Ist aus rein wirtschaftlicher Sicht die Flüchtlingskrise positiv für Deutschland zu werten (Stichwort Fachkräftemangel)?

17 Antworten

Es sind keine Fachkräfte im Zuge der Flüchtlingskatastrophe zu uns gekommen! Die Wirtschaft hat davon teilweise profitiert, z.B. die Firmen, die Container herstellen. Der Volkswirtschaft schadet das extrem! Denn die Millionen wollen alle mit Nahrung versorgt, mit kostenfreier Medizin behandelt, mit kostenloser Schul- und Kitabildung ausgestattet werden, ebenso mit kostenfreien Wohnungen, besonderen Förderangeboten, die vielen Kulturveranstaltungen - an denen sie kostenfrei teilnehmen durften ... all das haben wir finanziert. Die Kriminalität stieg, die Terrorgefahr - all diese Kosten sind da nicht einmal inkludiert.

Nein, weil es eben gerade keine Fachkräfte waren. Man muss diesen Leuten erst mal aufwendig die deutsche Sprache beibringen und dann eine Ausbildung nach deutschen Standards vermitteln. Das kostet mehr, als es letztlich bringt. Aber vor allem funktioniert es in den meisten Fällen nicht mal.

Davon abgesehen war es keine "Flüchtlingskrise", sondern eine Migrationskrise. Oder welche welche Nachbarländer Deutschlands zwingen Menschen zur Flucht hierher? Es ging bei der Migration um wirtschaftliche Motive, nicht um Angst vor Krieg und politischer Verfolgung.

Woher ich das weiß:Hobby – Beobachte politische Entwicklungen seit meiner Jugend.

das Absaugen von Fachkräften hat eine Kehrseite.

Diese Leute fehlen in den Ländern, wo sie herkommen. Folglich werden diese Länder immer weniger selbst produzieren können, die Menschen dort werden immer ärmer.
Irgendwann treten sie als die Reise nach Europa an, weil sie in ihren eigenen Ländern keine Perspektive haben.

Wir lassen sie aber nicht nicht rein, sollen sie doch erst mal Fachkräfte ausbilden und so ihre Lebensgrundlage verbessern.

Damit steht man wieder am Anfang.

(Wen erinnert das an die Maßnahmen der DDR, mit der Mauer ausgebildete Menschen bei sich halten zu wollen?)

Diese These teile ich nicht.

Ausländische Fachkräfte bleiben ja nicht ewig in Deutschland.

Sie profitieren ja auch von der Erfahrung die sie hier machen und können sich hier etwas sparen. Mit diesm Geld können sie in ihren Ländern sich selbstständig machen., .

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@Judith171

Das ist ein Traum. Erst mal sind sie weg aus den Ländern, in denen wir die Fluchtursachen beseitigen wollen und dann das Gegenteil machen.

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@Judith171
Diese These teile ich nicht.

wohl aber Vertreter der FDP und der AfD. Die beziehen sich zwar nicht auf Fachkräfte aus den "Fluchtländern", wohl aber auf Deutsche Fachkräfte, die nach ihrer Meinung hier in Deutschland völlig unterbezahlt sind und vorrangig in die USA auswandern. Auch die kommen nicht zurück.

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@marylinjackson

Klar, aber das widerspricht doch der Proklamation, in den verlassenen Ländern die Fluchtursache zu bekämpfen.
Wenn 400.000 Fachkräfte jährlich aus den verlassenen Länder angeworben werden, dann sind die blutleer.

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@Hinkelsteiner

Aus verlassenen Ländern können doch jährlich keine 400 000 Fachkräfte angeworben werden.

Proklamation reicht nicht aus.

Die hohe Geburtenrate in afrikanischen Ländern können und dürfen wir nicht bekämpfen. Wie auch? So kommen sie alle, auch die Nichtfachkräfte, die glauben, in Deutschland bekommen sie Arbeit und Wohnung.

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@marylinjackson

die sollen gefälligst in ihren Ländern bleiben. Wer sollte sonst unsere Bananen, unseren Kaffee ... ernten, wer die Erze fördern, die wir so dringend für Handys und andere Elektronik brauchen?

Die hohe Geburtenrate in afrikanischen Ländern können und dürfen wir nicht bekämpfen.

dafür bekämpfen wir z.B. die Kindersterblichkeit aber eigentlich auch nur, weil das ein großer Absatzmarkt für Medizinprodukte ist. Verkauft wird das aber als humanitäre Hilfe. Das betrifft nicht die Leute, die tatsächlich Hilfe leisten und auch Aufklärung durchführen.

