Ist Atheismus nicht auch ein Glaube?

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28 Antworten

Das, was Du da denkst, Mephisto97, ist ein großer Irrtum.

Gottesglauben und Gottesleugnung sind sehr wohl beweisbar. Man frage die Menschen oder messe deren Gehirnströme bei Reaktionen auf bestimmte Fragen. Es ist aber gar nicht nötig, einen Glauben an einen oder mehrere Götter immer wieder beweisen zu wollen oder Religiosität, denn jeder weiß, dass es das gibt.

Es gibt allerdings keine Götter in der realen Welt.

Dieses ist nicht beweisbar, denn die Abwesenheit von was auch immer lässt sich nun einmal nicht beweisen. Wie soll das auch gehen? Es ist halt einfach nicht da.

Zur Anwesenheit von Göttern in unserer Welt fehlt bisher auch jeder Beweis, denn, wie Du schon richtig anmerktest, handelt es sich nur um einen Gottesglauben und jeder mag an das glauben, was er möchte.

Atheismus kommt vom griechischen átheos und bedeutet "ohne Gott".

Atheismus bezeichnet die Ablehnung eines Glaubens an Götter oder das Nichtvorhandensein dieses Glaubens.

Und immer noch ist es so, dass etwas nicht Vorhandenes nicht beweisbar ist.

***

Jetzt geh ich schlafen. Schönen Abend noch und eine gute Nacht.

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questner321 14.07.2016, 23:21

Schönes Abschlusswort. Gute Nacht :)

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Atheisten haben in Deinem Gedanken-Spielchen den Nachteil, dass es ungleich schwieriger ist, eine Nicht-Existenz von etwas Nicht-Existentem zu beweisen als die Existenz eines existenten Gottes zu beweisen.

Der Vorsprung an Erkenntnis ist wahrscheinlich der, dass der Atheist - weil es keinerlei Beweise für die Gottes-Existenz gibt - diese Existenz leugnet. Das ist zumindest logisch nachvollziehbar. Weniger logisch ist es angesichts von keinerlei Beweisen an die Existenz eines Gottes zu glauben.

Und trotzdem könnte es einen Gott geben.

Davon abgesehen denkt nicht jeder Atheist diesbezüglich gleichermaßen; da gibt es z.B. den atheistischen Agnostiker, der der Meinung ist, dass es keinen Gott gibt, gleichzeitig aber einräumt, dass er es nicht weiss.

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Leider findet man in Problemstellungen zum Thema "Glauben" immer wieder die Fehleinschätzung, dass der Begriff  "Glauben" nur in einer Bedeutung vorliegen würde und folglich auf unterschiedlichste Sachverhalte sprachlogisch gleichermaßen anzuwenden sei. Dem ist nun aber nicht so.

Glaube im Sinne von "für wahr halten" gilt nicht für den religiösen Glauben. Der Christ z.B. hält die zentralen Aussagen der Bibel nicht für wahr, sondern er ist der felsenfesten Überzeugung, dass er hier vor absoluten Wahrheiten steht. Er ist ergriffen und erfüllt mit einer Glaubensgewissheit, die weit stärker ist als die Akzeptanz von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen bei reinen atheistischen Naturwissenschaftlern. Paul Tillich definiert Glaube als "das Ergriffensein von der transzendenten Einheit unzweideutigen Lebens". Da ist kein Raum mehr für Zweifel, da ist Gewissheit, dass dieses Ergriffensein das "wahre Leben" ist.

Der religiös Nichtgläubige dagegen unterstellt dem Gläubigen fälschlicherweise, dass dieser seine Glaubensinhalte "nur" für wahr hält, weil er als Nichtgläubiger keinen Zugang zu diesem Bewusstsein unmittelbarer Gewissheit hat. Insoweit können sich Gläubige und Ungläubige nicht verstehen und folglich bleiben auch ihre Argumentationen immer so unverständlich für den jeweils anderen.

Dass der Atheist sein Weltbild auf experimentellen Beweisen aufgebaut sieht, erzeugt bei ihm ein hohes Maß von Gewissheit, allerdings erlebt er als tatsächlich arbeitender Naturwissenschaftler, dass er nur den reproduzierbaren Fakten trauen darf, die sich in funktionierenden Geräten niederschlagen. Bei den Erklärungsmodellen wird er dagegen zeitlebens finden, dass diese ständig durch bessere ersetzt werden, was auch dazu geführt hat, dass man nur von bestimmten "Paradigmen" spricht anstatt von Wahrheiten. Der Wahrheitsbegriff ist aus der naturwissenschaftlichen Theorie vollständig verbannt. 

So könnte man z.B. sagen, dass die messbare Gravitationskraft doch unumstößlich gültig ist, also wahr sein muss. Doch da kann man sogleich entgegnen, dass Gravitation als beobachtbares Phänomen doch möglicherweise viel komplexer ist als es uns heute erscheint. Vielleicht spielen hier ja mehrere Phänomen interaktiv zusammen, die wir heute noch nicht differenzieren können, und dann wäre eine Bewertung als "wahr" schon wieder voreilig und damit falsch. Also spricht man von Theorien, Hypothesen oder Modellen und bleibt auf der sicheren Seite. 

Aus diesen kurzen Anmerkungen kannst Du vielleicht erkennen, dass damit die Überzeugung des Naturwissenschaftlers niemals als Glaube im religiösen Sinne zu bezeichnen ist.

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Atheismus kann gar kein Glaube sein.

Der Theist sagt:"Es gibt einen Gott." Damit stellt er eine Behauptung auf, die  zu belegen wäre. Erst nach Vorlage solcher Belege könnte man diese einer kritischen Prüfung unterziehen. Solche Belege sind aber alle Gottesgläubigen bis heute schuldig geblieben.

Der Atheist hingegen sagt gar nichts. Im äußersten Falle stellt er der Behauptung:"Es gibt einen Gott" ein schlichtes "Nein" entgegen.

Atheismus hat keine eigene Aussage. Atheisten behaupten nicht, dass es Gott nicht gäbe. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Atheismus ist ebenso kein Glaube, wie Nichtrauchen eine Sucht ist.

Atheismus wird häufig mit Antitheismus verwechselt. Dieser trifft durchaus Aussagen gegen die Existenz von Göttern. Aber hier wird daraus kein Glaube.

Das Ganze wird recht gut nachvollziehbar, wenn mal mal für Gott einfach eine andere Entität einsetzt.

Der Einhornianer sagt:"Es gibt Einhörner." Der Nichteinhornianer (also alle die, die nicht an Einhörner glauben) sagt. "Nein".

Ist nun das "Nein" des Nichteinhornianers ein eigenständiger Glaube?

Hast Du, der nicht an Einhörner glaubt (unterstelle ich jetzt mal), einen Glauben gegen Einhörner?

Tatsächlich kann man logisch gar nicht glauben, dass etwas nicht existiert.

Die Summe der Entitäten, die es nicht gibt, ist unendlich. Es gibt sicherlich auch keine grünen Tentakelmonster auf Pluto. Ist nun also die Nichtannahme, das es solche gäbe, ein Glaube?

Es gibt für die Gottesleugnung gute logische Gründe. Ebenso wie für die Leugung von Einhörnern oder Tentakelmonstern auf Pluto.

Solange es keine Belege für die Existenz von etwas gibt, können wir getrost davon ausgehen, das es nicht existiert.

Wenn Du diese Regeln nicht anerkennst, wärest Du in der Pflicht, die Nichtexistenz von Einhörner zu beweisen. Was Dir mit Sicherheit nicht gelingen wird.

Dieses Prinzip ist zwingender Bestandteil einer vernunftbasierten Weltsicht, weil man sonst in der Konsequenz jeder denkbaren Entität eine Existenzberechtigung zusprechen müsste.

Die Evidenz für keinen Gott ist höher als die für Einhörner. Wer was anderes behaupten möchte, ist in der Pflicht für diese Behauptung Belege beizubringen.

Niemand muss aber Belege gegen die Existenz von Einhörnern, Tentakelmonstern oder eben auch Göttern beibringen.

Atheismus ist nur die Nichtvornahme eines Bekenntnisses zu einem Gott. Passiv, ohne Inhalt, ohne Aussage, ohne Dogma, ohne These.

So wie Nichtpolospielen kein Sport sein kann, ist auch Atheismus kein Glaube, sondern eben schlicht die Abwesenheit eines spezifischen Glaubens, nämlich dem an Götter.

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martin7812 18.07.2016, 18:55

Atheismus kann gar kein Glaube sein.

Wie ich schon öfters geschrieben habe, hat das Wort "Atheismus" im Deutschen mehrere Bedeutungen.

Die sowohl älteste (ca. 1730) als auch eine der am meisten verwendete Bedeutung ist: Eine Person, die fest davon überzeugt ist, dass es keinen Gott geben kann.

Diejenige Bedeutung, die du kennst, ist wesentlich neuer.

Du hättest beim Fragesteller also zunächst einmal nachfragen müssen, was er denn unter "Atheismus" versteht.

Der Atheist hingegen sagt gar nichts. Im äußersten Falle stellt er der Behauptung: "Es gibt einen Gott" ein schlichtes "Nein" entgegen.

Bereits hier haben wir zwei komplett unterschiedliche Typen von Personen:

Derjenige, der mit "Nein" antwortet, macht eine "eigene Aussage", nämlich: "Es gibt keinen Gott."

Und es handelt sich dabei eindeutig um eine Aussage, die er nicht belegen kann.

Ist nun das "Nein" des Nichteinhornianers ein eigenständiger Glaube?

Tatsächlich kann man logisch gar nicht glauben, dass etwas nicht existiert.

Solange es keine Belege für die Existenz von etwas gibt, können wir getrost davon ausgehen, das es nicht existiert.

Bereits seit der griechischen Antike gilt es als völlig unmöglich, die Existenz der Erde zu beweisen:

Schließlich ist es ja möglich, dass man sich alles nur einbildet und nichts, was man sehen, hören, riechen, tasten, ... kann existiert.

