Irische Einwanderunswelle in Amerika und jetzigen Einwanderungswelle in Deutschland vergleichbar?

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12 Antworten

In der genannten Zeit sind insgesamt etwa 30 Millionen Menschen in die USA eingewandert (Statistik Wikipedia). Da sind zwei Millionen katholische Iren (nicht in zwei Jahren, sondern in 30) nicht wirklich nennenswert, und wurden dennoch als störend empfunden. Sie waren dennoch eine von vielen christlichen Gruppen, störend durch ihr vergleichsweise rückständiges Menschen- und Gesellschaftsbild. Störend waren sie, soweit sie in Städten eine Paralellgesellschaft gebildet haben. Ansonsten haben sich damals die Einwohner im riesigen Land verlaufen. Und alle lebten auf eigene Gefahr, keine von allen bezahlte Krankenversorgung, keine Sozialhilfe, kein sozialer Wohnungsbau, d.h. finanziell wurde die Allgemeinheit überhaupt nicht berührt.

Das ist in Deutschland ganz anders. Wir sind dicht besiedelt, schleppen die Migranten mit Wohnungen, Sozialsätzen und Gesundheitsversorgung zu Lasten aller durch, wie sie diese in keinem ihrer Heimatländer hatten. Diese Menschen pflegen eine ganz andere Religion, die nach wie vor noch politisch auf Expansion ausgelegt ist, die Gastgeber als Ungläubige abwertet und die ein Menschen- und Gesellschaftsbild pflegen, das bei uns seit der Aufklärung als überwunden gilt. Wir holen uns sozusagen wieder das Mittelalter ins Land. Dem stehen Wohlstandskinder gegenüber, vollgepumpt mit harmonieseligem Emotionsgedusel, die nicht mal in die Realität aufwachen, wenn man sie einen Kopf kürzer macht.

Wer sich die Wanderungszahlen anschaut - zwei Millionen dazu und eine Million weg - der ahnt, dass Einwanderung nicht das richtige Wort ist. Es findet eine Umwandlung statt: DIe Guten gehen. Die Schrottis kommen. Es gehen die, die in die Sozialkassen eingezahlt haben. Es kommen die, die nur noch rausnehmen. Schätzungen, wie lange das noch gut gehen kann, hält man unter dem Deckel. Die Leute schön dumm und zahlen lassen. Da das nicht das einzige Loch ist, aus dem unsere Vermögen abfließen, bin ich froh, 68 zu sein und nicht mehr 30. Die werden bis ins Grab das Los von Arbeitssklaven haben, damit die Freigiebigkeit unserer heutigen Träumer bezahlt werden kann.

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Kommentar von earnest
18.08.2016, 14:07

Widerlich - deine pauschale Verunglimpfung der Flüchtlinge als "Schrottis".

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Vergleichen kann man sie natürlich, und es gibt auch tatsächlich einige Übereinstimmungen:

Die irischen Einwanderer waren meist ungebildet oder schlecht gebildet, waren z.T. Analphabeten und sprachen manchmal sogar nur Gälisch. An vielen Läden in New York, Boston usw. stand das Schild "No Irish" (Grund: Alkohol, Prügeleien, Kriminalität bei  vielen eingewanderten Iren).

Trotzdem bestehen riesige  Unterschiede zwischen den beiden Einwanderungswellen, die Du meinst, vor allem diese:

1) Die Iren in den USA waren Christen (auch wenn sie als Katholiken eine Minderheit darstellten). Viele der Migranten in Deutschland und Westeuropa  (der Begriff "Flüchtling" passt ja oft überhaupt nicht) sind leider NICHT bereit, sich an westliche Werte  und Traditionen anzupassen, sondern träumen von der "Umma", einer Welt, in der es nur noch Muslime gibt. Sie betrachten Christen als "Ungläubige", die man bekämpfen oder sogar vernichten muss.

2) Iren waren vor  integrationsfähig und -bereit, wollten fast alle schnellstens Amerikaner werden. Heute ist es Qualitätszeichen für Amerikaner, irischer Abstammung zu sein. Amerikaner sind oft sogar noch stolzere "Iren" als die Iren selbst.

3) Die irischen Einwanderer waren  in den meisten Fällen keine Flüchtlinge, sondern entkamen mit ihrer Auswanderung dem Hungertod oder bitterster Armut . Dies kann man von der Mehrheit der "Flüchtlinge" in Deutschland nicht sagen.

4) Die Iren konnten in den USA praktisch keine staatliche Hilfe, keine Flüchtlingsunterkünfte, keine kostenlosen Dienstleistungen erwarten. Sie mussten sich irgendwie durchschlagen, eine Wohnung finden( angnags meistens unfassbare Dreckslöcher)  Hilfs-Jobs der untersten Kategorie annehmen, um zu überleben. Staats-Knete, Kindergeld, Hartz IV gab es für niemanden.  Nicht wenige  von ihnen scheiterten und mussten nach einiger Zeit sogar nach Irland zurückkehren.