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@guenterhalt

Du bilanzierst einseitig. Wer zahlt wem denn die Entwicklungshilfegelder?

Wer ist eigentlich dein " wir"?

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@marylinjackson
Entwicklungshilfegelder

würden wir selbst Kaffeeplantagen in Deutschland haben, kaum einer könnte sich täglich eine Tasse Kaffee leisten. Damit das trotzdem geht, leisten "wir" Entwicklungshilfe. Wir , das sind unsere Steuern.

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@guenterhalt

Das ist nur bedingt richtig bis ganz falsch.

In den Staaten wir nur für bestimmte Fachleute mehr Lohn bezalt.

Kein Kündigungsschutz, keine Krankenversicherung, (Es sei denn die Firma bezahlt es) auch sonst wenig Sozialeistungen.

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@guenterhalt

Du willst es nicht verstehen.

Es geht nicht um das Wohlleben der Deutschen, ( Kaffee + Handys) sondern es geht um die Hilfe zur Selbsthilfe in diesen Ländern, damit dort die Menschen einen hohen Standard selber erreichen und im Land bleiben.

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@guenterhalt

Das "gefällig-im-eigenen-Land-bleiben" findest du demnach anstößig, so so.

Wer, wenn nicht die eigene Bevölkerung, schafft die Werte im Land, damit es ihnen gut geht?

Weil jetzt noch dein Vorwurf kommt, dass unsere Medizinprodukte ( z.B. Impfungen) keine Hilfe sind, verabschiede ich mich aus der Diskussion mit dir.

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@marylinjackson

@marylinjackson: Ich denke du hast meinen Kommentar nicht verstanden.

Hätten die "Nordländer" wirklich Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung solcher Länder, dann würde dort Industrie angesiedelt. Welches Land in Afrika baut aber Autos, Computer ... ?

So etwas hat die DDR in Mosambik mit der Produktion und Wartung von LKW gemacht. Menschen dieser Länder wurden hier ausgebildet und sollten das dann in ihrem Lande umsetzen. Dann kam die Wende. Sicher war der W50 oder W60 nicht das modernste Fahrzeug. Was aber wird heute gemacht? Wir liefern Fertigprodukte. Nicht mal eine Ersatzteilproduktion wird in diese Länder verlagert.
Wir haben neue Absatzmärkte und das nennen wir Entwicklungshilfe.

Warm aber nach Afrika abschweifen. Wurde und wird der Osten nicht genauso behandelt? Welche Industrie gibt es im Osten noch. Da muss erst Elon Musk kommen, um (dann aber auch praktisch in der Hauptstadt) etwas zu investieren.

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@marylinjackson
Weil jetzt noch dein Vorwurf kommt, dass unsere Medizinprodukte ( z.B. Impfungen) keine Hilfe sind, verabschiede ich mich aus der Diskussion mit dir.

Kurzfristig ist das schon Hilfe. Sind danach die Empfänger solcher Medikamente in der Lage, sie selbst zu produzieren? NEIN. Sie bezahlen sie mit z.B. Kaffee. Auch der ist nicht im eigenen Lande geröstet und gemahlen, das sind nur die Bohnen. Die höhere Veredelung findet hier statt.

Gleiches trifft auf Bodenschätze zu.

Wem ist eigentlich mehr geholfen?

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@guenterhalt

Ein letztes Mal:

nicht uns soll geholfen werden, sondern den armen Fremden in ihren Ländern. Das geschieht je nach den jeweiligen Bedingungen vor Ort, oder gar nicht.

Denn Investitionen sind immer auf Geldgeber und Fachpersonal angewiesen, keiner investiert aus Solidarität.

Bali als Touristeninsel ist seit 2 Jahren dicht gemacht worden. Ohne Tourismus läuft dort nichts, da ist das Fachpersonal arbeitslos. Die trinken Tee, benötigen keine Kaffeeröstereien.

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@guenterhalt

Komm nicht mit dem Vorbild DDR und dem Wartburg in Afrika. Den gab es nach 10 Jahren für die eigene Bevölkerung.

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@marylinjackson

Ich glaube schon, dass wir den afrikanischen Ländern helfen wollen. Es wäre halt alles viel leichter, wenn dort nicht so eine extreme Korruption herrschen würde und vieles in den Taschen der Poliiker verschwinden würde.