Neulich hat tatsächlich irgendein "Wissenschaftler" behauptet, er hätte Belege dafür, dass die Erde gar nicht existiert.

Deiner Logik nach wäre dieser Wissenschaftler voll im Recht, während alle anderen 7 Milliarden Menschen, die doch tatsächlich glauben, die Erde würde existieren, im Unrecht sind!

Wenn Du diese Regeln nicht anerkennst, wärest Du in der Pflicht, die Nichtexistenz von Einhörner zu beweisen.

Noch schlimmer:

Auch wenn er die Regeln der Naturwissenschaften oder der Mathematik anerkennt, wäre er in der Pflicht, die Nichtexistenz von Einhörnern zu beweisen, wenn er behauptet: "Diese Tiere gibt es nicht"!

Falls es nicht möglich ist, die Nichtexistenz von etwas zu beweisen, ist es unwissenschaftlich zu behaupten: "Das gibt es nicht."

Das kapieren Leute ohne wissenschaftliche Ausbildung aber nicht.

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realsausi2 18.07.2016, 19:49
@martin7812

Also hier auch noch mal:

Lieber martin7812, würdest Du bitte zur Kenntnis nehmen, dass die
Definitionshoheit über den Begriff "Atheismus" eben bei den Atheisten
liegt? Was würdest Du sagen, würden wir Atheisten uns anmaßen, den
Begriff "Christ" zu definieren?

Du hast natürlich reicht, dass unterschiedliche Konnotationen eines
Begriffs zur Verwirrung führen können. Daher ist es mitunter hilfreich,
diese im Zuge eines Diskurses zu bestimmen.

Wenn die Bestimmung aber erfolgt ist, sollte es aber auch gut sein.
Ebenso wie die Massenmeinung den Begriff "Christ" sicherlich nicht
punktgenau zu definieren vermag, geling ihr das beim Begriff "Atheist"
noch viel weniger.

Lassen wir also doch die den Begriff definieren, die etwas davon
verstehe. Und das sind hier primär die, die der Gruppe, die definiert
werden soll, auch angehören. Das gilt für Dich als Christen wie auch für
mich als Atheisten.

Nimm also bitte zur Kenntnis, dass unsere Definition von Atheismus
die ist, dass sie lediglich die Nichtvornahme eines Bekenntnisses zu
einem Gott benennt. Dieser Atheismus macht keine Aussage über die
Existenz von Göttern, weder positiv noch negativ.

Ebenso lasse ich Dich definieren, was ein Christ ist.

Wenn wir uns daran halten, wird unsere Diskussion deutlich fruchtbarer werden.

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martin7812 19.07.2016, 08:12
@realsausi2

würdest Du bitte zur Kenntnis nehmen, dass die Definitionshoheit über den Begriff "Atheismus" eben bei den Atheisten liegt?
...
Lassen wir also doch die den Begriff definieren, die etwas davon
verstehen.

Du musst dabei schon genauer sagen, was du mit diesem Satz meinst:

  • Fall 1: Die Definitionshoheit liegt bei den Leuten, die SICH SELBST als "Atheisten" bezeichnen
  • Fall 2: Die Definitionshoheit liegt bei denen, die DU als "Atheisten" bezeichnest

Zu Punkt 1:

Hier auf GF habe ich in etwa den folgenden Satz gelesen:

"Ich bin Atheist. Und wir Atheisten sind nun mal davon überzeugt, dass es keinen Gott geben kann"

Zu Punkt 2:

Schon sehr frech, dass ausgerechnet du dir das Recht herausnimmst, dich selbst als "Atheisten" bezeichnen zu dürfen und anderen dieses Recht nicht einräumst.

Ein Kollege Richard Dawkins ist das, was du ganz eindeutig als "Atheisten" bezeichnen würderst.

Er selbst bezeichnet sich nicht als "Atheist", da er unter diesem Wort jemanden versteht, der von der Nicht-Existenz Gottes fest überzeugt ist und eben nicht jemanden, der einfach nur nicht glaubt.

Wenn irgendwer (egal ob Christ, Moslem oder Atheist) unter dem Wort "Atheist" also jemanden versteht, der von der Nichtexistenz Gottes fest überzeugt ist, dann würde er in beiden Fällen tatsächlich eine Wortdefinition verwenden, die von einem Atheisten stammt.

Ps.: Mein persönlicher Eindruck ist, dass sowohl die Mehrzahl der Personen aus Fall 1 als auch aus Fall 2 nicht dieselbe Definition des Wortes "Atheismus" verwenden wie du.

dass die Definitionshoheit über den Begriff "Atheismus" eben bei den Atheisten liegt?

Wenn demnächst eine Frage auf GF auftaucht:

"Wie viel Prozent der Flüchtlinge in Deutschland sind Kriegsflüchtlinge? Und wieviele kommen nur aus wirtschaftlichen Gründen?"

Dann muss ich also auch erst einmal im Flüchtlingsheim nachfragen, nach welchen Kriterien jemand ein "Kriegsflüchtling" ist und nach welchen nicht.

Die Definitionshoheit, was das Wort "Kriegsflüchtling" bedeutet, liegt schließlich bei den "Kriegsflüchtlingen".

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kalippo314 20.07.2016, 01:30
@realsausi2

Tatsächlich, Martin, gibt es neben den "Atheisten" auch die "Antitheisten". Die allerwenigsten Atheisten würden sich anmaßen, zu sagen, sie wären zu 100% überzeugt, es gäbe keinen Gott. Sie gehen ganz einfach davon aus, dass es keinen gibt. Das heißt: die allermeisten Atheisten sind also "agnostische Atheisten".

So verstehe ich - und ich denke auch die meisten neuzeitlichen Atheisten - den Atheismus.

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martin7812 20.07.2016, 07:04
@kalippo314

Das ist alles schon so richtig.

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es nun aber so, dass die meisten Menschen unter dem Begriff "Atheismus" das verstehen, was du unter dem Begriff "Antitheismus" verstehst.

In offiziellen Wissenschaftlichen Texten ist dies sowieso der Fall, da
das Wort "Antitheismus" kein offizielles deutsches Wort ist.

Ich gehe auch davon aus, dass die Mehrheit der Atheisten (und Antitheisten) unter dem Begriff "Atheismus" den Begriff "Antitheismus" versteht.

Genaue Statistiken habe ich allerdings nicht, so dass dies nur ein persönlicher Eindruck von mir ist.

Beweisen kann man hingegen, dass "Atheismus = Antitheismus" die ursprüngliche (!) Bedeutung des Wortes "Atheismus" war, als es um 1730 erstmals in der deutschen Sprache verwendet wurde.

(Da im antiken Griechenland das Wort meines Wissens eine ganz andere Bedeutung hatte als heute, kann man auch nicht mit der griechischen Bedeutung dieses Wortes argumentieren.)

Auch wenn man sich die ursprüngliche Frage des Fragestellers durchliest, wird sofort klar, dass er dieses Wort so versteht.

User "realsausi2" geht in seiner Antwort somit gar nicht auf die eigentliche Frage des Fragestellers ein, nämlich, ob (nach realsausi2's Wortschatz:) Antitheismus eine Religion ist oder nicht.

Stattdessen erklärt er lang und breit, was er unter dem Begriff "Atheismus" versteht.

Das ist so, als würde ich auf die Frage eines Fragestellers, ob er sich eine Bank auf die Terasse stellen soll, antworten, dass man bei Banken Geld anlegen kann, aber man Banken eben nicht auf die Terasse stellen kann.

Das, was "realsausi2" in den Kommentaren danach macht, ist so, als würde ich schreiben, dass gefälligst sämtliche Möbelhersteller das Wort "Bank" nicht mehr für ein Möbelstück zu verwenden haben, da die Bedeutung "Bank = Finanzinstitut" richtig und die Bedeutung "Bank = Möbelstück" falsch sei.

Am Beispiel mit der "Bank" kann man hoffentlich sehen, welche dreiste, freche Anmaßung es ist, wenn man anderen vorschreiben will, was ein bestimmtes Wort zu bedeuten hat.

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666Phoenix 12.09.2016, 13:49
@martin7812

Martin

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es nun aber so, dass die meisten Menschen unter dem Begriff "Atheismus" das verstehen, was du unter dem Begriff "Antitheismus" verstehst.

Ich gehe auch davon aus, dass die Mehrheit der Atheisten (und Antitheisten) unter dem Begriff "Atheismus" den Begriff "Antitheismus" versteht.

Genaue Statistiken habe ich allerdings nicht, so dass dies nur ein persönlicher Eindruck von mir ist.

Beweisen kann man hingegen, dass "Atheismus = Antitheismus" die ursprüngliche (!) Bedeutung des Wortes "Atheismus" war, als es um 1730 erstmals in der deutschen Sprache verwendet wurde. (---> Den "Beweis" möchte ich sehen!)

Auch wenn man sich die ursprüngliche Frage des Fragestellers durchliest, wird sofort klar, dass er dieses Wort so versteht.

---> 

"meine persönliche Erfahrung", "ich gehe davon aus", "genaue Statistiken habe ich nicht", "man kann", ....

Also summa summarum: nur subjektive, durch nichts zu belegende, leer zusammengeschusterte Ergüsse aus einer nicht definierbaren geistigen Überwelt!

_____________

Das ist so, als würde ich auf die Frage eines Fragestellers, ob er sich eine Bank auf die Terasse stellen soll, antworten, dass man bei Banken Geld anlegen kann, aber man Banken eben nicht auf die Terasse stellen kann.

NEIN! Das wäre so, als ob ein erkenntnistheoretischer Analphabet Dir immer wieder erklärt, dass "Atheismus" ein Glaube sei! Oder dass "Atheismus" eigentlich "Antitheismus" sei!