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Nein, das kann man in der Form nicht vergleichen.

Der große Unterschied liegt dabei darin, dass die Flüchtlinge zum größten Teil einer religösen Ideologie folgen, die ein anderes Staatssystem vorsieht.

Konnte man mit den Einwanderen in Amerika noch eine Demokratie gestalten, so wünscht die Ideologie der Religion der heutigen Flüchtlinge eine totalitäre religionsgebundene Staatsform und Geseztgebung.

Von daher gesehen muss man weniger auf Mut spekulieren, sondern eher auf Vorsicht.

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Man kann immer alles mit allem vergleichen, wenn man nur die Unterschiede genügend berücksichtigt. Und die sind hier ordentlich.

Zum einen war die US Wirtschaft im 19. Jahrhundert ganz anders strukturiert als die Deutsche Wirtschaft heute. Es war das Zeitalter der Industrialisierung und Arbeitskräfte konnten absorbiert werden, es gab Bedarf nach Hilfskräften genauso wie nach Gebildeten. Das Land war gross mit vielen unbesiedelten Gegenden.

Der Unterschied zwischen Kathoílizismus und Protestantismus ist kleiner als der zwischen Moslems und den heutigen Gläubigen wie auch Atheismus.

Gab es viele Ausschreitungen in den USA? Mir nicht so recht bekannt, ist aber auch nicht mein Gebiet. Hier habe ich die Frage auch gesehen: http://geschichte-forum.forums.ag/t947-die-irische-einwanderung-in-die-usa-im-19-jahrhundert-konfliktreich#10025

Man muss auch erwähnen, dass die Iren keine Sprachprobleme hatten.

Auf jeden Fall braucht D eine Einwanderungspolitik, wie es die USA heute auch hat.

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Kommentar von Ursusmaritimus
18.08.2016, 09:39

Eine Einwanderungsploitik für D ändert nichts am Asylrecht in D......

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Kommentar von Delchampo
18.08.2016, 10:01

Es war das Zeitalter der Industrialisierung und Arbeitskräfte konnten absorbiert werden, es gab Bedarf nach Hilfskräften genauso wie nach Gebildeten.

Klingt wie Deutschland im 21.Jahrhundert für mich.

Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge mangelt es bis zum Jahr 2020 an bis zu 1,3 Millionen Facharbeitern – und an rund 67.000 Akademikern.

Was mir der Link jetzt sagen soll? Der bezieht sich doch auf diese Frage.

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Nein, Riesenunterschiede.

1. Die Iren waren als Europäer kulturell den US-Amerikanern nah verwandt.

2. Die Iren sprachen Englisch, genau wie die Amerikaner.

3. Die Iren waren Christen wie die Amerikaner.

4. Die Iren wollten Amerikaner werden, zogen die USA ihrer alten Heimat vor und demonstrierten niemals für irische Politiker. 

5. Die Iren waren qualifiziert in ihren Berufen. Es gab  in den USA keine Einwanderung in die Sozialhilfe, weil es eine solche gar nicht gab. Wer keinen Job fand, musste wieder gehen.

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Kommentar von Bswss
18.08.2016, 11:07

DH. Nur ein Punkt (Nr. 5) stimmt nicht ganz . Die allermeisten Iren der ersten Einwanderungsgeneration waren unqualifiziert. Man denke an den berüchtigten Satz auf den Schildern amerikanischer Arbeitgeber: "No Irish need apply". Nicht wenige der Iren fielen durch Kriminaltät auf und galten deshalb als "Plebs". 

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Nein, meiner Meinung nach ist die frühere irische Einwanderungswelle in den USA nicht vergleichbar mit der heutigen Einwanderungswelle in Deutschland.

Der elementare und alles bestimmende Unterschied ist, dass die heutigen "Einwanderer" fast ausschließlich aus rückständigen, vom Islam geprägten Kulturen kommen und, anders als damals die Iren, sich sprachlich zudem kaum mit der Stammbevölkerung verständigen und arrangieren können bzw. wohl auch nicht wollen. 

Durch die archaischen, gewalttolerierenden Gewohnheiten in islamisch geprägten Ländern, vor allem gegenüber "Ungläubigen", die wir ja aus Sicht des Islam sind, werden deshalb auch die Folgen dieser Zuwanderung noch ganz andere sein, als damals in Amerika.

Frau Merkel, unsere Kanzlerin und ihre "Gutmenschen", wissen nur noch nicht so recht, wenn sie sich da ins rettende Boot geholt haben. 

Also "Mut" aus der neuen Zuwanderungswelle zu schöpfen, halte ich angesichts der Unterschiede doch eher für kontraindiziert. 1 Million Iren wäre mir deshalb "10 mal" lieber!

