch endlich, wirklich auszahlen.

Grundeinkommen ja, aber meiner Meinung nach sollte es eine Bedürftigkeitsprüfung geben, einfach an Hand der Einkommenssteuer.

Gäbe es das nicht, würde das Grundeinkommen langfristig einfach aufgefressen werden, weil wohlhabende Bezieher die extra Kohle einfach investierten und damit wiederum das Einkommen der nicht wohlhabenden Bezieher inflationierten.

Es geht darum, die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter anwachsen zu lassen... mit einem bedingungslosen Grundeinkommen ändert sich gar nichts.

Dazu müssten aber alle ihre Steuern machen...

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@Payns84X

Nein. Die Steuererklärung dient ja nur dazu, evtl. zu viel oder zu wenig bezahlte Steuern zu erfassen.

Die Arbeitgeber überweisen aber monatlich einen Betrag, der als Maßstab genügen sollte. Selbstständige müssen so oder so ihre Steuer machen.

Das wäre auch ein gutes Prinzip um eben Angestellte weniger abhängig zu machen. Entschließen die sich zur Kündigung, wäre das Steuerbrutto automatisch niedriger und sie könnten Grundeinkommen beziehen, auch wenn sie vorher nicht dazu berechtigt gewesen wären.

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Theoretisch ja. Doch leider würde diese Maßnahme wieder nicht richtig durchdacht sein, zu Ungerechtigkeiten führen und viele Leute aus dem Ausland anlocken.

Und finanzierbar ist es auch nicht

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