Isolation als Behandlungsmethode in einer Kinder und Jugendpsychatrie?

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8 Antworten

Hallo, das hört sich ja garnicht gut an. Ob es eine gängige Methode ist weiß ich nicht, aber wenn deine Freundin akut dorthin gebracht wurde oder generell in die Klinik musste, so kommt man in den Krieseninterventionsraum zur besseren beobachtung, dort haben sie einen besser im Blick. Ausschlaggebend ist es natürlich, ob es eine offene oder geschlossene Einrichtung ist, ich war in einer geschlossenen. Was aber deutlich gegen die seriösität der Klinik geht, dass deine Freundin nicht von oben bis unten durchgecheckt wurde um zu verhindern das sie, zur selbstverletzung etwas bei sich trägt. Es gibt aber leider so schludereinrichtungen. Wenn man es wirklich ernst meint und wirklich sich helfen lassen will, sich drauf einlässt, sollte man sich ausgiebig im Internet über verschiedene Kliniken informieren und sich dann auch längere Zeit therapieren lassen. Gute Besserung an deine Freundin und lg :) Sie soll nicht aufgeben und sich auf Hilfe einlassen, dann wird alles gut :*

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Kommentar von demo64738
30.05.2016, 06:01

Ich hab ihr auch empfehlen zu einem Psychologen zu gehen und ich helfe auch wo ich kann :) 

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Kommentar von kindvbahnhofzoo
30.05.2016, 06:46

Wenn man wirklich etwas in die Station schmuggeln will, dann findet man immer Wege Natürlich wird man vorher durchgecheckt aber sollen sie in jede Körperöffnung leuchten? Da wäre das Geschrei sicher noch größer. Da kann man der Klinik finde ich keine Schuld geben

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Hallo,

leider ist das wirklich die gängigste Methode, um jemanden in einer Notsituation vor sich selber zu schützen. 

Dieses "Einsperren" ist in keinem Falle wie eine Bestrafung gemeint, sondern dient dazu, dass derjenige einfach zu sich selber wieder findet und Abstand von jeglichen äußeren Einflüssen bekommt, zugleich aber geschützt ist, wegen der Gefahr sich selbst zu schaden.

Die Ärzte und Pfleger meinen dies auf gar keinen Fall böse oder wollen sie ärgern. Die wollen einfach nur helfen und aus Erfahrung wissen sie, dass diese Methode am besten geholfen hat. 

Im Moment wird deine Freundin wütend und verletzt sein, weil man sie "so behandelt" aber irgendwann wird sie einsehen, dass es vielleicht doch besser war, weil sie sich sonst etwas angetan hätte.

Ich wünsche Ihr nur das beste.

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Wenn du einmal drin bist, kommst so leicht nicht mehr raus. Die Behandlungsmethoden stehen schon lange in der Kritik. Ist nicht nur in den Jugendpsychiatrien so, noch schlimmer ist es in denen für Erwachsene. Wenn du nicht parierst wirst ruhig gestellt und ernst genommen wirst auch nicht.
Hatte mal vor einigen Jahren eine Reportage im ARD darüber gesehen. Die Zustände sind teilweise skandalös.

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Kommentar von demo64738
30.05.2016, 06:04

Ja, ich würde auch nicht in eine Psychiatrie gehen. 

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Kommentar von nurbilligwillig
30.05.2016, 07:21

Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Warst Du denn selbst schon einmal in einer Psychiatrie?

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Das ist so eine Art Beobachtungszimmer oder auch Krisenzimmer. Das ist keine gänige Methode. Sie war ganz akut gefährdet, weshalb man sie unter Kontrolle haben wollte. Diese Methode ist daher wirklich nur die gänige Notfallmethode.

 Es ist nur so: Viele probieren Klingen in die Psychiatrie zu schmuggeln. Und dann versuchen sie halt, sich zu verletzten oder ähnliches. Und wer eben akut gefährdet ist, wird unter Beobachtung gestellt, damit sie sich nicht schneiden. 

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Hallo demo64738,

Um das zu erklären: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich dabei um den sog. "Ruheraum" handelt. In manchen psychiatrischen Kliniken werden dort Patienten bis zu 3 Tage, wenn sie ankommen, festgehalten, mit dem Hintergrund sie mögen sich beruhigen und an die neue Situation gewöhnen. Sowas kann echt nur jemand anordnen, der selbst nie psychisch krank war; und dennoch kommt es vor. 

Wenn sie dann - nach den 2 Tagen - warum auch immer direkt entlassen wurde hat sie die richtigen Therapiemethoden noch gar nicht kennengelernt. Für Kinder gibt es Psychotherapie, malen, schreiben, Sport usw.

