Ist Alzheimer Krankheit vererbbar?

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2 Antworten

Da sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Diesen Artikel habe ich bei http://www.quarks.de/gedaechtnis/0310.htmht gefunden.

Ist "Alzheimer" vererbbar? Etwa bei ein bis fünf Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen führt ein Fehler im Erbmaterial zur Krankheit. Das fehlerhafte Erbgut wird von Generation zu Generation weitergegeben, es wird also vererbt. Jedes zweite Kind eines Patienten mit erblichem Alzheimer wird deshalb ebenfalls an Alzheimer erkranken.

Fast alle durch Gen-Defekte verursachten Alzheimer-Erkrankungen brechen bereits vor dem 60sten Lebensjahr aus, sind also keine typischen Alters-Alzheimer. Deshalb haben Kinder von jungen Alzheimer-Patienten auch ein hohes Risiko, selbst in jungen Jahren an Alzheimer zu erkranken. Dagegen ist das Risiko sehr gering, als Kind eines älteren Alzheimer-Patienten (über 60 Jahre) selbst zu erkranken.

Verschiedene Defekte im Erbmaterial sind bislang bekannt, zwei davon wurden erst in diesem Jahr entdeckt. Sie führen bei den seltenen Trägern unweigerlich zum Ausbruch der Krankheit. Der bislang jüngste Alzheimer-Patient litt ebenfalls an einer seltenen erblichen Form. Er erkrankte mit 27 und starb mit 33 Jahren. Wie der Fehler im Erbmaterial zur Krankheit führt, ist nur in einem Fall bekannt. Hier sorgt der Fehler für eine vermehrte Bildung der Plaquebausteine. Die Folge: Die Eiweißablagerungen werden früher gebildet, und der Patient erkrankt entsprechend früher.

Ein weiterer Erbfaktor führt nicht zwangsweise zur Alzheimerschen Krankheit. Er erhöht beim Träger lediglich das Risiko, irgendwann im Leben an Alzheimer zu erkranken.

Es gibt eine Form der Alzheimer-Krankheit, die im Alter zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auftritt. An ihr erkranken häufig mehrere Mitglieder einer Familie. Dieser Form der familiären Alzheimer-Krankheit wird vererbt. Durchschnittlich wird die Erbanlage an jedes zweite Kind und an jedes vierte Enkelkind weitergegeben. Deshalb müssen diese Kinder aber später nicht unbedingt erkranken.

Für die restlichen 90 Prozent der Alzheimer-Erkrankungen ist eine genetische Beteiligung möglich. Es werden sehr viele unterschiedliche Aspekte diskutiert und erforscht. So weiß man z. B. bisher nicht, ob genetische Dispositionen sich erst bei älteren Menschen auswirken, oder ob diese Dispositionen vielleicht nur andere Einflüsse, die eine Erkrankung begünstigen, beeinflussen. Gibt es einen Alzheimerkranken in der Familie, so besteht bei Verwandten ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) ein 2 bis 4-fach höheres Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung, als in der Normalbevölkerung. Bei Verwandten zweiten Grades (Großeltern, Onkel, Tante, Neffe, Nichte) beträgt das Risiko das 2-fache.

Quelle: http://www.medizinfo.ded

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