Israel und Palästina. Grobe Erklärung?

16 Antworten

Das, was der palästinensische PLO-Führers Zuheir Mohsen im März 1977 in einem Interview mit der der niederländischen Zeitung Trouw sagte, das gilt noch immer:

 "Das palästinensische Volk existiert nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, um unseren Kampf gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied mehr zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, denn die arabischen nationalen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen palästinensischen Volkes als Gegenpol zum Zionismus postulieren..."

Nachdem die UN-Vollversammlung durch ihren Teilungsplan die Gründung des Staates Israel ermöglicht hatte, griffen wenige Monate später mehrere arabische Armeen Israel an. Die arabischen Palästinenser (es gab auch jüdische) glaubten den arabischen Führern, dass sie nach dem Sieg in die Häuser und Gebiete des Israelis ziehen könnten.

Doch es folgte eine Niederlage was 800.000 Palästinenser zu Flüchtlingen machte. (ab 1948 wurden auch 850.000 Juden zu Flüchtlingen durch arabische Gewalt).

Da die meisten Muslime weder den Holocaust noch den Palästina-Konflikt richtig kennen, sind sie für die Palästinenser.

"Freiheit für Palästina" ist ein Slogan der nach 2007 aufkam. Die Israelis mussten, wegen vielen Selbstmordattentaten auf Zivliisten einen Zaun und ein kurzes Stück Mauer errichten. Die Grenze ist seither streng bewacht. Auch die Ägypter behandeln die Menschen des Gazastreifens nicht als muslimische Mitbrüder. Viele sind der Meinung die Ägypter wären schlimmer als die Israelis, weil sie die Schmugglertunnel zerstören.

In dieser Zeitung kannst du Hintergründe erfahren - vielleicht durch eine Anfrage per Email mehr Informationen bekommen. https://www.israelnetz.com/

 In Artikel 80 der Charta der Vereinten Nationen übernimmt die UNO völkerrechtlich verbindlich die Beschlüsse des Völkerbundes. In Artikel 22 der Charta des Völkerbundes (Covenant of Nations) werden zukünftige Staatsgründungen für alle vorgesehen Mandate des untergegangenen Osmanischen Reiches beschlossen. Das britische Mandat für Palästina, welches Großbritannien an Israel übertragen hat, wird von der UN akzeptiert und ist bindend. Damit ist alles westlich des Jordans Israel. Es kann also KEINE illegalen israelischen Siedlungen westlich des Jordans geben!

Weil jedoch die umliegenden muslimischen Staaten nicht akzeptieren, dass mitten in islamischem Gebiet ein Judenstaat existiert, bekämpfen sie Israel. Sie werden es jedoch nicht besiegen können, weil Gott seine Hand schützend darüber hält und ER noch große Pläne für Israel hat.

„Und ich will das Geschick meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen. Und ich werde sie einpflanzen in ihr Land; und sie sollen aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden!, spricht der Herr, dein Gott.“   Amos‬ ‭9:14-15‬ ‭

Wer sagt: Freiheit für Palästina! Ist er antisemitisch eingestellt?

Nein, er ist nicht antisemitisch eingestellt, wird aber als antisemitisch hingestellt. Das ist ein Unterschied.

Im Jahre 70 zerstörten die Römer die Provinz Judäa nachhaltig, so dass sich tausende von Israeliten in die ganze Welt zerstreuten. Einige wenige Juden lebten aber immer vor Ort, egal unter welcher Herrschaft.

Vor rund 150 Jahren entstand der Wunsch wieder ein Israel an der alten Stelle zu Gründen - damals regierte dort noch das Osmanische Reich. 1897 wurde der Plan beim Zionistenkongress in Basel als schriftliches Ziel formuliert. Als Großbritannien 1917 die Rechtsnachfolge in Palästina übernahm nahm der Plan endlich Gestalt an und rückte in greifbare Nähe. Seitdem kam es vermehrt zur Einwanderung von Juden aus der ganzen Welt und zu Problemen mit der seit knapp 2.000 Jahren dort ansässigen Bevölkerung.

