IS Islam Meinung?

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14 Antworten

Wegen der Gewalt von Terroristen alle Muslime zu diskriminieren, ist aus meiner Sicht falsch und schadet dem friedlichen Zusammenleben.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass der Islam mehrere Probleme hat, um deren Lösung sich noch nicht ausreichend bemüht wird.

Die fehlende Trennung von spiritueller Religion und politisch-gesellschaftlichen Elementen (Scharia) erschwert die Integration in andere Gesellschaften.

Der Islam wird zu einem großen Teil sehr konservativ ausgelegt, mir sind keine nennenswerten Reformbewegungen bekannt. Auch liberale Imame fehlen.

Häufig kennen Muslime ausländischer Herkunft nicht den Unterschied zwischen lokaler Tradition/Brauchtum und religiösem Gebot.

Durch mangelnde Reformen und den ungefilterten Kulturimport werden eine restriktive Sexualmoral und anti-emanzipatorische Ansichten verbreitet,

Aufgrund der brutalen Strafen der Scharia ist ein extrem konservativer Islam nicht mit deutschen Gesetzen in Einklang zu bringen.

Der Islam bedarf also meiner Ansicht nach einer Modernisierung.

Verantwortung

Hier sind also zB Gemeinden in der Pflicht, radikale Geistliche abzulehnen und keine Imame mit Ausbildung aus konservativen islamischen Staaten zu beschäftigen.

Außerdem müssen verbindliche Definitionen für den liberalen Islam geschaffen werden, eine Art Katechismus, um radikale Auslegungen zu unterbinden.

Was genau definiert ist, kann nicht ohne weiteres mehr umgedeutet werden. Ohne Richtlinien kann jeder radikale Muslim herumdeuten, wie es ihm beliebt.

Islam und Terror

Der Islam wird von bekannten Terrororganisationen wie der Hamas, dem Daesh, oder al-Quaida als Legitimation herangezogen, was das Negativbild fördert.

Es ist also falsch, einen Zusammenhang zwischen Islam und Terrorismus pauschal zu leugnen, denn er dient ihm immerhin als Rechtfertigung.

Gemäßigte Muslime

Liberale Muslime wissen oft nicht, dass ihr friedlicher Islam ohne Terrorismus, den sie als "wahren Islam" darstellen, eigentlich ein "Islam light" ist.

Er klammert nämlich die politisch-gesellschaftliche Komponente, die Scharia, gänzlich aus und ist somit nicht vollständig.

Organisationen

Ich sehe islamische "Kulturvereine" kritisch, da ich der Meinung bin, ein Gläubiger braucht keine politisch-gesellschaftliche Repräsentation.

Meiner Meinung nach sind solche Verbände vor allem im Interesse konservativer Muslime, die Machtstrukturen etablieren wollen.

Holocaust und Islam

Ein Vergleich mit der Shoah der Juden ist nicht passend, da es keinen Massenmord an Muslimen aufgrund ihrer Religion und Herkunft gibt.

Tatsächlich sind viele gewalttätige Konflikte im Grunde inner-islamischer Natur, so dass Sunniten die Schiiten töten - und vice versa.

Außerdem waren die verfolgten jüdischen Mitbürger in die Gesellschaft integriert und fielen nicht durch kulturelle Abgrenzung auf.

Fazit

Eine Aufhetzung gegen Muslime lehne ich ab, bin aber gleichzeitig für eine Modernisierung des Islam, um ihn zu westlichen Werten kompatibler zu machen.

Ich meine, daß es so wie bei jeder angefeindeten Ideologie oder Religion im Wesentlichen um die eingenommene Anspruchshaltung geht, wo sie im krassen Widerspruch zum tatsächlichen Geschehen steht, und ebenso auch um die Einsichtsresistenz bei enthaltener offensichtlicher Unlogik.

Da ist es im Prinzip ziemlich egal, ob unrealistische Anspruchshaltungen und Einsichtsresistenz irgendwo in einer Eckkneipe vorkommen oder innerhalb einer ohnehin schon nicht gut funktionierenden Familie oder im Bereich politischer oder sonstiger Ismen oder eben auch in Religionen.

Bei gewissen Konstellationen kommt es nahezu zwangsläufig zwischen gänzlich unterschiedlich denkenden Menschen zu emotionalen Gewittern, einfach dadurch, daß es häufig nur eine Frage der Zeit ist, wann einer Seite die Sache komplett über die Hutschnur geht.

Ein anderer Punkt ist die Gleichsetzung bestimmter Eigenschaften mit bestimmten Äußerlichkeiten (Signalen).

Das Zähnefletschen eines Hundes wird gleichgesetzt mit Bedrohung und Angriffsbereitschaft.

An die Jacke geheftete Buttons können Signale für eine bestimmte politische oder auch andere Denkrichtung sein. Und religiöse Symbole (z. B. auch Kreuze oder Kopftücher usw.) können auch Signale für bestimmte religiöse Überzeugungen sein bzw. für das, was anderen innerhalb solcher Überzeugungen als unlogisch oder als nicht tragbar vorkommt.