Andererseits kann es schon sein, das ein solche Handlungsweise sinnvoll ist, z.B. dann, wenn ein Patient tatsächlich randaliert bzw. sich akut töten möchte, da  diese Räume 24 h kameraüberwacht sind. 

Liebe Grüße,

FG

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Kommentar von demo64738
30.05.2016, 06:35

Der Raum war ja nicht videoüberwacht sonnst hätte man ihr die Klinge abgenommen weil sie sie in diesem Raum rausgeholt hat aber nichts mit ihr gemacht hat. 

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Ich denke nicht, dass sie mit der Maßnahme bestraft werden sollte, sondern dass sie in ein Beobachtungszimmer kam, damit man sie rumd um die Uhr im Blick haben kann. Trotzdem ist das leider keine Garantie dafür, dass Menschen, die sich etwas antun wollen, das selbst unter diesen verschärften Bedingungen schaffen. Das hat nicht unbedingt etwas mit Schlamperei oder Schludrigkeit des Klinikpersonals zu tun. Wenn es jemand darauf anlegt, kann er Sachen einschmuggeln. Man kann nicht alle Anziehsachen und persönliche Sachen wie z. B Kuscheltiere so durchsuchen, dass man immer alles findet. Schließlich muss man sich da ja nicht nackt ausziehen und auf der Station gibt es auch keinen Metalldetektor wie am Flughafen. Schließlich ist eine Klinik ja auch kein Knast! Und wenn man unbedingt will, findet man selbst im Überwachungszimmer eine unbeobachtete Gelegenheit, um sich zu schneiden, da einem ja keiner beim Gang auf die Toilette zuguckt.

Das Klinikpersonla hatte offensichtlich recht, Deine Freundin auf das Überwachungszimmer zu legen, da sie sich dann ja geschnitten hat. Die Einschätzung des Personals war also richtig. Und glaube bitte nicht, dass die das gemacht haben, um Deine Freundin zu bestrafen oder zu quälen! Die haben das gemacht, weil sie berechtigterweise Angst um Deine Freundin hatten.

Überleg mal: Deine Freundin schmuggelt eine Klinge in die Klinik, obwohl sie dort gefragt wird, ob sie irgendwelche Gegenstände bei sich hat, um sich zu verletzen und obwohl die Leute dort ihr helfen wollen. Dann schneidet sie sich tatsächlich und beschwert sich, wie schlecht sie dort behandelt wird...

Obwohl ich das Verhalten Deiner Freundin als manipulativ einstufen würde, ist sie ein Mensch in Not, der Deine Unterstützung und professionelle Hilfe braucht. Ein wichtiger Schritt, bei dem Du Deiner Freundin helfen kannst, wäre zu erkennen, dass das Klinikpersonal nicht ihre Feinde, sondern auch Unterstützer sind.

Zuletzt möchte ich, dass Du Dir Gedanken darüber machst, was andere Betroffene über die Psychiatrie denken, wenn sie das hier lesen. Bekommt man es da nicht mit der Angst zu tun und versucht möglicherweise alles, um eine Klinikeinweisung zu verhindern? Das wäre fatal!

Liebe Grüße

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Kommentar von demo64738
30.05.2016, 06:31

Sie hat sich da drinnen ja nicht geschnitten. Sie wollte nur einen "Notausgang". Ich hab ihr gesagt das sie lieber zu einem Psychologen gehe sollte. 

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
30.05.2016, 09:48

1. muss man sich komplett ausziehen, wenn man in ein Überwachungszimmer muss auch genannt Sichtbereich das immer auf der geschützten Station ist. 2. darf man wenn man im sichtbereich ist auch nicht allein auf Toilette gehen, was wiederum logisch ist, weil man sich dort was antun könnte. wenn sie allerdings nicht auf der geschützten Station ist, werden sie es getan haben, damit sie nach denkt. Alles Gute für deine Freundin!

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Das einzige, was aus meiner Sicht hier wirklich weiterhin "verfolgt" werden sollte, ist die Tatsache, dass nicht nachgeguckt wurde, ob spitze Gegenstände vorhanden sind oder nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Konzerten diese Überprüfungen gestattet sind und bei Schwerstkranken in der Psychatrie nicht.

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Kommentar von UNGEWISSEKOFFER
30.05.2016, 09:54

normalerweise ist es Pflicht Programm den Patienten sowie seine Kleidung etc zu kontrollieren.

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Ohne die Begründung der behandelnden Ärzte zu kennen, kann man das gar nicht beurteilen. Es kann auch sein, dass deine Freundin bei der Beschreibung des Raumes übertrieben hat oder etwas hinzuphantasiert hat.

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