Ist Atomstrom wirklich teurer als Ökostrom (aus erneuerbaren Energien)?

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15 Antworten

Es wird wohl kaum so viel gelogen wie in Bezug auf Energien und Preise. Jeder will seine Art der Energieerzeugung möglichst gut verkaufen.

Fakt ist das wir auf Jahre aus verschiedenen Gründen noch einen Energiemix brauchen werden.

Wenn ich überlege das was für Braunkohlenstrom, übrigens ohne Subventionen, an Investitionen notwendig ist. Dem gegenüber sind die Investitionen bei Windstrom vergleichsweise gering. Schau allein mal was an Infrastruktur und Genehmigungsverfahren notwendig ist.

Trotzdem ist Windstrom und auch andere alternative Energien vergleichsweise richtig teuer.

Dazu kommt noch das die alternativen Energien auch die herkömmlichen Energien verteuern. Den sie müssen wenn sie zur Verfügung stehen immer eingespeist werden. Die herkömmlichen Kraftwerke können so kaum noch in kostengünstigen Betriebsregimen betreiben werden.

schon alleine die zu erwartenden endlagerkosten nicht eingerechnet, ist der Atomstrom schon heute teuerer, als Ökostrom. das Problem beim Ökostrom ist, dass es nicht den ganzen Rattenschwanz an dienstleistungen wie

  • castortransporte
  • wiederaufbereitung
  • end- und zwischenlagerung
  • kraftwerksrevisionen
  • uranabbau

und unzählige sicherheitsdienstleistungen gibt. dem entsprechend können auch nicht mehr so viele leute damit so viel geld verdienen...

lg, anna

Die Endlagerkosten sind im Strompreis mit drin. Die Betreiber mussten dafür Rückstellungen in Milliardenhöhe bilden. Auch die anderen Kosten sind im Strompreis mit drin und werden von den KKW-Betreibern getragen.

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Die Antwort ist ebenso einfach wie kompliziert ;-). Beim Preis für Atomstrom handelt es sich um einen sog. politischen Preis. D.h. der Preis kommt nicht durch Angebot und Nachfrage am Markt zustande sondern aufgrund politischer Eingriffe der Bundes- und Landespolitik und durch das EVU-Oligopol.

  1. Im Preis für Atomstrom sind weder die Entwicklungslosten der AKW´s noch die vollständigen Entsorgungskosten enthalten. Ebenso ist der Versicherungsbeitrag zu niedrig, da der Staat einen Teil des Risikos mit Steuermitteln abdeckt. Der Verkaufs-Preis einer Kilowattstunde Atomstrom ist daher deutlich zu niedrig. Wie hoch er sein müsste ist Ansichtssache, denn keiner weiß, was z.B. ein Pförtner in Gorleben in 30.000 Jahren kosten wird. (so lange strahlt das Zeug)

  2. Würde man den Preis einer Kilowattstunde betriebswirtschaftlich ermitteln wollen, müsste man die unter 1 genannten Kosten und Risiken aber kennen. Man schätzt das Atomstrom zwischen 1 und 2 EUR pro KWH kosten müsste. Die EVU´s machen eine sog. Mischkalkulation, d.h. vereinfacht dargestellt, sie addieren die Herstellungskosten aller Kraftwerke addieren ihren Profit und dividieren durch die Anzahl der verkauften Kilowattstunden.

  3. Die EVU´s haben in Atomkraftwerke investiert und wollen nun maximalen Profit aus ihrer Investition herausholen. Je länger ein AKW läuft, desto höher ist infolge sinkender Abschreibungen der Profit. Daher laufen die Dinger solange wie möglich. Das Risiko eines Unfall steigt nach allgemeiner Erfahrung aber gerade zum Ende der Betriebszeit einer technischen Anlage überproportional.

  4. Die Politik hat Atomstrom bis Fukushima unterstützt, weil das Energieoligopol einerseits seit Jahrzehnten Spenden, Vortragshonorare und hochdotierte Jobs für Alt-Politiker (Branchenschnack: Endlager für ausgebrannte Kommunalpolitiker) und allerlei sonstige Gaben (Reisen etc.) zu Verfügung stellt und andererseits gebetsmühlenartig das Märchen vom "beherrschbaren Restrisiko" verbreitet hat. Diese Sprechblase ist in Japan endgültig geplatzt und daher haben wir jetzt die Energiewende.

Ja das ist er.

