Ionenbindungen

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Nehmen wir zum Beispiel NaCl (Kochsalz). Das setzt sich also aus Natrium und Chlor zusammen. Beim Blick ins PSE (=Periodensystem der Elemente) fällt auf, dass Na in der 1.Hauptgruppe zu finden ist. Das bedeutet, dass Na auf seiner äußeren Elektronenschale nur 1 Außenelektron (auch: "Valenzelektron") besitzt. Es will aber immer eine vollbesetzte äußere Elektronenschale haben. Das ist möglich durch eine Oxidation (=Elektronenabgabe). Insgesamt besitzt es jetzt noch 10 Elektronen, wobei die äußere Elektronenschale mit 8 Elektronen voll besetzt ist (Stichwort: "Oktettregel").

Anmerkung: auf die erste Elektronenschale außerhalb des Kerns passen immer nur 2 Elektronen.

Nun haben wir also 1 im Raum befindliches Elektron. Da Cl in der 7. HG zu finden ist (=7 Außenelektronen; 8 werden aber gebraucht, um vollesetzte äußere Elektronenschale zu erreichen), trifft sich dies ganz gut. So "wandert" das Elektron vom Na (will es ja abgeben) zum Cl (will es aufnehmen=Reduktion(Elektronenaufnahme)). Da obendrein die Elektronegativitätswertdifferenz (in diesem Beispiel 3,0-0,9=2,1) auch noch größer als 1,7 ist, gehen diese beiden Elemente tatsächlich eine Ionenbindung ein.

Dabei wird also kein gemeinsam genutztes Elektronenpaar benötigt, wie es bei der unpolaren sowie polaren Atombindung noch der Fall war. Bei dieser Bindungsart "tauschen" die Elemente ihre Außenelektronen regelrecht aus.

Hoffe, dass diese Ausführungen hier nicht allzu umfangreich waren ;)

Grüße

Aha, da kennst Du Dich also aus... :-))

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