Inwieweit kann mir der Arbeitgeber meine Arbeitszeit vorschreiben?

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2 Antworten

Nun meine Frage ist diese Haltung rechtens?

Das kann man ohne genau Kenntnis auch der betrieblichen Umstände nicht so einfach beantworten. Welche Begründung gibt Deine Chefin?

Grundsätzlich ist Dein Hinweis auf die Gewerbeordnung GewO § 106 "Weisungsrecht des Arbeitgebers" richtig.

Wichtig ist bei dieser Bestimmung die Vorgabe, dass der Arbeitgeber zwingend nur "nach billigem Ermessen" seine Entscheidungen treffen darf, d.h. er muss die persönlichen Belange des Arbeitnehmers berücksichtigen und mit den betrieblichen Belangen abwägen.

Wenn die persönlichen Belange die betrieblichen objektiv überwiegen, darf der Arbeitgeber seine Entscheidung nicht durchsetzen.

Wie ich oben sagte, kenne ich die betrieblichen "Belange" nicht, gebe aber trotzdem meine Einschätzung aufgrund Deiner Angaben:

Ich halte Dein Anliegen, für die begrenzte Zeit nur zum Frühdienst eingesetzt zu werden, für absolut berechtigt. Du warst bis jetzt in Elternzeit, der Betrieb konnte also seine Abläufe aufrecht erhalten, auch ohne Deine Anwesenheit (womit ich nun nicht sagen will, Du seist "überflüssig" gewesen). Wenn nicht besondere Umstände vorliegen - deswegen meine Frage nach einer Begründung durch Deine Chefin -, dann ist nicht nachzuvollziehen, warum nicht auch für weitere 3 Wochen die Möglichkeit gegeben sein soll, Dich nur zur Frühschicht einzuteilen.

Unter diesen Voraussetzungen halte ich Deinen Anspruch, nur zur Frühschicht eingesetzt zu werden, für vorrangig gegenüber dem Verlangen Deines Arbeitgebers, Dich auch zur Spätschicht einzusetzen.

So weit meine rechtliche Einschätzung zu Deinem Recht; in wieweit Du es gegenüber Deiner Chefin aber durchsetzen willst und/oder kannst, ist eine andere Frage, denn "Recht haben" und "Recht bekommen" sind leider viel zu oft zwei sehr verschiedene Dinge ... ...

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Kommentar von mosca101
01.03.2016, 17:31

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung, meine Chefin beantwortete die Frage damit, dass wenn Sie mir das Erlauben würde andere das auch Verlangen würden.                               

Zudem würde ich ja nur Fordern womit Sie auf meine Elternzeit angespielt hat die Sie mir auch nicht Erlauben wollte sich aber in dem Fall den Gesetzen beugen musste.

Der innerbetriebliche Ablauf war vor meiner Elternzeit nicht gefährdet da ich in einem anderen Werk zum Einsatz kam und ist es nu auch nicht da ich neu in dieses Werk versetzt wurde... Dort hab ich zwar schonmal gearbeitet aber in meiner jetzigen Abteilung noch nie.

Das letzte mal das ich im jetzigen Werk tätig war liegt auch schon gut eineinhalb bis zwei Jahre zurück.

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Wie es rechtlich aussieht, kann ich Dir leider nicht sagen. Es ist jedoch nicht grad schön, dass sich Deine Chefin überhaupt nicht um die Privatangelegenheiten der Angestellten kümmert.

Kannst Du vielleicht einen Kollegen fragen, ob er mit Dir die Spätschichten tauschen würde? Du übernimmst seine Frühschichten und er Deine Spätschichten.

Ansonsten kannst Du vielleicht auch eine Nachbarin fragen, ob sie Dein Kind abholen kann und solange betreuen, bis Du daheim bist.

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Kommentar von mosca101
01.03.2016, 16:39

Ich hab nur eine Nachbarin die dafür in Frage käme und die ist 70 Fusskrank und ohne Führerschein also nicht möglich leider...

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