Ist Abtreibung moralisch verwerflich?

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Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

Nein! 47%
Anderes... 21%
Ich enthalte mich 15%
Ja! 15%

23 Antworten

Nein!
  • In bezug auf meine eigenen Moralvorstellungen ist ein Schwangerschaftsabbruch NICHT moralisch verwerflich, sondern das gute Recht einer jeden ungewollt schwangeren Frau.
  • Moralvorstellungen sind aber individuell sehr verschieden und jeder Mensch sollte nach seinen eigenen Moralvorstellungen leben und entscheiden. Wer einen Abbruch für falsch hält, sollte es auch nicht tun. 
  • Meines Erachtens ist ein Kernpunkt der gesellschaftlichen und gesetzlichen Kontroverse zum Schwangerschaftsabbruch die Frage, inwiefern für alle dieselbe Moral zu gelten hat und inwiefern man Bürgern eine bestimmte Moral vorschreiben darf. Als Vertreter der pro-choice-Fraktion setze ich dabei auf Toleranz und Pluralität.
  • Wenn jemand sagt, er könne aus moralischen Gründen nicht abtreiben und er hielte Abbrüche für verwerflich und falsch, so ist das seine freie Wahl und gewiss muss er das Recht haben, nicht an Schwangerschaftsabbrüchen beteiligt zu sein. Ich würde niemals versuchen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, sondern seine Entscheidung und seine Moral tolerieren.
  • Wenn jemand umgekehrt sagt, er könne Schwangerschaftsabbrüche mit seinem Gewissen vereinbaren, so ist auch das seine freie Wahl und gewiss sollte er das Recht haben, Schwangerschaftsabbrüche durchführen zu lassen. Ich würde auch hier niemals versuchen, seine moralische Einschätzung bezüglich Abtreibung zu verurteilen, sondern seine Moral tolerieren.
  • Die Kontroverse hier bei GuteFrage.net, aber auch generell in der Gesellschaft, entsteht vorallem dadurch, dass Abtreibungsgegner partout wollen, dass ihre Ablehnung der Maßstab für alle wird. Umgekehrt fordert aber kein pro-choice-Befürworter, dass jemand abtreibt, der dies nicht will, ja nicht einmal, dass der andere Abtreibung für legitim hält. Die pro-choice-Fraktion möchte nur für sich selbst das Recht haben, nach der eigenen Moral zu entscheiden, andere sollen davon gar nicht betroffen sein.
  • Gerade wenn moralische Ansichten, wie die kategorische Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen, vorrangig auf religiösen Überzeugungen basieren, ist es für mich persönlich nicht akzeptabel, dass Bürger, die eben nicht jene religiöse Überzeugung teilen, ihr Handeln ebenfalls nach den moralischen Maßstäben der religiös motivierten Gegener der Abtreibung richten müssen. Soll doch bitte jeder nach seiner Facon selig werden, aber nicht nach verordneter Moral und Religion.
  • Ich bin fest überzeugt, dass diese Frage des moralischen Maßstabs im Zentrum der Kontroverse liegt. Persönlich bin ich daher der Meinung, dass man bei Fragen nach Schwangerschaftsabbrüchen einerseits stets mit nüchternen Fakten antworten sollte und andererseits betonen sollte, dass die moralische Komponente eine rein persönliche Meinung ist.

Damit ist wohl alles und richtig gesagt. Danke für diesen schönen Beitrag. Von mir beide Daumen hoch!

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Nein!

Meiner Meinung nach ist Abtreibung in jeder Situation allein eine Entscheidung der Frau, denn ob Gründe "gerechtfertigt" sind, liegt im Auge des Betrachters und kann nicht von Außenstehenden beurteilt werden. Bereits geborenes Leben und seine Interessen (Frau) geht vor noch nicht geborenem Leben (Kind)!

"Bereits geborenes Leben und seine Interessen (Frau) geht vor noch nicht geborenem Leben (Kind)!"

