Inwieweit ist eine (subjektiv) "mir angenehme" Duschtemperatur Aufgabe des Vermieters?

4 Antworten

ich bin nicht der auffassung wie bwhoch, dass du mit einer wassertemperatur leben musst, die nicht dem vertragsmäßigen gebrauch einer dusche entspricht. ebenso wenig, wie  bspw. mit einer heizung, die sich nicht in der heizperiode anstellen lässt oder eine durchschnittsraumtemperatur von 20 grad erzielt. egal, wie beides (wasser/heizung) technisch zustande kommt, selbst in einem altbau. und egal, ob du es ´subjektiv´ brauchst oder nicht.

vielmehr stellt dies einen mangel dar, den nicht du als mieter kompensieren musst und der dich ebenfalls zu einer mietminderung berechtigen kann:

"Kann ein Mieter nicht störungsfrei warm duschen, ist er zu einer
Mietminderung von 5 % berechtigt. Dies hat das Landgericht Berlin
entschieden.

Im zugrunde liegenden Fall bestand Streit darüber, ob der Mieter einer Wohnung seine Miete mindern darf, wenn er nicht störungsfrei warm duschen kann.

Das Landgericht Berlin entschied zu Gunsten des Mieters. Könne dieser nämlich nicht störungsfrei warm duschen, rechtfertige dies eine Mietminderung von 5 %."

Mischbatterien senden im Allgemeinen keine Signale.

Das Problem muss schon von der Seite des Durchlauferhitzers gelöst werden. Dieser etnspricht offenbar nicht mehr neuesten Standards.

Allerdings hast Du in einer preiswerten Altbauwohnung auch keinen Anspruch darauf, dass Dein subjektives Problem gelöst wird. Falls es in der Altbauwohnung wirklich nur Kaltwasser gibt, wäre es sogar Aufgabe des Mieters selbst, ein passendes Warmwassergerät zu besorgen. Da Du jedoch eines mitgemietet hast, musst Du das so hin nehmen, wie es vorhanden ist.

Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine alte Altbauwohnung handelt und die Armatur sich auf Kniehöhe befindet, gehe ich davon aus, dass Du nicht in einer typischen Dusche duschst, sondern in der Badewanne.

Früher gab es noch nicht mal Badewannen in den Wohnungen. Die Möglichkeit, eine Blechwanne (oder schöner) ins Wohnzimmer zu stellen und diese dort mit warmem Wasser aufzufüllen, war schon Luxus. (Kannst Du gucken unter wikipedia "Badewanne"). Ohne diese Möglichkeit ging man in die städtische Badeanstalt, bzw. in das öffentl. Brausebad oder auf dem Land musste es der berühmte Wassereimer tun oder der Hofbrunnen.

Nun wurde irgendwann in Deine Altbauwohnung ein Badezimmer eingebaut oder damals als Neubau schon sehr modern mit Badezimmer gebaut. Duschen waren damals alles andere als üblich. Üblich und wichtig, also Standard war die Badewanne. Entweder mit einem Holz-, Gas- oder schon mit Elektroboiler oder eben mit einem Durchlauferhitzer. Erst seit es Zentralheizungen gibt, verlegt man auch ein Warmwassernetz im Haus.

Deine Badewanne erhielt irgendwann den modernen Einhebelmischer und dazu einen besonders langen Brauseschlauch vielleicht sogar mit Stange.

Damit ist es prinzipiell möglich, die Badewanne auch als Dusche zu benutzen, aber, wie Du feststellen musst, leider passt der Durchlauferhitzer nicht dazu.

Das von Dir beschriebene Problem mit Stufe 2 ist kein Problem, wenn man nur die Badewanne zum Baden auffüllen will. Zum Duschen aber eher gefährlich.

Da Du gemietet hast, wie gesehen, musst Du diese Inkompatibilität leider in Kauf nehmen.

Lass Dir mal im Elektrohandel einen passenden elektronisch geregelten Durchlauferhitzer empfehlen mit Angebot für Deine Vermieterin. Dann zeige ihr die Vorteile einer modernen Wassererwärmung auf und biete Dir an, dass Du Dich zu einem Drittel z. B. an den Kosten beteiligen würdest und auch mit einer Mieterhöhung um 10 € pro Monat ab 2017 einverstanden wärst. Vielleicht geht sie darauf ein. Erkläre ihr ruhig, dass die jetzige Lösung mit der viel zu heissen Armatur eigentlich viel zu gefährlich ist.

Die 10 € Erhöhung kannst Du im Übrigen gut durch die Einsparung an elektrischer Energie finanzieren.

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Wow, das nenne ich mal eine kompetente Antwort, auch der historische Exkurs ist interessant. Ja, das Haus ist von 1929, da sollte ich mich nicht beklagen... Aber auch der konstruktive Vorschlag am Ende mit Beteiligung und geringer Mieterhöhung ist eine Überlegung wert.

Aber noch mal eben zu dem ersten Satz: "Signale" hatte ich ja nicht umsonst in Anführung gesetzt ;) Ich meinte das folgendermaßen:
Ist es nicht so, dass so ein Durchlauferhitzer schlichtweg das Wasser auf eine fest vorgegebene Temperatur erhitzt und der Rest eben durch die Mischung zwischen kalt und heiß an der Armatur eingestellt werden muss?

Das Problem ist, dass wenn ich von "zu heiß" in Richtung etwas kälter regle, dass die Armatur dann nicht einfach "mehr kaltes Wasser hinzumischt" (wie das am Spülbecken mit zwei getrennten Reglern funktioniert), sondern "weniger (von der Menge her) heißes" Wasser durchlässt, worauf sich der Durchlauferhitzer durch ein hörbares Knacken abschaltet.

Da hatte ich gedacht, wenn die Armatur zwei getrennte Regler hätte, dass man dann Kaltwasser hinzumischen könnte, zu einer ausreichenden Menge heißen Wassers, damit der Durchlauferhitzer nicht ständig an und aus geht... Denkfehler? Wäre der Austausch auf dieser Ebene nicht leichter?

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@MrTom

Tut mir leid. Einerseits kenne ich die örtlichen Verhältnisse nicht und andererseits bin ich kein Sanitärspezialist, aber Dein Denkansatz  klingt logisch.

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Der Durchlauferhitzer ist nicht das Problem. Das Wasser wird erst in der Mischbatterie gemischt. Daher der Name. Die Mischbatterie entspricht wohl nicht deinen Vorstellungen von Komfort. Dein Vermieter ist nicht verpflichtet das zu ändern. Wenn du eine konstante Temperatur haben willst, geh in den Baumarkt und kauf dir ein Termostat. Das kostet 50€. Dann kannst du die Temperatur so einstellen wie du es willst und sie bleibt dann auch so.

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Sandra

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