Ist Armut in Deutschland selbstverschuldet?

13 Antworten

Bestimmt nicht. Ich gebe ein Beispiel. Der Ruhrpott war, bevor alles zu Ende ging, eine beliebte, bevölkerungsreiche, aufstrebende Region. Der Strukturwandel hat dazu geführt, dass es jetzt kein Kapital mehr gibt, dass ganze System um den Bergbau aufrechtzuerhalten - von was auch. So entwickelte sich die Armut in diesem Teil Deutschlands und dafür kann keiner was. Es gibt bestimmt weiter Beispiele.

Altersarmut kommt aus ganz Deutschland her. Das heißt aus demografischer Sichtweise ist das auch ein Wandel, da es jetzt, im Vergleich zu früher nur vereinzelt vorkam. Ich gebe ein Beispiel. Man stellt die Einnahmen und Ausgaben gegenüber und wenn es sprunghaft einen demografischen Wandel gibt, dann steigen oder sinken die Ausgaben. Diese Gegenüberstellung zeigt im jetzigen Zeitraum ein zunehmenden Verlust.

Teils, Teils denke ich, wo Ich das Ganze man kann ja krank werden. Ausklammere. Denn wer WIRKLICH krank wird, rutscht in Erwerbslosenrente und damit raus aus dem puren H4 und ich bekomme 700. Allein würde das nicht reichen, Da zu H4 ja auch begrentzt Miete und Ausstattung gehören. Aber man ist halt nicht völlig Auf H4 Angewiesen.

Ach-ja, das Thema ist komplex, die antworten sollten es daher auch sein. Oftmals ist es eine Mischung von beiden, also Fremdverschuldung immer mal wieder getränkt mit Eigenverschuldung. Nicht immer können da Grenzen gezogen werden, ist Beides ineinander verschränkt. Selbst bei einer Eigenverschuldung ist immerhin auch ein gewisser gesellschaftlicher Determinismus einzubeziehen. Bei Manchen ist es übrigens krankheitsbedingt, sprich körperlich u.o. psychisch bedingt.

Festzuhalten gilt jedenfalls, dass der gesellschaftliche Faktor eine erhebliche rolle spielt, gewissermaßen den Schwerpunkt bildet. Das kann man indirekt dadurch erschließen, in dem man diverse Staaten miteinander vergleicht. Dann fällt einem auf, dass die Anzahl der Armen noch lang nicht in allen Staaten gleich ist, ein multinationaler konstanter Prozentsatz liegt daher nicht vor. Dann ist zudem zu bedenken, dass etliche Arbeitslose in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich aufgefangen werden, die Zahl der Arbeitslosen ohnehin recht unterschiedlich in der Welt ausfällt.

Recht blödsinnig und spießig ist es, Faulheit als Hauptursache von Armut auszudeuten. So entlastet man den Staat, nimmt ihn aus der Verantwortung heraus und stellt zudem dem Kapital einen Freibrief aus. Wer also von Faulheit schwadroniert, betreibt das Geschäft der Reaktion, leitet Wasser auf deren Mühle, ist der nützliche Idiot des Kapitalismus mitsamt seinem bürgerlichen Staat.

Die sogenannte Faulheit ist allermeist nichts anderes als Antriebsschwäche, die wiederum einer Depression, Stimmungstiefs oder körperliche Handicaps geschuldet. Faulheit anzunehmen ist ne bloße moralistische Betrachtung und zeugt von "Gedankenfaulheit" u.o. Denkschwäche, bzw. Unwissenheit.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Pressemitteilungen/2017/5-arb-kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Somit muss das ein Problem sein, welches sicherlich vielfaeltig ist, allerdings es ist vorhanden und man sollte vorsichtig mit der Behauptung der Selbstverschuldung umgehen.

Ich hlre es hier aber oft, dass die meisten selbstverschuldet wären.

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@Xerxes11

Ich hoere das oft? Wer ist denn das, der dieses behsauptet?

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Ist mir zu pauschal gedacht. Hinter jedem Menschen steht ein Einzelschicksal-und dem sollte man Rechnung tragen.

Wenn ich derzeit die Sozialdokus "Hartz aber herzlich" oder ähnliches sehe, dann finde ich es nicht unbedingt förderlich für die Stimmung in der Allgemeinheit, wenn dort Leute auftreten, die hohnlachend vor der Kamera stehen und meinen, das dumme Volk sollte ruhig für sie arbeiten gehen-auch solche gibts, klar.

Vor alten Menschen habe ich sehr viel Achtung. Sie jammern viel weniger als so mancher junge Mensch und suchen sich neben ihrer kärglichen Rente, trotz ihres hohen Alters, einen Zweitjob, solange sie noch krabbeln können.....

Ebenso finde ich, dass kranke Menschen mehr Unterstützung bekommen sollten, denn Krankheit kann jeden ereilen; zu jedem Zeitpunkt im Leben.

Wie geschrieben, Einzelschicksale, die man nicht pauschalisieren sollte.

Alles Gute!

Es wird eben versucht Stimmung zu machen, immer nach unten Treten und nach oben Buckeln.

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@Xerxes11

Diese Phrase ist einfach zu profan, um sie mit faulen H4-Empfängern zu identifizieren.

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