Interessante Sicht der Dinge. Wie kommst du zu dieser Aussage? Schließlich ist der bereits geborene Mensch "schuld" daran, dass es das "ungeborene Leben" überhaupt gibt. Hätte er / sie ja auch gleich verhindern können, aber eben nicht getan.

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@MoBruinne

Die Aussage, dass das Leben der Frau (= Mensch, Person) vorgeburtlichem Leben (= Embryo, Fötus) vorgeht, ist die Meinung von mindestens 80% der denkenden Menschen. Nur ganz wenige würden verlangen, dass im Konfliktfall das Leben der Schwangeren dem Überleben des Fötus geopfert werden muss. Die Gesetze der allermeisten Länder setzen den Fötus nicht auf dieselbe Stufe mit der Frau. Die meisten europäischen Länder (und viele aussereuropäische) haben Fristenregelungen: sie werten nicht nur das physische Leben, sondern das Selbstbestimmungsrecht der Frau höher als das embryonale Leben.

Die Verhinderung einer ungewollten Empfängnis ist leider nicht ganz so einfach. Jede Verhütungsmethode hat ihre Versagerquote. Und Sexualität gehört nun mal zum Leben (der meisten Menschen).

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@annemarie37

Nun stehen aber die wirklich allerwenigsten Frauen vor der Frage, ob Mutter oder Kind leben dürfen. Meistens - und zwar allermeistens - könnten ja beide leben. Nur bekommt das Baby keine Chance, weil es grad nicht in die Lebensplanung passt.
Ja, Sex gehört zum Leben - aber nicht, wenn ich nicht bereit wäre, die Konsequenzen zu tragen. Und Abtreibung wird so langsam zu einem offensichtlich legitimen Mittel der Geburtenkontrolle bzw. "Verhütung". Und DAS ist doch einfach nix, was eine Gesellschaft wollen kann

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@MoBruinne

Mit "Leben" habe ich nicht das blanke "Überleben" im Sinne von Nicht-Sterben gemeint, sondern das Dasein mit all seinen Wünschen, Hoffnungen und Zielen. Warum sollte bei einem Vergewaltigungsopfer oder bei einem schwerstbehinderten Kind aus moralischer Sicht eine Abtreibung "richtig" sein, aber eine "ich-will-zum-jetzigen-Zeitpunkt-kein-Kind" - Einstellung einer Frau, die sich vielleicht einen anderen Partner als Vater ihres Kindes wünscht oder mitten in Schule, Ausbildung oder Studium steckt oder noch ihren Doktor machen oder ein Jahr um die Welt reisen oder sich eine gesicherte Existenz aufbauen oder erstmal für die Rente ranklotzen oder einfach Party machen will oder, oder, oder..., moralisch verwerflich sein? Und der erhobene Zeigefinger "dann-darfst-du-nur-Sex-zum-Zwecke-der-Fortpflanzung-haben" und "jetzt-musst-du-halt-die-dir-eingebrockte-Suppe-auch-auslöffeln" gehört ins Mittelalter und hilft keinem. In den letzten Jahren sinkt (entgegen deiner Meinung) die Abtreibungsrate in Bezug auf die Geburtenrate, sie wird also nicht mehr zur Verhütung missbraucht. Auch denke ich, dass die wenigsten Frauen leichtfertig abtreiben.

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@MoBruinne

Stimmt Mo, das kommt ganz selten vor, dass es zu wählen gilt zwischen dem physischen Überleben der Frau und des Kindes. Ich schreibe in diesem Fall absichtlich "Kind", weil das ja nur bei einer weit fortgeschrittenen Schwangerschaft der Fall sein kann und das Kind gerettet werden könnte. Aber es lässt sich mit diesem Beispiel eben zeigen, dass für fast alle Menschen das Leben der Frau eben doch auf der Werteskala höher steht als dasjenige eines Fötus.