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Kommentar von Schnoofy
18.08.2016, 09:57

Zur Erklärung:

Mein Danke bezieht sich ausschließlich auf den ersten Satz.

Der folgende Text strotzt nur so von blankem Rassismus.

Ist es nicht merkwürdig wie viele Mitteleuropäer freiwillig in ihr Urlaubsparadies Dubai reisen obwohl dort 

die archaischen, gewalttolerierenden Gewohnheiten in islamisch geprägten Ländern, vor allem gegenüber "Ungläubigen",

an der Tagesordnung sind.

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Kommentar von Sachsenbruch
18.08.2016, 12:18

Rückständig hier bei uns ist es zum Beispiel, auf jedem Feuerchen sein eigenes Süppchen im Kampf der Kulturen kochen zu wollen. Die Proklamation einer Gegnerschaft zwischen Gläubigen und Ungläubigen spielt natürlich nur dem Islamismus in die Hände. Dazu noch ein wenig von Goebbels' "Gutmensch"-Bashing, et voilà.

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Der Unterschied ist, in Amerika gab es genug Platz und genug Arbeit, Deutschland heute ist eines der dicht besiedelsten Ländern der Erde und Arbeit für Analphabeten gibt es auch kaum.

Vergiss auch nicht, was den indigenen Völkern bei der Besiedelung ihres Kontinentes angetan wurde, ich denke nicht, dass das Mut macht, in deinem Vergleich sind nämlich wir die Indianer.

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Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Emmigrationswellen. Nicht zuletzt sind im 19. Jahrhundert ja nun auch viele Deutsche nach Amerika ausgewandert. Eigentlich werden die Neuankömmlinge selten mit offenen Armen empfangen und immer mit Argusaugen beäugt.

Frag mal die Amerikaner, wer noch weiß, wo seine Wurzeln liegen, wenn die bis ins 18. Jahrhundert zurück liegen. Das wissen wir doch auch nicht.

Wir müssen versuchen, den Menschen neutral zu begegnen. Nur so bekommen sie die Chance, sich zu integrieren. Wenn ich sofort von allen Seiten negativ aufgenommen werde, dann würde ich es auch nicht schaffen.

Gute Frage!

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Kommentar von Delchampo
18.08.2016, 09:43

Meiner Meinung nach kann man die Immigration der Deutschen mit den Iren im 19.Jahrhundert nicht vergleichen.Aus Deutschland kamen hauptsächlich politische Flüchtlinge(ein großer Teil der obereren Schicht) nach Amerika, was die Integration deutlich einfacher gemacht hat.

Aus Irland kamen fast nur arme Leute.Außerdem war der religiöse Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken in dieser Zeit deutlich brisanter als er es heute ist.

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Dir brauch daran nichts Mut machen, genauso wenig wie Angst. Ein- und Auswanderung (auch in großen Bewegungen) sind weltgeschichtliche Vorgänge die schon immer überall stattfanden.

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Nein, da es sich bei den Iren ausschließlich um Einwanderer handelte, wohin gegen es sich in Deutschland zunächst einmal nur um Flüchtlinge handelt.

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Kommentar von Yamato1001
18.08.2016, 09:27

Natürlich tut es das ^^

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Kommentar von Ursusmaritimus
18.08.2016, 09:28

Wenn ich die Wahl habe zwischen verhungern und weggehen, ist das Flucht oder Auswanderung?

Du streitest um Worte ohne den Inhalt dieser Worte zu reflektieren!

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Kommentar von Bswss
18.08.2016, 11:02

FALSCH: Mindestens 35 % (vermutlich sogar mehr) der "Flüchtlinge" in Deutschland sind keine Flüchtlinge im Sinne der UN-Definition, weil sie in ihren Heimaltländern NICHT verfolgt wurden. . Sie sind WirtschaftsMIGRANTEN.  In anderen Ländern (z.B. GB, USA) nennt man unsere "Flüchtlinge" deshalb auch zurecht nicht "Flüchtlinge" (refugees) , sondern MIGRANTEN ("migrants").

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NEIN ! Die Einwanderungswellen kann man NICHT vergleichen, denn heute geht es um Flucht aus Todesangst: Krieg, zerstörte Heimat, Mord und Totschlag durch Assad, IS und andere Kriminelle, Demoralisierung...

Die Iren "flüchteten" übrigens keineswegs nur aus religiösen Gründen; eine große Hungersnot und Epedemie hatte Irland heimgesucht !

pk

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Sowas gab es in den USA damals sicher nicht: 

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Kommentar von adabei
18.08.2016, 17:35

Die Probleme mit den Groß-Clans, die eher mafiöse Strukturen aufweisen, gibt es aber schon lange und hat nicht direkt etwas mit den jetzigen Flüchtlingen zu tun.

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