Am Beispiel mit der "Bank" kann man hoffentlich sehen, welche dreiste, freche Anmaßung es ist, wenn man anderen vorschreiben will, was ein bestimmtes Wort zu bedeuten hat.

NEIN! Es gibt in der Realität keinen normal denkenden und gesunden Menschen, der die "Bank" zum Sitzen mit der "Bank" für Geldangelegenheiten verwechselt und das dann auch noch allen anderen als "Wahrheit vor dem Herrn" aufdrängeln wolle! 

Derart "Verwechselungen" gibt es nur bei bildungsresistenten "Anti-Atheisten"!

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Atheismus ist kein Glaube, sondern genau das Gegenteil, das Fehlen eines Glaubens. Dies ist mitnichten das einfache Leugnen der Existenz eines Gottes, entsprechendes wäre Antitheismus.

Der Atheist betrachtet die Behauptung einer Existenz eines Gottes genauso wie jede andere Behauptung. Die Behauptung kann entweder Wahr oder Falsch sein. Nun hat jegliche Naturbobachtung bisher gezeigt das ein Gott nicht notwendig ist; und gleichzeitig ein stichhaltiges Indiz für die Existenz eines Gottes ausgeblieben ist. Dementsprechend geht der Atheist auch von der Nichtexistenz eines Gottes aus.

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Abahatchi 16.07.2016, 11:53

Dies ist mitnichten das einfache Leugnen der Existenz eines Gottes,

Selbst dies ist noch nicht einmal nötig, um gemäsz dem Griechischen a Theos (ohne Gott) zu sein. Es reicht schon, wenn man einfach ein Mensch oder eine Ethnie ist, die noch nicht einmal was von Götter je gehört hat und somit keinerlei Vorstellung von den "Geistwesen" wie Götter haben, so es auch Kulturen gibt, die noch nie etwas von Gartenzwergen gehört haben. Denn genau aus diesem Grund hatten Griechen für Völker, die in ihrer Kultur so etwas wie Götter noch nicht einmal kannten, die Bezeichnung a Theos bzw. Atheos oder neuer Atheist kreiert. 

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Atheismus ist genau so wenig ein Klaube, wie ein leerer Teller ein Gericht ist, wie ein leeres Glas ein Getränk ist, oder wie Enthaltsamkeit eine Sexpraktik ist. 
Atheismus bedeutet nicht glauben. 
Es ist ein Unterschied ob man sagt :"Ich glaube, dass es keinen Gott gibt." oder "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt." Die Letztere Aussage ist die eines Atheisten, er glaubt nicht. 

Natürlich wird man nie beweisen können, dass es keinen Gott gibt. man kann aber auch nicht beweisen, dass es keine Kobolde, Feen oder Einhörner gibt. Ich könnte mir ein beliebiges Wesen zusammen fantasieren und niemand könnte mir beweisen, dass es das nicht gibt. 
Jedem logisch denkenden Wesen sollte klar sein, dass die unbewiesene Nichtexistenz die Existenz kein Stück wahrscheinlicher macht.

Aus diesem Grund lehnen Atheisten den Gottglauben ab, es gibt einfach keinen guten Grund, an einen bestimmten Gott zu glauben. 

Es gibt aber viele Gründe anzunehmen, dass die Menschen die Götter erschaffen haben und nicht umgekehrt.

Das führt zur logischen Annahme, dass es wahrscheinlich keinen Gott gibt. Es führt auch zu einem weiteren unterschied zwischen Gläubigen und Atheisten. Ein rational denkender Atheist wird sein Weltbild anpassen, wenn er auf neue Fakten stößt, die bisherigen Annahmen widersprechen. 
Gläubige werden von ihrem Glauben nicht abrücken, egal wie viele Bibelmärchen widerlegt wurden. Sie glauben die Geschichten trotz aller Widersprüche.

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Arlon 14.07.2016, 23:34

Wenn deine Annahme logisch wäre, müsste sie richtig sein. Das heißt, du mußt beweisen können, dass es keinen Gott gibt. Sonst ist es einfach nur eine Behauptung, aber keine logische.

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S7donie 14.07.2016, 23:37
@Arlon

Nein. Man kann keine Dinge beweisen die es nicht gibt. Du bist also in der Pflicht die Existenz deines Gottes zu beweisen, sonst gibt es ihn nicht, weil man ja keine Dinge beweisen kann die es nicht gibt. Logik. ;)

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ThomasJNewton 14.07.2016, 23:58
@Arlon

Zu meiner Zeit lernte man Logik noch in der Schule.

Die Logik beschreibt die Regeln des Denkens, wie man Annahmen logisch weiterverarbeitet.

Sie trifft keine Aussagen über die Richtigkeit der Annahmen.

2 Annahmen:
Ich sitze in meinem Wohnzimmer auf einem Stuhl
Ich bin ein Fisch
1 Folge
Ich bin bald tot

Diese Schlussfolgerung ist richtig, wenn man man Spitzfindigkeiten außer Acht lässt, dass mein Haus grad überschwemmt ist oder ich ein Lungenfisch bin.

Die Schlussfolgerung ist richtig, aus logischer Sicht betrachtet.
Auch wenn ich kein Fisch bin.

Es ist auch absurd zu beweisen, dass ich ein Fisch bin, oder keiner.

Das ist der Unterschied zwischen Logik und - wie hieß das noch? - Empimie?

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Giustolisi 15.07.2016, 09:46
@Arlon

Wenn deine Annahme logisch wäre, müsste sie richtig sein. Das heißt, du mußt beweisen können, dass es keinen Gott gibt. Sonst ist es einfach nur eine Behauptung, aber keine logische.Du forderst einen Negativbeweis, der nicht zu erbringen ist. Lies dir meine Antwort mal in aller Ruhe durch, da gehe ich im zweiten Absatz auf Negativbeweise ein.

Du hast dich offensichtlich noch nicht besonders intensiv mit Logik beschäftigt. 
Ein Schluss ist dann logisch, wenn er keine Widersprüche erzeugt. Er ist dann wahrscheinlich, wenn die Prämissen belegt sind.

Nehmen wir mal Bigfoot als Beispiel.
Der wurde noch nie nachweislich gesichtet. Es gibt Videoaufnahmen, aber die sind zu schlecht, oder wurden bereits als Fälschung entlarvt. Man hat Fußabdrücke, aber die könnten ebenso gefälscht sein, bei vielen ist dies auch nachgewiesen. 
Es wurden keine Bigfootknochen oder sonst etwas gefunden, was auf seine Existenz hin deutet. 

Deswegen ist es logisch anzunehmen, dass es Bigfoot nicht gibt.
Das bedeutet nicht, dass er sich nicht doch irgendwo auf der Welt verstecken könnte, aber von seiner Existenz geht man vernünftigerweise erst dann aus, wenn sie belegt ist. Gleiches gilt für alle anderen Fabelwesen, auch für Götter, nur dass die Annahme deren Existenz noch zusätzlich Widersprüche erzeugt. Widersprüche zeigen schon, dass etwas nicht stimmt.

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realsausi2 15.07.2016, 18:40

wie Enthaltsamkeit eine Sexpraktik ist.

Danke dafür. Den werde ich bei Bedarf zitieren.

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Abahatchi 16.07.2016, 11:39
@realsausi2

Atheismus ins Deutsche übersetzt bedeutet Gottlosigkeit. In den Wörtern (griechischen Ursprunges) Atheist oder Atheismus kommt das Wort "Glaube" nicht einmal vor. Man kann natürlich an Götter auch glauben oder nicht (nicht glauben ist eben kein Glaube, weil es sonst kein "nicht glauben" wäre (Paradoxon)), nur beschreiben dies diese Wörter eben gar nicht. Sie sagen nur, das es Gottlose oder Gottlosigkeit ist. Dies kann aber verschiedene Gründe haben, wenn jemand Gottlos ist. Natürlich könnte Enthaltsamkeit eine Sexpraktik sein, wenn Enthaltsamkeit einen völlig "fuchsteufelswild" macht und auf diese Weise einen sexuell befriedigt. ;-) Wäre ja möglich.

PS Die Aussagen meines Kommentares lassen keine Rückschlüsse auf mein Sexualleben zu.

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Giustolisi 16.07.2016, 12:11
@Abahatchi

Atheismus ins Deutsche übersetzt bedeutet Gottlosigkeit.Nö. Theismus bezeichnet den Glaube an Götter. Atheismus ist das Gegenteil, also das nicht-glauben an Götter.

Natürlich könnte Enthaltsamkeit eine Sexpraktik sein, wenn Enthaltsamkeit einen völlig "fuchsteufelswild" macht und auf diese Weise einen sexuell befriedigt. ;-) Wäre ja möglich.Würde man dadurch befriedigt, dann wäre es verboten, denn Mastubation ist laut der Kirche auch verboten, obwohl sie mit Sex nur die Befriedigung gemein hat. Enthaltsamkeit bedeutet, seine sexuellen Gelüste nicht zu befriedigen. Das ist zwar dumm, aber in vielen Religionen noch aktuell.

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Abahatchi 16.07.2016, 21:47
@Giustolisi

Theismus bezeichnet den Glaube an Götter. Atheismus ist das Gegenteil, also das nicht-glauben an Götter.

Religonen wollen dasz es so gedeutet wird und haben über Jahrhunderte versucht Wörter wie Atheist oder Atheismus ihren eigenen, Sinnfremden Stempel auf zu drücken. 

Hat ja bei Dir ganz gut geklappt. 

