Israeliten in einem Kampf, wie hieß er?

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4 Antworten

Diese Stammesangehörigen irrenherum, von Wasserloch zu Wasserloch, mit ihren Kamelen, Pferden, Eseln oder was immer sie haben, je nach Wetter. Das ist der wandernde Amalek, der nicht sesshaft ist, wo es nicht diese Verheißung gibt wie im Falle der Israeliten auf dieses Land Israel. Wir treffen diesen Amalek das erste Mal prinzipiell nach dem Auszug aus Ägypten. Wir treffen ihn zum aller ersten Mal in Refidim. Treffen tun wir ihn in Refidim nahe beimHoreb, beim Gottesberg.

Als Amalek kam und in Refidim den Kampf mit Israel suchte, sagte Mose zu Josua: Wähl uns Männer aus und zieh in den Kampf gegen Amalek! Ich selbst werde mich morgen auf den Gipfel des Hügels stellen und den Gottesstab mitnehmen. Josua tat, was ihm Mose aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen. Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Mose und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging. So besiegte Josua mit scharfem Schwert Amalek und sein Heer. Dann sprach der Herr zu Mose: Halte das zur Erinnerung in einer Urkunde fest und präge es Josua ein! Denn ich will die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel austilgen. Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen'Jahwe, mein Feldzeichen'. Er sagte: Die Hand an Jahwes Feldzeichen! / Krieg ist zwischen Jahwe und Amalek / von Generation zu Generation." Der springende Punkt ist doch, dass hier eine ewige Feindschaft gelegt ist. Man kann beinahe sagen, dass Amalek hier schon zum Erzfeind Israels wird. Es gibt dann noch viele Kämpfe, aber nicht unbedingt nur mit Amalek, sondern mit den Amalekitern, also mit dem Stamm. Jetzt zu Amalek. Es wurden ja viele Kriege geschildert. Was ist das besondere an diesem Kampf? Wenn wir etwas von der Stelle zurückblättern, die eben vorgelesen wurde, sehen wir: Amalek überfällt ein absolut elendes, kraftloses und ausgemergeltes Israel, das soeben – gestern - aus Ägypten befreit wurde mit großen, überwältigenden Wundern und nach jahrhundertelanger, grässlicher Ausbeutung. Es ist nicht imstande, ist nicht organisiert und ist aufmüpfig gegen Moses bei jeder Gelegenheit. Bis weilen schreien sie sogar: "Es war in der Gefangenschaft besser!" Kurz vor dieser Szene gibt es fast einen Aufstand der Israeliten gegenMose. Das ist der Sinn des Erinnerns - darauf kommen wir später noch. Warum sollgenau an Amalek erinnert werden und nicht an Edom und Moab, an Hetiter und Jebusiter? Daran denkt heute kein Mensch mehr, wohl aber an Amalek, weil das der Schwachpunkt war. Hier waren das Volk und seineExistenz, die Thora und der Monotheismus zu hundert Prozent gefährdet, weil sie nicht imstande waren, Widerstand zu leisten. Und da kommt jetzt das Motiv mit Gott, als sie das alles überstehen: Vergesst nicht, dass Gott das geleistet hat. Und wie haben Sie gesagt, hat man das genannt? Auf Deutsch hieß das Feldzeichen. So richtig kriegerisch. Buber übersetzt "Banner". Das heißt auf Hebräisch ganz schlicht: "HaShem nisi" - Gott ist mein Wunder. "nisi": mein Wunder oder meine Flagge. Also merkt euch: Ihr habt heute das Trauma eures bis jetzt sehr jungen Lebens des befreiten Volkes erlebt. Das ist hier geschehen, und vergesst es nie! Wehret den Anfängen!Wenn sie sich nicht gewehrt hätten, was dann? Ich wollte das eigentlich zum Schluss sagen: Es gibt drei Motive in der ganzen Amalek-Geschichte, derentwegen sie uns so intensiv hinter die Ohren geschrieben wird, und nicht die Geschichte mit den Jebusitern oder andere Kämpfe. Motiv Nummer eins: Wehret den Anfängen! Kleine Anfänge - ein lächerlicher, kleiner Stamm. Amalek? Was ist das? Niemand weiß, wer Amalek ist. Aber das Volk war so geschwächt, so zerstritten und so ungefasst, dass dieserStamm imstande gewesen wäre, alles zunichte zu machen. Wehret denAnfängen! Zweitens: Denk an dein eigenesVersagen! Nicht nur an das Versagen und die Fehler der anderen, des anderen, sondern an dein eigenes, die Zerstrittenheit, die Aufmüpfigkeit, das Meckern. Das rechne ich eigentlich der Geschichte besonders an: Es wird nicht geschönt. Denk an deine eigenen Fehler, nicht nur an Amalek! Was hastdu falsch gemacht? Drittens: Vergiss nicht, zu guter Letzt hilft Gott und erbarmt sich. Er verzeiht und nimmt wieder an, damit kein Defätismus entsteht. Das sind die drei Punkte. Da muss man sagen, dass dieser kleine Stamm, dieseIsraeliten, durch Schwierigkeiten geführt wurden und rings um sich Versuchungen hatten. Dieser Mose, der sie immer wieder zurückrufen musste. Der ihnen sagen musste: "Ihr müsst festhalten an dem Ein- Gott-Glauben!" Dieser Monotheismus musste sich erst etablieren gegen wahrscheinlich ganz interessante Nachbarn.

