Ist Auschwitz eine lästige Erinnerung, die den Deutschen den Zutritt zu ihrer kulturellen Identität verwehrt?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Für viele Deutsche ist Auschwitz in der Tat nur noch "eine lästige Erinnerung". Menschen, die so denken, sind dumm und historisch ungebildet.

Kein Volk hat das Recht, sich einfach aus seiner Geschichte herauszustehlen, sondern es muss für seine Geschichte bzw. die Fehler und Verbrechen, die es in der Vergangenheit begangen hat, die Verantwortung tragen! Das gilt selbstverständlich auch für das deutsche Volk. Natürlich haben die heute lebenden Deutschen keine Schuld mehr zu tragen für das, was ihre (Ur-)Großväter an Untaten begangen haben, aber die Deutschen heute und in Zukunft sind dafür verantwortlich und haben die Pflicht, an die Naziverbrechen zu erinnern. Sie sind eben Teil der deutschen Geschichte.

Aber wer historisch gebildet ist, der weiß auch, dass die deutsche Geschichte nicht nur aus der Nazizeit besteht und nicht allein nach ihr bewertet werden darf! Der Verlauf der deutschen Geschichte, die deutsche Kultur war nicht zielgerichtet darauf ausgerichtet, die Naziverbrecher an die Macht zu bringen und abscheulichen Völkermord zu planen und zu begehen. Weder für eine Einzelperson noch für ein ganzes Volk gibt es den Zwang zu Gewalt und Verbrechen. Daher wäre es unsinnig, die Geschichte und Kultur Deutschlands vor 1933 und nach 1945 in irgendeiner Weise aus der historischen Erinnerung auszublenden.

Wenn es Deutsche gibt, denen ein "Zutritt zu ihrer kulturellen Identität verwehrt" ist, dann liegt es an der Unfähigkeit bzw. am Unwillen - oder schlicht an purer Faulheit! - dieser Deutschen, sich mit Geschichte überhaupt zu befassen. Die Geschichte und Kultur der europäischen Völker ist ohne die deutsche, die deutsche Geschichte und Kultur ohne die der europäischen Völker nicht zu verstehen und muss in ihrer engen Verflochtenheit gesehen werden. Das macht zwar ein wenig Mühe, weil man viele gute Bücher lesen muss, ist aber sehr spannend und interessant!  :-)

Als kurze Zusammenfassung ändere ich dein Ausgangsthema folgendermaßen ab:

Auschwitz ist eine notwendige Erinnerung, die nur dummen und historisch ungebildeten Deutschen den Zutritt zu ihrer kulturellen Identität verwehrt.


MfG

Arnold



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auschwitz ist nicht "lästig", sondern eine unleugbare Tatsache, mit der man sich auseinandersetzen kann und muss. Die kulturelle Identität der Deutschen hat damit wenig zu tun. Auschwitz verwehrt niemandem den Zutritt zu seiner Identität, es ist aber ein Mahnmal, das immer darauf hinweist, dass Identität niemals durch Ausgrenzung und Vernichtung Anderer, sondern immer nur durch Liebe zur eigenen Kultur und großem Respekt für alle anderen bewahrt und entwickelt werden kann - denn Identität ist ja nicht statisch. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Schuldkult als Holocaust-​Religion ist heute die Staatsreligion der Bundesrepublik. Wie das Christentum kennt der Schuldkult religiöse oder zivilreligiöse Riten. Die Buse – das öffentliche Eingestehen von Schuld – ist ein typisches Element des Christentums. Das öffentliche Eingestehen von Schuld findet sich im Mittelalter überall. Jeder Bundeskanzler und jeder Bundespräsident muss bei Amtsantritt eine Reise zur jüdischen Trauerstätte Yad Vashem vornehmen und dort stellvertretend für alle Deutschen seine Schuld eingestehen. Die Bilder des schuldbewussten Vertreter des deutschen Volkes werden dann im Fernsehen ausgestrahlt. Die ständige Phrase von der „Einzigartigkeit des Holocaustes“ zeugt von der Eifersucht des Opferstatus. Ähnlich wie in Deutschland wird auch in Israel der Völkermord an den Armeniern in Schulbüchern kaum erwähnt; man fürchtet, die Erwähnung anderer Völkermorde könnte von der „Einzigartigkeit des Holocaustes“ ablenken.

Quelle: http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/214-schuldkult-nicht-ein-positives-wort-ueber-das-vaterland

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, Ausschwitz ist - leider - ein Teil unserer Vergangenheit, der auf keinen Fall in Vergessenheit geraten darf, damit so etwas sich nicht mehr wiederholt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Leider gehört Auschwitz zu unserer kulturellen Identität.  Wir sind nicht nur das Volk der Dichter und Denker, sondern leider auch das Volk der Schlächter und Henker.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von atzef
18.06.2016, 16:49

Kompliment! Treffsicheres Bonmot! DH! :-)

0
Kommentar von Dahika
19.06.2016, 12:43

Das Bonmot ist nicht von mir. Leider. Aber ich habe mir gemerkt.

0

Ausschwitz darf niemals nur eine lästige Erinnerung sein, stets gemahnt es zur Sühne, Reue, Trauer und Einsicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man kann Millionen von ermordeten Menschen nicht unter den Tisch lerne weil es bequemer ist dennoch kann man deutsche Geschichte nicht nur auf den Holocaust und Nazis reduzieren also Nein es ist keine lästige Erinnerung sondern eine Notwendigkeit 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auschwitz ist Teil unserer kulturellen Identität. Es gibt nicht umsonst den Begriff "Erinnerungskultur".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein.

"Auschwitz" ist ein geschichtlich unabänderliches Faktum und darüberhinaus ebenso ein Synonym für den Holocaust wie für das politische Totalversagen der deutschen Rechten mit ihrem Nationalismus und Rassismus.

"Auschwitz" verwehrt keinerlei kulturelle Identität, sondern wird die von uns Deutschen noch eine ganze Weile maßgeblich mitbestimmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du wüsstest, WAS Auschwitz war und was dies für millionen Menschen während des zweites Weltkrieges bedeutet hat, dann könntest du die Frage beantworten.

Denk mal nach..........



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?