Theismus ist auch aus dem Griechischen und bezeichnet die "Göttlichkeit" in Bezug auf die Welt. Sie also mit Gott ist. In dem Wort Theismus, was ja aus dem Griechischen stammt ist an keiner Stelle auch nur ein Vermerk auf Glauben. Die Göttlichkeit der Welt kann dadurch gegeben sein, dasz einfach Götter jeden Tag zu uns kommen und zeigen wie man Blitze macht oder man an sie "nur" glaubt. Weil jedoch noch keine Götter zu sehen waren, die unserer Sonne auf der Nachtseite der Erde in einer Barke wieder an den Horizont des Sonnenaufganges bringen, bleibt vielen eben nur der Glaube an Götter. Theismus bedingt heute, dasz Leute an die nötigen Götter glauben aber das Wort Theismus, besagt als Wort nicht, dasz es sich um Glauben handelt, denn als die Wörter im Griechischen erschaffen wurde, ging man davon aus, das es Götter gibt. Man ging davon aus, die die Welt einer Göttlichkeit unterliegt. Da glaubte keiner an Götter, sie waren für die Menschen Teil der gefühlten Realität.

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Giustolisi 16.07.2016, 21:57
@Abahatchi

Theismus ist auch aus dem Griechischen und bezeichnet die "Göttlichkeit" in Bezug auf die Welt. 
Das war vielleicht in Griechenland so. Schau mal in den Duden. 

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mephisto

Das Problem hier ist immer wieder: ständig die gleichen Fragen, immer wieder die gleichen Antworten! Stöbere doch einfach mal ein wenig (rechts oben unter "Suchen").

Und: NEIN, der Atheismus ist eben keine "Spielart religiösen Glaubens"! Dazu müsste er die Existenz irgendeines Gottes akzeptieren. Es konnte aber diese Existenz bisher durch absolut nichts nachgewiesen werden. 

Genau die Verneinung eines Glaubens an jedweden Gott macht den Atheismus aus! 

Kennst Du den Unterschied zwischen folgenden beiden Aussagen:

"Ich glaube, dass es Gott nicht gibt" und

"Ich glaube nicht, dass es Gott gibt"  ????? - Wenn nicht, ich helfe Dir gern!

Gottesglaube und Gottesleugnung, sind gleichermaßen unbewiesen und unbeweisbar.

Mannomann, wie oft wurde dieser Nonsens hier schon widerlegt!

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Atheismus wird häufig als Glaube, dass es keinen Gott gibt, definiert. Alternativ gibt es die Definition "Fehlen eines Glaubens an einen Gott". Ob Atheismus ein Glaube ist, kannst du also direkt aus der Definition herleiten.

Aber das alleine bedeutet nicht, dass Atheismus ein religiöser Glaube ist.

Der Atheismus ist genauso unbeweisbar wie unser Gottesglaube. Atheisten
haben keinerlei Vorsprung an rationaler Erkenntnis. Beide, Gottesglaube
und Gottesleugnung, sind gleichermaßen unbewiesen und unbeweisbar.

Wenn Atheismus genauso rational ist, wie Theismus hast du ein Argument für Agnostizismus. Deine Formulierung verrät aber, dass du kein Agnostiker bist.

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religiöser Glaube ist natürlich immer ein Glauben. Atheismus dagegen
ist ein Sammelbegriff, unter dem sich sehr unterschiedliche Annahmen, Haltungen und Gedanken befinden.

1. Religionskritik mit philosophischer Abweisung der religiösen Sätze

2. Religionskritik mit historischer Begründung ("wie ist Religion entstanden und wie hat sie sich ausgewirkt")

3. Agnostizismus (die philosophische Ansicht, dass Annahmen – insbesondere theologische, welche die Existenz oder Nichtexistenz einer höheren Instanz, beispielsweise eines Gottes, betreffen – entweder ungeklärt oder nicht klärbar sind.)

4. ideologischer Atheismus (also der explizite Satz 'es gibt keinen Gott') erfüllt als einziger das Kriterium, selbst ein Glaubenssatz zu sein. Als Beispiel etwa die Gottlosen-Bewegung der Stalin-Zeit (Dialektischer Materialismus)

Alle anderen sind einfach nur die Zurückweisung religiöser Behauptungen.

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Abahatchi 16.07.2016, 11:49

Atheismus dagegen 
ist ein Sammelbegriff, unter dem sich sehr unterschiedliche Annahmen, Haltungen und Gedanken befinden.

a Theist = ohen Gott

Atheismus = Gottlosigkeit

So ist die korrekte Übersetzung ins Deutsche. 

Interessant ist vielmehr, was Deutsche, die kein Griechisch können, so alles in Wörter hineininterpretieren. 

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martin7812 19.07.2016, 13:33
@Abahatchi

So ist die korrekte Übersetzung ins Deutsche.

Interessant ist vielmehr, was Deutsche, die kein Griechisch können, so alles in Wörter hineininterpretieren.

Soviel ich weiß, hatte das Wort "Atheismus" im antiken Griechenland eine ganz andere Bedeutung als alle heutzutage verwendeten Bedeutungen dieses Wortes.

Ich gehe davon aus, dass die alten Griechen deutlich besser einschätzen konnten, was ein Wort ihrer eigenen Muttersprache bedeutet, als jemand wie du, der Altgriechisch nur als Fremdsprache gelernt hat.

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Abahatchi 19.07.2016, 13:57
@martin7812

als jemand wie du, der Altgriechisch nur als Fremdsprachegelernt hat.

Selbst heutige Griechen, die sich mit ihrer eigenen Historie und der Historie ihrer eigenen Wörter und Sprache befassen, müssten Altgriechisch genau so lernen wie alle anderen auf der Welt. Zudem würde sich die Frage stellen, welches Altgriechisch und hinzu kommt, woher Du wissen willst, das ich Griechisch als Fremdsprache  lernen muszte? Wäre es denkbar, dasz man als Kind Verwandte hatte, bei denen man auch auf wuchs, die durch Heirat nach Deutschland kamen aber unter anderem gebürtige Griechen waren und man so direkt zweisprachig aufwuchs? Was wenn ich zudem einen Teil meiner Kindheit in Griechenland selbst aufwuchs und somit Platt und Griechisch meine Muttersprachen sind?

Schon einmal in Betracht gezogen, dasz nicht jeder Deutsche nur auf einer kleinen Hallig geboren wurde, sie nie verliesz und auf ihr sterben wird oder irgendwo an einen Tümpel in den Massuren?

Grusz Abahatchi

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josef050153 20.07.2016, 09:10
@martin7812

Ich hab gar nicht gewusst, dass du bereits im antiken Griechenland gelebt hast, um das beurteilen zu können. Außerdem entwickelt sich Sprache im Lauf der Jahrhunderte.

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Abahatchi 20.07.2016, 10:12
@josef050153

Ich hab gar nicht gewusst, dass du bereits im antiken Griechenland gelebt hast,

Hatte ich dies behauptet oder schrieb ich:

Selbst heutige Griechen, die sich mit ihrer eigenen Historie und der Historie ihrer eigenen Wörter und Sprache befassen, müssten Altgriechisch genau so lernen wie alle anderen auf der Welt.

Du meinst also, dasz heute keine Historiker zu erkunden in der Lage sind, wie Wörter in den altgriechischen Ausprägungen genutzt und verstanden wurden? Interessant, denn wenn dem so wäre, woher willst Du dann wissen wollen, wie sie es damals tatsächlich verstanden hätten? 

Schon wieder ein Paradoxon von Dir, damit werden wir wohl ewig leben müssen.

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martin7812 23.07.2016, 22:57
@josef050153

Soviel ich gelesen habe, gibt es Aufzeichnungen von Strafverfolgungsbehörden aus dem alten Griechenland, wo Leuten der Straftatbestand des "Atheismus" vorgeworfen wurde, weil diese an mehr Götter geglaubt haben, als die damalige griechische Religion traditionsgemäß hatte.

Falls dies stimmt, bedeutet dies, dass die Menschen im antiken Griechenland unter "Atheismus" etwas völlig anderes verstanden haben mussten als wir heutzutage!

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Erstmal Atheismus an sich existiert. :P

Außerdem verstehe ich nicht wie man den Atheismus beweisen soll. Für mich ist der Atheismus eher eine Lebenseinstellung nicht an Gott zu glauben und was du daran beweisen willst ist mir unklar?
Atheismus ist auch nicht unbedingt Gottesleugnung. Ich persönlich erkenne die Möglichkeit, dass Gott existiert an aber glaube nicht an Gott.

Was du höchsten zu beweisen versuchen kannst ist die Existenz Gottes, welche nach aktuellem Stand nicht beweisbar ist.

Dann gibt es verschiedene Formen/Stadien des Atheismus. Aber da kannst du dich ja mal selber erkundigen ;)

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Abahatchi 16.07.2016, 11:56

Mal eine Frage an Dich, die Du mir vielleicht in Bezug auf Deine Antwort beantworten kannst. Bei mir ist es so, dasz es mir völlig egal ist, ob es einen Gott gibt oder nicht. Ich glaube also weder, dasz es Gott gibt nocht denke ich, dasz es ihn nicht gibt. Es ist mir eben völlig egal, ob es einen oder mehrere Götter gibt.

Was bin ich jetzt? Theist oder Atheist. Bin ich Teil des Atheismus oder nicht?

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questner321 17.07.2016, 10:29
@Abahatchi

Ich würde sagen du bist ein Atheist, da dir Gott gleichgültig ist aber seine Existenz nicht ausschließt. Du glaubst ja nicht an Gott, da es dir völlig egal ist. Wirklicher Glaube ist ja auch der Inbegriff von "mit ganzem Herzen dabei sein", meiner Meinung nach.

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...ist Atheismus ein Glaube ?

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Ist "nicht Briefmarkensammeln" ein Hobby ?

Ist "Asexualität" eine Sexualität ?

Also nein.

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Der Atheismus zeichnet sich dadurch aus , dass er eben den "Glauben" an sich ausschließt.

Wenn man einen gläubigen Menschen fragt wie das Universum entstanden ist wird dieser sich irgendwas ausdenken und sagen : " Daran glaube ich."

Ein Atheist wird auf die gleich frage antworten : " Ich weiß es noch nicht."


Für mich persönlich ist glauben (besonders im Religiösen sinn) keineswegs hilfreich oder gut.

