Ist Islam Kopftuch pflicht?

21 Antworten

http://tavhid.de/?p=1416

Man wird im Koran keine Kopftuchpflicht finden. Unkritische Muslime berufen sich dabei jedoch trotzdem stets auf Sure 7, Vers 26 und Sure 24, Vers 31 (dazu weiter unten gleich mehr).

Nein, es ist keine Pflicht, das Kopftuch zu tragen!

Der beste Beweis dafür ist ein ganz einfacher: Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können).

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Also müssen Haare ebenfalls NICHT verhüllt werden.

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Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind (also auch die Haare), nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von:
- Abu Hamid al-Ghazali 1111 n. Chr.
- Ibrahim en-Nehai 714 n. Chr.
- Tabari Tafsir 18/120.
- Imam abu yusuf 798 n. Chr.
- Imam es-serahsi 1090 n. Chr.
- Abdullah el mawsili 1285 n. Chr.
- Ibn Nudscheym 1563 n. Chr.
- Razi Tafsir 23/206.

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Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht.

Trotzdem hat sich dieser Irrtum, man müsse als Muslimin ein Kopftuchtragen, mit der Zeit sehr verbreitet. Dazu muss man einen Blick in die Geschichte werfen:

Im gesamten Mittelmeerraum (und natürlich auch in den Wüstengegenden) bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen. Das galt für Christen, Juden und Muslime.

In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch später dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern.

Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap sogar eine Sklavin (unfreie) schlug, weil sie ihre Haare bedeckte.

Es hatte also rein GAR NICHTS mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen, denen es verboten war, ein Kopftuch zu tragen, waren ja ebenso Muslime.

Erst später, lange nachdem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese (ursprünglich soziale) Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde. Aber wären die Haare einer Frau tatsächlich "reizend", dann müßte der Mann ja auch seinen Bart verdecken, denn "der Bart ist die Schönheit des Mannes".

Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen, wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Musliminnen freiwillig verschleiern, wenn sie meinen dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen.

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http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/SchwerpunktKopftuch/Koran/koran-node.html

"...sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht sichtbar ist, ihren himār (Im Originaltext steht der Plural dieses Wortes, humur.) über den Schlitz ziehen und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann..."

Die Aufforderung des Koranverses lautet also nicht, die Frauen sollten ihren Kopf mit dem himār bedecken - sondern sie sollen den Schlitz an der Seite ihres Kleides (der damals seitlich bis zur Hüfte hinunterlief) mit dem Schleiertuch (himār) bedecken, damit man dort hindurch keine aufreizenden Blicke auf ihren Busen werfen kann. Außerdem sollten sie getragenen Schmuck und auch anderen Schmuck (wie Henna) bedecken.

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Damals sollte die Frau "ihre Keuschheit wahren und schmückende Stellen" bedecken (Sure24, Vers31)

Damit waren Busen und Nacken gemeint. Nicht aber ein Kopftuch, das war nämlich den "gewöhnlichen" Muslimen verboten. Nur Höhergestellte durften überhaupt ein Kopftuch tragen.

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Auszug aus dem Buch "Ilahi Hikmette kadin":

Verweist darauf, dass das Wort “Khimar” in vielen Koranübersetzungen als “Kopftuch” falsch übersetzt wird. Wenn im Vers 31 der Sure 24 von “gläubigen Frauen” die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen (und die durften ja gar kein Kopftuch tragen).

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http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/336-hijabkoran.html

Es gibt unzählige Artikel und Texte mit dem Titel "Hijab nach Koran und Sunna". Tatsache ist aber, daß der Begriff Hijab (Kopftuch) im Koran gar nicht direkt mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar nur einen einzigen Vers, der überhaupt mit Hijab und bestimmten (!) Frauen zu tun hat.

["Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem hijāb hervor! Auf diese Weise bleibt ihr und euer Herz rein."]

Es ist also klar ersichtlich, daß dieser Vers nichts mit einer Kopfbedeckung zu tun hat - und auch nicht auf alle Frauen angewandt werden kann, da es sich hier nur um die Frauen des Propheten handelt. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

Und besagter "Schleier" war auch kein Kopftuch, sondern tatsächlich ein Schleier/Vorhang der die Frauen vom Propheten trennte. Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den Fukhaha (Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt.

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hijāb:

Das Wort ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, das war es zu Zeiten der Verkündung des Koran aber noch nicht. Es heißt seiner Grundbedeutung nach "Absperrung" oder "Verhüllung vor jemandes Blicken" - und von daher dann auch "Vorhang" oder "Schleier".

Wenn der Koranvers sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur "hinter einem hijāb hervor" sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, nicht an ein Tuch das die Frau auf dem Kopf trägt.

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Es gibt es keine feste Interpretation der großen Gelehrten, um die Begriffe Hijab, Khimar, und Dschilbab als das Tragen eines Kopftuchs als solchen zu definieren.