Abtreibung war schon immer eine Methode der Geburtenkontrolle (nicht der SchwangerschaftsVERHÜTUNG). Bevor es die Pille gab sogar eine sehr häufige.

Und: Sex gehört auch dann zum Leben, wenn die Frau/das Paar gar kein Kind will.

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Anderes...

Es kommt immer auf die Situation an.

Wenn man sehr jung schwanger wird, mit dem Erzeuger nicht mehr zusammen ist oder ihn gar nicht kennt, die Eltern keine Unterstützung bieten und man völlig alleine ist, ist das ein Grund für mich abzutreiben.

Generell bin ich wirklich gegen eine Abtreibung, aber bevor ein Kind die komplette Zukunft der Mutter zerstört, halte ich es für sinnvoller das Kind abzutreiben. Das Kind ist zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht groß, es hat kein Gedächtnis, im Grunde ist es nur ein Zellhaufen.

Manchmal ist es wirklich sinnvoller. Ich kenne auch eine Frau, die abgetrieben hat und es war die beste Entscheidung, die sie treffen konnte.

LG

"Zellhaufen". Ja nee - is klaa. Guckst du:
http://www.babytreffpunkt.de/internet/bilder/bilder/schwangerschaft/entwicklung-09w.jpg

Und vielleicht einfach mal lesen, was bis dahin schon alles entwickelt ist. Und das ist 10. Woche - nicht 12.

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@MoBruinne

Das Plastik Püppchen entspricht mind. 14. SSW (ca. 12 Wochen nach Empfängnis). Die meisten Abbrüche erfolgen vor der 10. SSW (5.- 9. SSW).

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@annemarie37

Ist auch nur ein Hinweis... Zellhaufen kann man so oder so nicht sagen - ab der 7. Woche schlägt das Herz

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@MoBruinne

Ich spreche nie von "Zellhaufen", tönt mir zu despektierlich. Ein ganz früher Embryo (Blastozyste), das würde ich Zellgebilde nennen.

Das Herz ist erst nach 8 Wochen fertig ausgebildet. Aber ja, stimmt, ab etwa der 5. Woche ist das Pulsieren des Blutes im Ultraschall zu sehen.

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Hallo Anaconda,

moralisch verwerflich ist es, dass eine Frage in den Raum gestellt wird, die nicht beantwortbar ist. Keine Antwort ist für alle akzeptabel.

So ist es eine individuelle Entscheidung aller Beteiligten, nicht nur der Frau. Sie hat aber die endgültige Entscheidungshoheit, so dass sie keinesfalls gezwungen werden darf abzutreiben.

In dem jetzt gültigen § 218 steht auch sehr genau, wann und auch warum eine Abtreibung straffrei bleibt.

Es geht darum, einen möglichen Schaden psychischer und physischer Natur von der Frau abzuwenden.

Das bedeutet, wenn schon abgetrieben wird, dann nur nach den Regeln der ärztlichen Kunst.

Eine abzuwendene psychische Verletzung wird ausdrücklich mit einbezogen.

Es geht hier also um den Schutz der Mutter, wenn der Fall der Entscheidung 

für eine Abtreibung gegeben ist. 

Sicher sollte man diese Art der Schwangerschaft nicht eintreten lassen, aber wenn es geschehen ist, und die Entscheidung ansteht, muss der Frau so geholfen werden, dass sie später mit ihrer Entscheidung leben kann. 

Die Art der Hilfe soll sie sich selbst alleine aussuchen können.

Dieses Thema ist so ausführlich diskutiert worden wie kaum ein Anderes.

Die Gesellschaft hat sich sehr schwer getan, hier eine Art Königsweg zu finden. Daher denke ich, dass es moralisch nicht verwerflich ist, da die Moral und deren Werte ein gesellschaftlicher Konsens ist und hier gemeinsam beschlossen worden ist.

Jeder Vergleich mit anderen Dingen wie Mord, Notwehr, oder anderen juristischen Tatbeständen greift hier nicht, da es eine eigene spezifische Situation mit allen negativen Begleiterscheinungen ist ( Kriminalisierung der Frau, Doppelmoral, Engelmacherin usw ).