Menschen die glauben verlieren sehr häufig den bezug zur Realität!

Sie haben imginäre Freunde die den Planeten kreiert haben oder versuchen Beweise zu entkräftigen die gegen ihr Weltbild stehen.

Ich persönlich versuche immer dinge die mich intressieren zu wissen.

Wenn ich etwas nicht weiss dann sage ich auch "ich weiß es nicht".

Mit dem Glauben an etwas lässt sich nichts praktisches anfangen es ist einfach nur eine bequeme möglichkeit sein Gehirn abzuschalten und sich über etwas keine Gedanken mehr machen zu müssen.

Wissen ist immer > Glaube.

Warum an etwas glauben wenn ich es auch Wissen kann ?

Natürlich gibt es so manche kleinigkeiten wo sogar der größte Atheist mal glaubt , wie z.b wenn jemand die Uhrzeit wissen will und man ungefähr weiß wie spät es ist.

Aber bei wichtigen und relevanten dingen sollte man sich als erwachsener und ehrlicher Mensch sich niemals auf den Glauben verlassen.

Denn Glauben ist der erste schritt hin zum lügen.

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Nein, das ist schlicht Unsinn. Atheismus ist die Abwesenheit von Theismus, also die Abwesenheit von Gottglauben. Das ist eine begriffliche Abgrenzung. Ob Atheisten im Einzelfall sonst irgend etwas glauben oder auch nicht, bleibt davon völlig unberührt.

Der Atheismus hat so wenig einen Inhalt wie die Nichtraucherei oder die Nichtschwimmerei. Und wo keine Behauptung steht, da gibt es auch nichts zu beweisen.

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Dein Ansatz ist total asymmetrisch.

Es geht nicht um Beweise, sondern um Anhaltspunkte.

Die Chance, dass es Gott gibt, ist eben nicht 50:50 oder ähnlich.

Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass es einen Gott oder mehrere Götter gibt.
Ebenswenig wie auf Russells Teekanne oder das Fliegende Spaghettimonster.

Ist es also eine besondere Spielart deines Glaubens, dass du nicht an das FSM glaust?

Der Unterschied ist der, dass der eine an völlig aus der Luft gegriffenes glaubt, der andere nicht.
Der eine sich an rationaler Erkenntnis orientiert, der andere nicht.

Mal ganz davon abgesehn, dass sich Religionen immer wieder so weit wandeln, dass sie unwiderlegbar sind.
Die Unwiderlegbarkeit ist die Grundeigenschaft jeder Religion.
Und wenn Zweifel an der einen oder anderen Aussage einer Religion auftauchen, wird die Religion nicht etwa aufgegeben, sondern angepasst oder zurechtgestutzt, bis sie wieder unwiderlegbar ist.

Oder man verbietet Widerspruch ganz einfach. Das geht hier und heute nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit, oder des Orts.

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666Phoenix 15.07.2016, 10:31

thomas, insgesamt nicht schlecht!

Eines noch als Zusatz: 

Die Unwiderlegbarkeit ist die Grundeigenschaft jeder Religion.

Das ist nicht nur die "Grundeigenschaft", sondern v. a. der Beleg für ihre Unredlichkeit! 

"Widerleg mich doch! Kannst Du nicht! Also habe ich Recht!".

Lächerlich!

Svw. "Widerleg doch, dass Rumpelstilzchen Stroh zu Gold gesponnen hat! Kannst Du nicht? Also hat es!"

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ThomasJNewton 15.07.2016, 12:52
@666Phoenix

Wäre mir auch neu, dass Redlichkeit zu den Grundeigenschaften gehört.

Mir ging es mehr um die Tatsachen, dass sich Religionen wandeln, also zeitweise auch strategische Rückzüge durchführen, in die sichere Festung der Unwiderlegbarkeit.
Oder dass die sichere Festung halt umgebaut oder verlegt wird.

Das Motiv oder die Frage der Redlichkeit habe ich in meinem Kommentar einfach mal oder bewusst nicht hinterfragt.
Sowas sollte man auch nicht mit vollem Magen tun.

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666Phoenix 15.07.2016, 13:29
@ThomasJNewton

Religionen wandeln sich nur insofern, dass sie den gerade weltlich herrschenden Kreisen nicht in die Quere kommen! 

Also reiner Pragmatismus!

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ThomasJNewton 15.07.2016, 13:42
@666Phoenix

Das ist dann aber noch ein anderes Thema.

Oder du machst zum 2. Mal ein neues Fass auf, wie man so sagt.

OK, wenn du es so willst:
Wo siehst du denn das "quer" zwischen den religös/weltlich herrschenden Kreisen?

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martin7812 15.07.2016, 15:44

Die Chance, dass es Gott gibt, ist eben nicht 50:50 oder ähnlich. Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass es einen Gott oder mehrere Götter gibt.

Da in deinem Profil "Wetter" als Expertenthema angegeben ist, werde ich mal ein Beispiel aus dem Bereich der Meteorologie bringen, um den Fehler erklären zu können:

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es kommendes Neujahr in Neuhintertupfingen eine Temperatur von über 25°C haben wird?

Leider liegen dir über Neuhintertupfingen keinerlei Informationen vor.

Nur eine absolut sichere Information hast du: Dir liegt "nicht der geringste Hinweis darauf vor", dass es jemals in Neuhintertupfingen am 1. Januar mehr als 20°C gehabt hat.

Logisch: Da du den Ortsnamen Neuhintertupfingen noch nie gehört hast, kann dir auch gar kein derartiger Hinweis vorliegen.

Deine Schlussfolgerung müsste nun also sein: Es ist extrem unwahrscheinlich, dass es am nächsten 1. Januar dort 25°C oder mehr haben wird.

Genau das ist das, was du tust, wenn du sagst: "Es gibt keinen Hinweis darauf, dass...", dann eine geringe Wahrscheinlichkeit annimmst, aber übersiehst dass es auch keinerlei Hinweise darauf gibt, "dass nicht".

Im Nachhinein stellt sich dann heraus, dass es sich bei "Neuhintertupfingen" eine Siedlung deutscher Auswanderer im Amazonasbecken handelt, wo es fast ganzjährig mehr als 30°C hat...

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Gruffalo 15.07.2016, 18:32
@martin7812

Dein Beispiel ist sehr schlecht und wenn man genauer nachdenkt sagt es rein gar nichts aus. Wie kommst du auf 25 Grad? Ändere doch mal die Grad in -200 oder +100 Grad und du wirst sehen man kann dann auf einmal sehr genau sagen ob das Ergebnis eintrifft.

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martin7812 15.07.2016, 22:05
@Gruffalo

Ich erkläre dir, warum die -200 °C oder 100 °C kein passendes Beispiel wären:

Es gibt Milliarden von Wetteraufzeichnungen von der gesamten Erde, aber darunter keine einzige, bei denen eine Temperatur von +60 °C überschritten oder eine Temperatur von -100 °C unterschritten wurde.

Nehmen wir vereinfacht an, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Ereignis eintritt, läge bei n "positiven" und m "negativen" Messungen zwischen P_max=(n+1)/(n+m+1) und P_min=n/(n+m+1).

(Erklärung: Diese Formeln gehen davon aus, dass das Ergebnis der nächsten Messung noch in die Wahrscheinlichkeit mit einbezogen werden müsste, diese Messung aber noch nicht gemacht worden ist. Diese Annahme muss ich machen, da die normalerweise verwendete Formel P=n/(n+m) für m=n=0 kein Ergebnis - auch nicht P=0 - liefert.)

Bei der Frage, ob es irgendwo einen Ort auf der Welt gibt, bei dem die Temperatur höher ist als 100 °C würde man nun auf folgendes Ergebnis kommen:

P_min = 0%

P_max = 0,0000001%

Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es irgendwo auf der Erde einen Ort gibt, wo die Temperatur höher ist als 100 °C irgendwo zwischen diesen beiden Werten liegt.

Wo genau diese Wahrscheinlichkeit liegt, kann man aber nicht sagen. Nur, dass sie irgendwo zwischen diesen beiden Werten liegt. Eine genauere Angabe ist nicht möglich.

Bei einer maximalen Wahrscheinlichkeit von 0,0000001% dürften wir uns aber darüber einig sein, dass man gar nicht weiter diskutieren braucht.

Wie sieht es jetzt bei der Frage aus, ob es Gott gibt oder nicht?

Korrekterweise schreibt "ThomasJNewton", dass der Wert "n" in diesem Fall 0 ist: Es gibt keine Hinweise darauf, dass es Gott gibt.

Der Wert "m" ist in diesem Fall allerdings ebenfalls 0: Es gibt nämlich keine Hinweise darauf, dass es Gott nicht gibt.

Folglich lassen sich folgende Werte berechnen:

P_max = (n+1)/(n+m+1) = 100%

P_min = n/(n+m+1) = 0%

Man kann über die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es Gott gibt, also nur sagen, dass diese irgendwo zwischen 0% und 100% liegen muss. Eine genauere Angabe ist nicht möglich.

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martin7812 15.07.2016, 22:20
@martin7812

Nachtrag - falls es zu viel Mathematik war:

Das Problem ist, dass es bei der Frage "gibt es Gott oder nicht" weder Messwerte oder Untersuchungen gibt, die das eine besagen, noch welche die das andere besagen.

Ich habe also das Problem, dass ich völlig ohne jegliche Messwerte oder Untersuchungen eine Aussage zur Wahrscheinlichkeit treffen müsste.

Es gibt Milliarden Temperaturmessungen, die besagen, dass Temperaturen von -200 °C auf der Erde absolut unmöglich sind.

Den Vergleich zwischen der Frage "gibt es Gott oder nicht" und "ist die Temperatur -200 °C oder nicht" kann ich also genau dann bringen, wenn es genau so viele Messungen gäbe, die alle bestätigen, dass es keinen Gott gibt.

