Inwieweit sollten sich Eltern noch um ein fast erwachsenes Kind kümmern?

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8 Antworten

Hallo Deiwitt,

Familiensituationen wie deine kommen immer öfter vor, aber normal ist das nicht und schön schon gar nicht. Ich fühle mit dir.

Versuch, die Probleme anzusprechen. Das funktioniert am besten, indem du so neutral wie möglich bleibst, wenig Vorwürfe formulierst und viel über deine Gefühle mit der Sache redest. Eltern fühlen sich schnell auf den Schlips getreten bei sowas, aber versuch auf jeden Fall ruhig zu bleiben.

Wenn das nichts nützt, musst du dein Leben so gut es geht organisieren. Es ist nicht toll, aber machbar. Wenn du wirklich den Großteil der Dinge mit deinem Geld bezahlen musst, dann teil es dir gut ein. Frisches Essen ist wichtig; versuch auf eine ansatzweise gute Ernährung zu achten. Isst du nur Fertigzeug, fühlst du dich irgendwann nur noch schlapp und körperlich nicht bereit für den Alltag. Lern, einfache Gerichte zu kochen, wie Eintopf oder Gemüsepfannen. Denn Rest scheinst du ja bereits drauf zu haben.

Hast du gute Freunde und einen erwachsenen Ansprechpartner, der dir bei Problemen helfen kann? Soziale Kontakte sind wichtig, damit du nicht total vereinsamst. Ich hoffe, du hast Freunde. Vielleicht wäre es auch gut, mal zu einem Psychologen zu gehen, wenn das nicht besser wird. Mit dem kannst du reden und dir Rat einholen. Er kann auch versuchen, mit deinem Vater zu reden oder weitere Maßnahmen einzuleiten. Dir professionelle Hilfe zu suchen ist nicht schlimm. Du ersparst dir auch den Ärger, den du dir mit irgendwelchen Aktionen selbst einhandest.

Ich bin 16 so wie du. Meine alleinerziehende, berufstätige Mum lässt mich den ganzen Tag allein zuhause. Sie geht nach der Arbeit entweder mit Freunden raus oder direkt aus Sofa. Hab anfangs sehr darunter gelitten. Reden hat nicht geholfen. Ich bin zweimal für ein paar Stunden abgehauen, nur um zu herauzufinden, dass es niemand bemerkt hatte. Meine Mutter hatte keine Kontrolle mehr, auch kein Verständnis und hat mich deshalb zum Psychologen geschickt. Der hat mir aber echt geholfen, mit dieser Situation fertig zu werden und trotz Allem zurechtzukommen und zufrieden zu sein.

Behalt den Verstand und lass dich von deiner Familie nicht runterziehen! Alles Gute,

Ella

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Kommentar von Ella560
04.02.2017, 17:48

Danke für den Stern! Ich hoffe, ich konnte helfen :)

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Hallo!

Ich (m, 26) bin bei meinem Opa aufgewachsen, der mich schon früh - so in meiner späten Grundschulzeit, es muss 3./4. Klasse gewesen sein - mit in den Haushalt und die damit verbundenen Arbeiten einband. Erstens, weil er nicht mehr alles so richtig gut konnte & zweitens, weil er meinte, dass das SInn macht.

Allerdings hat er das auch durchaus zu würdigen gewusst und lobte mich, wenn ich etwas seiner Ansicht nach gut gemacht hatte und die Gemeinschaft genoss bei uns einen hohen Stellenwert.. wobei er auch die meiste Zeit zuhause war -------> er war ja bereits Rentner & nur noch stundenweise ein-zweimal pro Woche unterwegs, um eine Handvoll langjähriger Kunden die er als Vertreter betreute aufzusuchen, wenn sie etwas brauchten^^

Als normal würde ich euer häusliches Klima ohne dir zu nah treten zu wollen nicht bezeichnen.. sondern als unterkühlt & winterlich. Kleiner Tipp ------> sucht euch vllt. mal die Möglichkeit eines gemeinsamen Abendessens usw., bei dem ihr ins Gespräch kommt & der eine sich für den anderen interessiert. Ist doch auch mit der SInn des Zusammenlebens in der Familie :)

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Nein. Das ist ganz und gar nicht normal. 