Auch Leben gegen Leben abzuwägen ist ein ganz übler rhetorischer Trick.

Jede Antwort geht mit einer Stigmatisierung einher und keine ist richtig, wie eingangs schon gesagt.

Moralisch ganz problematisch aber nicht verwerflich.

Carino

Nein!

Es ist moralisch verwerflich, Frauen zu zwingen, gegen ihren Willen ein Kind zu bekommen (oder umgekehrt eine Frau zur Abtreibung zu zwingen). Abtreibungsverbote verletzen grundlegende Menschenrechte: auf Gewissensfreiheit, körperliche und seelische Integrität, Selbstbestimmung, moralische Autonomie.

Niemand ist berechtigt, über Frauen und ihre Gründe zum Schwangerschaftsabbruch zu urteilen. Niemand steckt in ihrer Haut. Nur sie selbst können entscheiden, ob ein Schwangerschaftsabbruch für SIE SELBST moralisch gerechtfertigt ist oder nicht.

P.S. Ich habe selbst auch 3 Kinder...

Ein Abtreibungsverbot oder Abtreibungserlaubnis wäre gleich gar nicht nötig, wenn die Frauen wieder wüssten, wie ihr Zyklus funktioniert, wie Verhütung funktioniert und dass sie eben nicht 100% sicher ist. Wenn ich absolut kein Kind möchte, dann darf ich halt einfach auch keinen Sex haben. Das müsste wieder in die Köpfe. Selbstbestimmung, Autonomie... JA GENAU! Die Frau soll wieder denken! Das wäre ein Anfang

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@MoBruinne

Aha: dein Zyklus funktioniert offenbar währen 35 Jahren immer 100% regelmässig? Frauen sind zu blöd um zu verstehen, wie Verhütung funktioniert? Sie denken überhaupt nicht? Keinen Sex haben, wenn frau absolut kein Kind möchte? Konkret hiesse das, vielleicht etwa 3-mal im Leben Sex zu haben (weil die wenigsten Frauen mehr als 3 Kinder möchten)?

Du lebst in einer anderen Welt...

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@MoBruinne

Tja, leider ist Sex aber ein Grundbedürfnis. Und lange nicht nur zum Kinder zeugen da.

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@Tragosso

Ihr Lieben - ich bin 40, habe Kinder, habe Kinder verloren... ich glaube schon, dass ich da was dazu sagen kann. Natürlich sollte man Sex haben und genießen. Und nicht nur zum Kinder zeugen. Hab ich auch nirgends behauptet. Aber dass die allermeisten Kinder abgetrieben werden, weil sie gerade nicht in die finanziellen Möglichkeiten passen oder der Partner kein Kind will oder man single ist oder oder oder... DAS ist doch ein Zeichen für nicht-denken. Wenn ich mit 16 schwanger werde muss ich mir schon die Frage stellen, ob Sex mit 16 ohne Verhütung und mit Wackel-Partner so sinnvoll ist. Einfach erst denken... ich sage ja nicht, dass man immer schwanger wird, wenn man sex hat, das ist ja nunmal nicht so. Aber die Möglichkeit besteht eben. Und wenn ich es zu 100% ausschließen muss - dann bleiben mir nicht viele Möglichkeiten.

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@MoBruinne

Und wenn ich es zu 100% ausschließen muss - dann bleiben mir nicht viele Möglichkeiten

Es bleibt die Möglichkeit 1. die best mögliche Verhütung anzuwenden und 2., zum Glück - nötigenfalls - eine trotzdem entstandene Schwangerschaft abzubrechen. Es ist wunderbar, dass Frauen heute (jedenfalls in entwickelten Ländern) nicht mehr einfach dem biologischen Schicksal ausgeliefert sind oder mit grauenhaften Methoden illegal abtreiben müssen! Das ist eine grosse Errungenschaft der Zivilisation.

