Islamischer Staat: Was haltet ihr davon, dass 'der Versuch zu verstehen, schon eine Entschuldigung ist?

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16 Antworten

Im Grunde: Nein.

Man kann die Beweggründe für die Taten ja durchaus hinterfragen oder herleiten. Es ist sogar wichtig das zutun, damit man zum einen die Motivation besser nachvollziehen kann, aber auch die Ursachen kennt... aus Fehlern soll man ja lernen können.

Das gilt fürs Allgemeine. Im Einzelnen, wenn eine Person sich mit den Ursachen auseinandersetzt und am Ende - evtl. aus islamischer Sicht - dann auch noch Rechtfertigungen oder Verständnis dafür aufbringen kann, dann ist der erste Schritt zu einer Verharmlosung und Akzeptanz, vllt. sogar Sympathie getann.

Wichtig wäre dabei sich immer eine möglichst objektive Meinung zu bilden. Das bedeutet also immer Pro und Kontra abwägen und sich ein möglichst umfassendes Bild machen. Bspw.: könnte ein konservativer Moslem denken, der IS ist gut für den Islam und bringt den Menschen die einzig wahre Religion. Dann muss man sich aber hinterfragen, warum hat der IS viel mehr Moslems umgebracht, als (aus deren Sicht) "ungläubige". Warum werden Moslems die kurz vor ihrer Tötung sogar das islamische Glaubensbekentnis aufsagen, trotzdem vom IS als "falsche Moslems" abgewertet?

Irgendwann kann man eigentlich nur zur Erkenntnis kommen, dass es einfach nur wahnsinnige Mörder sind, oder wie Mohammad sie bezeichnet hat: "Hunde des Höllenfeuers".

Also auch wenn man sich deren Vorgehen erklären kann, ist es keine Entschuldigung.

Hallo Leminee!

In der Weigerung des Verstehens besteht das Problem! Und auch das ist ein Problem der Entschuldigung, allerdings nicht der ISIS-Leute, sondern der Politik und des Verhaltens der westlichen Staaten, vor allem der USA.

Genauso wie Al Qaida ist auch ISIS von der westlichen Politik gefördert und hervorgebracht worden. Und wenn hier der große Unterschied zwischen den "mitteleuropäischen" oder "christlichen Werten" beschworen wird, dann steckt dahinter nur eine übergroße Blindheit, dem eigenen Handeln gegenüber.

Kürzlich war im "Freitag" ein ausgezeichneter Artikel zu diesem Thema von Jürgen Todenhöfer, einem ausgewiesenen Kenner des Nahen Ostens und der langjährigen Problematik. Du findest ihn unter:

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-bumerang-des-westens

Bevor man irgendeine Handlungsweise verurteilt, sollte man alle Hintergründe kennen! Gerade mit der muslimischen Welt, machen wir im Westen uns es ein bißchen zu einfach. Vor allem, wenn wir die Folgen unseres Handelns einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen.

Gruß Friedemann

Entschuldigen? Kann ich nicht. Wir sind immer schuldig für das was wir tun, wir können es akzeptieren oder leugnen.

Wer aber nicht einmal versucht zu verstehen, aber darüber redet, ist ein Dummschwätzer.

versuchen zu verstehen ist sehr schlau, denn auch diese Menschen sind Menschen, man muss sich darüber keine Gedanken machen, wenn man nicht will, aber einfach sinnlos zu behaupten was andere Leute behaupten, ohne sich selbst damit zu befassen, ist sehr dumm und gehört meines Erachtens, nicht einmal angehört zu werden.

Eine Entschuldigung findet man darin nicht, eher Gründe und Verstehen (je nachdem), denn nichts geschieht ohne Grund und schliesslich hat das Christentum mindestens doppelt soviele Menschen auf dem Gewissen (zurzeit). Ich rechtfertige nicht die Taten der Organisation ISIS, sondern versuche lediglich, dass die Menschen sich einmal Gedanken darüber machen, ob Gott das wirklich will und ob man diese Leute wirklich als religiös beschreiben will.

Fanatisten, Nationalsozialisten, wie auch immer, Gott schenkt Leben und keinem ist es gegeben dieses zu rauben, und tut er es doch, lass den Namen Gottes aus dem Spiel.