Die häufig verwendete Begründung ist die Vorbildfunktion der Ehefrauen des Propheten. Jedoch sehen wir anhand der Koranverse, dass diese nicht allgemein verbindlich sind. Z.B. der eben schon erwähnte Vers “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32


Im Koran steht nichts davon. Das ganze ist eine lokale Tradition, die dann religiös ummantelt wurde. Deshalb gibt es ja auch so viele verschiedenen alleinseligmachende Kopfbedeckungen für Frauen.

Nach Auskunft meines Koranlehrers muss eine Frau ihr Haar bedecken, da bereits ein Frauenhaar einen Mann in Versuchung führen kann. Mit anderen Worten: Die muslimischen Männer sind Borstentiere (Sch***ne darf ich ja nicht schreiben) und die Frauen sollen das Problem lösen. Wenn du das ausdrücken willst, dann trage was von Hijab bis Burka.


Es wird nun immer wieder behauptet, der Heilige Koran kenne kein direktes Gebot für eine gläubige, islamische Frau, einen Schleier zu tragen; dies sei eine persische Sitte, die erst längere Zeit nach dem Tod des Heiligen Propheten Muhammadsaw in den Islam aufgenommen worden sei. Indes gibt es im Heiligen Koran sehr wohl einige Verse, die sich zur Bekleidung der Muslima äußern. So heißt es etwa:„Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Söhnen, oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen, die ihre Rechte besitzt, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen...“ (24:32)Weitere Stellen im Heiligen Koran, die deutlich werden lassen, dass eine Muslima sich verschleiern sollte, wären 24:61 und 33:60.

34

@meodsh: Ich sehe in deinen Koranzitaten keinen Hinweis auf das Kopftuch.

"Blicke zu Boden schlagen" - und das kann man ohne Koptuch nicht? Wie schaffen es dann die Nänner, denn die müssen ja gemäss Koran auch die Blicke zu Boden schlagen?

"und ihre Keuschheit wahren sollen" - und wo steht, dass Kopfhaare unkeusch sind?

"Und dass sie ihre Tücher über ihren Busen ziehen sollen" - Busen = Kopf? Gibt's in islamischen Ländern keinen Biologieunterricht?

"oder den Vätern ihrer Gatten" - lieber nicht. Als Mohammed mal die Frau seines Adoptivsohns Zaid in ihrem Hause leicht bekleidet überraschte, verfiel er seiner Gier und klaute ihm die Frau. Natürlich ging er den "amtlichen" Weg und liess sich von Allah einen entsprechenden Befehl schicken.

Also: man sollte sich lieber im Familienkreis verhüllen, denn abgesehen von Techtelmechtel finden dort auch viel häufiger Vergewaltigungen statt als "draussen".

6
34

Ich sehe auch keinen Hinweis zur Kopftuchpflicht...

Was ich darauf ableiten kann ist, das man Frauen unattraktiv machen möchte, damit die Hormone der Männer nicht durchdrehen. Alles was du geschrieben hast, ist auf den Sexualtrieb ausgelegt. Es mag vielleicht vor über 1.000 Jahren so gewesen sein, das dem einen oder anderen beim Anblick der Haare, eines Fußes, oder Arms ,,einer abgegangen ist"... in den frühen Zeiten gab es wenig öffentliche Ordnung und noch weniger Frauen (Menschen allgemein). 

Doch selbst du müsstest einsehen, das diese Zeiten der Vergangenheit angehören. Können sich muslimische Männer in unserer heutigen Zeit in Europa nicht beherrschen, wenn sie z.B. die Haare einer Frau sehen?

3
30

Es MAG ja sein, daß man aus dem Koran irgendwelche Verhüllungsempfehlungen ableiten kann.

Aber WIESO fühlt man sich gezwungen, im Jahr 2017 in Deutschland etwas sklavisch zu erfüllen, was für die arabische Wüste im Jahr 620 gesprochen war??

Der ganze Islam hat nichts Heiliges an sich. Er ist stümperhaftes Menschenwerk wie fast alles auf Erden. Niemand würde einfallen, andere Vorschriften aus dem Jahr 620 ernstzunehmen, meinetwegen zur Brunnenbenutzung oder zum Hausbau. Warum dann die Privatmeinung eines Glaubenszeterers?

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Du siehst an dieser 100% Moslem-typischen antwort, liebe(r) anonymus,

  • dass selbst MUSLIME NICHT IN DER LAGE SIND, das Kopftuchgebot mit dem Koran zu belegen
  • dennoch aber notorisch BEHAUPTEN, der Koran fordere das und mehr noch :
  • WENN Du nun meodsh fargen würdest, ob sie gerde die Kopftuchpflicht BEWIESEN habe, würde sie Dir wahrscheinlich mit JA antworten (obwohl sie gerade genau das Gegenteil "bewiesen" hat;)

DAS gibt Dir einen guten Einblick in die "muslimische Logik", welche ein halbwegs gebildeter Mensch als Logik in keiner Weise erkennen kann:)

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https://www.youtube.com/watch?v=7dyl0j3WU6Y

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