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@MoBruinne

Und noch dies: ich habe auch 3 (Wunsch-)Kinder und 3 Grosskinder. Ausserdem habe ich eine total ungewollte Schwangerschaft abbrechen lassen. Eine Fehlgeburt habe ich glücklicherweise nie erleben müssen.

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Anderes...

Wenn sich eine Frau zur Abtreibung entschieden hat, dann hat niemand das Recht diese Frau zu verurteilen..........das sind nämlich genau die Gleichen, welche lästern, wenns mit dem Erziehen nicht klappt. Ich denke Vorsorge ist besser als Nachsorge und wenn eine Frau sich sicher ist abtreiben zu wollen, dann soll sie das tun ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. 

Leider gibt es auch Frauen die mehrmals abtreiben, weil sie alles drauflassen ohne nachzudenken. Denen gehört das Loch zugestopft.......aber nicht mit dem Pim.......

In der Frage hat Dich das Du ha auch nicht gestört. Heuchler.

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Anderes...

Was moralischverwerflich ist kannst nur du selbst entscheiden, wenn du es nicht mit deinem Gewissen vereinbaren kannst dann ist es moralisch verwerflich, wenn nicht dann nicht. Diese Theorie ist von Sigmund Freud

Es war ja gerade auf deine moralische einstellung dem gegenüber bezogen...

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Wieso Gewissen? Damit drückst Du doch schon aus, das es nicht richtig ist. Was hat das Gewissen denn mit eine Abtreibung zu tun?

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Ich enthalte mich

Ich erlaube mir nicht, zu beurteilen, was unter moralisch verwerflich fällt und was nicht. Die Frage, ob sie eine Abtreibung mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, muss jede Frau für sich selbst beantworten. Dabei bin ich dafür, dass ihr in der Beratung sehr deutlich klargemacht wird, dass es sich um ein Menschenleben handelt, über das sie gerade entscheidet.


Gewissen??? Wenn ich kein Kind will, will ich kein Kind. Mit Gewissen sagst Du ja eigentlich schon was Du davon denkst. Es gibt Kinder, die überhaupt nicht Lebensfähig sind etc. auch noch.

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@BraucheKeinen

Was sagt er/sie denn damit aus? Was interpretierst du denn in das Wort "Gewissen"? Sicher etwas Anderes als beat385.

Und was haben lebensfähige Kinder damit zu tun? Wir sprechen hier über eine Abtreibung, nicht über eine Fehlbeburt.

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Anderes...

Das kommt auf die Siutation an. Wenn man zum Beispiel durch eine vergawaltigung schwanger wird, oder selbst noch ein Kind ist.


Wenn man es aber aus zeitlichen Gründen  oder Kariere macht finde ich es falsch, aber zum Glück kann jeder selber entscheiden.

Ich enthalte mich

Für mich ja. Aber das muss jeder mit sich selbst abmachen.


Moralisch verwerflich? Warum denn bitte? Das schlimmste ist doch, wenn ungewollte Kinder zur Welt gebracht werden.

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@BraucheKeinen

das schlimmste ist, wenn ungewollte Kinder gezeugt werden! Das auf-die-Welt-bringen ist nur die logische Folge. (Vergewaltigung mal ausgenommen). Es ist nur in unserer Gesellschaft leider so, dass niemand mehr wirklich Verantwortung übernehmen möchte. Schon gar nicht für ein Kind, das er SO nicht in seinem 5-Jahres-Plan vorgesehen hatte. Traurig

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@MoBruinne

Es ist so, dass sich heute Frauen und Paare genau überlegen, ob sie die grosse Verantwortung eines Kindes, im gegebenen Zeitpunkt, unter den gegebenen Umständen, auf sich nehmen können/wollen (meist,... es gibt ja immer noch welche, die gedankenlos Kinder auf die Welt stellen). 

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Nein!