Diese Erkenntnis ist allerdings nicht neu. Im Gegenteil. Wenn man noch die zukünftigen Kosten der Lagerung der abgebrannten Brennstäbe und deren Bewachung mit dazuzählt, kannst du getrost davon ausgehen, das Atomstrom um mehr als das tausendfache teurer ist, als Regenerative Energien.

Bei der Politik ist Atomstrom nur bei der CDU/CSU und FDP beliebt. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass seit Fukoshima diese Regierung zwar von einer Energiewende spricht, aber bislang nicht ein Problem ernsthaft in Angriff genommen wurde, geschweige denn gelöst wurde. Statt dessen erschrecken sie die Stromkunden und erklären, dass die regenerative Energie so teuer wird.

Fakt ist aber, dass wir seit über 40 Jahren für den Ausbau der Stromnetze schon mit knapp einem Drittel jeder verbrauchten Kilowattstunde bezahlt haben und die Stromnetzbetreiber in der Bringschuld sind, andernfalls es veruntreuung wäre.

Fakt ist auch, dass diese Regierung die Förderung des Ausbaus der Regenerativen Energieen vehement zurückgeschraubt hat, was zur Folge hatte, dass fast alle deutschen Solarfirmen in den Konkurs getrieben wurden und diese nun, samt ihrer Patente für einen Ramschpreis von Südostasiatischen Staaten aufgekauft werden. So wird wieder zukunftsfähiges Wissen von den Konservativen verramscht.

Und Fakt ist letztlich auch, dass gerade die Solarenergie dafür Sorge getragen hat, dass sich der Strompreis verbilligt und deshalb von dieser Regierung nicht weiter gefördert wird. Denn zur Mittagszeit ist der Strom (kann jeder auf der Leipziger Strombörse nachprüfen) mit Abstand am teuersten. Genau zu dieser Zeit, liefert aber der Solarstrom die meißte Energie. Die Folge war, dass die Betreiber von Kohle- und Kernkraftwerken ihren Strom nicht mehr zu höchstpreisen verkaufen konnten, was allein RWE (siehe Rede von Herrn Großmann auf der Hauptversammlung) einen Milliardenverlust im letzten Jahr beschert hat. Aber das soll der dumme Stromkunde ja nicht wissen und im nächsten Jahr diese Katastrophenregierung wieder wählen.

Das kommt auf den Kalkulationszeitraum an. Atomstrom ist mittelfristig der billigste Strom. Die Folgekosten treffen spätere Generationen. Strom aus erneuerbaren Energien ist mit großem Abstand der teuerste.

Natürlich ist er das. Die Zahlen hier sind mit gekonnter Formulierung geschönt. Der Atomstrom wird mit 185Mrd. € beziffert. Das stimmt, aber der Betrachtungszeitraum ist von 1970-2012 angesetzt, also 42 Jahre. Der Betrachtungszeitraum vom Ökostrom liegt hier bei 20 Jahren, in denen über 150Mrd. € erwartet würden. Rechnet man das auf die oben genannten 42 Jahre hoch, bekommt man über 300mrd. €. Und das sind nur die Subventionen, die der Steuerzahler trägt. In diesem Artikel schreibt der Autor weiter, die Ökoumlage im Strompreis betrage nur 1/3 der anderen Umlagen. Das stimmt. Und warum? Kohle- und Atomkraft machen weiterhin mehr als 2/3 der in Deutschland erzeugten Energie aus. Damit beträgt die Umlage (die der Autor hier frech zu einer einzigen gemacht hat) halt auch über 2/3 der Ökumlage. In Wahrheit haben wir 3 Umlagebereiche: Kohlekraft, Atomkraft, Ökoumlage. Alle 3 verteilt nach Anteilen der jeweiligen Energie im Strom.

Dieser Artikel ist mal wieder ein geniales Beispiel dafür, wie toll man doch Studien absichtlich fehlinterpretieren und für seine Zwecke ummünzen kann.... Jedes Wort so sehr erstunken, erlogen und verdreht, dass sogar ein Herr Göbbels neidisch wäre

Das gleiche gilt doch aber auch für Atomenergie. Hier werden ebenfalls Zahlen beschönigt und die Lobby tut alles daran Frau Merkel & co. Honig ums Maul zu schmieren, bloß nicht sehr die Energiewende voranzutreiben.

Les mal bitte den Post von earnest hier als Antwort. Mich würde deine Meinung dazu interessieren.

