Inwieweit ist es möglich, eine Sprache ohne die jeweiligen Schriftzeichen zu lernen?

7 Antworten

Nein! Man kann das super ohne zeichen. Meine mutter ist chinesin und ich habs von geburt an auch ohne zeichen gelernt. Musst halt bloß jmd finden mit dem du seeeehr viel sprechen kannst. Wenn du dann so weit bist musst du mit jmd der nur chinesisch spricht ganz viel reden und ihm weiß ich nich was erzählen. So lernt mans am einfachsten:)

Es gibt Methode, die zuerst Hörverstehen und Sprechen lehren, und nur später gehen zum Schrift, da die Kinder ihre Muttersprache zuerst auch nur Hören und Sprechen lernen. Auch geschichtlich ist Schrift viel jünger, als Sprechen.

Also die Studenten kennen schon die Sprache, als sie mit dem Schrift beginnen.

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Ins Selbststudium uebergehen kann man erst, wenn man ein fortgeschrittener Lerner ist, da man dann Qualitaet der verwendeten Materialien einschaetzen und selber Fehleranalyse betreiben kann. Das kann ein Anfaenger, der sich noch nie mit der zu lernenden Sprache beschaeftigt hat, nicht. Viele Selbstlerner meinen, dass sie schon ach so tief in der Materie drin sind; meistens ist das aber pure Selbstueberschaetzung, da sie niemanden haben, der sie objektiv einschaetzen und beurteilen kann.

Einem Anfaenger kann man in den ersten Jahren des Spracherwerbs daher nichts anderes, als einen vernuenftigen Sprachkurs empfehlen. Eine Lehrkraft verhindert und verbessert Anfaengerfehler, legt durch ein Curriculum gesicherte Grundlagen und fuehrt durch die schwierige Anfangszeit. Wenn man die Anfangszeit beim Spracherwerb nicht ernst nimmt, dann schleichen sich viele Fehler ein, die alles weitere, was man mit der Sprache vor hat, negativ beeinflussen.

Da wir alle keine Babys mehr sind, koennen wir Sprachen auch nicht mehr so einfach durch blosses Zuhoeren erlernen, sondern muessen uns Grammatik und Co. bedienen, um anhand der Regeln die Sprache benutzen zu koennen. Fuer das Lernen, wie ein Kleinkind, fehlt ganz einfach der staendige 24-Stunden-Kontakt mit der zu lernenden Sprache. Selbst bei einem Auslandsaufenthalt, bei dem man durchaus durch Zuhoeren und Teilnahme am Alltagsleben viel lernen kann, muss nachbereitet und grammatikalisch sortiert werden. Vor allem, da der Alltag im Ausland von Dialekten und aehnlichen gesellschaftlichen Aspekte durchzogen ist. Diese muss man aber strikt vom Standard trennen koennen. Muttersprachler lernen das durch die Schule, ein Fremdsprachenlerner muss sich das durch ein Grammatikwerk beibringen.

Zwar ist Schrift nur ein Hilfsmittel, wenn man aber Vokabeln nur in seiner eigenen Schrift lernt, dann merkt man das an der Aussprache sehr schnell. Zum Beispiel wenn Japaner ueberall Vokale dranhaengen, wo keine hingehoeren, ganz einfach weil sie sich ueberall Lesehilfen in ihrer Schrift machen, die aber so geschaffen ist, dass so gut wie immer die Kombination Konsonant-Vokal entsteht.

Ostasiatische Sprachen haben zudem viele bedeutungstragende Schriftzeichen. Im Japanischen z.B. hilft das Missverstaendnissen bei Homophonen entgegenzuwirken. So kann es in einem Gespraech schonmal vorkommen, dass man Schriftzeichen in die Luft oder in die Hand schreibt, um deutlich zu machen, welches Wort man meint.

Zu einer Sprache gehoert immer alles!! Man kann nicht einfach das Lesen und Schreiben weglassen, denn dann kommt man irgendwann nicht weiter.

Ins Selbststudium uebergehen kann man erst, wenn man ein fortgeschrittener Lerner ist, da man dann Qualitaet der verwendeten Materialien einschaetzen und selber Fehleranalyse betreiben kann. Das kann ein Anfaenger, der sich noch nie mit der zu lernenden Sprache beschaeftigt hat, nicht. Viele Selbstlerner meinen, dass sie schon ach so tief in der Materie drin sind; meistens ist das aber pure Selbstueberschaetzung, da sie niemanden haben, der sie objektiv einschaetzen und beurteilen kann. Einem Anfaenger kann man in den ersten Jahren des Spracherwerbs daher nichts anderes, als einen vernuenftigen Sprachkurs empfehlen. Eine Lehrkraft verhindert und verbessert Anfaengerfehler, legt durch ein Curriculum gesicherte Grundlagen und fuehrt durch die schwierige Anfangszeit. Wenn man die Anfangszeit beim Spracherwerb nicht ernst nimmt, dann schleichen sich viele Fehler ein, die alles weitere, was man mit der Sprache vor hat, negativ beeinflussen.