Es ist die Sache einer Frau, was sie mit ihrem Körper macht. Und wenn sie sich entscheidet, abzutreiben, dann ist das eben so.

Sache der Frau... und was ist mit "Sache des Kindes"? Zählt nicht. Interessant... ein Mensch ist also mehr wert als der andere... hmmm

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@MoBruinne

Ein Embryo ist eben noch kein "Mensch"... so einfach ist das. Siehe mein obiger Kommentar.

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@annemarie37

Und ab wann ist es ein Mensch? Setzt du da ne Grenze fest? Oder wer? Kein Wissenschaftler traut sich das... du schon?

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@MoBruinne

Der Mensch ist Mensch ab Geburt, vorher ist es eine Entwicklung hin zum Menschsein. Ich schreibe dem Fötus einen zunehmenden moralischen Wert zu, je weiter er sich entwickelt.

Universelle Erklärung der Menschenrechte Art. 1: "Alle Menschen sind ... gleich an ... Rechten geboren."

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Nein!

Hallo

Die Frage muss natürlich jeder für sich selbst beantworten, aber ich finde, dass eine Frau, die ungewollt schwanger wird, das Recht hat, sich für einen Abbruch zu entscheiden.

Freundliche Grüsse

tm

Ja!

Ich finde Abtreibung absolut verwerflich und sehe es als Mord an. Für mich beginnt das Leben sobald das Herz schlägt. Man lässt also sein eigenes Baby ermorden. Besonders schlimm finde ich es wenn es dann auch noch aus so egoistischen Gründen geschieht wie 'passt grade nicht in meinen Plan' oder 'will lieber Karriere machen '! Dann verhütet halt doppelt und dreifach!!


Die Antworten die hier erscheinen zeigen fast ausschließlich die Perspektive der schwangeren Frau. Darum möchte ich die Perspektive des keimenden Lebens vertreten, mit einer Geschichte die jeder versteht: Jemand spielt und erzielt einen Hauptgewinn im Lotto; aber bevor das Geld ausbezahlt wird, und ein neuer Millionär im Lande erscheint, ergeht eine Mitteilung, dass zur Zeit alle Gewinne vom Bundesfinanzminister konfisziert werden, und nichts ausgezahlt wird; der Staat benötige das Geld zur Zeit dringend für andere Zwecke.

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Schön, dass du das nicht absolut hinstellst, sondern klar als deine persönliche Meinung deklarierst. Allerdings halte ich sogar in diesem Fall die Aussage "Baby ermorden" für völlig unangebracht.

Ich persönlich finde es legitim, dass Frauen eine ungewollte Schwangerschaft nicht einfach schicksalshaft über sich ergehen lassen, sondern auch mal an sich selbst denken und ihrer Karriere - im Moment - den Vorzug geben. Ein Kind können sie immer noch später bekommen, wenn's besser in ihren Lebensplan passt.

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@annemarie37

annemarie37 - ich finde einfach, eine Frau sollte vorher denken und nicht hinterher abtreiben. Wäre doch echt nicht zu viel verlangt. Abtreibung sollte nie ein legitimes Mittel der Geburtenkontrolle werden.

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@MoBruinne

ca. 60% der Abbrüche sind auf ein Versagen der Verhütung zurückzuführen. Alle diese Frauen haben sich sehr wohl vorher etwas gedacht: dass sie nämlich kein Kind wollen. Aber leider kann mit der Verhütung immer mal was schief gehen (echte Methodenversager, falsche Anwendung). Zum Glück gibt es heute die Möglichkeit eines legalen, fachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbruchs, als backup measure. Früher machten die Frauen das bei Hintertreppen-Abtreibern.

Und ja, Frauen sind auch nur Menschen. Da kann jeder mal im Laufe von 35 Jahren ein Fehler passieren, z.B. unter Alkohol- oder sonst irgendwelchen Einflüssen ... Frauen sind keine Roboter.

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Nein!

