iPad bei Reparatur beschädigt. Schadensersatz nach welchen Kriterien?

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6 Antworten

Du bist nach §823 BGB verpflichtet die Kundin so zu entschädigen das ihr dadurch kein Nachteil entsteht,  im umkerhrschluss must du ihr aber auch keinen Vorteil verschaffen.  Du bist daher zum Schadensersatz verpflichtet im Wert wie das Gerät vor dem Ereignis war. Sie hatte ein Reparaturbedurftiges Gerät und Du hast ihr die Reparatur zugesagt.  rechtlich hat sie also einen maximalen Schadensersatzanspruch im Wert eines gleich alten Gerätes, im gleichen gebrauchszustand (Kratzer Macken Dellen usw.) im funktionsfähigen Zustand abzüglich der von Dir veranschlagten Reparaturkosten. Muß oder mußte sie deshalb einmal mehr zu dir komm hat darauf auch noch angemessenen Schadensersatz Anspruch (Busfahrkarte oder Kilometergeld 30 ct. Je km)  weitere Ansprüche kann sie nicht geltend machen. 

Als Argument gilt ; wenn die Kundin eine Autotür eines 10 Jahre alten Autos zerstört muss sie dem geschädigten eine neue Tür inkl Einbau ersetzen und dem geschädigten kein fabrikneues Auto bezahlen.

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Nein, Du bist selbstverständlich nicht zur Anschaffung eines neuen iPads verpflichtet.

Gem. § 249 Abs. 1 BGB schuldest Du ihr ein iPad mit genau den Kratzern und Dellen, die vor der Reparatur vorhanden waren. Da Du dies natürlich nicht leisten kannst, bist Du gem. § 249 Abs. 2 BGB zum Ersatz des Zeitwerts verpflichtet.

Dabei muss sie sich allerdings auch den Wert anrechnen lassen, den das iPad noch hat.

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Genaugenommen musst du ihr nur den Zeitwert des Gerätes plus ggf. Fahrtkosten ersetzen. Wir reden bei einem Neugerät von ca. 380 € – 400 € Ladenpreis. Wenn du nebenbei solche Geräte verkaufst, könntest du Händlerrabatte bekommen, sodass dein Schaden nicht sooo groß wäre. Die EK-Preise von Apple-Händlern kenne ich nicht!

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du bist nicht zum neukauf verpflichtet, ob sie nun das geld nimmt oder das gerät ist ihre sache. da es wie beschrieben alt, mit beschädigungen usw ist zählt nur dieser wert, nicht der neupreis

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Sie hat Schadenersatzanspruch in Höhe des gegenwärtigen Wertes des IPads. Sie muss allerdings kein gebrauchtes akzeptieren sondern kann den vollen Betrag in Euro verlangen.

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Such dir bitte einen Anwalt der dir diese Rechtsberatung gibt.

Prinzipiell würde ich sagen, du bist nur dazu verpflichtet den Restwert des Gerätes zu bezahlen - kein neues Gerät.

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uni1234 27.08.2016, 11:50

Ganz toller Tipp...

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hauptspeise 27.08.2016, 12:09

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich einen Anwalt fragen könnte, aber der würde mir auch nicht mehr sagen, als das was im BGB steht, mein Ziel war einfach nur eine kurze Aussage ob ich zu dem Kauf eines Neugeräts verpflichtet bin oder nicht, im Endeffekt wenn es zu einem Prozess kommt, weichen die Angaben sowieso ab (je nachdem wie der Richter entscheidet). Aber dennoch danke :) 

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