IS / ISIS; wer kämpft warum gegen wen; Gibt es Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen und welche Staaten kämpfen für/gegen oder unterstützen den IS?

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8 Antworten

Du hast Dir da kompliziertste Thema derWeltpolitik überhaupt zur Zeit ausgesucht.

IS sind sunnitische Islamisten.Sie werden instrumentalisiert ums schiitische Länder undGruppierungen anzugreifen.

Geografisch ist der Süden der arabischenHalbinsel wird von Saudi-Arabien dominiert einem wahabbitisch-sunnitischemStaat und langjähriger Verbündeter der USA und einer von 3 Anwärter auf dieRolle der muslimischen Führungsmacht.

Die anderen 2 sind Iran und Türkei. Iran istschiitisch und in Opposition zu den USA. Türkei sunnitisch und in der NATO.

Das bestimmt das Verhältnis zum IS. SaudiArabien unterstützt IS mehr oder minder offen. Natürlich wurde Saudi Arabienauch als Mittelsmann benutzt von den USA für die Unterstützung von IS. Die USAbrauchen IS um die Region zu destabilisieren und so zu verhindern, dass Iran anBedeutung gewinnt, in Irak eine schiitische Regierung erstarkt, die sich offenoder weniger offen mit Iran verbünden würde(die Mehrheit der Iraker sindSchiiten, deswegen ist Irak auch eben Angriffsziel von IS), in Syrien Assadgestürzt wird, der Alawite ist, die keine Schiiten sind strenggenommen aber erist Verbündeter Irans und wird von Iran unterstützt. Grundsätzlich stehen dieUSA hinter einem sunnitischen Verbund von Saudi Arabien, Türkei und IS. 

Das "Problem" für die USA undTürkei ist, dass ie natürlich nicht offen Islamisten unterstützen können. Daskann sich nur Saudi Arabien erlauben. und darüber schweigt sich der Westen aus,wie immer über Saudi Arabien weil sie Verbündetet sind.

Hinzu kommt, dass es ind en USA mächtigbrodelt und nicht nur wegen den anstehenden Wahlen. Es gibt grundsätzlich 2Parteien(nicht die politischen Fake-Parteien). Die "Falken" oder auchNeocons(die Neokonservativen) stehen hinter dem ganzen Projekt IS. Es sind ihreLeute und ihr Geld involviert. Deren Gesamtkonzept der US-Aussenpolitik istaggressiv. Sie setzen auf Kriege und Konflikte um die US-Hegemonie kramphaftaufrechtzuerhalten. Denen gegenüber steht die Partei der Vernunft, die dieKompromisslosigkeit der Neocons nicht gutheissen. Der Kampf dieser zweiParteien führt zu widersprüchlicher Politik der USA vor Ort. Die USA werden zurZeit nicht aus einer Hand regiert. Während die CIA weitgehend von den Neoconskontrolliert wird und die Islamisten in Irak und Syrien inklusive IS mitWaffen, Informationen und Beratern unterstützt sorgt die andere Seite für fürdie CIA unangenehme Fauxpas wie die neulichen Skandalgeschichten umfehlgeschlagene Ausbildung der "Rebellen" durch die CIA in Syrienoder Waffenlieferungen, die angeblich an "gemässigte Rebellen" gehensollten und bei IS landeten. Das führt auch zur ledigen Debatte über dieFlugverbotszone in Syrien, eine Idee hinter der natürlich die Neocons stehen(dieStrategie hatten sie schon mehrere Male in anderen Ländern angewandt). DieTatsache, dass sie damit nicht durchkommen zeigt wie ihre Macht schwindet.

Offiziell sollen amerikanische Flugzeuge ISangreifen aber das taten sie schon immer so halbherzig, dass IS immer stärkerwurde. Das ist ein doppeltes Spiel, in dem die USA sich zunehmend verwickeln.Es wird immer schwieriger für sie ihre Politik unter Verbündeten zu verkaufen.Und noch schwieriger neue zu gewinnen. Viel zu oft spielen sie auf beidenSeiten und das erweckt kein Vertrauen.

Die Türkei steckt in einem ähnlichen Dilemma.Sie wollen auch den Sturz Assads als Verbündeten Irans und IS greift die Kurdenin der Südtürkei und Nordirak an was die Türkei mit wohlwollendem Auge sieht.Als NATO-Land können sie aber nicht offen IS unterstützen. Deswegen versuchensie sich in einem ähnlichen Spiel wie die USA.

