Woran erkenne ich ein Irrtum?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Das was Du hier aufgezählt hast sind übrigens Anfechtungsgründe, falls Dir das noch nicht bewusst ist.

  • Inhaltsirrtum: Man sagt zwar, was man wollte, irrt aber über die Bedeutung des gesagten. (§ 119 I BGB)
  • Erklärungsirrtum: Man sagt etwas anderes, als man wollte: versprechen, verschreiben (§ 119 I BGB)
  • Übermittlungsirrtum: die Willenserklärung wird falsch oder an den falschen Empfänger übermittelt, zum Beispiel: Bote, technische Einrichtung, Fax (§ 120 BGB) 

Beim Eigenschaftsirrtum muss man das ganze nochmal unterteilen, ob es sich um eine Person oder um eine Sache handelt.

  • Person: Man irrt sich über eine für dieses Geschäft wesentliche Eigenschaft einer Person, zum Beispiel: Kreditwürdigkeit, Alter, Zuverlässigkeit, Vorstrafen, Sachkunde (§ 119 II BGB)
  • Sache: Man irrt sich über eine für dieses Geschäft wesentliche Eigenschaft einer Sache, zum Beispiel: Material, Herkunft, Alter, Echtheit

Ein Motivirrtum (Irrtum im Beweggrund) wäre kein Anfechtungsgrund. Ein Beispiel dafür wäre zum Beispiel der Kauf von Aktien im Glauben, dass die Kurse steigen würden.

Angefechtet werden kann auch, wenn das Rechtsgeschäft nur deshalb zustande kam, weil einer der Vertragspartner von der anderen Seite arglistig getäuscht oder widerrechtlich bedroht wurde (§ 123 BGB)

Widerrechtlich ist eine Drohung dann, wenn das Drohmittel widerrechtlich ist und/oder wenn der Drohende kein Recht auf die erzwungene Willenserklärung hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SCAnonym
27.10.2015, 05:59

uups.. ok danke

0

Die erkennst Du daran, wo Du Dich geirrt hast. Irgendwo in der Phase des Vertragsabschlusses hast Du dich geirrt oder der andere hat einen Fehler gemacht. Je nachdem wann und wo der Fehler aufgetreten ist, liegt einer der von Dir genannten Fehler vor.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?