Das nur Zahlen geschönigt werden und alles "gar nicht so ist" wie es der Autor, Greenpeace und das Forum für Ökologische-Soziale Marktwirtschaft FÖS schreiben, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber geschönigt wird auch hier, da geb ich dir Recht.

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@WissensLustXXL

Ich bin wirklich kein Befürworter der Atomenergie. Ich glaube auch keiner Studie, die ich nicht selbst gefälscht habe. Was seitens der AKW-Betreiber für ein Bullsh*t gemacht wird, sehen wir schon an Vattenfall!

Nur was ich gar nicht abkann, ist, wenn versucht wird, Leute mit bewusst falschen Zitaten, einseitigen Studien und verwirrenden Argumentationen zu überzeugen. Sei die Sache noch so "gut" (was die meisten Wege zur Stromerzeugung durch erneuerbare Energien noch nicht sind).

Ein Blick auf die Argumentation von diesem Umweltkrimskrams in der eigentlichen Frage: Atomstrom (die FÖS wird hier schon einiges an Folgekosten draufgerechnet haben) hat in 42 Jahren 182 Mrd. € an Zulagen gekostet. Vom Ökostrom wird erwartet, dass er in den nächsten 20 Jahren über 152Mrd. € kosten wird. Und jetzt wird das hingestellt, als sei der Ökostrom damit billiger. Merkste was?

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@norgur

Schon mal was von Inflation gehört? Ein Euro von vor 42 Jahren ist an Kaufkraft ein vielfaches wert, was ein Euro in 20 Jahren wert sein wird.

Dafür gibt es die Finanzmathematik, damit solche zu verschiedenen Zeiten bezahlten Beträge miteinander verglichen werden können.

Dazu müssen die Beträge aus der Vergangenheit aufgezinst, und die Beträge aus der Zukunft abgezinst werden - und wie diese Bezeichnungen erahnen lassen: Die Subventionen der Kernkraft sind deutlich höher als die für Erneuerbare. Merkste was?

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Ungelösste Probleme der Wind- und Solar-Energie:

1-geringe Leistungs-Dichte (Photovoltaik gemittelt über ein Jahr: 10-30 W pro m², ein KKW hat um 14,5 kW pro m²). Siehe Wikipedia "Leistungsdichte", "Energiedichte", "Erntefaktor", "Stromerzeugung"

2-neue Windgenereatoren erzeugen ebenfalls radioaktiven Müll (Förderung der Seltenen Erden). Siehe unter Wikipedia "Seltene Erden", "Neody-Eisen-Bor" oder ww.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/windraeder-produzieren-atommuell-greenpeace-muss-eingreifen/ .

3-der ungelößte Netzausbau, für die dezentrale Stromversorgung von Nord nach Süd, oder von Norwegen in die BRD

4-Probleme der Wasserkraft , Staudamm-Katastrophen ab 400 Toten: Frankreich 2.12.1959 (bis zu 429 Tote), Brasilien 25.3.1960 (etwa 1000 Tote) , China 18.5.1960 (etwa 1000 Tote), Indien 12.7.1961 (etwa 1000 bis 2000 Tote), Indien 29.9.1964 (1000 Tote), Italien 9.10.1963 (etwa 2000 Tote), Indien 29.10.1964 (etwa 1000 Tote), Bulgarien 1.5.1966 (bis zu 488 Tote), China 8.8.1975 (um 220 000 Tote), Indien 11.8.1979 (etwa 2000 bis 2500 Tote), Philippinen 1991 (3500 Tote), China 27.8.1993 (etwa 240 bis 1200 Tote. Siehe Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/ListevonTalsperrenungl%C3%BCcken . Auch auf dem Hoheitsgebiet der BRD gab es Staudamm-Katastrophen: 17. Mai 1943 starben 1.200 bis 1600 umgehend beim Bruch der Möhne-Staumauer und etwa 800 Tote durch Bruch der Edersee-Talsperredurch. Beides ausgelöst durch einen Bombenangriff.

Alleine in Europa haben sich seit 1950 16 Staudamm-Katastrophen ereignet.

5-fehlende Strom-Puffer. Man schaue sich mal an, was von den theoretisch installierten 30 GW wirklich im Stron-Netz ankommt. Im Augenblick sind es gerade mal 2,8 GW (17 Uhr 10.8.12) http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-wind . Und das bei politischer Bevorzugung durch das EEG.