An einen echten Haß gegen Muslime, Juden oder sonstwas glaube ich nicht so sehr. Vielmehr halte ich solchen Haß "gegen eine Religion" mehr für ein Ersatzverhalten, wobei tatsächlich aber nur bestimmte Inhalte einer Denk- und Glaubensrichtung gemeint sind sowie bestimmte kulturelle oder sonstwie üblich gewordene Verhaltensweisen, die mit der Denkweise und der Anspruchshaltung anders Denkender im Konflikt stehen.

Eine ungewöhnliche Besonderheit im Verhalten sog. Islamhasser sehe ich in Deutschland insoweit nicht, als daß es z. B. in islamischen Ländern einen mindestens ebenso hohen Anteil an Christenhassern gibt. So etwas ist im Höchtsmaß ungedeihlich und muß bekämpft werden, aber es existiert und kommt in jedem Volk zu einem gewissen Anteil vor.

Der Islam hat ein zentrales Problem:

Er ist gleichzeitig Religion und weltliche Herrschaftsideologie.

Als Religion fällt er in Deutschland unter die Religionsfreiheit.

Als Herrschaftsideologie ist er in Deutschland verfassungswidrig und muss deshalb verboten werden.

Was also tun? - Am einfachsten wäre es, wenn alle Muslime in Deutschland zu einer anderen Religion konvertieren würden, denn dann gäbe es die unheilvolle Vermischung mit einer Herrschaftsideologie nicht mehr.

Der IS zeigt, wohin der Islam als Herrschaftsideologie führt (so wie Boko Haram, Al Shabaab, die Taliban, u.a. auch). Die leben im Grunde nur das aus, was man buchstäblich im Koran lesen kann. Dabei geht es denen nicht so sehr um den Kampf gegen Nichtmuslime, sondern nur um ihre eigene Macht.

Die Kopftuchfrage wird für mich immer mehr zu einer politischen Machtfrage. Deshalb kommt auch umgehend meine machtpolitische Stellungnahme:

Kopftuch gehört verboten, weil es der Ausdruck einer verfassungswidrigen politischen Partei (=Islam, s.o.) ist. Außerdem finde ich es unmöglich, wenn eine kleine Minderheit von Fremden so penetrant die Gutmütigkeit der Einheimischen missbraucht.

Ein Einwanderer hier ist aufgefordert, sich so schnell wie möglich so an die hier herrschenden Verhältnisse anzupassen, dass er nicht mehr als Einwanderer wahrgenommen wird.

Das Ziel von Integration ist Assimilation. Deshalb gehört der Islam eben nicht zu Deutschland. Dass es ihn hier gibt, ist nur Beleg für eine mangelhafte Assimilation der Zuwanderer aus islamischen Ländern.

Momentan sind es einfach Leute die den Glauben misbrauchen, um ihrer Gier nach Zerstörung nachzukommen.

Der Hass gegen Moslems würde ich nicht mit dem gegenüber der Juden vergleichen, ist eher derselbe Grund warum man früher verschiedene Staaten gehasst hat. 

Zb gegenüber Deutschen.

Die Leute haben Angst und Angst bringt Leute zum Hass. 

Das einzige was man tun kann, ist steht's weiter zu machen.

Ich bin da ganz deiner Meinung. Leider bringt die vergleichsweise kleine Zahl radikaler Moslems, wie es die IS Typen sind (in meinen Augen sind das eben keine richtigen Moslems, sondern Holzköpfe, die die Religion für ihre Zwecke misinterpretieren und instrumentalisieren).

Ein weiteres Problem ist eben auch, dass der muslimische Glaube und die Kultur derer, die ihn praktizieren sich in mancherlei Hinsicht stark von dem unterscheiden, was christliche Länder als religiöses und kulturelles Wertesystem ansehen. Das, gepaart mit der Eigenart vieler Menschen alles was sie nicht kennen eher als negativ einzustufen führt zu den Konflikten, die wir nicht nur zur Zeit, sondern seit je her auf der Welt haben.

Nun ich habe kein Problem mit Moslems, verstehe aber wenn gerade arabisch aussehenden Moslems mit Misstrauen begegnet wird, dafür sind die akuten Themen, Krisen und Vorfälle im Zusammenhang mit arabischen Moslems zu vielfältig.

Darüber hinaus halte ich es für naiv und zu einfach zu sagen dass der IS den Islam (nicht) repräsentiert.

Der IS repräsentiert EINE Auslegung und Strömung des Islam aber nicht alle Muslime.
Es gibt andere Auslegungen die ein friedliches Verständnis des Islam repräsentieren. Leider sind diese weniger populär und einflussreich.

es ist nicht fair alle Muslimen zu beschuldigen nur weil ein paar ein wenig verrückt sind! Aber eigentlich glauben wir alle an das gleiche wir nennen die Person im Himmel nur anders und haben andere Vorschriften. Aber dafür sich in die Luft sprengen um Anerkennung zu bekommen und zu zeigen an was sie glauben find ich traurig und sinnlos.