Johannes sagte: Der Mensch liebt seinen Mitmenschen nicht, den er sieht, wie also könne er Gott lieben den er nicht sieht? (aus meiner Erinnerung)

Leminee 25.01.2017, 16:11

Wer aber nicht einmal versucht zu verstehen, aber darüber redet, ist ein Dummschwätze

Da bin ich nicht ganz einverstanden. Das heißt, dass es einen Grund geben könnte, unschuldige Menschen zu töten...  

Wenn unschuldige Meschen getötet werden, ich brauche nicht verstehen, aus welchen Gründen der IS so was tut. 

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Satiharu 25.01.2017, 16:14
@Leminee

Natürlich gibt es die, (ich bin allgemein gegen Mord, egal ob es sich um mensch oder Tier handelt) doch ich glaube nicht, die sehen diese Menschen als unschuldig an, falls sie wirklich darauf aus sind ein Gottesreich zu gestalten.

Du brauchst nicht zu verstehen, auch nicht zu versuchen zu verstehen, aber dann rede nicht davon, und falls schon, wieso? Du willst nicht verstehen, hoffentlich dann auch nicht belehren. Höchstens noch zum warnen, wobei du dann ehrlich sein solltest und antworten du hättest keinen Schimmer warum die das tun, dann geb ich dir vollkommen recht.

lg

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Die Einzigen die  zwar nicht das Wort der Entschuldigung  gebraucht hat ist China. Wenn auch in China noch nicht alles in der Spur ist, aber die tasten sich vor, und das dem England Hongkong als Kronkolonie an China zurückgegen haben. Ich bin davon überzeugt,das China damit nicht gerechnet hat, das auch westliche orientierte Länder nachgeben können.

Das könnte bei den Isis pp auch so sein nur, man muss hier beachten es geht um Öl. Seit 1950 wurden fast alle Kriege wegen Öl geführt.

Mit schönem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley  1914

Etwas zu verstehen und sogar evtl die Gründe dafür nachvollziehen zu können, rechtfertigt oder entschuldigt kein Verbrechen, macht es aber möglich die Ursache zu bekämpfen.

Nein man kann das weder entschuldigen noch rechtfertigen 

Man kann versuchen Ursachen herauszufinden. Es gibt aber niemals einen Grund so etwas schreckliches zu machen! 

"Es gibt keine Rechtfertigung für solche Taten. Das ist nicht menschlich." 

Ich pflege in solchen Situationen zu sagen: "Verstehen kann ich es nicht, ich versuche nur deren Motivation nachzuvollziehen."

Versuchen zu verstehen, warum diese Schwerverbrecher ihre Schandtaten begehen, hat nichts zu tun mit ,,Entschuldigung" oder sogar  ,,Rechtfertigung" sondern kann uns helfen, Methoden zu finden, um solche Taten in Zukunft zu verhindern oder zu vermeiden. Das ist das Ziel der Kriminalistik!

Nein, der Versuch, etwas nachvollziehen zu können, stellt meines Erachtens keine "Entschuldigung" dar.

Da gibt es nichts zu verstehen - Terror bleibt Terror, egal wie du Deash nennst. Für so etwas gibt es keine Entschuldigung aber den Grund, wieso Menschen so durchdrehen können zu suchen, ist keine "Entschuldigung suchen".

Die Leute vom IS haben ein anderes Wertesystem, was sich vom mitteleuropäischen extrem unterscheidet. Das kann man sich ansehen und beschreiben, wird hier aber auf breite Ablehnung stoßen.

Gibt es eine Entschuldigung für Morde nein!Kan man das verstehen nein!

Der IS tötet aus Freude und nicht aus Not das ist nicht zu verstehen oder zu verzeihen!

das sehe ich nicht so, wenn man sich völlig wertneutral mit so etwas beschäftigt erweitert es nur den eigenen Horizont. In welche Richtung sei dahingestellt.

Nein. Dort werden menschenverachtende Verbrechen begangen. Dafür gibt es keine Entschuldigung. 

Eckmuehl 25.01.2017, 15:15

das ist vollkommen richtig. Es schadet aber nicht sich mit der Sache zu beschäftigen.

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Satiharu 25.01.2017, 16:03
@Eckmuehl

Was du auch immer unter "dort" verstehst.

Hier werden Dinge verkauft die Menschenhandel, Vergewaltigung und Selbstmorde unterstützen

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Das ist ja wie als würde man sagen die Historiker die nach den Gründen für den Holocaust suchen und gesucht haben wären Nazis. Weil man nach Gründen sucht entschuldigt man noch nichts.

satanisten mehr auch nicht

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