Ist Bargeld in einer Rezession Zeit wertvoller?

13 Antworten

Möglicherweise wäre es sinnvoller in Immobilien zu investieren.

Du könntest zwei Häuser kaufen mit je 40.000€ Anzahlung und den Rest finanzieren. Die monatliche Finanzierungsrate bezahlst du mit deinen Mieteinnahmen. Mit den übrigen 55.000€ könntest du Sanierungen bezahlen (falls nicht in der Finanzierung enthalten) oder dir für 55.000€ einen anständigen Neuwagen kaufen. Beachte aber bitte das Neuwagen einen extremen Wertverlust haben und falls es unbedingt ein Neuwagen sein muss, möglicherweise ein Leasing in Frage kommt. Oder du kaufst dir einen guten gebrauchten der so gut wie das Ende seines Wertverlustes erreicht hat.

Dann hättest du einen guten Nebenverdienst und ein schönes Auto.

In der momentanen Lage ist jedoch Liquidität wichtiger, als Konsumgüter zu kaufen oder Investments zu tätigen, wenn man seinen Lifestyle für ein paar Monate nicht mit seinen Ersparnissen finanzieren kann. Wer weiß schon wie sicher sein Job momentan ist. Alles darüber kann man natürlich investieren. (Meine Meinung)

Schauen wir erst mal, was bei einer heftigen Rezession bezüglich Immobilien und Auto geschieht:

Mit 135'000.00 wirst du dir kaum ohne Hypothek eine Wohnung oder ein Haus leisten können. Die Bank wird nicht nur zum Zeitpunkt der Hypothekvergabe, sondern jederzeit deine Bonität wieder überprüfen, ob du dir den Zins und die Amortisation leisten kannst. In der Rezession werden viele Leute den Job verlieren und deiner wird bis auf wenige Jobs oder Banchen-Ausnahmen ebenfalls gefährdet sein. Also wird die Bank das Risiko bei der Hypothekvergabe hochschieben und der Zins steigt, weil das Risiko für die Bank auch steigt.

Das Geld, das du für ein Auto ausgiebst, wirst du spätestens dann dringender für die Zinsen oder Amortisation der Hypothek benötigen.

Nun zum Auto: Wenn du wegen Arbeit (und nur wegen Arbeit) ohne Auto auskommen kannst, kriegst du heute mehr für den Verkauf eines Gebrauchtwagens, als dann, wenn alle anderen ihren Gebrauchten auch verkaufen wollen.

Meine Anregung: Strategische Rückzugspositionen einnehmen, solange man noch kann:

  1. Auto verkaufen und das Geld zur Seite legen, keinen neuen Wagen anschaffen, sondern ÖV nutzen, Corina hin oder her. Bei Ausgangsbeschränkung bleiben alle zuhause und wenn du dir eine Wohnung leisten kannst, dann hast du gewiss auch einen Job, der Homeoffice zulässt.
  2. 1/3 des verfügbaren Geldes, also ca. 35'000.00 in harte Währung oder Gold investieren - Goldkauf sogar relativ schnell!
  3. Mit den 2/3 der 135'000.00, also etwa mit 100'000.00, die Hypothek beantragen und das Gold als Sicherheit angeben.
Woher ich das weiß:Berufserfahrung

das läßt sich pauschal überhaupt nicht sagen.

Beim Auto kommt es auf Zustand, jährliche Laufleistung und die Alternativen an. Ein Auto sollte man verkaufen so lange man noch etwas dafür bekommt oder so lange fahren bis größere Instandhaltungsmassnahmen vermehrt anstehen.

Die Immobilienpreise sind derzeit sehr hoch. Wenn die Rezession bei den Arbeitsplätzen ankommt, platzen nach ein bis zwei Jahren die Kredite reihenweise. Die Banken veranlassen dann eine Zwangsversteigerung nach der anderen, was die Preise fallen läßt. Die Zinsen werden dann nicht steigen.

Auto kaufen ist wie Geld verbrennen. Eigentumswohnung verliert schneller an Wert gegenüber einem Eigenheim. Tendiere zu letzterem. Mit der angesparten Summe hast du ein sehr gutes Startkapital.

Regel nr. 1

Sag niemanden wie viel Geld du hast , wenn das überhaupt stimmt .

Somit machst du dich zur Ziel scheibe, allein das du mit dem Internet vernetzt bist .

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