Der Vers der da besagt dass es verboten ist Unschuldige zu töten, war in einer Erzählung an das Volk Israel gerichtet. Der Vers danach, welcher genaus das Gegenteil repräsentiert ist an die Muslime gerichtet, und beinhaltet Mord und Gewalt.

Ja, der IS ist islamisch.

IS ist Politik.

Islam ist Religion.

Daher schonmal wirklich verschiedene Dinge.

Kopftuch ist nicht Islam uns nicht Religion. Genaugenommen ist es menschliche Anmassung.

90% der Mensch, wahrscheinlich mindestens, sind weder gut gebildet noch intellektuell. Sie wollen eine einfache Welt, in der alles erklärt ist und sie wollen keine Verantwortung üernehmen. Für sie ist es einfacher alles in einen Topf zu werfen und nicht nachzudenken.

Von einer kleinen Teilgruppe auf das Allgemeine zu schließen ist grundsätzlich natürlich erstmal falsch, ebenso das Zuschreiben bestimmter Charakteristika aufgrund einer Religionszugehörigkeit. Du hast also grundsätzlich Recht, dass es Diskriminierung ist, zu sagen, alle Moslems seien Terroristen, allerdings kenne ich auch keine Person, die sowas sagen würde. Ich kenne lediglich Moslems, die sich vor dieser Anschuldigung verteidigen. 

Allerdings machst du das Gleiche. Moslems sind offen, freundlich und tolerant? Woher weißt du das über alle Moslems? Ich kenne Moslems, die andere gern als Schlampen bezeichnen, weil sie sich freizügig kleiden oder behaupten, dass Frauen wertlos sind, sobald sie Zina begangen haben. 

Moslems sollten genauso behandelt werden wie alle anderen Menschen auch: Gemessen an ihren Taten, nicht an ihrer Religionszugehörigkeit. 

uarebeauty 30.10.2016, 21:18

Ja das mit dem tolerant, offen und freundlich war an meine Freunde gerichtet. Klar, du hast völlig recht. Moslems werden einfach nicht gleich gerecht behandelt, ich meine natürlich gibt es auch Moslems die töten, aber es sind halt Menschen.

Gebe dir Recht 

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elha98 30.10.2016, 21:24
@uarebeauty

Das Bild, was viele von Moslems haben, ist oft geprägt von Angst. Das hat tatsächlich auch ein wenig mit Medienberichterstattung zu tun, denn dort wird immer das gesendet, was möglichst viel Aufmerksamkeit generiert. Oft werden Schlüsse gezogen, die übereilig sind, nur um "der erste" zu sein. 

Ich versuche immer, jeden Menschen gleich zu behandeln und kenne auch einige sehr sympathische Moslems. Allerdings ist es schade, dass man das in Zusammenhang mit der Religionszugrhörigkeit überhaupt erwähnen muss. 

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Nach meiner Meinung gibt es keine wahren und eigentlichen Religionen.
Oder einen wahren und eigentlichen Kern.

Religion ist immer, was die Menschen zu einer Zeit und an einem Ort daraus machen.

Ein Mensch mit etwas Wissen über die Geschichte wird kaum gute und schlechte Religionen erkennen, nur gute und schlechte Ereignise und Entwicklungen.

Und was soll es bringen, aktuelle Vorurteile noch zu zerhäckseln?
In Deutschland leben millionen Muslime, und ich hatte noch nie ein Problem.
Von den meisten vermute ich es sogar nur, warum sollte ich jemanden mit dem einem türkischen oder arabischen Namen fragen, ob er Muslim ist.
Ist doch ganz egal.

Hierzulande und heutzutage sind vielleicht 10 % der "Deutschen" dumm penetrant rechtsradikal, und einige % der Muslime dumm penetrant islamistisch. Glaube nicht mal, dass es 10 % sind.

Der Marquis du Mersaque sagt Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

In 20 Jahren wird dieses Thema wohl so wichtig sein wie die Kuba-Krise und der RAF-Terror. Vergangenheit. Damals wichtig.

Das kann ich einfach nur unterschreiben. Mehr gibt es dazu wohl auch nicht zu sagen.

Du hast den schuldigen schon angesprochen: Die Medien.

Dazu kommen noch die Menschen, welche sich von diesen beeinflussen lassen.

Eine Freundin von mir wurde sogar aufgrund ihres Kopftuches diskriminiert, was kann man dagegen machen ?

Hab gelesen, dass Frauen mit Kopftuch kriegen weniger Einladungen zum Vorstellungsgespräch. Kopftuch symbolisiert kein Integration ins Deutschland. Also man hasst eher an Dresscode, als die Glaube.

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