Du erinnerst Dich vielleicht noch an die Finanzkrise 2007/ 8 viele Firmen wurde liquidiert andere gingen in Niedriglohnländer.

Es dauerte lange bis wir uns wieder erholt hatten. Wann hätte wir in Afrika Werke aufbauen sollen inkl. das anlernen von Nichtfachkräften?

Was nützt auch 1 Werk, für ganz Afrika?

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@Judith171

Das Gesellschaftssystem in islamisch geprägten Ländern basiert auf einer Stammesgesellschaft oder Tribalismus. Dazu gehört auch die Korruption ( auch wenn sie anders benannt wird). Keiner wird das ändern, nur sie selber, wenn sie es wollten.

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Nein. Unser Mangel an Fachkräften wird seit 10 Jahren immer größer und wird nicht durch Flüchtlinge ersetzt.

Unser Mangel an Fachkräften wird seit 10 Jahren immer größer und wird nicht durch Flüchtlinge ersetzt.

das ist völlig richtig. Hat man schon den Schuldigen gefunden? In welchen Bevölkerungsschichten sucht man Fachkräfte? Eins ist ganz sicher, nicht bei über 60-jährigen und diese Grenze wird immer weiter nach unten verlagert. Mag ja sein, dass ältere Menschen bestimmte Dinge nicht mehr so schnell lernen. Der Hauptgrund dürfte aber sein, solche Menschen werden "freigesetzt", weil sie mehr Lohn/Gehalt bekommen als Jüngere. Gründe für den Abbau von Arbeitsplätzen findet man trotz großer rechtlicher Hemmnisse immer wieder.

Was habe ich zu hören bekommen? Sie sind für die neuen Aufgaben nicht geeignet, sie hätten sich weiterbilden und besser informieren sollen. Vergessen, dass Bereiche, die an neuen Produkten arbeiten, wegen der Geheimhaltung nichts auch nicht an Mitarbeiter des gleichen Unternehmens weitergeben durften. Für diese neuen Aufgaben findet sich tatsächlich niemand.

Über Stellenausschreibungen kann man nur Lachen. Wenn darin Kenntnisse über Dinge gefordert werden, die eigentlich Betriebsgeheimnissen sind, wenn gefordert wird, ca. 20 Programmiersprachen perfekt zu beherrschen, fließend englisch, spanisch und französisch sprechen zu können, gleichzeitig aber auch vertraut mit dem Umgang mit Schleifmaschinen zu sein, dann sollte doch jeder erkennen, dass das nur Alibi-Ausschreibungen sind.

Fachkräftemangel ist ein selbstverschuldetes Problem der Wirtschaft. Solange man ohne betriebliche Weiterbildung Geld sparen kann, wird sich daran nichts ändern.
Wenn es gar nicht weiter geht, kann man die Produktion ja in das Land der bösen Kommunisten nach China auslagern. Bei denen ist ja offensichtlich auch Weiterbildung Zwang.

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@guenterhalt

Es geht immer ums Geld. Dazwischen sind alle bürokratischen Hürden zu überwinden. Sowohl für Fachkräfte und auch dem Arbeitgeber. Es gibt da bestimmte Methoden. Absprachen der Verwaltung, auch zusammen mit dem Personalrat, so es einen gibt. Das freundliche " Vier- Augengespräch" mit dem Vorgesetzten sagt nichts aus, wenn es nicht protokolliert in die Personalakte kommt. Auch Bossing neben Mobbing kommt oft vor. Daher sollte man Einsicht in die Personalakte nehmen. Leider macht das kaum jemand. Überraschungen kommen dort zum Vorschein, wie Personal ausgewechselt werden soll, wie eine leistungsgerechte Höhereingruppierung verhindert wird....Daher wandern Fachkräfte rechtzeitig dorthin, wo sie mit Kusshand genommen werden. Ich lebe seit Jahrzehnten in einer Grenzgegend und weiß, wie es geht.

Den Fachkräftemangel hat allein die jahrzehntelange falsche Politik zu verantworten. Jedes Bundesland nutzt dank Föderalismus seine eigenen hoheitlichen Rechte in Wirtschaft und Bildung so aus, wie es kann, meist auf Kosten der Arbeitnehmer. Die EU weite Arbeitsmigration forciert das noch.

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Für gewiefte Kleinunternehmer ein Geldsegen, für alle im Angestellten Verhältnis ein Minusgeschäft für die nächsten +50 Jahre.

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