Der Holocaust rückte den Wunsch nach einem autonomen jüdischen Staat Israel ins Zentrum des Weltinteresses. So legte der UN-Teilungsplan 1947 die Grenzen fest, bevor 1948 der Staat Israel gegründet wurde. Allerdings ohne die Bewohner Palästinas oder die arabischen Nachbarstaaten zu fragen. Aber die Vernichtung von Millionen Juden in den KZ's der Nazis wiegte schwerer.

Von Beginn an wehrte sich die arabische Bevölkerung: 1948 Unabhängigkeitskrieg, 1967 Sechstagekrieg, 1973 Jom-Kippur-Krieg, Terroranschläge usw.

Israel dehnte seine Grenzen immer mehr aus und lies Siedlungen auch auf eigentlich fremden Land Palästina zu, was immer wieder neu zu Spannungen führte. Es ist ein Kreislauf: ein Attentat, ein Luftangriff, ein Gegenangriff, ein Attentat, ein Luftangriff usw.

Dennoch muss man auseinander halten: die Religion des Judentums auf der einen und die Politik des Staates Israel auf der anderen Seite. Die Politik Israels zu kritisieren hat nichts damit zu tun Antisemit zu sein. Auch in Israel gilt Religionsfreiheit (steht in der Unabhängigkeitserklärung). Und nicht alle Israelis sind Juden - nur 75% (und davon 46% bezeichnen sich als säkular, also gläubig, aber nicht ausübend), 17% Muslime, 2% Christen und 1,6% Drusen.

1988 erklärte sich Palästina zum eigenen Staat was wiederum für Ärger sorgte. 2012 wurde der "Staat Palästina" von der UNO mehrheitlich anerkannt (Dtl. enthielt sich) und bei uns spricht man überwiegend von den Palästinensischen Autonomiegebieten und weniger vom Staat - sind auch zwei verschiedene politische Einrichtungen.

Reuven Moskowitz sagte mal zu mir, er wünsche sich mehr Einmischung von Europa und auch von Deutschland, denn auch er sah die Politik seines Landes kritisch. Und Europa und Deutschland hätten mehr Einfluss in Israel als sie sich selbst zugestehen würden. Aber der Holocaust verbiete es. Über diesen Schatten müsste man springen lernen.

Woher ich das weiß:Hobby

Man kann Dinge auslassen, dann sieht die Geschichte schon ganz anders aus. Der wichtigste Punkt, den Du nicht erwähnt ist: Die arabischen Palästinenser lehnten den Teilungsplan der UN-Vollversammlung 1947 ab. Im Gegensatz zu den jüdischen Palästinenser. In britischen Mandatsgebiet lebten schon vor dem Holocaust Juden.

Zweiter Punkt: 1948 haben sich die Araber nicht gewehrt. Sondern sie haben mit mehreren Armeen Israel angegriffen. Wider erwarten erlitten sie eine Niederlage, was 800.000 arabische Palästinenser zu Flüchtlingen machte. Gleichzeitig auch 850.000 Juden.

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Die Palästinenser erkenn den Staat Israel nicht an. Für sie gibt es nur einen ungeteilten Staat Palästina, und sie sehen es so, dass eben ein großer Teil des beanspruchten Gebiet von Israel okkupiert ist. Sie leben in diesem Gebiet seid Hunderten von Jahren, es ist Ihre Heimat.

Israel wurde 1948 gegründet. Ein großer Teil waren jüdische Einwanderer. Davor war Palästina ein Mandatsgebiet von Großbritannien. Und vor dem ersten WK war es Teil des osmanischen Reichs.

Ein großer Teil waren jüdische Einwanderer. Sie berufen sich darauf, das dieses Gebiet Ihnen von Gott als einzigem Volk und ewig zusteht.

Dieser Konflikt lässt sich nicht auflösen. Zumindest nicht, wenn beide Seiten ihre Haltung dazu nicht grundsätzlich ändern wollen.

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