Ist Agility schädlich für den Hund?

17 Antworten

Die Anforderungen müssen in jedem Fall auf den Hund zugeschnitten sein.

Dicke Hunde, Riesenrassen, Rassen, die anfällig für HD/ED sind und Zwergrassen sind für Agility grundsätzlich nicht geeignet und können da auch schweren Schaden davontragen. Ebenso richtet Agility bei allen Hunden Schaden an, wenn man es übertreibt.

Für fitte, ausgewachsene Hunde ist ein entsprechend zugeschnittenes Agilitytraining aber eine gute Möglichkeit, sich zu betätigen.

Soweit ich weiss muss man bei großen hunden eher aufpassen, aber selbst bei denen sollte es problemlos möglich sein wenn sie nicht irgendwo gehandicapt sind. Junge hunde wachsen und haben empfindlichere knochen und gelenke, soweit ich weiss sollte man daher erst ab einem oder 1,5 jahren anfangen.

Agility ist nicht die beste Art ein Hund auszulasten, da es sehr stark auf die Gelenke etc geht. Die Sprünge werden immer höher und ein Hund ist eig nicht für diese engen Wendungen gebaut worden. Es wurde irgendwo mal ein Hund während Agility geröntgt dort sah man deutlich welche Belastung auf den Knochen lag. ( finde das nur wieder nicht)

Die Sprunghöhen haben sich seit mindestens 10 Jahren nicht mehr verändert. Sprunghöhe bei den Standards beträgt 60-65 cm. Als der Sport eingeführt wurde waren die Sprünge sogar wesentlich höher (bis 75 cm!). Die stärksten Belastungen treten allerdings an den Kontaktzonen, dem Slalom und in engen Wendungen auf.

Was heißt hier: "Hunde sind nicht für enge Wendungen gebaut". Hast Du schon mal Hunde bei der Jagd, beim Toben miteinander oder zum Beispiel beim Hüten gesehen? Da treten noch ganz andere Belastungen auf. Hundesport ist sicher nicht immer nur förderlich, man sollte eben immer auf die Gesundheit achten. Verteufeln braucht man Agility und Co. deswegen aber auch nicht gleich.

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Ich bin kein Fan von Agility und habe mich beim meinem Australian Shepherd gezielt gegen Agility entschieden. Bei vielen Hunden gehen die zum Teil extremen Anforderungen, besonders im (Ab)Sprungbereich auf Rücken und Gelenke der Hunde und können zu dauerhaften und sehr schmerzhaften Verletzungen führen. Ich kenne heir zahlreiche (ehemalige) Agility-Aussies, die Hüftoperationen brauchten oder kaputte Knie haben. Dafür habe ich meinen Hund dann doch zu gern.

Man kann einen Hund auch anders auslasten als durch Agility. Meiner bekommt Kopfarbeit bei der Unterordnung, beim Erlernen neuer Tricks, bei Suchspielen, beim Mantrailing und bei Spielen wie Treibball, und körperlich wird er unter anderem durch intensive Spiel- und Tobeeinheiten mit anderen Hunden, Schwimmen und sonstigen Strandspaß und durch ausreichend Lauf- und gelegentliche Zugarbeit ausgelastet. Kein Hund braucht Agility (anders als hier einige User fälschlicherweise implizieren).

Das hat weniger was mit gesunden Knochen und Alter des Hundes zu tun als mit der unnatürlichen Haltung die er bei Einhaltung der Regeln, der Abspringzone, einhalten muss. Für einen kleinen, kompakten Hund ist es nicht schädlich, für einen länglich gebauten Hund in jedem Fall schädlich für die Wirbelsäule und für grosse Hunde ist es auch schädlich für die Wirbelsäule. Die Abspringzone z.B. bei der A-Wand ist so niedrig, dass ein langgestreckter bzw. grosser Hund seine Wirbelsäule nach aussen verbiegen muss, das tut ihm nicht nur weh (deshalb springt er freiwillig auch wesentlich höher ab) sondern es schädigt auch die Wirbelsäule) Kleine, kompakte Hunde haben da kein Problem, die können ab dem niedrigen Bereich abspringen, ohne die Wirbelsäule zu verbiegen. Grob ist es so, wenn der Hund mit allen 4 Beinen gut in die Abspringzone reinpasst, dann ists ok, wenn er länger als die Abspringzone ist, dann sollte man im Interesse des Hundes drauf verzichten. Oder anders, wer Agility machen will, sollte sich einen kleinen Hund zulegen, so wie ich mit meinem Ami, für den ist Agility Spass ohne Schmerz.

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