Demnach sollte ich Deutsch nicht gelernt haben. Ich hatte weder Kurse besucht noch war ich fortgeschrittener Lerner. Da stimmt was nicht an Deiner Theorie.

Da wir alle keine Babys mehr sind, koennen wir Sprachen auch nicht mehr so einfach durch blosses Zuhoeren erlernen, sondern muessen uns Grammatik und Co. bedienen, um anhand der Regeln die Sprache benutzen zu koennen.

Ich war auch kein Baby mehr und habe die deutsche Grammatik eigtl. nie organisiert gelernt. Also stimmt dieser Punkt auch nicht.

Fuer das Lernen, wie ein Kleinkind, fehlt ganz einfach der staendige 24-Stunden-Kontakt mit der zu lernenden Sprache.

Hatte ich auch nicht, nur den Ferseher.

Selbst bei einem Auslandsaufenthalt, bei dem man durchaus durch Zuhoeren und Teilnahme am Alltagsleben viel lernen kann, muss nachbereitet und grammatikalisch sortiert werden.

Nie gemacht!

Vor allem, da der Alltag im Ausland von Dialekten und aehnlichen gesellschaftlichen Aspekte durchzogen ist. Diese muss man aber strikt vom Standard trennen koennen. Muttersprachler lernen das durch die Schule, ein Fremdsprachenlerner muss sich das durch ein Grammatikwerk beibringen.

Und?

Zu einer Sprache gehoert immer alles!! Man kann nicht einfach das Lesen und Schreiben weglassen, denn dann kommt man irgendwann nicht weiter.

Man kommt durchaus weiter. Irgendwann braucht man eben die Schrift dann auch.

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In Onlinechats merkt man ja schon beim englischen und deutschen, wie verzwickt das Ganze sein kann und das auch dort, wo man meinen könnte, dass dort wenigstens ein bisschen Ordnung drin steckt.

In den letzten Jahren hatte ich allerdings auch bemerkt, dass, wenn man mit einer Sprache, die man nicht spricht, öfters konfrontiert wird, kommt diese einem mit der Zeit vertrauter vor, selbst dann, wenn man immer noch keine (oder kaum) Wörter beherrscht. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass eine solche Vertrautheit vonnöten ist, um eine Sprache vernünftig erlernen zu können. Liege ich damit richtig?

Gibt es eigentlich irgendwelche Dinge, welche alle Sprachen (oder zumindest alle Sprachen mit ähnlichem/gleichem Alphabet) gemein ist, also Dinge, an denen man sich speziell orientieren kann, die einem das Erlernen einer Sprache sehr erleichtern würden? Bei Deutsch und Englisch hätte man wenigstens noch irgendwie ähnliche Wörter und Laute, während Japanisch und Russisch da noch mal ein anderes Kaliber sind.

Eine Frage, die mich auch noch beschäftigt, ist: wo hat man in Deutschland die Möglichkeit, regelmäßig fremde Sprachen auch auf höherem Niveau zu sprechen und diese dadurch zu erlernen und nicht wieder zu verlernen?

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@Nellyone

den Eindruck, dass eine solche Vertrautheit vonnöten ist, um eine Sprache vernünftig erlernen zu können. Liege ich damit richtig?

"Vertrautheit" ist in diesem Fall Melodik der Sprache und bestimmte Strukturen in der Sprache. Bei einer völlig unbekannten sprache erkennt man ja am Anfang teilweise garnicht einzelne Wörter. Das macht es natürlich schwierig auch für die einfachsten Begriffe Verständnis aufzubauen. Je länger man zuhört desto mehr "Futter" kriegt das Hirn und fängt an unterbewusst bestimmte Dinge zu erkennen auch bei einer unbekannten Sprache.

oder zumindest alle Sprachen mit ähnlichem/gleichem Alphabet

Das Alphabet ist nicht von Bedeutung, da es auch oft künstlich einer Sprache aufgedrückt wurde, wie z.B. das kyrillische Alphabet der russischen Sprache. D.h. sprachen mit gleichem alphabet müssen nicht verwandt sein. Es gibt grosse Sprachfamilien. Innerhalb der sprachenfamilien sind die Unterschiede doch gross, so dass man sich nicht versteht untereinander. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten. Bei der feineren Unterteilung in Sprachgruppen ist es anders. Ich kann z.B. alle slawische Sprachen ohne Erlernen verstehen im Groben und manche sogar ganz gut. Das ist bei germanischen Sprachen etwas komplizierter aber dennoch bin ich in Finalnd gut zurecht gekommen mit den schwedischen Aufschriften(die sind dort Pflicht weil Schwedisch eine 2.Amtssprache ist). Zu finno-ugrischen Sprachen habe ich gar keinen Zugang.

Eine Frage, die mich auch noch beschäftigt, ist: wo hat man in Deutschland die Möglichkeit, regelmäßig fremde Sprachen auch auf höherem Niveau zu sprechen und diese dadurch zu erlernen und nicht wieder zu verlernen?

Da musst Du für die jeweilige Sprache Muttersprachler suchen.

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