In Norwegen soll nach den Politikern der BRD Europas größter Strom-Akku in Form von gewaltigen Pumpspeicher-Kraftwerken/Staudämme installiert werden. Ob allerdings die 4 Millionen Norweger das mit ihrer Natur machen ist fraglich, unter Betracht des gewaltigen Natureingriffes und unter Berücksichtigung der obigen Liste. Sollte es aber doch wider erwarten dazu kommen muss einem jeden klar sein, dass die Norweger sich diese Strompuffer-Dienstleistung bezahlen lassen. Der Strom, welcher aus Norwegen dann wieder zu uns zurück kommt, wird mit einem Kostenaufschlag versehen sein, der diese norwegische Dienstleistung in Rechnung stellt. Also auch auf dem diesem Wege werden Devisen ins Ausland abfließen. Hier nur nicht als Kosten für Kohle, Gas oder bedingt auch Uran, sondern als Dienstleistungs-Kosten für die technisch sehr aufwendige und aus Umweltsicht sehr umstrittene Strompufferung in Stauseen und Pumpspeicher-Kraftwerken.

6-Tank statt Teller . In Zukunft sollen unsere Felder für die Erzeugung von künstlichen Treibstoffen, künstlichen Kunststoffen und als zusätzlicher Stellplatz für Photovoltaikanlagen her halten. Die Frage ist nur, wo soll die Lebensmittel-Landwirtschaft ihre Anbauten machen? 4 Anwendung auf Flächen die heute schon für 1 Anwendung knapp ist? Man sollte nicht vergessen, Naturschutzparks soll es doch auch weiter geben.

7-Unfälle in Biogas-Anlagen: Fischsterben durch Unfall in BIO-GAS-Anlage : blog.br-online.de/quer/toedliche-energie-fischsterben-durch-biogasanlagen-11072012.html und ww.straussfurt-wehrt-sich.de/index.php?option=com_content&view=article&id=367:bio-gas-anlagen-und-fischsterben-in-niedersachsen&catid=74:umweltrisiken-von-bio-gas-anlagen&Itemid=113

8- Chemische Endlagerung: Der giftigste Ort der Welt, ein altes Kali-Bergwerk. Das weltweit grösste chemische Endlager wurde von keinem geringen als dem damaligen hessischen Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel" bezeichnet :-). Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die zweifellos notwendig sind). ww.fr-online.de/rhein-main/giftmuell-in-hessen-der-giftigste-ort—der-welt-,1472796,8760584.html

ww.energie-fakten.de/pdf/entsorgung_giftig.pdf

ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html

ww.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php

9-fossile Brennstoffe:

„Menschen ersticken, Häuser kollabieren, der Erdboden wird so heiß, dass Schuhe darauf schmelzen: Immer mehr Orte in China und Indien werden von Kohlefeuern unterwandert, der Boden wölbt sich und raucht, Giftgase treten aus. Deutsche Ingenieure sollen bei der Eindämmung helfen. „ (ww.spiegel.de/wissenschaft/natur/gefaehrliche-kohlebraende-untergrund-feuer-bedrohen-riesige-landstriche-a-760199.html).Siehe auch unter Wikipedia „Kohlebrand"

ob und wie hier immerwieder studien für die jeweilige Seite angefertigt, beschönigt oder sogar gefälscht werden sei mal dahin gestellt. Mein reiner gesunder menschenverstand sagt mir aber folgendes:

  • Was kostet es, einen gefahrenstoff, der hunderte und tausende von jahren noch gefährlich bleibt sicher zu "entsorgen" bzw. SICHER zu lagern?

  • Was kostet es, ein Kraftwerk abzubauen und zu entsorgen, das jahrzehnte lang gefährlichen strahlungen ausgesetzt war und wo in vielen vielen teilen, ob es nun lackierte bauteile sind oder metalle oder andere stoffe, radioaktive partikel stecken. Was kostet diese entsorgung und "reinigung"?

Alleine diese beiden faktoren eingerechnet, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass der betrieb einer solchen anlage dermaßen viel gewinn abwirft, dass das alles aus den rücklagen bezahlt wird. Und wir wissen ja nur zu gut, wer den rückbau einiger alter ostatommeiler im moment noch bezahlt, da waren von anfang an keine rücklagen beteiligt, sondern nur der staat ergo der steuerzahler. Und diese kosten schlagen sicher in keiner energiebilanz zu buche ... Auch die RWE- und wie sie alle heißen, Reaktoren werden sicher in zukunft NICHT alleine von den Betreibern zurückgebaut und entsorgt.

Und das hat nichts mit wale retten oder knäcke brot essen zu tun.

