Inwieweit sind Wortfindungsprobleme und weitere kognitive Unzulänglichkeiten im Rahmen einer schweren Depression normal?

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2 Antworten

Ja, dies kann durchaus vorkommen. Eine Depression hat Auswirkungen auf unsere ganze Psyche (und teilweise auch den Körper).

Depressionen haben zwar klare medizinische Kriteren nach dem internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 http://deprimed.de/depressionen/ doch kommen meist noch weitere Symptome hinzu.

Ich gebe dir ein Beispiel: Hoffnungslosigkeit (negative Zukunfsperspektive für sich selbst) ist meines Errachtens eines der Hauptprobleme bei einer Depression, dennoch ist es nicht als Kriterium im ICD-10 aufgeführt. Weitere Exemplare sind z.B. sexuelles Desinteresse, SVV, körperliche Schmerzen, Wortfindungstörungen, Gedankeinkreisen, Depersonalisation/Derealisation usw.

Im ICD-10 heisst es zwar: "Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- oder Konzentrationsvermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit", doch andere kognitive Störungen werden nicht erwähnt, auch wenn sie zu Hauf vorkommen.

Desshalb ist es wichtig, sich nicht nur nach dem ICD-10 sondern auch nach tiefergehenden Fragebögen zu orientieren (z.B. den BDI-II oder die Hamiltion-Skala).

Ich will damit nicht sagen, dass du zwingend eine Depression hast. Depressionen sind eine ganze Anhäufung von Symptomen, welche zusammenkommen müssen. Wenn du unsicher bist, lasse dich von einer Fachperson (Psychiater, Psychologe) durchchecken. Du kannst dich auch zunächst an deinen Hausarzt wenden.

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Kommt drauf an um welche Probleme es sich genau dabei handelt bzw Beschwerden!? 

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