Aber mit der Einschränkung, dass man es nur bis zu einer bestimmten Woche machen darf. Sobald sich das funktionstüchtige Gehirn ausgeprägt hat, und dieses praktisch Gedanken hat (wenn auch beschränkt) sollte man nicht mehr abtreiben dürfen.

Natürlich muss das auch dann erlaubt sein. Bei Babys mit extremen Behinderungen, Krankheiten, Schäden etc.

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@BraucheKeinen

Klar wenn das Leben der Mutter gefährdet ist natürlich. 

Bei Behinderungen wäre ich SEHR vorsichtig. Denn dann sind wir bei dem Thema der Sterbehilfe angelangt.

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interessant nur, dass kein Wissenschaftler der Welt sich darauf festlegt, wann denn nun das Bewusstsein entsteht. Da gibt es keinen festen Zeitpunkt. Entweder Leben ist Leben von Befruchtung bzw. Einnistung an - oder eben nicht. Aber wann es dann beginnt, also DAS weiß niemand, der sich Wissenschaftler nennt.

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@annemarie37

annemarie - ist doch interessant, dass du das weißt und sich kein Wissenschaftler festlegt, was das Bewusstsein angeht.

In der 20. Woche - und du schreibst ja sogar von "mindestens" - sind die Babys schon superweit entwickelt.

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@MoBruinne

Hast du den Text im obigen Link gelesen? Die vielen Quellen belegen, dass die meisten ernst zu nehmenden Wissenschafter sich einig sind, dass vor der 20. Woche kein Bewusstsein vorhanden sein kann, weil das Gehirn noch viel zu wenig weit entwickelt ist.

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Ich enthalte mich

weil jede Frau das für sich selbst entscheiden muss und ich niemals darüber urteilen werde!

Nein!

Absolut nicht.

Nein!

Es kommt hier aber immer auf die Situation drauf an. Wenn ne Frau durch ne Vergewaltigung schwanger wird, wäre eine Abtreibung meines Erachtens nach mehr als gerechtfertigt. 

Und anders nicht? Aber sonst geht es noch???

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@BraucheKeinen

Das war ja nur ein Beispiel! Jede frau hat natürlich das Recht, selbst darüber zu entscheiden, ob sie es macht oder nicht. Ich lasse da mal die Moral aussen vor. 

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Keine Verhütungsmethode ist 100-prozentig sicher.

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Ja!

Das kommt darauf an, wie du die Frage beantwortest: "Wann beginnt Leben?"

Wenn du sagst: "Erst bei der Geburt" - dann ist es wohl nicht verwerflich.

Wenn du sagst: "Bei der Befruchtung" - dann ist Abtreibung Mord.

Wenn man sich mal ein Baby in der 10. - 12. Woche anschaut (da darf man ja noch abtreiben) - dann stell ich mir schon die Frage, wie manche da von "Zellhaufen" sprechen können.

Für mich persönlich ist es "verwerflich" - kommt aber immer auf den Einzelfall an. Ich zeig nicht mit dem Finger auf eine Frau, die abtreibt, solang ich ihre Geschichte nicht sehr gut kenn.



"Wann beginnt Leben?"

Diese Frage ist eigentlich falsch gestellt. Leben begann vor Millionen  Jahren... Eine Samenzelle ist Leben... Ein früher Embryo ist menschliches Leben. Die Frage müsste lauten: wann beginnt der Mensch, besser: was macht den Menschen zum Menschen? Laut Gesetz (und auch meine Meinung): die Geburt. Der erste Atemzug, die Trennung vom Leib der Mutter.

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@annemarie37

Du willst mir nicht wirklich sagen, dass Babys im Bauch keine Menschen sind nur weil sie nicht selber atmen??????!!!!!

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@annemarie37

Stimmt ja außerdem auch so nicht, was du da schreibst. Babys ab 500 Gramm z.B. dürfen namentlich beerdigt werden. Obwohl sie ja noch gar keine Menschen sind? Oder wie oder was?