Wenn wir das Erdöl (was 500 Millionen jahre brauchte bis zur seine Förderung) nur innerhalb von Hundert jahren in die Luft blasen und ach die so schönen, sauberen und natürlich so sicheren Atomkraftwerke die ja im Kostenbilanz immer noch so günstig dargestellt werden und von den Lobbyisten der Branche als eine Melkkuh betrachtet wird wo es um abermilliarden geht und das Volk bewusst hinterslicht geführt wird weil niemals die Wahheit auf den Tisch kommt wird mir Kotz-Übel.

Gefahren unser Technik: Schau mal unter Wikipedia "Liste von Talsperrenunglücken", "Kohlebrand", "Chemiekatastrophe", "Liste von Ölkatastrophen", "Saurer Regen", "Endlagerung", "Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen". "Luftverschmutzung"

Atommüll: In einem deutschen KKW ergibt sich jährlich etwa 23 t hoch radioaktiver Müll ("abgebrannte" Brennelemente). Die deutsche Industrie produziert jährlich 820 Mio. t CO2 (etwa 1/3 für Strom)und 50000 t chemisch hoch giftigen/krebserregenden Sondermüll, welcher nicht verbrannt werden kann. Dieser Sondermüll wird endgelager in der Untertage-Sondermülldeponie Herfa-Neurode (siehe Inter-Net bei Wiki). Sämtliche Flugasche, Verbrennungs-Stäube der Filteranlagen von Kohle- , Müllverbrennungs- oder Sondermüllverbrennungs-Kraftwerken landet ebenfalls in einem chemischen Endlager, nochmals verbrennen ist nicht sinnvoll. In Herfa-Neurode haben sich so schon 700 000 t hoch krebserregendes-giftiges dioxin- und furanhaltige Filterrückstände angesammelt. ( ww.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php ). Nur auf Herfa Neurode bezogen stehen also 17 mal 23 t (etwa 400t) hoch aktiver Nuklear-“Müll“ den etwa 50 000 t hoch chemisch giftigen Abfällen der Chemie- und Verbrennungs-Technik gegenüber. Die 820 Mio. t CO2 die quer über den Planeten verschmiert werden seien auch erwähnt.

Abgebrannte Brennelemente sind nach 1 Mill. Jahren ( www.hzdr.de/db/Cms?pOid=14476&pNid=1664 ) auf ein radioaktives Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende) abgeklungen. Der nukleare Abfall aus aktuellen Wiederaufbereitungsanlagen (Sellafield, Le Hage) ist nach 10 000 Jahren auf dem radioaktiven Niveau von Pechblende abgeklungen. Durch das Abtrennen von Uran und Plutonium verbleiben nur noch die hoch radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven Minor-Actinoide (ohne U, Pu). Somit wird der hoch aktive nukleare Müll der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach „Wiederaufarbeitung“). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an, fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20t pro Jahr (hoch radioaktiver Abfall jetzt aber nur noch die Spalt-Produkte + Minor-Actinoide). Weiter verringert das Abtrennen (Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 100. Bei einer alternativen Reaktortechnik (Flüssigsalz-Reaktor, homogene Fluid-Reaktoren) ( ww.Energyfromthorium.com ) würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500 Jahren auf das radioaktive Niveau von Pechblende abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinoide) im Reaktor verbleiben und dort vom epithermischen Neutron-Fluss gespalten werden. Somit nutzt man die Minor-Actinoide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239. Siehe hierzu mal Netz unter " Energyfromthorium.com ". Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch krebserregenden Dioxinen, Furanen,... der Verbrennungs-Technik ist nicht mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen leider nicht wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen Abfälle für immer. Leider wurde 2005 unter den SPD/Grünen die Wiederaufbereitung, auch die deutscher Abfälle im Ausland, verboten. Interessanterweise lagert die BRD jedoch chemisch hoch giftige Abfälle des Auslandes gegen Geld ein. Damit haben die Grünen kein Problem. Weiter wurde dieses chem. Endlager in Herfa Neurode vom damaligen hessischen Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel" bezeichnet :-) (ww.fr-online.de/rhein-main/giftmuell-in-hessen-der-giftigste-ort--der-welt-,1472796,8760584.html, ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html, waste.informatik.hu-berlin.de/grassmuck/Texts/MuellSystem/joschka.html Aufstieg und Fall des Joschka F.. Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die zweifellos notwendig sind).