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Kommentar von tinimini
06.07.2015, 14:24

Danke für den Stern !

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Den Kampf, den du meinst, findest du im Buch Exodus (2. Mose), Kapitel 17, Verse 8 bis 16. Er fand aber nicht im Land Israel statt, sondern bei der Wanderung der Israeliten in der Wildnis Sinai. Wenn Moses seine Arme hoch hielt, waren die Israeliten den Amalekitern überlegen, aber sobald er die Arme sinken ließ, wurden die Amalekiter stärker. Daher stützten Aaron und Hur die Arme von Moses, als er müde wurde. Ein typischer Kampf bei der Landnahme der Israeliten war die Belagerung der Stadt Jericho. Darüber kannst du etwas im Bibelbuch Josua (gleich nach den 5 Büchern Mose), im Kapitel 2 finden.

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Es geht um den Kampf gegen die Amalekiter

Einige Rabbis gehen sogar so weit, bestimmte Völker mit den Amalekitern zu identifizieren, wie beispielsweise der Gaon von Wilna, auf den sich Rabbi Joseph Chaim Sonnenfeld berief, als er sich 1898 weigerte, Kaiser Wilhelm II. bei seinem Palästinabesuch zu begrüßen, da die Deutschen von den Amalekitern abstammten.[1]

Das Volk der Deutschen wird von vielen Israelis schon sehr früh in der Geschichte als Nachfahren der Amalekiter betrachtet. In prophetischer Vorschau erklärte der jüdische Weltkongress Deutschland sofort nach der Machtübernahme HitIers den Krieg.

Erwähnenswert ist noch, dass in der Textstelle 2. Mose 17, 8 von einem rätselhaften "Stab Gottes" zu lesen ist. Erich van Däniken hat daraus die Beschreibung einer Laserkanone gelesen.

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Kommentar von wheuhx
07.12.2013, 07:40

Das mit der Kriegserklärung ist falsch. "Am 24. März 1933 erschien die englische Boulevardzeitung "Daily Express" mit der Schlagzeile "Judea declares War on Germany". Das Blatt brachte darunter aber lediglich Berichte über Proteste und Androhungen von Boykottmaßnahmen englischer und amerikanischer Juden als Gegenreaktion auf antijüdische Aktionen der Nationalsozialisten. Von nationalsozialistischer Seite wurden diese Schlagzeile und andere, weniger sensationelle Berichte aber gerne aufgegriffen zur Rechtfertigung der großangelegten Boykottaktion gegen die deutschen Juden am 1. April 1933. Der im "Völkischen Beobachter" vom 27. März 1933 groß aufgemachte Bericht, 200 Autos mit der Aufschrift "Juda erklärt Deutschland den Krieg" - Boykottiert deutsche Waren" seien durch London gefahren, wurde aber nirgends bestätigt und auch nicht durch Fotos belegt. Die Vertretung der in Großbritannien ansässigen Juden, der Jewish Board of Deputies, erklärte vielmehr (The Times vom 27. März 1933), er wolle sich nicht in innerdeutsche Angelegenheiten einmischen. Boykottmaßnahmen und Protestversammlungen seien "spontane Ausbrüche der Empörung" einzelner Personen, aber nicht vom Board organisiert." http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr241.htm Und Sie vergessen zu erwähnen, daß die Nationalsozialisten, die Sowjets, Nasser und der Mufti von Jerusalem auch von den Amalekitern abstammen sollen.

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