Es gibt aber keine einzige derartige Messung.

Ich muss also die Frage "gibt es einen Gott oder nicht" mit einer Frage vergleichen, bei der mir ebenfalls absolut keinerlei Messungen und auch keinerlei Informationen vorliegen habe.

Und das ist nun mal die Frage: "Ist die Temperatur dort höher als 25 °C"

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Gruffalo 15.07.2016, 22:34
@martin7812

Ich denke du verstehst nicht worauf ich hinaus will. Du hast ja richtig erkannt das die Temperatur eine Rolle spielt bei der Wahrscheinlichkeit. Und genauso ist es bei einem Gott. Da gibt es sehr wohl Eigenschaften die die Wahrscheinlichkeit beeinflussen. Ein Beispiel wäre die Schöpfung. Wenn jemand glaubt das Leben von Gott durch die Schöpfung entstanden, dann sorgen die Erkenntnisse bezüglich der Evolution nämlich dafür das die Wahrscheinlichkeit für diesen Gott gegen Null geht.

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martin7812 16.07.2016, 07:34
@Gruffalo

Du hast ja richtig erkannt das die Temperatur eine Rolle spielt bei der Wahrscheinlichkeit.

Worauf ich hinaus will, ist das Geburtstagsparadoxon. Es besagt, das sich Menschen beim Einschätzen von Wahrscheinlichkeiten fast immer total verschätzen, wenn sie die Wahrscheinlichkeit nicht berechnen können:

Die meisten Leute würden es als sehr großen Zufall ansehen, wenn zwei Beteiligte eines Fußballspiels (Spieler, Schieds- und Linienrichter) am gleichen Tag Geburtstag haben. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt aber bei 57%. Es ist also sogar wahrscheinlicher, dass zwei Beteiligte am gleichen Tag Geburtstag haben, als dass alle an einem anderen Tag Geburtstag haben.

Mir selbst ist nur ein einziges Beispiel dafür bekannt, dass Wissenschaftler ohne jegliche Berechnungsgrundlage eine Wahrscheinlichkeit abgeschätzt haben, die man heute berechnen kann:

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Stern von einem bewohnbaren Planeten umkreist wird, wurde in den 1970ern oder 1980ern mit 25% oder 50% (bin mir nicht ganz sicher) abgeschätzt.

Heute können wir diese Wahrscheinlichkeit berechnen: Sie liegt bei etwa 0,1%. Die Wissenschaftler lagen also um Faktor 250 daneben.

Das Geburtstagsparadoxon gilt also auch bei Wissenschaftlern.

Bei der Frage, ob es Gott gibt oder nicht, habe ich 1:1 dasselbe Problem: Ohne Berechnungen machen zu können, kann man einfach keine Wahrscheinlichkeit angeben oder man liegt meilenweit daneben.

Ein Beispiel wäre die Schöpfung. Wenn jemand glaubt das Leben von Gott durch die Schöpfung entstanden, dann sorgen die
Erkenntnisse bezüglich der Evolution nämlich dafür...

Tatsache ist, dass der Menschheit bisher noch kein Fossilienfund, kein Messwert, kein Versuchsergebnis oder sonst irgend eine wissenschaftliche Erkenntnis vorliegen, die dagegen sprechen (geschweige denn widerlegen), dass das Leben nicht von Gott erschaffen wurde.

Noch nicht einmal welche, die dagegen sprechen, dass Menschen in ihrer heutigen Form von Gott erschaffen wurden.

Es kommt sogar noch schlimmer:

Es gibt Hypothesen in der Astro- und Quantenphysik, die, falls sie richtig sind, die zwingende Folge hätten, dass bereits in den ersten Sekundenbruchteilen des Universums bereits unwiederuflich festgestanden haben muss, wie zufällige Ereignisse im späteren Universum ausgehen würden.

Es hätte dann also bereits am Anfang des Universums festgestanden, welche Lottozahlen nächste Woche gezogen werden würden und natürlich auch, welche Menschen heute leben würden.

Die oft gehörte Behauptung, dass es vor einer Milliarde Jahren noch nicht festgestanden haben kann, welche Arten heute auf der Erde leben würden, da die Evolution ja eine "Zufallskomponente" hat, ist vor dem Hintergrund dieser Hypothesen schlichtweg falsch:

Die Hypothesen (egal ob sie richtig oder falsch sind) zeigen, dass "Zufall" nicht unbedingt bedeuten muss, dass das Ergebnis noch nicht im Voraus feststeht.

P.s.: 99% der Christen glaubt nicht, dass die Erde in 7 Tagen erschaffen wurde.

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Du liegst in allen Punkten falsch.

Atheismus ist das Fehlen von Glaube. Die meisten Atheisten glauben überhaupt nicht, da die Wissenschaft selber nicht glaubt, sondern höchstens vermutet, was aber etwas anderes ist.

Wissenschaft arbeitet mit Beweisbarkeit und Logik, da ist kein Platz für Überzeugungen, die nicht auf Beweisen und Fakten, sondern auf Gefühlen beruhen.

Die meisten Atheisten argumentieren durchaus logisch und das Problem mit dem Glauben und den Glaubensgrundlagen sowie Göttern ist, dass sie logischen Schlussfolgerungen nicht standhalten.

Alles was die Wissenschaft entdeckt und geleistet hat, lässt seit Jahrhunderten die Macht und den Einfluss der verschiedenen Götter schwinden.

Und zu guter letzt liegt die Beweispflicht immer bei der Partei, welche die positive Aussage bezüglich einer Existenz macht. Sprich wer sagt "es gibt..." muss dies beweisen.

Es gibt nämlich keine Antibeweise. Man kann nicht beweisen dass es etwas nicht gibt. Also ist eine Existenz so lange als nichtexistent anzusehen, bis Beweise dafür erbracht wurden.

Ist dies unmöglich, ist die Aussage als falsch und damit die Existenz besagten Gegenstandes als hinfällig anzusehen.

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Arlon 14.07.2016, 23:28

Doch. Man könnte beweisen, dass etwas nicht existiert. Man kann die Aussage nämlich falsifizieren. Das ist bei Existenzbehauptungen zwar unheimlich schwierig, aber generell möglich. Und übrigens ist es so, dass die bloße Behauptung, dass es keinen Gott gibt, ohne die Anstrengung zu unternehmen, die Aussage zu verifizieren, die Wahrscheinlichkeit für eine Existenz Gottes sogar noch erhöht.

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Andrastor 14.07.2016, 23:31
@Arlon

...die Wahrscheinlichkeit für eine Existenz Gottes sogar noch erhöht.

Das ist ein Fehlschluss.

Die Aussagen über Gott sind schon seit Jahrhunderten immer wieder falsifiziert worden, dies ist jedoch von den Gläubigen nie als Beweis anerkannt worden.

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S7donie 14.07.2016, 23:34
@Arlon

Arlon, du kannst auch nicht beweisen dass es keine Einhörner gibt. Du hast gesagt dass man beweisen kann dass es Dinge nicht gibt, also mach mal... Andrastor hat recht, der der etwas behauptet ist immer in der Pflicht die Existenz seiner Behauptung zu beweisen. 

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ThomasJNewton 15.07.2016, 00:04
@Arlon

Dann ist es endlich bewiesen, dass Menschen Gott erschufen, wenn jeder einzelne Atheist durch seinen Nichtglauben Gottes Wahrscheinlichkeit erhöht.

Wie wollen wir ihn nennen: Stochast *ssw* ?

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martin7812 15.07.2016, 17:49
@Andrastor

Die Aussagen über Gott sind schon seit Jahrhunderten immer wieder falsifiziert worden

Man muss hier ganz zwischen zwei Sätzen unterscheiden:

  • "Aussagen über Gott sind falsifiziert worden" und
  • "Die Behauptung es gäbe Gott ist falsifiziert worden"

Was den ersten Satz angeht, wird dir jeder Gläubige bestätigen, dass dieser völlig richtig ist.

Nur: Weißt du, wieviele Aussagen über das Universum alleine in den letzten hundert Jahren falsifiziert werden konnten?

Wenn die Tatsache, dass Aussagen über etwas massenhaft falsifiziert werden, der Beweis dafür ist, dass dieses etwas nicht existiert, dann hätte die Physik in den letzten 100 Jahren eindeutig bewiesen, dass die Existenz des Universums nur ein Hirngespinst ist.

Was den zweiten Satz angeht, stimmt dieser Satz zum Glück nicht.

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martin7812 15.07.2016, 17:54
@S7donie

Wir legen nochmal einen drauf und reden nicht von "Einhörnern", sondern von "unsichtbaren rosanen Einhörnern".

Woher willst du so sicher sein, dass es so etwas nicht gibt?

Bei allen heute bekannten "Einhorn-Hörnern" handelt es sich um einen Zahn einer bestimmten Wal-Art.

Man könnte diese Wale also als "Einhörner" bezeichnen.

Wenn nun ein derartiger Wal durch Umweltverschmutzung eine rosa gefärbte Haut hat und sich in einer Wassertiefe aufhält, in der er nicht gesehen werden kann, dann handelt es sich folglich um ein "unsichtbares rosa Einhorn".

Du wirst mir hoffentlich zustimmen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Tier existiert, alles andere als unendlich klein ist.

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Abahatchi 16.07.2016, 11:24
@Arlon

die Wahrscheinlichkeit für eine Existenz Gottes sogar noch erhöht.

Wie wahrscheinlich die Existenz von Geistwesen oder Geistwesen wie Götter, Feen und Gespenster ist, ist unabhängig davon, ob wir etwas anstrengen oder nicht.

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ThomasJNewton 16.07.2016, 18:23
@martin7812

Ein ganz klassisches Argumentationsmuster.
Die Umdefinition.

Es war von einem Einhorn die Rede, und Kommunikation funktioniert so, dass sich alle an die selben Definitionen halten.

Ich kann dir auch nachweisen, dass die Wurzel aus Neun Vier ist.