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Kommentar von JBEZorg
25.10.2015, 06:32

Das grosse Problem der USA ist, dass seinesunnitischen Verbündeten Türkei und Saudi Arabien längst auch mit Russlandverhandeln. Letzendlich spielen die Länder eine nachgeordnete Rolle in dergrossen Politik und wollen nicht komplett auf der Verliererseite landen. In derTürkei haben die Amerikaner versucht Erdogan wegzurevolutionieren nach demüblichen Muster der "farbigen Revolutionen". Logischerweise um einenFührer zu installieren, der nur noch Befehle befolgen würde. Aber Erdogan istnoch da und hat deswegen ganz schnell angefangen mirt Russland zu reden.Grundsätzlich ist das Problem der USA in der Region die Geografie. USA sindweit weg. Russland ist direkter Nachbar der Türkei und wichtigerHandelspartner. Die USA können recht wenig konkretes anbieten. Ähnlich läuft'sin Saudi Arabien. Das ist aber eine waschechte absolutistische Monarchie.Deswegen versuchen die USA dort einen Coup im Palast zu veranstalten und"ihren" Prinzen an die Macht zu befördern weil die jetzigeFührungsriege in der Herrscherfamilie angefangen hat mit Russland zu sprechen.Es wurden grosse Wirtschaftsverträge mit Russland unterzeichnet und derVerteidigungsminister und Prinz Muhammed ben Salman, Sohn vom König Salman alSaud war neulich zum 2.Mal in diesem Jahr in Moskau und hat mit Putinverhandelt. Saudi Arabien hat zur Zeit wegen den Ölpreisen massiveWirtschaftsprobleme. Und ein gutes Verhältnis zu Russland scheint den Saudisnicht mehr so unnütz zu sein.

Das ist die Seite der IS-Unterstützer, diewie man sieht allesamt nicht offen IS unterstützen können.

Auf der anderen Seite steht eine Koalitionvon Russland, Iran, Syrien und Hisbollah, die libanesische schiitische Miliz,die Assad unterstützt.

Die russische Position ist relativeinfach(und das gibt ihr Stärke). Man muss zuerst die syrische Staatlichkeitwahren und IS beseitigen um dann auf der Basis des Rechts und im friedlichen Kompromiss mit der wirklich gemässigten Opposition inSyrien einen neuen sozialen Konsens suchen. Die Legitimation von Assad darf nichtangezweifelt werden, denn er ist nunmal rechtmässiger Präsident zur Zeit. Hinzukommt, dass die syrische Armee die einzige Kraft vor Ort ist, die IS und andereIslamisten auf dem Boden bekämpfen kann. Unterstützt werden syrische Truppenzur Zeit von iranischen Soldaten und libanesichen Hisbollah Kämpfern und ebenseit Kurzem von der russischen Luftwaffe. Russland liefert auch schon die ganzeZeit Waffen an die syrische Armee.

Iran und Hisbollah sind eben Schiiten, diedie sunnitische IS weghaben wollen. Die irakische Regierung hat aber auch schonoffen darüber gesprochen Russland zu erlauben auf irakischem Gebiet Angriffegegen IS durchzuführen. Und die Erlaubnis für den Angriff mit Marschflugkörpernaus dem Kaspischen Meer hat Irak eben auch gegeben. Die Raketen sind über Iranund Irak geflogen nach Syrien. Die irakische Regierung ist noch zu schwach undhat kaum Kotrolle über irgendwas im Land, deswegen spielen sie noch keinegrosse Rolle aber sie sind in der ähnlichen Situation wie Assad. Deren Landwird von sunnitischen Extremisten von IS überrannt.

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Kommentar von Schuldenhelfer
29.10.2015, 14:11

Mein Gott was ist das denn für ein Gewäsch. Die USA unterstützt den IS - was hast Du denn geraucht??? Die Lottozahlen werden vorab gezogen und ausgewählten Spielern vorab bekanntgegeben oder was ?

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Naja in einem Referat solltest du sehr ausführlich sein. Alles weiter kannst du auch auf Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_%28Organisation%29) nachlesen. Außerdem gibt es auch auf Youtube gute Dokumentationen darüber

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Kommentar von jugruan
25.10.2015, 00:28

Kannst du mir sagen, was für eine Doku das war oder sie verlinken?

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Das ist eine Doku darüber

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Eigentlich kämpft jeder gegen jeden. Das liegt auch daran, dass der IS selbst in Terroristenkreisen nicht sehr beliebt ist.

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Es gibt auf youtube ein gutes Video dazu einfach mal angucken leicht erklärt ich glaub aber auf englisch )

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Kommentar von jugruan
25.10.2015, 00:22

Kannst du mir es evtl. verlinken, wenn du es noch findest?

Ich hab schon etliche gefunden, die sich entweder widersprechen, unvollständig sind oder Ähnliches...

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Die Türkei hatte den IS insgeheim mal unterstützt.......

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Kommentar von DieGnade
25.10.2015, 00:19

Das sind nur fanatische Theorien weil es bald wieder Wahlen in der Türkei geben wird.

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Gegen den IS kämpfen wie ich weiß, Iran, Türkei, Syrien, Russland, Frankreich, Kurden und die Nato.

Der IS wird von der Nato als Terroristische Vereinigung gewertet. Der IS hat ein Anführer den sie als Kalifen des Gottesstaats erklärt haben.

Der IS kämpf gegen jeden der nicht den selben Glauben und die selben Überzeugung vertritt.

Mehr weiß ich auch nicht. Sry ^^

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Kommentar von Agentpony
25.10.2015, 01:46

Die NATO kämpft nicht gegen den IS. Einige Mitglieder machen das. Dazu der Irak und Jordanien.

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