Warum esst ihr nicht wenigstens mal gemeinsam? Klar bist du alt genug dir mal selber etwas zu machen aber das ist eben auch gemeinsame Zeit. Vorbereiten, kochen. Es tut mir wirklich leid, wie das bei dir läuft. Mal abgesehen davon, dass Fertigmampf ungesund ist.

Mein Sohn ist noch 17 J. und verbringt auch nicht soo viel Zeit mit uns aber wir sprechen oft miteinander und eben gerade gemeinsames Essen ist mir wichtig. Es redet sich leichter.

Ausserdem interessiert mich natürlich wie es bei ihm läuft, was er vorhat, wie sein Tag war. 

Weiss dein Vater wie es dir damit geht?

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Kommentar von Deiwitt
02.02.2017, 20:10

Am Anfang habe ich mitgegessen, aber dann gab es mal Streit und deswegen kocht meine "Stiefmutter" nicht mehr für mich mit. Und das will ich dann auch nicht, weil ich das Gefühl habe am Tisch nicht willkommen zu sein. Deshalb gibt mein Vater mir extra Geld für essen.

Nein, mein Vater weiss das nicht. Er ist ja kaum da und er schimpft immer nur mit mir, wenn er mit mir redet

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Nein, das ist nicht normal.

Ich kenne eure Familiensituation nicht, aber vielleicht denken "die anderen" auch das du nicht willst, weil du schon so groß bist und eben vieles selber machst.

Du solltest deinen Vater mal darauf ansprechen das du dich ausgeschlossen fühlst und dich das traurig macht. 

Am besten ist es, du bekommst das ohne Vorwürfe hin.

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Ich würde mal ein Gespräch suchen und zwar nur dein Vater und du. Und in diesem Gespräch ganz klar darauf ansprechen wieso du dich vernachlässigt fühlst und warum er dich derart misachtet.

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Hallo Deiwitt,

normal sollte das so nicht sein!!!

Ich vermute aus irgendwelchen Gründen hängt in Euerer Familie der Haussegen schief. Das hat vermutlich mehr mit den Beziehungen zwischen Deinen Eltern und Deinem Vater zu seiner neuen Partnerin zu tun als mit Dir!

Was  passiert, wenn Du Dich bei den anderen dazu gesellst? Wenn Du Dich mit an den Esstisch setzt, oder wenn Du Dich einer Freizeitaktitität anschließt?

Hast Du schon versucht mit Deinem Vater über Deine Bedürfnisse nach Zeit mit ihm zu sprechen?

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Kommentar von Deiwitt
02.02.2017, 21:10

Das macht ich nicht. Wenn, dann zwingt mein Vater mich manchmal, mit zu essen und dann findet seine Freundin immer einen Grund auf mir rumzuhacken. Sie hasst mich.

Hab noch nie mit ihm darüber geredet wie ich mich fühle. Ich kann das nicht so, Gefühle zeigen und ich sehe ihn ja so selten

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Nein, das ist nicht normal!

Warum hast du zu deiner Mutter keinen Kontakt!

Dein Vater weiß nicht, was er seinem "Kind" damit an tut, wenn er es so "behandelt"!

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Kommentar von Deiwitt
02.02.2017, 20:11

Meine Mutter ist ausgewandert, deshalb wohne ich bei meinem Vater obwohl die das eigentlich nicht wollten. Deshalb schließen sie mich auch aus

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Ich bin etwas älter, wohne noch daheim aber habe kaum Kontakt zu meiner Familie. Hol mir manchmal was zu essen ins Zimmer. Manchmal essen wir auch zusammen, vll. zweimal die Woche. Aber ansonsten macht jeder sein Ding. 


Allerdings ist das mit 16 eine andere Geschichte. 

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