Zur chemischen Endlagerung: de.wikipedia.org/wiki/Endlager , de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung, ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerkaid152486.html, ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html , ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html , ww.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php, ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx und viele mehr. Schaut einfach mal im Netz unter "Sondermüll Bergwerk", „Joschka Fischer Herfa Neurode“ oder „Filterstaub Bergwerk“ :-)

Resultierend kann man sagen, dass auch mit der klassischen Kernenergie die endzulagernde Menge weit geringer ist, als bei der Verbrennungstechnik (Kohle, Öl, bedingt auch Gas, Müllverbrennung,...). Weiter ist der radioaktive Müll nicht in alle Zeit gefährlich. Am Beispiel der alternativen Reaktortechnik ist dieser Müll sogar schon nach etwa 300-500 Jahren nicht

Du hast sehr viel geschrieben. Allerdings keinen Satz zum Kostenvergleich.
Danach war aber gefragt.

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Hi.
Es wird oft vom "billigen Atomstrom" geredet. Der Atomstrom ist aber nur scheinbar "günstig", weil insbesondere die "Nachfolgekosten" schöngerechnet werden. Die Probleme der Endlagerung bleiben außen vor. Die Endlagerung des Atommülls ist völlig ungeklärt. Die Kosten auch.

Wie man am Beispiel des maroden Atommüllagers Asse sieht, kann so etwas Milliarden über Milliarden kosten. Und wer bezahlt? Natürlich der Steuererzahler. Es ist dabei noch nicht einmal klar, ob der Atommüll in der Asse überhaupt zurückgeholt werden kann.

Es ist auch nicht klar, welches Ausmaß die Schäden im Falle einer großflächigen Verseuchung des Grundwassers haben könnten. Klar ist aber auch wieder, wer darunter zu leiden hätte: Die Bevölkerung in der Umgebung. Klar ist auch, wer für die Kosten aufkommen würde: der Steuerzahler.

Fakt ist auch, daß die Betreiber der AKWs im Falle eines GAUs total unterversichert sind. Wer würde bei einem GAU für die Milliardenschäden aufkommen, die nicht von einer Versicherund getragen würden? Richtig, der Steuerzahler.

All diese Posten tauchen in den veröffentlichten Kalkulationen der AKW-Betreiber nicht auf. Warum nicht? Weil die betreffenden Konzerne damit zugeben würden, daß der billige Atomstrom ein Märchen ist.

Gruß, earnest

wenn dann der dumme Steuerzahler (bei einem GAU) der alles bezahlen muss inzwischen nicht elendlich umgekommen ist weil alles für tausende von Jahren verseucht ist! ;o)

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Papier ist geduldig und die Wirtschaft/Politik hat davon sehr viel. Die ganze Entsorgung ist nicht mal geklärt, alter Atommüll muß wieder ausgebuddelt werden. In jedem Fall verdient die Industrie daran!!! Du zahltst mit deinen Steuren und deiner Gesundheit (Tschernobyl) ... grrr!

atom,erneuerbare energie all das mal zur seite dieses energy problem wurde schon in den 90er gelöst durch freie energie !! Aber alles eine frage der politik .. was wäre wen in den 90er dieses energie sythem durch gesetzt worden währe ?? .. nehmen wir mal an das man der freien energy ein stupser gibt und es 1000 jahre lang dreht und energie von der natur abgibt ohne öhle gahse atome und nichts !! .. na logisch das geldsyhstem wâhre kahotish unter gegangen und öl oder atom hâtte keinen wert mehr nimm dir die zeit und werde mal aus dieser doku schlau da wird vieeles beschrieben und die freie energy genau erklârt

falls du es dir angeschaut hast schreib ûber deine meinung :)

Jap, da die Industrie die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen nicht bezahlen muss...

weil deine quelle äußerst fragwürdig ist

sicher ist atomstrom günstiger

wenn die energiewende so durchgezogen wird, wie geplant, wird sich der strompreis verdreifachen

Du hältst Greenpeace Energy, das Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft FÖS und Quellen wie Focus, Spiegel, Tagesschau usw. für fragwürdig? Ach so :D

Was sind deine Argumente für deine Aussage? "Vermutest" du das? Oder ist es eher eine persönliche Einstellung zur Energiewende?

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@WissensLustXXL

Greenpeace Energy, das Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft FÖS

fokus spiegel, schreiben für beide seiten, kann ich dir auch artikel bringen

was ich dir zitiert habe, gucke ich einfach bei VEW oder so, ca gleich aussagekraft

ich muss jetzt essen

geh du wale retten oder so

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Nachfolgekosten??? Atom=günstiger, hmm

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