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Abahatchi 16.07.2016, 22:04
@martin7812

Bei allen heute bekannten "Einhorn-Hörnern" handelt es sich um einen Zahn einer bestimmten Wal-Art .// Man könnte diese Wale also als "Einhörner" bezeichnen

Nein, kann man nicht, die Leute dachten bzw. wuszten nicht, dasz dies Zähne von Walen sind und schrieben sie oft den mystischen Einhörnern zu. 

Des weiteren sind Narwale mal sogar gänzlich ohne Stoszzahn und manchmal sogar mit zwei. Auszerdem ist bei jenen, die einen Zahn haben, dieser nicht mittig, doch die mystischen Einhörner haben ihn in der Mitte vom Kopf. 

Noch etwas, wie Du schon sagtes, sie fanden eben Zähne und keine Hörner. Viele Deiner Kommentare auf gutefrage.net sind durchaus gut und sehr gut, doch hier entgleist Deine Argumentation langsam. Natürlich könnte man Narwale als Einhörner bezeichnen..... ich könnte aber ab heute auch Bananen als Birnen bezeichnen. Ändert aber nichts daran, dasz Bananen keine Birnen sind. 

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martin7812 17.07.2016, 08:54
@ThomasJNewton

Die Umdefinition.

Ich habe extrem häufig bei Diskussionen hier auf GF erlebt, dass beide Seiten von Anfang an (also bereits vor Beginn der Diskussion) völlig andere Vorstellungen von der Bedeutung eines Wortes hatten.

So, als würden alle Mitglieder der Religionsgemeinschaft der "unsichtbares rosa Einhorn-Gläubigen" (um beim Beispiel zu bleiben) schon immer unter dem Wort "Einhorn" einen Narwal verstehen.

Dass das zwangsläufig zu Problemen führt, hast du aber auch selbst erkannt:

Es war von einem Einhorn die Rede, und Kommunikation funktioniert so, dass sich alle an die selben Definitionen halten.

Nur:

Bevor jemand den Beitrag postet: "Ihr habt behauptet, im Meer vor Grönland würden pferdeähnliche Tiere mit Horn auf der Nase leben", muss derjenige sich erst einmal darüber informieren, ob die Einhorn-Gläubigen unter "Einhorn" einen Wal oder ein Pferd verstehen.

Das Wort "pferdeähnlich" haben die Einhorn-Gläubigen schließlich nie verwendet!

Sehr, sehr häufig kam es bei Diskussionen mit Atheisten aber zu genau dieser Situation, bei der der entsprechende Atheist eine Glaubensvorstellung von Christen total falsch dargestellt und darauf seine Argumentation aufgebaut hat.

Wenn derjenige dann noch von den Einhorn-Gläubigen darauf hingewiesen wird, dass diese unter "Einhorn" einen Wal verstehen und dann trotzdem weiterhin behauptet:

"Das ist Quatsch. Ihr habt behauptet, dass pferdeähnliche Tiere im Meer vor Grönland leben", ...

... dann muss ich knallhart davon ausgehen, dass diese Person schlichtweg zu dumm ist, den Satz "wir verstehen unter dem Begriff 'Einhorn' aber einen Wal" zu verstehn!

Sorry, aber ich kann es nicht anders sagen.

Auch das kam in der Diskussion mit Atheisten schon mehrfach vorgekommen.

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Da hast du natürlich Recht:

Die Überzeugung, dass Gott nicht existiert - und das ist Atheismus -, ist genauso unbeweisbar wie die gegenteilige Überzeugung. In beiden Fällen handelt es sich im strengen Sinn um einen "Glauben".

Der Unterschied liegt zwischen religiös und areligiös.

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Das sich die meisten Gläubigen irren, ist _bewiesen_.

Ignorieren wir mal die über 5000 Religionen, die es gibt und gab, und nehmen nur die 5 Weltreligionen:

Alle 5 wiedersprechen sich gegenseitig und gehen davon aus, dass nur sie selbst die Wahrheit verkünden. Und da nur eine von ihnen richtig liegen kann(oder gar keine), heißt das, dass mindestens 75% aller Gäubigen schon mathematisch falsch liegen MÜSSEN

75%! Nur jeder fünfter religiöse Mensch liegt richtig. Die anderen 4 liegen falsch. 75% aller religiösen Menschen geben ihr Leben einer Lüge hin.

Und dabei ingorieren wir die ganzen Menschen, die früher an Religionen geglaubt haben, die es jetzt gar nicht mehr gibt .

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Arlon 14.07.2016, 23:31

Das ist Unsinn.

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Wie soll etwas beweisbar oder unbeweisbar sein, das nur in den Gedanken existiert (bzw. in dem Fall eben nicht existiert)?? Hast du mal nachgedacht bevor du die Frage gestellt hast? Sie ergibt nämlich keinen Sinn.

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Mephisto97 14.07.2016, 22:56

Kleines Beispiel: du hast Gefühle, richtig?? Wut, angst.. du kannst Sie nicht sehen, hören oder riechen -hast sie aber trotzdem.

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DottorePsycho 14.07.2016, 23:00
@Mephisto97

Schlechtes Beispiel @Mephisto

Gefühle kennen wir alle. Sie sind oft sichtbar, sie sind MESSBAR, sie sind eindeutig nachweisbar.

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MatthiasHerz 14.07.2016, 23:30
@questner321

Wissen basiert auf Erfahrungen, Annahmen mit hohen Wahrscheinlichkeiten und empirischen Beweisen.

Durch die Tatsache, dass der Gott der Christen nur vor knapp 2000 Jahren gesehen wurde und davor und danach keine belegbaren Sichtungen oder sonstige Messungen existieren, wissen wir, dass dieser Gott in unserer Welt nicht existiert, bis zum Beweis des Gegenteils.

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Omnivore11 15.07.2016, 19:16
@questner321

Woher willst du den wissen, dass Gott nur in den Gedanken existiert?

Wei, der MENSCH sich diese Figur ausgedacht hat und in Bücher geschrieben hat. Deswegen!

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ApfelTea 14.07.2016, 23:06

Eben. Gefühle sind keine Gedanken

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ApfelTea 14.07.2016, 23:19

Das war ja wohl nicht die Frage, questner. Les nochmal die Frage ;)

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ApfelTea 15.07.2016, 00:15

Stochast? was soll das sein

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ApfelTea 15.07.2016, 23:01

Und weil bisher nicht annähernd bewiesen ist, dass er existiert. Hat zwar mit der Frage hier nichts zu tun aber ich gebe dir da recht. Zumindest hier sind wir mal einer Meinung

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Deiner Frage und Fragebeschreibung kann ich nur zustimmen. Leider sehen das viele Atheisten aber nicht ein, dass es in der Beweisbarkeit zwischen Glauben oder Zweifel an der Existenz Gottes in der Beweisbarkeit keinen Unterschied gibt und dass daher beides eine Art von Glauben, nämlich einerseits den Glauben an der Existenz Gottes und andererseits den Glauben an der Nichtexistenz Gottes.

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Trashtom 15.07.2016, 09:50

Stimmt! Unsere Religion ist der Nicht-Religionismus, wird ausgelebt in Nicht-Kirchen in denen wir Sprechchöre singen wie: "Wir bitten dich erhöre uns nicht, oh nicht-existierender Gott."

Fussgänger sind seit Neuestem in der StVO auch als "Nicht-Fahrradfahrer" oder "Nicht-Paragleiter" zu bezeichnen. Die Wissenschaft wird ebenfalls um 180° gedreht: D.h. Alles existiert, bis das Gegenteil bewiesen ist. 

So, ich muss heute noch 3x nicht nach Mekka beten und danach in 625.281 Fällen vor Gericht beweisen, dass ich nicht schuldig bin.

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JTKirk2000 15.07.2016, 14:33
@Trashtom

Eine Nichtkirche kann mindestens genauso vielfältig aussehen, wie eine Kirche. Man braucht sich nur einmal vorstellen, wie unterschiedlich die Kirchen, Moscheen, Synagogen und andere religiöse Gebäude auf der Welt aussehen, und kann dies mit der unterschiedlichen Bauweise anderer Gebäude vergleichen.

Sprechchöre singen wie: "Wir bitten dich erhöre uns nicht, oh nicht-existierender Gott."

Das mag ironisch oder gar sarkastisch gemeint sein, aber wenn man beispielsweise eine Kneipe besucht, wenn gerade ein Fußballspiel läuft, wenn man in einer Boxarena einem Kampf zuschaut, in einem Stadion bei einem Spiel zuschaut oder bei einem Rennen im Motorsport zuschaut, egal ob an der Rennstrecke oder zuhause, dann gibt es durchaus ebenfalls so manche "Sprechchöre" die oft derart ausarten können, dass Sprechchöre in einer Kirche dagegen noch wie geflüstert erscheinen.

Fussgänger sind seit Neuestem in der StVO auch als "Nicht-Fahrradfahrer" oder "Nicht-Paragleiter" zu bezeichnen.

Fahren sie denn in dem Moment mit Fahrrad oder fliegen sie mit einem Paragleiter? Wenn nicht dann erübrigt sich das und stellt bestenfalls eine Übersteigerung der vorherigen Ironie bzw. des Sarkasmus dar.

Die Wissenschaft wird ebenfalls um 180° gedreht: D.h. Alles existiert, bis das Gegenteil bewiesen ist. 

Glaube sagt nicht aus, dass sicher ist, dass das existiert, woran geglaubt wird, aber es ist auch alles andere als seriös, zu behaupten, dass etwas nicht existiert, nur weil dessen Existenz weder durch Beweise bestätigt noch widerlegt worden ist. Bei solch einem Fall gibt es keine Erkenntnis und das ist dann der einzige Fakt.

So, ich muss heute noch 3x nicht nach Mekka beten und danach in 625.281 Fällen vor Gericht beweisen, dass ich nicht schuldig bin.