Und wenn eine Samenzelle schon Leben ist - dann ist eine Kombination aus Samen- und Eizelle ja erst recht Leben. Das darf man dann umbringen? Weil es ja noch kein "Mensch" ist (nach deiner Definition)??

Aber Tiere muss man human behandeln, oder??

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@MoBruinne

Frühgebürtchen/Totgeburten ab 500 g sind eben schon geboren, also Menschen.

Eine befruchtete Eizelle ist Leben, klar, aber noch lange nicht Mensch (z.B. die Eizelle in der Petrischale...). Was macht den Menschen zum Menschen? Es braucht dazu eine minimale Entwicklung, insbesondere des Gehirns. Und es braucht die Lebensfähigkeit ausserhalb des Körpers der Frau.

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@annemarie37

Damit sagst du mir gerade, dass meine beide Fehlgeburten keine Menschen waren. Ich hoffe ernsthaft, dass du mal über das nachdenkst, was du so von dir gibst. Und wie sehr du damit Menschen verletzt

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@MoBruinne

Liebe Mo, ich mache mir darüber seit 40 Jahren ernsthafte Gedanken. Und genau das ist meine philosophisch begründete ethische Überzeugung: ein Embryo/Fötus zum Zeitpunkt, wo Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden (und wo du offenbar deine Fehlgeburten erlitten hast), sind (noch) keine Menschen. Es sind, wenn schon, werdende Menschen. Es tut mir leid, wenn dich meine Gedanken verletzen. Mich verletzt es, wenn gewisse Leute sagen "Abtreibung ist Mord" oder "du hast dein Kind getötet".

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Ich finde Abtreibung ist IMMER falsch. Für manche mag es Gründe geben - für mich nicht.
Aber: gut das das jeder selber entscheiden darf. Und besser legal vom arzt als im geheimen vom dorfmetzger im hinterhof.

Reine Stimmungsmache, du suchst keinen Rat. Deine Frage ist also hier nicht erlaubt.

Nur so viel, wenn Frauen eine Fehlgeburt haben, werden sie angeschnauzt, sie sollen sich nicht so anstellen, schliesslich war das nur ein Zellhaufen, kein Kind! Kommt es zur Abtreibung ist die Frau dann eine Mörderin...  Überleg mal selber wie absurd das ist.

Stimmungsmache für oder gegen was? Habe ich hier meine Meinung missioniert? Ich habe gefragt ob Abtreibung für einen persönlich als ''moralisch verwerflich'' gilt da ich seit letzter Zeit ziemlich viel davon in meiner Umgebung mitbekommen habe.

Ich finde es auch ziemlich unangebracht eine Fehlgeburt mit einer gewollten Beendigung der Schwangerschaft zu vergleichen. Und schreibe keine völlig unnötigen Antworten um mehr Punkte zu bekommen, mindestens inhaltlich hättest du besser sein können.

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@Anaconda99

Ach ich bin hier schon so lange dabei, um zu wissen, dass das Thema Abtreibung intensiv genutzt wird um Stimmung gegen Abtreibungen zu machen. Deine Denke ist einfach zu kurz. Solange ich das erlebe was ich oben geschildert hab, stellt sich deine Frage gar nicht. Nochmal, deine Frage ist hier nicht erlaubt, weil du keinen Rat suchst.

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Moooooooooment - ich hatte selbst 2 Fehlgeburten. Bei solchen Kommentaren, wie von dir beschrieben, hätte ich den Leuten gehörig die Meinung gegeigt. Glücklicherweise hat das wirklich niemand so gesehen. Sehr viele Frauen leiden sehr unter Fehlgeburten, eben weil sie im Grunde ihres Herzens wissen, dass das ihr Baby war. Und sie trauern um ihr Kind. Das wird vielen Frauen nur bei einer Abtreibung nicht mehr erlaubt. Ist ja nur ein Zellhaufen, gell? Es müsste ihnen genauso erlaubt werden, zu trauern

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