Wie Du meinst.

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666Phoenix 15.07.2016, 11:59

JTKirk

Leider sehen das viele Atheisten aber nicht ein, dass es in der Beweisbarkeit zwischen Glauben oder Zweifel an der Existenz Gottes in der Beweisbarkeit keinen Unterschied gibt

Hier geht es nicht um (subjektives) Einsehensvermögen, sondern um Rationalität, Logik und Glaubhaftigkeit!

Es muss niemand "nachweisen", dass es ein "Nichts" (=Gott) nicht gibt! Wenn Du verlangst, dass ein Nicht-an-irgend-einen-Gott-Glaubender nachweisen soll, das es "ihn" nicht gibt, dann solltest Du auch akzeptieren, dass das Nicht-Briefmarken-Sammeln als Hobby anerkannt wird!

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JTKirk2000 15.07.2016, 14:24
@666Phoenix

In der Tat gibt es einen Unterschied, zwischen Glauben auf der einen Seite und Rationalität, Logik und Glaubhaftigkeit auf der anderen Seite, aber das gilt für beide Seiten. 

Beispielsweise glaube ich an Gott, bin mir aber auch bewusst, dass es nur Glauben, nicht aber Wissen ist. Zur Existenz Gottes ist es ein Fakt, dass zumindest bisher dessen Existenz weder durch Beweise bestätigt noch widerlegt werden konnte. Was ist also glaubhafter? Zu glauben dass es einen Gott gibt, oder zu behaupten, dass man weiß, dass es keinen Gott gibt? Der Logik nach zu urteilen kann man nicht wissen, was nicht bewiesen werden kann, sondern man kann dahingehend nur glauben, egal ob es an diesem Beispiel um die Existenz oder die Nichtexistenz Gottes geht. Das ist ebenso rational, wie logisch und glaubhaft, aber es ist ebenso irrational, wie unlogisch und unglaubhaft, egal ob die betreffende Person an Gott glaubt oder nicht, wenn diese Person behauptet, dass sie weiß, dass ihre Sichtweise zu etwas korrekt sei, was nicht bewiesen ist.

Wenn man behauptet, dass eine der beiden gegenüberliegenden Aussagen nicht bewiesen werden braucht, dann ist dies nicht nur unglaubhaft, sondern es ist parteiisch, und zudem äußerst unlogisch und irrational. Für jemanden der zumindest der Äußerung nach auf Rationalität, Logik und Glaubhaftigkeit wert legt, sagt Dein letzter Absatz das genaue Gegenteil dazu aus.

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Omnivore11 15.07.2016, 19:21

Der einzige, der nichts einsieht bist DU!

Ich habe keinen Glauben! An GAR NICHTS glaube ich. Und wenn ich an NICHTS glaube, kann das nicht ein Glaube sein! Begriffen?

Andernfalls hättest du ja 100.000 Glauben. Nämlich du glaubst an deinen Gott und an alle anderen nicht. Wozu brauchst du soviele Glauben?

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JTKirk2000 15.07.2016, 19:41
@Omnivore11

Und der Einzige, der auf dieser Seite das geschrieben hat, was Du hier zitiert hast, bist Du. Bevor ich diesen Kommentar begonnen habe, hatte ich mit der Webseitensuche genau ein einziges Ergebnis gefunden, und das bezog sich allein auf Dein Zitat.

Für mich sieht das so aus, als hast Du nach etwas gesucht um es anzugreifen, nicht gefunden und daher selbst inszeniert. Wenn das nicht armselig ist, dann weiß ich auch nicht, zumal es offensichtlich ist, dass es selbstinszeniert ist.

Ich habe keinen Glauben! An GAR NICHTS glaube ich. Und wenn ich an NICHTS glaube, kann das nicht ein Glaube sein! Begriffen?

Es ist egal, worauf sich eine Annahme bezieht. So lange man etwas annimmt, dass weder durch Beweise bestätigt noch widerlegt ist, ist es nichts weiter als eine unbewiesene Annahme, daher eine Vermutung, also eine Form des Glaubens. "Begriffen?"

Andernfalls hättest du ja 100.000 Glauben.

Falsch. Allenfalls 100'000 Glaubensansichten und das ist durchaus möglich.

Nämlich du glaubst an deinen Gott und an alle anderen nicht. Wozu brauchst du soviele Glauben?

Ich glaube, dass Du hier derjenige bist, der hier den Überblick verliert.

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Omnivore11 15.07.2016, 20:31
@JTKirk2000

So lange man etwas annimmt, dass weder durch Beweise bestätigt noch widerlegt ist, ist es nichts weiter als eine unbewiesene Annahme, daher eine Vermutung, also eine Form des Glaubens. 

Ich nehme nichts an! Ist das so schwer?

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JTKirk2000 15.07.2016, 21:26
@Omnivore11

Egal ob Du an Gott glaubst oder nicht, so ist es dennoch kein Wissen. "Ist das so schwer?"

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Omnivore11 15.07.2016, 23:08
@JTKirk2000

Ich interessiere mich aber nur für WISSEN. Ein "Glaube" bringt mich nicht weiter, wenn ich den GLAUBEN unmöglich verifizieren kann.

Ich kann auch GLAUBEN, dass es fliegende Einhörner mit 8 Ohren gibt. Nur ist das genauso absurd wie ein Gott. Daher Glaube ich auch nicht an Thesen, die völlig absurd sind und sich nicht beweisen lassen

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JTKirk2000 16.07.2016, 06:40
@Omnivore11

Ich interessiere mich aber nur für WISSEN. Ein "Glaube" bringt mich nicht weiter, wenn ich den GLAUBEN unmöglich verifizieren kann.

Dann ist es ja gut, dass beispielsweise erwiesen ist, dass 1 + 1 = 2 und die Welt eine annähernde Kugel ist. Allerdings gibt es auch vieles, was ebenso als gesichert gilt und von dem man "weiß", wo es aber eigentlich ebenso wenig durch Beweise gesichert ist, wie der Glaube an Gott.

Ich kann auch GLAUBEN, dass es fliegende Einhörner mit 8 Ohren gibt.

Diese Ironie ist unter Deinem Niveau, also lasse es am besten bleiben, denn anderenfalls erscheint es absichtlich beleidigend.

Daher Glaube ich auch nicht an Thesen, die völlig absurd sind und sich nicht beweisen lassen

Demnach dürftest Du auch nicht daran glauben, dass die Beweise, die darauf schließen lassen, dass das Bewusstsein mit dem Tod den Körper verlässt, mehr als nur diese einzige Aussage zulassen. Es wird dadurch nämlich ebenso wenig bewiesen dass in einem solchen Moment das Bewusstsein endet, noch dass es ein ewiges Leben gibt. Folglich kann man weder vom Einen noch vom Anderen wissen, sondern nur an das Eine oder Andere glauben.

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papalapap - atheismus ist kein glaube sondern die erkenntnis, daß man keinen gott akzeptieren kann (mangels beweise).

gottesleugnung ist ein absolut falscher begriff, da du unterstellst, das man einen (nicht bewiesenen) gott nicht anerkennt.

die frage ist also  MURKS.

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Es gibt aber keine Beweise für die Existenz Gottes. Doch etwas oder jemand benötigt keine Nachweise, um zu beweisen, dass es nicht existiert.

Es gibt keine offiziellen Signale zugunsten einer göttlichen Existenz (wobei Gläubige Menschen ohnehin alles als ein Zeichen sehen), doch nach wissenschaftlicher Vorgehensweise muss etwas stichhaltig belegt werden, damit es für existent erklärt wird.

Beispiel: Es gibt keinen Gott. Der Wissenschaftler wird diese These solange nicht revidieren und als Stand der Dinge erkennen, bis nicht definitiv ein "Gott" nachweisbar ist.

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oli66 14.07.2016, 23:12

Kannst du beweisen, dass es ein Gott nicht gibt?
(Ernst gemeinte Frage. Ich bin derzeit ein schwankender Christ und Islam sympathisant)

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questner321 14.07.2016, 23:20
@oli66

beweisen kann man das nicht. Es gibt lediglich hier und da Argumente.

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HumanistHeart 14.07.2016, 23:24
@oli66

Wenn ich stellvertretend antworten darf...

Nein, können wir nicht. 

Aber das müssen wir auch nicht. 

Die Beweislast liegt immer bei dem der eine Existenz (von was auch immer) behauptet.
Nicht bei dem, der die Behauptung aufgrund von mangelhaften Beweisen ablehnt.

Beispiel?

Oli66, Du schuldest mir 2000 Euro, welche ich Dir vor 3 Monaten geliehen habe und jetzt verklage ich Dich.

Ist es nun vor Gericht DEIN Job zu beweisen, dass Du mir nie Geld gegeben hast?

Nein!

Es ist MEIN Job das zu belegen.
Ich behaupte die Existenz dieser Schuld, ich muss sie dann auch belegen können.
Kann ich das nicht, ist der Fall erledigt.

Und genauso ist es mit dem Atheismus.

(Wenn Du noch Fragen hast, frag gern)

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Arlon 15.07.2016, 00:05
@HumanistHeart

Nicht ganz. HumanistHeart. Gestern ist deine Schwester ausgeraubt worden. Am Tatort finden sich Fingerabdrücke von dir und du wurdest kurz vor der Tat in der Nähe ihrer Wohnung gesehen. Deine Aufgabe: Du mußt beweisen, dass du die Tat nicht begangen hast.

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HumanistHeart 15.07.2016, 00:41
@Arlon

Nicht ganz. HumanistHeart. Gestern ist deine Schwester ausgeraubt worden. Am Tatort finden sich Fingerabdrücke von dir und du wurdest kurz vor der Tat in der Nähe ihrer Wohnung gesehen. Deine Aufgabe: Du mußt beweisen, dass du die Tat nicht begangen hast.

Du hast das Prinzip von Hypothesen nicht begriffen scheint mir.

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